Das EKG systematisch verstehen
Lernziel: Du kannst ein EKG systematisch befunden und seine Dringlichkeit erklären.
Was eine Ableitung sieht
Lernziel: Du kannst Elektroden, Ableitungen und die EKG-Wellen unterscheiden.
Ein EKG zeigt elektrische Aktivität. Ob diese Aktivität einen wirksamen Kreislauf erzeugt, erfährst du erst am Patienten. Deshalb beginnt die Befundung mit dem Blick auf Bewusstsein, Atmung, Puls, Blutdruck und Beschwerden. Eine instabile Situation wird behandelt, während das EKG ausgewertet wird.
Die Tabelle zeigt deinen Weg durch jedes EKG und wo du ihn vertiefst.
| Schritt | Leitfrage | Vertiefung |
|---|---|---|
| 1. Patient | Bewusstsein, Atmung, Puls, Blutdruck, Beschwerden: stabil? | U19 |
| 2. Technik | Ist das Signal brauchbar? | U01–U03 |
| 3. Messungen | Frequenz, Rhythmus, Achse, Zeiten | U04–U07 |
| 4. Muster | Impulsbildung, Leitung, Ischämie, Elektrolyte, Arzneimittel, Schrittmacher | U08–U18 |
| 5. Gesamtaussage | Befund begründen, Dringlichkeit ableiten | U19–U20 |
Du gehst vom technisch brauchbaren Signal über einzelne Messungen zur begründeten Gesamtaussage. Die anschließenden echten Aufnahmen übst du mit derselben Reihenfolge.
Eine Elektrode ist ein Kontakt auf der Haut. Eine Ableitung ist eine elektrische Blickrichtung. Für das Standard-EKG verwenden wir zehn Elektroden: vier an den Extremitäten und sechs am Brustkorb. Daraus entstehen zwölf Ableitungen. Die rechte Beinelektrode dient der technischen Referenz und erzeugt keine eigene der zwölf Blickrichtungen.

Abbildung: Kontakte und Blickrichtungen getrennt zählen; die rechte Beinelektrode ist Referenz. Quelle: eigene Darstellung. Quelle: eigene Darstellung
Eine fortschreitende Erregungsfront lässt sich als Vektor vorstellen. Zeigt ihre Summe auf den positiven Pol einer Ableitung, wird der Ausschlag überwiegend positiv; bewegt sie sich davon weg, überwiegend negativ. Eine annähernd senkrechte Richtung kann einen kleinen oder zweiphasigen Ausschlag ergeben. Ein negatives QRS in aVR ist daher zunächst erwartbar und kein Infarktbeweis.

Quelle: eigene Darstellung
So sieht die Regel in einem echten Normalbefund aus: In aVR sind P-Welle, QRS-Komplex und T-Welle negativ, in II und V5–V6 positiv.

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-1094, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 25 mm/s, 10 mm/mV; 3×4-Spalten zeigen aufeinanderfolgende Zeitfenster, der untere II-Streifen den kontinuierlichen Verlauf.
Die Extremitätenableitungen betrachten das Herz in der Frontalebene. I vergleicht linken mit rechtem Arm, II linkes Bein mit rechtem Arm, III linkes Bein mit linkem Arm. aVR, aVL und aVF sind ergänzende Blickrichtungen. Die Brustwandableitungen V1–V6 betrachten die Erregung aus verschiedenen Positionen in der Horizontalebene.
Welche Elektrode jeweils den Pluspol bildet und womit sie verglichen wird:
| Ableitung | Pluspol | Bezug (Minuspol) |
|---|---|---|
| I | linker Arm | rechter Arm |
| II | linkes Bein | rechter Arm |
| III | linkes Bein | linker Arm |
| aVR | rechter Arm | Mittel aus linkem Arm und linkem Bein |
| aVL | linker Arm | Mittel aus rechtem Arm und linkem Bein |
| aVF | linkes Bein | Mittel aus rechtem und linkem Arm |
| V1–V6 | jeweilige Brustwandelektrode | Wilson-Zentralterminal: Mittel aus rechtem Arm, linkem Arm und linkem Bein |

Quelle: eigene Darstellung
Die Wellen und Strecken einer Herzaktion entsprechen festen elektrischen Phasen:
| Anteil | Elektrischer Vorgang |
|---|---|
| P-Welle | Depolarisation der Vorhöfe |
| PQ-Intervall | Beginn der Vorhoferregung bis Beginn der Kammererregung |
| QRS-Komplex | Depolarisation der Kammern |
| ST-Strecke | Abschnitt nach Kammerdepolarisation vor der T-Welle |
| T-Welle | Repolarisation der Kammern |
| QT-Intervall | Beginn der Kammerdepolarisation bis Ende ihrer Repolarisation |
Die Erregung beginnt normalerweise im Sinusknoten. Über die Vorhöfe erreicht sie den AV-Knoten, dann His-Bündel, rechten und linken Tawara-Schenkel sowie Purkinje-Fasern. Die Verzögerung im AV-Knoten trägt zur zeitlichen Trennung von Vorhof- und Kammeraktion bei. Das Oberflächen-EKG zeigt aber nicht direkt jeden einzelnen Knoten: Eine lange PQ-Zeit lokalisiert den Block nicht sicher allein in den AV-Knoten.

Quelle: OpenStax College, Anatomy & Physiology, Abb. „Cardiac Conduction“, über Wikimedia Commons, CC BY 3.0. Sechs Teilbilder aus dem Kreisschema ausgeschnitten und neu angeordnet; Nummern, „Start“-Feld und Pfeile entfernt; deutsche Beschriftung und EKG-Zuordnung ergänzt. Lila markiert erregtes Gewebe.

Quelle: eigene Darstellung. Das PQ-Intervall umfasst den gesamten Weg ab P-Beginn bis QRS-Beginn, einschließlich Vorhoferregung; His-Bündel und Schenkel erzeugen im Oberflächen-EKG keinen eigenen Ausschlag.
In Ableitung II folgen auf eine P-Welle ein kurzer isoelektrischer Abschnitt, ein schmaler QRS und eine T-Welle. Du beschreibst zuerst die Reihenfolge: Vorhoferregung → Überleitung → Kammererregung → Rückbildung. Erst danach prüfst du, ob Abstände und Formen passen. Aus der P-Welle allein folgt noch kein wirksamer Puls; hierfür müssen Kammeraktivierung und mechanische Auswurfleistung hinzukommen.

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-775, Ableitung II, Sekunde 0–5, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 25 mm/s, 10 mm/mV. Suche in jedem Schlag selbst P, isoelektrischen Abschnitt, QRS und T.

Abbildung: Die geordnete elektrische Folge ersetzt die Pulskontrolle nicht. Quelle: eigene Darstellung. Quelle: eigene Darstellung
Multiple Choice
Eine Kollegin sagt: „V1 ist unauffällig, also sind alle zwölf Elektroden richtig angelegt.“ Welche Aussage korrigiert den Denkfehler am besten?
Die Tabelle trennt die Beobachtung von der zu prüfenden Aussage.
| Angabe | Befund |
|---|---|
| Beobachtung | V1 unauffällig |
| Aussage der Kollegin | „Also sind alle zwölf Elektroden richtig angelegt.“ |
- a)Zwölf Ableitungen entstehen aus zehn Elektroden; ein einzelner unauffälliger Kanal prüft weder alle Kontakte noch alle Positionen.
- b)Jede der zwölf Ableitungen braucht eine eigene Elektrode; V1 prüft automatisch alle anderen.
- c)Ein technisch korrektes EKG muss in jeder Ableitung einen positiven QRS zeigen.
Elektroden sicher anlegen
Lernziel: Du kannst die Brustwandpositionen bestimmen und Zusatzableitungen begründen.
Erkläre die schmerzfreie Untersuchung, hole das Einverständnis ein und wahre die Intimsphäre. Die Person liegt möglichst entspannt; der Oberkörper ist zugänglich, Arme und Beine sind abgestützt. Reinige beziehungsweise trockne die Kontaktstellen und kürze störende Haare bei Bedarf schonend. Prüfe die Kabelbezeichnungen; Farbcodes unterscheiden sich zwischen Systemen.

Quelle: eigene Darstellung. Der Ablauf fasst diese Einheit zusammen; die einzelnen Schritte folgen im Text.
Die Kabel sind je nach Norm unterschiedlich beschriftet und gefärbt. Lies deshalb die Beschriftung am Stecker, nicht nur die Farbe:
| Elektrode | IEC (Europa) | AHA (USA) |
|---|---|---|
| Rechter Arm | R · rot | RA · weiß |
| Linker Arm | L · gelb | LA · schwarz |
| Linkes Bein | F · grün | LL · rot |
| Rechtes Bein (Referenz) | N · schwarz | RL · grün |
| Brustwand 1–3 | C1–C3 · rot, gelb, grün | V1–V3 · rot, gelb, grün |
| Brustwand 4–6 | C4–C6 · braun, schwarz, violett | V4–V6 · blau, orange, violett |
Die Extremitätenelektroden liegen für das diagnostische Ruhe-EKG symmetrisch an den Armen und Beinen, üblicherweise an den Unterarmen nahe den Handgelenken und an den Unterschenkeln nahe den Knöcheln. Wähle geeignete weiche Hautstellen, vermeide Knochenvorsprünge und ordne rechts/links sorgfältig zu. Bei notwendiger proximaler Position bleiben die Kontakte auf den jeweiligen Extremitäten; eine Verlagerung auf den Rumpf verändert die Ableitung und muss dokumentiert werden.

Quelle: OpenStax College, Anatomy & Physiology (2013), Abb. „ECG Placement of Electrodes“, über Wikimedia Commons, CC BY 3.0. Die sechs Brustwandpunkte des Originals wurden entfernt, weil sie nicht der Standardlage entsprechen; in WebP umgewandelt. Die Zeichnung zeigt nur die symmetrische Lage der Extremitätenelektroden. Die Brustwandpositionen zeigen Tabelle und Schema weiter unten.
Taste den Angulus sterni und die zweite Rippe. Zähle von dort die Interkostalräume. Setze V1 und V2 nicht nach Augenmaß direkt unter die Schlüsselbeine.
| Elektrode | Lage am Körper |
|---|---|
| V1 | 4. Interkostalraum rechts parasternal |
| V2 | 4. Interkostalraum links parasternal |
| V4 | 5. Interkostalraum links, Medioklavikularlinie |
| V3 | Zwischen V2 und V4 |
| V5 | Vordere Axillarlinie, gleiche horizontale Höhe wie V4 |
| V6 | Mittlere Axillarlinie, gleiche horizontale Höhe wie V4 |

Quelle: eigene Darstellung. Rechts und links beziehen sich auf den Patienten. Die Punkte werden getastet, nicht aus der Zeichnung abgemessen; die Zeichnung ist nicht maßstabsgerecht.
V5 und V6 folgen einer Horizontalen, nicht dem Verlauf des Interkostalraums. Brustgewebe wird nach Erklärung vorsichtig angehoben, damit die Elektrode auf dem anatomisch richtigen Thoraxpunkt liegt. V1/V2 zu hoch können R-Progression und ST/T verändern. Für Verlaufsvergleiche müssen Positionen reproduzierbar sein; eine vom Standard abweichende Extremitätenposition wird dokumentiert.
Typische Anlagefehler, ihre Folge und die Korrektur im Überblick:
| Fehler | Folge | Korrektur |
|---|---|---|
| V1/V2 zu hoch (2./3. ICR) | R-Progression und ST/T verändert | Angulus sterni tasten, 4. ICR auszählen |
| V3 vor V4 gesetzt | V3 liegt nicht mittig | Erst V4, dann V3 in die Mitte |
| V5/V6 entlang der Rippe tiefer | Andere Blickrichtung, Verlauf nicht vergleichbar | Vordere/mittlere Axillarlinie auf Höhe von V4 |
| Elektrode auf dem Brustgewebe | Nicht auf dem richtigen Thoraxpunkt | Nach Erklärung anheben, Thoraxpunkt tasten |
| Armkabel vertauscht | I invertiert, aVR ungewöhnlich positiv | Kabel am Patienten prüfen, neu ableiten |
| Extremitätenelektrode am Rumpf | Veränderte Ableitung | Auf der Extremität bleiben oder dokumentieren |
Zusätzliche Blickrichtungen beantworten konkrete Fragen. Bei inferioren Ischämiezeichen helfen rechtspräkordiale Ableitungen, insbesondere V3R/V4R, eine rechtsventrikuläre Beteiligung zu erkennen. V4R liegt im 5. Interkostalraum rechts medioklavikulär. Bei Verdacht auf posteriore Ischämie werden V7–V9 auf Höhe von V6 nach dorsal ergänzt: hintere Axillarlinie, Skapularlinie und paravertebral links. Beschrifte jede Zusatzableitung ausdrücklich. Ihre Schwellenwerte sind nicht einfach mit V2/V3 gleichzusetzen.

Quelle: eigene Darstellung. Schwellen nach der 4. universellen Infarktdefinition (ESC/ACC/AHA/WHF 2018), die die ESC-ACS-Leitlinie 2023 übernimmt: Thygesen et al., Eur Heart J 2019.

Quelle: eigene Darstellung. Blick von kaudal wie bei einer CT: vorn oben, die rechte Körperseite links im Bild. Vereinfachend liegen alle Elektroden in einer Ebene; V1/V2 liegen tatsächlich einen Interkostalraum höher als V4–V6.
Unterstützte Aufgabe
V4 liegt korrekt. V5 und V6 wurden entlang der nächsten Rippe deutlich tiefer gesetzt. Beschreibe die Korrektur in einem Satz und begründe sie.
Die Tabelle zeigt die Ausgangslage der Elektrodenpositionen.
| Angabe | Befund |
|---|---|
| V4 | korrekt |
| V5 und V6 | entlang der nächsten Rippe deutlich tiefer |
Lösung und Rückmeldung – nach der Antwort
„Ich setze V5 in die vordere und V6 in die mittlere Axillarlinie, beide auf dieselbe horizontale Höhe wie V4.“ Das stellt die vorgesehenen Blickrichtungen und die Vergleichbarkeit her. Nur „nach links versetzen“ ist nicht präzise genug.
Praktische Aufgabe
Führe am Modell oder unter geeigneter Aufsicht eine 12-Kanal-Ableitung durch. Erkläre der Person den Ablauf, identifiziere die Interkostalräume, zeige V1–V6 und prüfe anschließend Kontakt, Kabelzuordnung, Geschwindigkeit und Verstärkung. Dokumentiere eine notwendige Abweichung von der Standardposition.
Die Tabelle bündelt die geforderten Beobachtungen der praktischen Aufgabe.
| Auftrag | Beobachtbare Handlung |
|---|---|
| Vorbereitung | Ablauf erklären |
| Positionen | Interkostalräume identifizieren, V1–V6 zeigen |
| Aufnahme | Kontakt, Kabel, Geschwindigkeit und Verstärkung prüfen |
| Abweichung | Notwendige Sonderposition dokumentieren |

Abbildung: Übungsmodell mit angelegten Brustwandelektroden; bestimme für jede Elektrode Interkostalraum und Bezugslinie selbst. Quelle: John Campbell, gemeinfrei (Public Domain Mark), https://commons.wikimedia.org/wiki/File:12_Lead_EKG_positions._(21623164722).jpg. Zugeschnitten (Person und Hinweisschild im Hintergrund entfernt).
Lösung und Rückmeldung – nach der Antwort
Erwartet werden respektvolle Erklärung und Einverständnis, anatomisches Tasten, V4 vor V3, horizontale V4–V6-Linie und eine abschließende Qualitätsprüfung. Kritische Fehler sind vertauschte Kabel, V1/V2 in einem falschen Interkostalraum und unkommentierte Sonderpositionen. Die digitale Antwort ersetzt die beobachtete praktische Durchführung nicht.
Papier und Störungen
Lernziel: Du kannst das Raster umrechnen und Artefakte von sicheren Befunden trennen.
Lies vor jeder Messung die Kalibrierung. Bei 25 mm/s entspricht horizontal 1 mm = 40 ms und ein großes 5-mm-Kästchen = 200 ms. Bei 50 mm/s sind es 20 beziehungsweise 100 ms. Vertikal gilt bei 10 mm/mV: 1 mm = 0,1 mV. Bei 5 mm/mV werden identische Spannungen halb so hoch dargestellt. Bildschirmzentimeter sind nicht die Papiermillimeter des EKGs: Nutze das eingezeichnete Raster und die dokumentierte Skalierung.
So liest du das Raster: Erst die Skalierung prüfen, dann die Kästchen in Zeit und Spannung übersetzen.

Quelle: eigene Darstellung.
Ein digitaler Filter kann Grundliniendrift vermindern, aber auch ST-Strecken oder kleine Spikes verändern. Ein glattes Signal ist deshalb nicht automatisch das unverfälschte Signal. Die hier aus Signalen gezeichneten EKGs enthalten keine zusätzliche Kurvenfilterung. In der üblichen 3×4-Anordnung zeigen benachbarte Spalten verschiedene Zeitabschnitte. Der kontinuierliche Rhythmusstreifen unten ist für Pausen und AV-Beziehungen besonders wichtig.
In der 3×4-Anordnung zeigt jede Spalte ein eigenes 2,5-s-Fenster; nur der Rhythmusstreifen läuft über die vollen 10 s.

Quelle: eigene Darstellung.
| Störung | Sinnvolle Reaktion |
|---|---|
| Langsame Grundliniendrift | Ruhig lagern, Kontakte und Atmung prüfen, erneut schreiben |
| Feines hochfrequentes Zittern | Muskelanspannung, Kälte und elektrische Störquellen prüfen |
| Einzelner grober Ausreißer | Bewegung und Kabelkontakt prüfen; andere Kanäle vergleichen |
| Unplausible Achse / negative P in I | Kabelzuordnung prüfen und korrekt wiederholen |
Drei echte Aufnahmen zeigen typische Störungen. Achte darauf, in welchen Ableitungen die Störung auftritt und ob die QRS-Komplexe darunter im Takt weiterlaufen.

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-1315, Ableitungen I, II, III und aVF über 10 s, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Langsame Grundliniendrift: Die Grundlinie wandert in II, III und aVF, I bleibt fast ruhig. Diese drei Ableitungen nutzen gemeinsam die linke Beinelektrode: dort Kontakt und Lagerung prüfen, Atmung beachten. Die QRS-Komplexe laufen regelmäßig weiter.

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-252, Ableitungen I, II, III und aVL über 10 s, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Feines hochfrequentes Zittern in I, III und aVL, II bleibt sauber. Gemeinsam ist diesen drei Ableitungen die linke Armelektrode, II nutzt sie nicht. Muskelanspannung, Kälte, Kontakt und elektrische Störquellen prüfen.

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-9330, Ableitungen II und V5 über 10 s, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Grober Ausreißer: Die Störung beginnt plötzlich in beiden Ableitungen zugleich, die QRS davor sind regelmäßig, ein QRS ist in der Störung noch erkennbar (in V5 deutlich). Bewegung und Kabelkontakt prüfen; das ist kein neuer Kammerrhythmus.
Diese Hinweise helfen, eine Störung von einem echten Befund zu trennen:
| Hinweis | Eher Artefakt | Eher echter Befund |
|---|---|---|
| Grundrhythmus | QRS laufen im Takt durch die Störung | Rhythmus selbst ändert sich |
| Wellenform | Zacken ohne P-QRS-T-Folge | regelhafte Wellenfolge |
| Klinik | wach, Puls regelmäßig | Klinik passt zur Kurve |
| Wiederholung | verschwindet nach Korrektur | bleibt nach Korrektur bestehen |
Eine Armvertauschung kann I invertieren und aVR ungewöhnlich positiv machen. Das beweist die Vertauschung noch nicht. Prüfe die Elektroden am Patienten und wiederhole die Aufnahme. Bei Dextrokardie kann zusätzlich eine umgekehrte Brustwand-R-Progression auftreten; ein ungewöhnliches Signal allein genügt nicht zur anatomischen Diagnose.
I negativ und aVR positiv: Die Brustwandableitungen helfen bei der Einordnung, entschieden wird erst nach Elektrodenkontrolle und korrekter Wiederholung.

Abbildung: Der Verdacht entsteht aus dem Muster; die korrekte Wiederholung prüft die technische Ursache. Quelle: eigene Darstellung. Quelle: eigene Darstellung.
Sieht der Monitor „Kammerflimmern“, während die Person ansprechbar ist und ein regelmäßiger Puls tastbar bleibt, ist Artefakt wahrscheinlich. Bei Bewusstlosigkeit und fehlender normaler Atmung darf die technische Fehlersuche die Reanimation nicht verzögern. Eine gerade Linie verlangt ebenfalls Patientenkontrolle und Prüfung von Kontakt, Verstärkung und zweiter Ableitung.
Beim Monitoralarm gilt: erst der Patient, dann die Technik.

Quelle: eigene Darstellung.
Freie Antwort
Am echten EKG üben

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-59, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Die Skalierung steht im Bild; 3×4-Spalten zeigen aufeinanderfolgende Zeitfenster, ein einzelner langer II-Streifen dagegen den kontinuierlichen Verlauf.
Auftrag: Vergleiche die schnelle Wellenfolge in V1 mit dem durchlaufenden II-Streifen. Warum wäre eine Tachyarrhythmie-Diagnose allein aus V1 voreilig?
In der App sprechen üben →Bei 25 mm/s beträgt die Strecke vom P-Beginn bis QRS-Beginn fünf kleine Kästchen: 5 × 40 ms = 200 ms. Dieselbe Strecke auf einem Ausdruck mit 50 mm/s entspräche 100 ms. Die Kästchenzahl ohne Geschwindigkeit reicht nicht.

Quelle: eigene Darstellung.
Ein QRS misst bei 50 mm/s sechs kleine Kästchen. Berechne die Dauer und ordne sie ein.
Die Tabelle enthält die Angaben für deine Berechnung.
| Angabe | Befund |
|---|---|
| Papiergeschwindigkeit | 50 mm/s |
| QRS-Breite auf dem Raster | 6 kleine Kästchen |
Lösung und Rückmeldung – nach der Antwort
6 × 20 ms = 120 ms. Der QRS erreicht die Schwelle zur deutlichen Verbreiterung. Eine Schenkelblockdiagnose braucht zusätzlich die passende Morphologie. 240 ms wäre der Fehler, die 25-mm/s-Umrechnung ungeprüft zu übernehmen.
Multiple Choice
Die Grundlinie schwankt in mehreren Ableitungen. Es bestehen aber seit 20 Minuten anhaltende Thoraxschmerzen. Was ist angemessen?
Die Tabelle stellt die gleichzeitig vorliegenden Angaben zusammen.
| Angabe | Befund |
|---|---|
| Aufnahme | Grundlinie schwankt in mehreren Ableitungen |
| Beschwerden | Anhaltende Thoraxschmerzen |
| Dauer | 20 Minuten |
- a)Alle ST-Abweichungen als Artefakte verwerfen und den Patienten entlassen.
- b)Aufnahmequalität rasch verbessern und EKG wiederholen; gleichzeitig Beschwerden, Vitalwerte und ACS-Verdacht weiter abklären.
- c)Erst nach vollständig störungsfreiem EKG mit der klinischen Untersuchung beginnen.
Frequenz und Grundrhythmus
Lernziel: Du kannst Kammerfrequenz und Sinusrhythmus anhand des Signals bestimmen.
Beginne mit dem QRS: Wie oft werden die Kammern elektrisch aktiviert? Bei regelmäßiger Folge gilt Frequenz/min = 60 / RR in Sekunden. Bei 25 mm/s kannst du 300 durch die Zahl großer Kästchen zwischen zwei R-Zacken teilen. Bei 50 mm/s lautet der Zähler 600. Bei unregelmäßiger Folge zählst du die QRS über einen bekannten längeren Abschnitt, zum Beispiel zehn Sekunden, und multiplizierst mit sechs. Das ist eine mittlere Frequenz, kein Beweis für regelmäßigen Rhythmus.
Bei regelmäßigem Rhythmus übersetzt diese Tabelle den Abstand zweier R-Zacken direkt in die Frequenz:
| Große Kästchen | RR bei 25 mm/s | Frequenz bei 25 mm/s | Frequenz bei 50 mm/s |
|---|---|---|---|
| 1 | 0,2 s | 300/min | 600/min |
| 2 | 0,4 s | 150/min | 300/min |
| 3 | 0,6 s | 100/min | 200/min |
| 4 | 0,8 s | 75/min | 150/min |
| 5 | 1,0 s | 60/min | 120/min |
| 6 | 1,2 s | 50/min | 100/min |

Abbildung: Ein Mittelwert beschreibt die Häufigkeit der Kammeraktivierung und ersetzt keine Rhythmusdiagnose. Quelle: eigene Darstellung. Quelle: eigene Darstellung.
Für Sinusrhythmus suchst du wiederkehrende, gleich geformte P-Wellen mit passender Achse: üblicherweise positiv in I und II, negativ in aVR. Prüfe anschließend die Beziehung zum QRS. Bei normaler Überleitung folgt auf jedes P ein QRS und vor jedem QRS steht ein P. Sinusaktivität und Überleitung sind getrennte Aussagen: Auch bei AV-Block III kann der Vorhof vom Sinusknoten geführt werden.

Quelle: eigene Darstellung.
Die übliche Ruhefrequenz eines Erwachsenen liegt etwa bei 60–100/min. Sinusbradykardie bedeutet <60/min, Sinustachykardie >100/min. Sport, Schlaf, Fieber, Schmerz, Volumenmangel, Anämie oder Hyperthyreose verändern die Frequenz. Eine Sinustachykardie ist häufig eine Reaktion auf eine Ursache; bloßes Senken der Zahl löst diese Ursache nicht.

Abbildung: Die Frequenzgrenzen beschreiben den Befund; bei Tachykardie führt der Weg zur Ursache. Quelle: eigene Darstellung. Quelle: eigene Darstellung.

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-19313, Ableitung II über 10 s, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Neun QRS in 10 s, RR etwa 1,0–1,1 s (gut fünf große Kästchen): Sinusbradykardie um 55/min mit gleichförmigen positiven P-Wellen vor jedem QRS.

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-15540, Ableitung II über 10 s, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 18 QRS in 10 s, RR etwa 0,56 s (knapp drei große Kästchen): Sinustachykardie um 105/min. Die P-Welle sitzt jeweils kurz nach dem Ende der vorangehenden T-Welle.
Bei respiratorischer Sinusarrhythmie bleiben die P-Wellen gleichartig, während die RR-Abstände zyklisch schwanken. Eine einmalige 10-Sekunden-Aufnahme zeigt nur diesen Zeitraum. Ein unauffälliges Ruhe-EKG schließt intermittierende Rhythmusstörungen nicht aus.

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-1124, Ableitung II über 10 s, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Befund der Originaldatenbank: respiratorische Sinusarrhythmie. RR schwankt gleitend zwischen etwa 0,87 und 1,08 s (etwa 56–69/min), P-Form und PQ bleiben gleich.

Quelle: eigene Darstellung. Schematische Kurve, Abstände zur Verdeutlichung übertrieben.
Unregelmäßige RR-Abstände unterscheidest du zuerst an der Vorhofaktivität:
| Merkmal | Sinusarrhythmie | Vorhofflimmern | Extrasystolen |
|---|---|---|---|
| Vorhofaktivität | gleichförmige Sinus-P-Wellen | keine P-Wellen, oft Flimmerwellen | SVES: vorzeitiges, anders geformtes P; VES: breiter QRS ohne P |
| RR-Muster | gleitend, zyklisch | völlig unregelmäßig | sonst regelmäßig, einzelne vorzeitige Schläge, danach Pause |
| Hinweis | oft atemabhängig, häufig bei Jüngeren | kein wiederkehrendes Muster | Grundrhythmus zwischen den Extraschlägen beurteilen |
Freie Antwort
Am echten EKG üben

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-233, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Die Skalierung steht im Bild; 3×4-Spalten zeigen aufeinanderfolgende Zeitfenster, ein einzelner langer II-Streifen dagegen den kontinuierlichen Verlauf.
Auftrag: Markiere gedanklich P, QRS und T im unteren II-Streifen. Miss mehrere RR-Abstände und begründe den Rhythmus, bevor du eine Frequenz nennst.
In der App sprechen üben →Bei 25 mm/s liegen vier große Kästchen zwischen R-Zacken. RR = 0,8 s, Frequenz = 60/0,8 = 75/min. Vor jedem QRS steht eine gleichartige positive P-Welle in II, PQ ist konstant. Du sagst „Sinusrhythmus, 75/min“ und prüfst danach Achse, Zeiten und Morphologie.

Quelle: eigene Darstellung. Schematische Kurve.
In zehn Sekunden zählst du 13 QRS. Die RR-Abstände wechseln ohne erkennbares Muster. Gib Frequenz und die Aussagegrenze dieser Berechnung an.
Die Tabelle enthält die Beobachtungen des Rhythmusabschnitts.
| Angabe | Befund |
|---|---|
| Dauer | 10 Sekunden |
| QRS-Anzahl | 13 |
| RR-Abstände | Wechselnd, ohne erkennbares Muster |

Abbildung: Echter 10-Sekunden-Streifen zum Nachzählen; zähle die QRS-Komplexe selbst und vergleiche die RR-Abstände. Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0, https://physionet.org/content/ptb-xl/1.0.3/. Aufnahme PTBXL-20722, Ableitungen II und V1, Sekunde 0–10, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet; 25 mm/s, 10 mm/mV.
Lösung und Rückmeldung – nach der Antwort
13 × 6 = etwa 78/min im Mittel. Der Rhythmus bleibt unregelmäßig. Aus der Zahl allein lässt sich weder Vorhofflimmern noch Sinusrhythmus diagnostizieren. Suche P-Wellen, andere Vorhofaktivität und Extrasystolen. Selbstvergleich: Mittelwert genannt, Unregelmäßigkeit erhalten, keine Rhythmusdiagnose aus dem Zählen erfunden.
Achse und Kammerform
Lernziel: Du kannst die QRS-Achse abschätzen und auffällige Morphologie beschreiben.
Die elektrische Herzachse beschreibt die mittlere Richtung der Kammerdepolarisation in der Frontalebene. Sie ist nicht einfach die anatomische Lage des Herzens. Vergleiche positive und negative QRS-Flächen beziehungsweise, zur ersten Näherung, R- und S-Amplituden. Bewerte nicht nur die höchste Zacke.

Quelle: Eigene Lehrschematik. Positive Projektionen auf I und aVF ordnen den Beispielvektor in den normalen Quadranten ein.
Zuerst I und aVF: Beide positiv ergeben eine Achse zwischen 0° und +90°. I positiv und aVF negativ liegt zwischen 0° und −90°; ist II noch positiv, liegt die Achse gewöhnlich zwischen 0° und −30°. Ist auch II negativ, spricht das für eine Linksabweichung jenseits von −30°. I negativ und aVF positiv weist nach rechts; beide negativ auf eine extreme Achse. Eine annähernd isoelektrische Ableitung verfeinert die Schätzung: Die Achse liegt etwa senkrecht dazu; die übrigen Ableitungen bestimmen die Richtung.

Achse in vier Schritten: Quadrant aus I und aVF, bei I positiv/aVF negativ Ableitung II, Feinschätzung über die isoelektrische Ableitung, dann Befund als Bereich mit Lagetyp; die Ursache folgt erst aus Morphologie und Klinik.
Quelle: eigene Darstellung.

Beispiel: QRS in I klein, aber positiv; in II, III und aVF überwiegend negativ (rS). Nach Schritt 2 liegt die Achse jenseits von −30°, grob um −60° bis −75°: überdrehter Linkstyp. Der Quellbefund nennt einen linksanterioren Hemiblock; das passt zum schmalen QRS mit positivem aVL und rS inferior, wird aber erst aus Morphologie und Kontext abgeleitet.
Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-4220, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.
Die deutschen Lagetypen auf einen Blick; mehrere Grenzwinkel fallen auf Ableitungsachsen (aVL −30°, II +60°, aVF +90°, III +120°):
| Bereich, gebräuchliche deutsche Einteilung | Winkel ungefähr |
|---|---|
| Überdrehter Linkstyp | −90° bis unter −30° |
| Linkstyp | −30° bis unter +30° |
| Indifferenztyp | +30° bis +60° |
| Steiltyp | Über +60° bis +90° |
| Rechtstyp | Über +90° bis +120° |
| Überdrehter Rechtstyp | Über +120° bis +180° |
Grenzen sind Konventionen; eine geschätzte Achse direkt an einer Grenze wird als Bereich angegeben. Die häufig genannte erwachsene Normalachse −30° bis +90° umfasst mehrere dieser deutschen Lagetypen. „Normalachse“ und „Indifferenztyp“ sind daher keine Synonyme.

Die Normalachse der Erwachsenen (−30° bis +90°) umfasst drei deutsche Lagetypen; der Indifferenztyp ist nur ihr mittlerer Ausschnitt.
Quelle: eigene Darstellung.
Beschreibe zusätzlich die Brustwandableitungen. Normalerweise nimmt R von V1 Richtung V4/V5 zu; die Umschlagszone liegt oft etwa bei V3/V4. Fehlende R-Progression kann durch Elektrodenposition, Infarktnarbe, Hypertrophie oder Leitungsstörung entstehen. Eine kleine septale q-Zacke lateral ist etwas anderes als breite oder tiefe Q-Zacken in zusammengehörigen Ableitungen. Q-Zacken allein datieren einen Infarkt nicht.

Abbildung: Fehlende R-Progression ist ein Ausgangsbefund mit mehreren möglichen Ursachen. Quelle: eigene Darstellung. Normale R-Progression mit Umschlagszone etwa bei V3/V4; fehlt sie, zuerst Elektrodenlage prüfen, dann Narbe, Hypertrophie und Leitungsstörung abwägen.
Quelle: eigene Darstellung.

Regelrechte R-Progression: rS in V1/V2, R und S in V3 etwa gleich groß, ab V4 überwiegt R; Umschlagszone also zwischen V3 und V4. In den Extremitätenableitungen sind I und aVF positiv, II ist am größten.
Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-2613, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.
Septale q-Zacke und pathologische Q-Zacke unterscheiden sich nach Breite, Tiefe und Verteilung:
| Merkmal | Kleine septale q-Zacke | Pathologische Q-Zacke |
|---|---|---|
| Breite und Tiefe | schmal (unter 0,03 s) und klein | ab 0,03 s und mindestens 0,1 mV tief oder QS; in V2–V3 schon über 0,02 s oder QS |
| Verteilung | lateral: I, aVL, V5, V6 | mindestens 2 zusammengehörige Ableitungen, z. B. II/III/aVF, I/aVL, V4–V6 |
| Bedeutung | normale Septumerregung von links nach rechts | mit abgelaufenem Infarkt vereinbar, datiert ihn aber nicht |
| Nicht anwenden bei | – | Linksschenkelblock, ausgeprägter Hypertrophie oder Präexzitation |
Niedrige Spannungen und hohe Spannungen sind zunächst Befunde. Als Niedervoltage gelten typischerweise QRS-Amplituden unter 0,5 mV in allen Extremitätenableitungen oder unter 1,0 mV in allen Brustwandableitungen. Prüfe zuvor die Verstärkung. Niedervoltage kann unter anderem bei Adipositas, Emphysem oder Erguss auftreten; hohe Spannung beweist keine Hypertrophie. Echokardiografie beantwortet die Strukturfrage besser.
Niedrige und hohe QRS-Amplitude im Vergleich; beide sind Befunde, keine Diagnosen:
| Niedervoltage | Hohe QRS-Amplitude | |
|---|---|---|
| Kriterium | unter 0,5 mV in allen Extremitäten- oder unter 1,0 mV in allen Brustwandableitungen | Spannungsindex, z. B. Sokolow-Lyon: S in V1 + R in V5/V6 über 3,5 mV |
| Mögliche Ursachen | Adipositas, Emphysem, Perikard- oder Pleuraerguss, Myokardinfiltration (z. B. Amyloidose) | junge, schlanke Menschen, dünne Thoraxwand, linksventrikuläre Hypertrophie |
| Erster Schritt | Verstärkung prüfen, Vor-EKG vergleichen | Verstärkung prüfen; Index wenig sensitiv |
| Klärung | Echokardiografie: Erguss, Wanddicke | Echokardiografie: Wanddicke, LV-Masse |

Abbildung: Die Schwellen ordnen die Amplitude ein; die Echokardiografie beantwortet die Strukturfrage. Quelle: eigene Darstellung. Auffällige Spannung: erst Verstärkung, dann Messung je Ableitungsgruppe, dann Kontext; die Echokardiografie klärt die Struktur. Neu aufgetretene Niedervoltage mit Hypotonie oder Tachykardie verlangt eine sofortige Echokardiografie (Perikarderguss?).
Quelle: eigene Darstellung.

Periphere Niedervoltage: QRS in den Extremitätenableitungen klein, meist deutlich unter 0,5 mV, in II knapp an der Grenze (Eichzacke 1 mV = 10 mm); in den Brustwandableitungen dagegen regelrecht hoch. aVL ist fast isoelektrisch, I und II sind positiv: Die Achse liegt etwa bei +60°.
Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-5008, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.
Multiple Choice
QRS in I positiv, aVF negativ, II deutlich negativ. Welche Beschreibung passt?
Die Tabelle zeigt die vorgegebenen QRS-Vorzeichen.
| Ableitung | QRS |
|---|---|
| I | positiv |
| aVF | negativ |
| II | deutlich negativ |

Abbildung: Echtes 12-Kanal-EKG; prüfe die QRS-Vorzeichen in I, II und aVF selbst. Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0, https://physionet.org/content/ptb-xl/1.0.3/. Aufnahme PTBXL-4733, 12 Kanäle mit Rhythmusstreifen II, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet; 25 mm/s, 10 mm/mV.
- a)Steiltyp.
- b)Sicherer linksposteriorer Faszikelblock.
- c)Linksabweichung jenseits von −30°; Ursache erst aus Morphologie und Kontext ableiten.
Zeiten richtig messen
Lernziel: Du kannst PQ, QRS und QT messen und ihre Aussagegrenzen erklären.
PQ reicht vom P-Beginn bis zum frühesten QRS-Beginn. Der gebräuchliche Erwachsenenbereich beträgt 120–200 ms. Eine lange PQ-Zeit zeigt verzögerte AV-Überleitung, eine kurze kann unter anderem mit Präexzitation oder einem tiefen Vorhofursprung zusammenhängen. Ohne eindeutig abgrenzbare P-Wellen wird keine PQ-Zeit erfunden.

Echter Streifen zum Nachmessen (50 mm/s, ein großes Kästchen = 100 ms): P-Beginn bis QRS-Beginn etwa 240 ms, also über 200 ms; jede P-Welle wird übergeleitet. QRS etwa 80 ms, QT etwa 380 ms bei RR um 1,1 s (etwa 55/min).
Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-4387, Ableitungen II und V5, 0–4 s mit 50 mm/s, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet.
QRS reicht vom frühesten Beginn bis zum spätesten Ende der Kammerdepolarisation. Normal ist er meist unter 110 ms; 110–119 ms ist eine leichte Verzögerung, ab 120 ms deutlich verbreitert. Eine einzelne Ableitung kann Beginn oder Ende verstecken. Vergleiche mehrere zeitgleich aufgezeichnete Kanäle und prüfe das Muster. „Breit“ allein unterscheidet Schenkelblock, Kammerursprung, Stimulation, Präexzitation und Stoffwechsel-/Medikamenteneffekt nicht.

Abbildung: Ein breiter QRS legt die Ursache noch nicht fest und verlängert zugleich die QT. Quelle: eigene Darstellung. Ein breiter QRS ist ein Messbefund, keine Ursache. Erst Form und Begleitzeichen ordnen ihn zu.
Quelle: eigene Darstellung.
QT reicht vom QRS-Beginn bis zum T-Ende und enthält somit sowohl Depolarisation als auch Repolarisation. Wähle eine klare T-Welle, häufig II oder V5. Bei der Tangentenmethode trifft die Tangente an den steilsten terminalen T-Schenkel die Grundlinie. Eine echte zweite T-Komponente gehört zur T-Welle; eine getrennte U-Welle wird nicht mitgemessen. Bei Überlagerung, Vorhofflimmern oder starkem Rauschen müssen mehrere passende Schläge geprüft und Grenzen benannt werden.

Die Tangente liegt immer am letzten steilen Abstrich der T-Welle. Eine getrennte U-Welle bleibt draußen, eine zweite T-Komponente gehört dazu.
Quelle: eigene Darstellung.
Die drei Intervalle im Überblick:
| Intervall | von → bis | Orientierung Erwachsene | Typische Falle |
|---|---|---|---|
| PQ | P-Beginn → frühester QRS-Beginn | 120–200 ms | P nicht abgrenzbar: keine PQ angeben |
| QRS | frühester Beginn → spätestes Ende | < 110 ms; ab 120 ms breit | Beginn oder Ende in einer Ableitung versteckt |
| QT | QRS-Beginn → T-Ende | frequenzabhängig → QTc | getrennte U-Welle mitgemessen |

Quelle: eigene Darstellung.
Die QT verkürzt sich normalerweise bei höherer Frequenz. Deshalb ergänzen wir eine frequenzkorrigierte QT, QTc. Für die folgenden Rechnungen werden QT und RR in Sekunden eingesetzt:
- Bazett: QTcB = QT / √RR.
- Fridericia: QTcF = QT / ∛RR.
Multipliziere das Ergebnis anschließend mit 1000, um Millisekunden zu erhalten. Bazett überschätzt QTc häufig bei Tachykardie und unterschätzt sie bei Bradykardie. Messmethode und Formel gehören zur Angabe. Bei breitem QRS ist eine lange QT teilweise durch die lange Depolarisation erklärt; die übliche QTc-Grenze kann nicht unverändert als reine Repolarisationsstörung ausgelegt werden.
Bazett und Fridericia im Vergleich:
| Merkmal | Bazett | Fridericia |
|---|---|---|
| Formel | QT / √RR | QT / ∛RR |
| bei Tachykardie | QTc häufig zu hoch | weniger frequenzabhängig |
| bei Bradykardie | QTc häufig zu niedrig | weniger frequenzabhängig |
| Einheit beim Einsetzen | Sekunden | Sekunden |

Modellrechnung: Die Repolarisation bleibt gleich (QTc 400 ms), nur die Frequenz ändert sich; die QT folgt dabei der linearen Framingham-Beziehung QT = 0,400 s − 0,154 · (1 − RR). Bazett ergibt bei 120/min etwa 457 ms und bei 50/min etwa 393 ms. Fridericia bleibt mit 407 bzw. 405 ms näher an 400 ms.
Quelle: eigene Darstellung; Modell nach Sagie A et al., Am J Cardiol 1992;70:797–801.

Quelle: Eigene Lehrschematik, kein Patienten-EKG. Die Intervallgrenzen, nicht die gezeichneten Abstände, sind die Lehraussage.
Als konventionelle klinische Orientierungsgrenzen bei Erwachsenen mit schmalem QRS gelten etwa 450 ms bei Männern und 460 ms bei Frauen; Werte an oder oberhalb dieser Grenzen verlangen eine begründete Einordnung. Referenzen variieren mit Korrekturformel, Alter und Messmethode. Ein grenznaher Einzelwert ist keine Syndromdiagnose. Die deutlichere Risikomarke um 500 ms aus U17 ist keine allgemeine Normalgrenze. AHA/ACCF/HRS – QT-Standardisierung

Quelle: eigene Darstellung.
QT = 400 ms = 0,400 s, RR = 0,64 s. Bazett: 0,400 / 0,8 = 0,500 s = 500 ms. Fridericia: ∛0,64 ≈ 0,862; 0,400/0,862 ≈ 0,464 s = 464 ms. Die Differenz zeigt, warum eine automatische Zahl bei etwa 94/min nachgemessen und mit der verwendeten Formel eingeordnet werden muss. Sie beweist weder allein ein erbliches Syndrom noch Entwarnung.
Der Rechenweg als Tabelle:
| Schritt | Bazett | Fridericia |
|---|---|---|
| QT in s | 0,400 | 0,400 |
| RR in s | 0,64 | 0,64 |
| Nenner | √0,64 = 0,8 | ∛0,64 ≈ 0,862 |
| QTc | 0,500 s = 500 ms | 0,464 s ≈ 464 ms |

Echtes Beispiel bei etwa 91/min: RR etwa 0,66 s, QT in V5 mit der Tangentenmethode etwa 0,39 s. Bazett: 0,39 / 0,813 ≈ 480 ms; Fridericia: 0,39 / 0,871 ≈ 448 ms. Bei dieser Patientin liegt der Bazett-Wert über, der Fridericia-Wert unter der Orientierungsgrenze von 460 ms. Je nach gewählter Grundlinie verschiebt sich das T-Ende um etwa ±15 ms.
Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-9894, Ableitungen II, V2 und V5, 0–4 s mit 50 mm/s, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet.
Gleiche Messung, andere Formel – je nach Frequenz:
| Streifen | Frequenz | QTcB | QTcF |
|---|---|---|---|
| II/V5, lange PQ (oben in S01) | etwa 55/min | ≈ 362 ms | ≈ 368 ms |
| II/V2/V5 (hier) | etwa 91/min | ≈ 480 ms | ≈ 448 ms |
Bei RR = 1,00 s misst du QT = 480 ms. Berechne QTcB und QTcF. Was ändert die Korrektur hier?
Die Tabelle enthält die Werte für beide Korrekturformeln.
| Angabe | Befund |
|---|---|
| RR | 1,00 s |
| QT | 480 ms |
Lösung und Rückmeldung – nach der Antwort
√1 = ∛1 = 1. Beide korrigierten Werte betragen 480 ms; bei 60/min ändert die Korrektur den Zahlenwert nicht. Er wird trotzdem auf Messfehler, QRS-Breite, Medikamente, Elektrolyte und passende Vorgeschichte geprüft. Selbstvergleich: Sekunden eingesetzt, beide Formeln berücksichtigt, keine automatische Ursachendiagnose.

Abbildung: Bei RR einer Sekunde beträgt der Nenner beider Formeln eins. Quelle: eigene Darstellung.
Unregelmäßig oder zu früh?
Lernziel: Du kannst Flimmern, Flattern und Extrasystolen anhand ihrer Merkmale trennen.
Der Weg durch einen unruhigen Rhythmusstreifen folgt immer denselben zwei Fragen: Wie verhalten sich die RR-Abstände, und welche Vorhofaktivität ist zu sehen?

Quelle: eigene Darstellung.
Bei Vorhofflimmern fehlt eine wiederkehrende geordnete P-Welle. Bei erhaltener AV-Überleitung sind die RR-Abstände typischerweise absolut unregelmäßig. Feine Grundlinienbewegungen können sichtbar sein, müssen aber nicht deutlich ausgeprägt sein. Rauschen allein ist kein Flimmern. Bei vollständigem AV-Block kann trotz Vorhofflimmern ein regelmäßiger Ersatzrhythmus vorliegen; „regelmäßig“ schließt Flimmern daher nicht unter allen Bedingungen aus.
Bei Vorhofflattern ist die Vorhofaktivität geordnet und rasch, oft etwa 250–350/min. Typische Flatterwellen sind inferior sägezahnartig, in V1 oft besser abgrenzbar. Die Kammerfrequenz hängt von der Überleitung ab: Bei 2:1-Überleitung und 300/min Vorhoffrequenz entstehen etwa 150/min Kammerfrequenz. Ein regelmäßiger Puls mit 150/min ist ein Suchhinweis, keine Diagnose. Eine Flatterwelle kann in QRS oder T verborgen liegen.

Quelle: eigene Darstellung. Schematische Kurven, keine Patientenaufzeichnung.
Die Gegenüberstellung zeigt, welche Merkmale Flimmern und Flattern trennen:
| Merkmal | Vorhofflimmern | Vorhofflattern |
|---|---|---|
| Vorhofaktivität | ungeordnet, keine wiederkehrende P-Welle | geordnet, etwa 250–350/min |
| Grundlinie | feine Wellen möglich, oft kaum sichtbar | inferior sägezahnartig, V1 oft deutlicher |
| RR-Abstände | absolut unregelmäßig (bei erhaltener Überleitung) | regelmäßig bei fester, unregelmäßig bei wechselnder Überleitung |
| Kammerfrequenz | wechselnd | Vorhoffrequenz ÷ Überleitung, z. B. 300 ÷ 2 = 150/min |
| Typische Falle | regelmäßig bei komplettem AV-Block | Welle in QRS oder T verborgen |
Extrasystolen sind vorzeitige Schläge. Eine supraventrikuläre Extrasystole zeigt oft eine vorzeitige, anders geformte P-Welle und einen schmalen QRS. Sie kann jedoch aberrant breit oder blockiert sein. Bei einer ventrikulären Extrasystole ist der QRS typischerweise vorzeitig, breit und anders geformt, ohne normale vorangehende P-QRS-Beziehung; ST/T sind häufig gegensinnig. Die Pause danach unterstützt die Einordnung, entscheidet sie aber nicht allein. Eine blockierte frühe P-Welle in der T-Welle darf nicht als gewöhnlicher AV-Block fehlgedeutet werden.
Die Tabelle fasst zusammen, woran supraventrikuläre und ventrikuläre Extrasystolen zu unterscheiden sind:
| Merkmal | SVES | VES |
|---|---|---|
| P-Welle | vorzeitig, anders geformt (P′), oft in der T-Welle davor | keine passende vorangehende P |
| QRS | meist schmal wie der Grundschlag; aberrant breit möglich | breit, anders geformt |
| ST/T | meist wie beim Grundschlag | häufig gegensinnig zum QRS |
| Pause danach | meist nicht kompensatorisch | häufig kompensatorisch |
| Sonderform | blockiert: P′ ohne QRS, kein gewöhnlicher AV-Block | interponiert: keine Pause |

Quelle: eigene Darstellung. Schematische Kurven, keine Patientenaufzeichnung.

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-4123, Ableitungen II und V1 über 10 s, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Sinusrhythmus um 77/min (RR etwa 0,78 s). Der siebte Komplex kommt vorzeitig, ist breit und anders geformt, ohne vorangehende P-Welle; ST/T verlaufen gegensinnig: ventrikuläre Extrasystole. Kopplungsintervall und Pause ergeben zusammen etwa 1,6 s, also zwei Grund-RR (kompensatorisch).

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-15588, Ableitungen II und V1 über 10 s, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Sinusrhythmus um 74/min (RR etwa 0,82 s) mit drei vorzeitigen schmalen Schlägen; eine kleine, anders geformte P-Welle liegt dicht hinter der vorausgehenden T-Welle: supraventrikuläre Extrasystolen. Kopplungsintervall (etwa 0,45 s) und Pause (etwa 1,0 s) bleiben unter zwei Grund-RR (nicht kompensatorisch). In den letzten Sekunden leichte Grundliniendrift.
Bigeminus beschreibt einen Wechsel von Normalschlag und Extrasystole, Couplet zwei aufeinanderfolgende Extrasystolen. Das sind Musterbeschreibungen. Die Bedeutung hängt von Beschwerden, Belastungsbezug, Häufigkeit und struktureller Herzerkrankung ab. Ein einzelnes Ruhe-EKG quantifiziert die Tageslast nicht.

Abbildung: Mustername und klinische Bedeutung werden getrennt beurteilt. Quelle: eigene Darstellung. Quelle: eigene Darstellung.

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-14501, Ableitungen II und V1 über 10 s, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Sinusrhythmus um 58/min (RR etwa 1,03 s). Ab etwa 6 s wechseln Normalschlag und breite vorzeitige Extrasystole ab: ventrikulärer Bigeminus. Der Abstand zwischen den Normalschlägen bleibt dabei ungefähr ein Grund-RR, es folgt also keine Pause (interponierte Extrasystolen); auch bei etwa 3 s liegt eine einzelne interponierte Extrasystole.
Freie Antwort
Am echten EKG üben

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-4117, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Die Skalierung steht im Bild; 3×4-Spalten zeigen aufeinanderfolgende Zeitfenster, ein einzelner langer II-Streifen dagegen den kontinuierlichen Verlauf.
Auftrag: Suche nach einer wiederkehrenden P-QRS-Beziehung und vergleiche die RR-Abstände. Welche zwei Befunde tragen die Rhythmusbeurteilung?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
Am echten EKG üben

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-16401, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Die Skalierung steht im Bild; 3×4-Spalten zeigen aufeinanderfolgende Zeitfenster, ein einzelner langer II-Streifen dagegen den kontinuierlichen Verlauf.
Auftrag: Vergleiche die Vorhofaktivität inferior und in V1 mit der vorigen Aufnahme. Zähle die wiederkehrenden Vorhofzyklen zwischen zwei QRS.
In der App sprechen üben →Ein Streifen zeigt unregelmäßige RR-Abstände, keine reproduzierbaren P-Wellen in II oder V1 und überwiegend schmale QRS. Du beschreibst zunächst „unregelmäßiger schmaler Kammerrhythmus ohne abgrenzbare P-Wellen, vereinbar mit Vorhofflimmern“. Dann klärst du Beginn, Beschwerden, Kreislauf, Vorerkrankungen und die erforderliche weitere Versorgung. Die Entscheidung über Antikoagulation ist eine eigene klinische Risikobewertung, kein Ergebnis der bloßen Frequenzzählung.

Abbildung: Der Rhythmusbefund führt zur Kreislaufprüfung; Antikoagulation folgt einer gesonderten Bewertung. Quelle: eigene Darstellung. Quelle: eigene Darstellung.
Multiple Choice
Vorhoffrequenz 300/min, Kammerfrequenz 150/min, regelmäßige QRS, zwischen den QRS wiederkehrende gleichartige Vorhofwellen. Welcher Befund ist am ehesten zu prüfen?
Die Tabelle trennt Vorhof- und Kammerbeobachtungen.
| Angabe | Befund |
|---|---|
| Vorhoffrequenz | 300/min |
| Kammerfrequenz | 150/min |
| QRS-Abfolge | regelmäßig |
| Zwischen den QRS | Wiederkehrende gleichartige Vorhofwellen |
- a)Vorhofflattern mit 2:1-Überleitung.
- b)Sinusbradykardie.
- c)Vorhofflimmern allein wegen der Frequenz 150/min.
Ein früher breiter QRS erscheint ohne klar vorangehende P-Welle. Nach einer Pause kehrt die bisherige schmale QRS-Form zurück. Nenne die führende Einordnung und eine relevante Alternative.
Die Tabelle ordnet die Beobachtungen in ihrer zeitlichen Folge.
| Zeitpunkt | Beobachtung |
|---|---|
| Vorzeitiger Schlag | Breiter QRS, keine klar vorangehende P-Welle |
| Danach | Pause |
| Anschließend | Bisherige schmale QRS-Form kehrt zurück |

Abbildung: Echter Streifen; vergleiche Zeitpunkt, Breite und Form des frühen Komplexes mit den übrigen Schlägen. Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0, https://physionet.org/content/ptb-xl/1.0.3/. Aufnahme PTBXL-219, Ableitungen II und V1, Sekunde 0–10, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet; 25 mm/s, 10 mm/mV.
Lösung und Rückmeldung – nach der Antwort
Eine ventrikuläre Extrasystole ist führend. Eine aberrant geleitete supraventrikuläre Extrasystole bleibt eine Alternative; dafür müsste eine passende vorzeitige Vorhofaktivität gesucht werden. Prüfe andere Ableitungen und die T-Welle unmittelbar davor. Gute Antwort: Vorzeitigkeit und Morphologie genannt, keine alleinige Diagnose aus der Pause.
Wo der Takt entsteht
Lernziel: Du kannst Impulsbildungsstörungen und Kreiserregung verständlich erklären.
Der Sinusknoten besitzt Automatie: Seine Zellen erreichen von selbst wieder die Schwelle für einen neuen Impuls. Andere Teile des Leitungssystems können bei Ausfall als langsamere Ersatzschrittmacher einspringen. Ein Ersatzschlag kommt zu spät, nachdem der führende Takt ausgefallen ist; eine Extrasystole kommt zu früh. Diese zeitliche Unterscheidung schützt davor, einen lebenswichtigen Ersatzrhythmus als störende Extrasystolie zu unterdrücken.

Automatie: Der Sinusknoten steigt am steilsten an und erreicht die Schwelle zuerst; jeder Sinusimpuls erregt die tieferen Zentren, bevor sie selbst feuern. Fällt er aus, springt das nächste Zentrum mit seiner langsameren Eigenfrequenz ein – deshalb kommt ein Ersatzschlag immer spät. Je tiefer der Ersatzschrittmacher, desto langsamer und desto eher breit ist der QRS.
Quelle: eigene Darstellung; schematische Potenzialverläufe ohne Messwerte.
Ersatzschlag und Extrasystole unterscheiden sich zuerst im Zeitpunkt, daraus folgt die Konsequenz:
| Merkmal | Ersatzschlag | Extrasystole |
|---|---|---|
| Zeitpunkt | nach einer Pause, später als der fällige Schlag | vor dem fälligen Schlag |
| Auslöser | führender Takt fällt aus oder wird blockiert | vorzeitige Erregung aus Vorhof, AV-Junktion oder Kammer |
| Bedeutung | Schutzmechanismus | häufig harmlos; Bedeutung aus Häufigkeit und Kontext |
| Fehler vermeiden | nicht medikamentös unterdrücken; Ursache der Pause suchen | Form, Ursprung und Häufigkeit beschreiben |

Miss mit dem Grund-RR als Lineal, wann der nächste Sinusschlag fällig wäre. Kommt der Komplex vorher, ist er eine Extrasystole; kommt er erst nach einer Pause und ohne Sinus-P, ist er ein Ersatzschlag.
Quelle: eigene Darstellung; schematische Komplexe, nicht maßstäblich.
Bleibt ein Sinusimpuls aus oder erreicht er die Vorhöfe nicht, fehlen P-Welle und zugehöriger QRS. Ein SA-Block lässt sich teilweise aus der Pausenbeziehung zu vorherigen PP-Abständen vermuten, ein Sinusarrest aus einer nicht passenden Pause. Im kurzen Oberflächen-EKG ist die genaue Unterscheidung häufig nicht sicher; „Sinuspause“ mit dokumentierter Dauer kann der bessere Befund sein. Bei AV-Block läuft die P-Aktivität dagegen weiter.

Abbildung: Das PP-Muster liefert Hinweise; bei Unsicherheit bleibt Sinuspause mit Dauer die sichere Beschreibung. Quelle: eigene Darstellung. Pause in drei Schritten: P-Wellen getrennt von den QRS-Komplexen verfolgen, die Pause am PP-Raster messen und den Befund nur so genau formulieren, wie das Oberflächen-EKG es erlaubt. Das Vielfache des PP-Abstands passt zum SA-Block II° Typ II (Mobitz); beim Typ I (Wenckebach) werden die PP-Abstände vor der Pause kürzer. Synkope oder Schwindel mit Pausen machen den Befund zeitkritisch.
Quelle: eigene Darstellung.
Drei Ursachen einer Pause, nach P-Aktivität und Pausendauer getrennt:
| Merkmal | SA-Block II° | Sinusarrest | AV-Block II° |
|---|---|---|---|
| P in der Pause | fehlt | fehlt | vorhanden, ohne QRS |
| Pausendauer | Typ II: Vielfaches des PP; Typ I: PP vorher kürzer | passt nicht zum PP-Raster | PP bleibt regelmäßig |
| Befund bei Unsicherheit | „Sinuspause, … s“ | „Sinuspause, … s“ | Blocktyp bestimmen, siehe C02-U09 |
Ein junktionaler Rhythmus entsteht im Bereich der AV-Verbindung. Der QRS kann schmal sein. Die Vorhöfe werden eventuell rückwärts erregt: P kann inferior negativ sein und vor, in oder hinter dem QRS liegen. Eine nicht sichtbare P-Welle allein beweist keinen junktionalen Ursprung.

Bei junktionalem Ursprung werden die Vorhöfe rückwärts erregt: P ist in II, III und aVF negativ. Wo P erscheint, hängt davon ab, ob Vorhof oder Kammer zuerst erreicht wird. Die Frequenz ordnet ein: Ersatzrhythmus, akzelerierter junktionaler Rhythmus oder junktionale Tachykardie.
Quelle: eigene Darstellung; schematische Komplexe, nicht maßstäblich.

Regelmäßiger Rhythmus mit RR 1,48 s, also etwa 40/min. Der QRS ist schmal (etwa 0,08 s). Weder vor noch nach dem QRS ist eine P-Welle abgrenzbar, auch nicht in V1. Der Quellbefund lautet junktionaler Rhythmus; die P-Welle liegt dann vermutlich im QRS verborgen. Als Befund passt „regelmäßiger schmaler Ersatzrhythmus etwa 40/min ohne sichtbare P-Wellen, am ehesten junktional“ – den Ursprung beweist das Fehlen der P-Welle allein nicht.
Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Ningbo First Hospital, CC BY 4.0. Aufnahme CHALLENGE-JS10650, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Ableitungen II und V1, je 10 Sekunden kontinuierlich und zeitgleich. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.
Reentry bedeutet kreisende Erregung. Ein Impuls findet zwei Wege mit unterschiedlichen Leitungs- und Erholungseigenschaften; ein Weg kann zunächst blockiert sein, während der andere langsam leitet. Wenn das Gewebe am Ausgang wieder erregbar ist, kann der Impuls zurücklaufen. AV-Knoten-Reentrytachykardie (AVNRT) und eine Reentrytachykardie über eine zusätzliche Leitungsbahn (AVRT) sind wichtige Beispiele. Ein regelmäßiges schmales Tachykardie-EKG lässt die Mechanismen nicht immer sicher unterscheiden. Du darfst deshalb „regelmäßige Schmalkomplextachykardie“ beschreiben, bevor die spezielle Ursache geklärt ist.

Reentry in vier Schritten: Block im einen Weg, langsame Leitung im anderen, Rückkehr über den erholten Weg, dann ein geschlossener Kreis. Jede Runde erregt die Kammern einmal – so entsteht eine regelmäßige Tachykardie mit plötzlichem Beginn.
Quelle: eigene Darstellung.
Häufige Ursachen einer regelmäßigen Schmalkomplextachykardie und ihre Hinweise aus der P-Welle:
| Ursache | P-Welle | Weiterer Hinweis |
|---|---|---|
| Sinustachykardie | normales P vor jedem QRS | allmählicher Beginn und Abfall |
| AVNRT | im QRS verborgen oder direkt danach (Pseudo-r′ in V1) | plötzlicher Beginn und Ende |
| AVRT (orthodrom) | kurz nach dem QRS, im ST-Abschnitt | im Sinusrhythmus eventuell Delta-Welle |
| Vorhofflattern mit 2:1-Überleitung | Flatterwellen, eine oft im QRS oder in der T-Welle versteckt | Kammerfrequenz häufig um 150/min |
| Fokale atriale Tachykardie | P vor dem QRS, Form anders als Sinus-P | P oft besser erkennbar, wenn AV-Block auftritt |

Abbildung: Der beschreibende Rhythmusbefund bleibt gültig, auch wenn der Mechanismus noch offen ist. Quelle: eigene Darstellung.

Regelmäßige Schmalkomplextachykardie: RR konstant 0,32 s, also etwa 188/min, QRS schmal. Vor den QRS-Komplexen ist keine P-Welle abgrenzbar. Der Quellbefund nennt eine AVNRT; das passt zum Bild, ist aber aus diesem EKG allein nicht bewiesen. Korrekt beginnt der Befund mit „regelmäßige Schmalkomplextachykardie, etwa 188/min, keine sichtbaren P-Wellen“.
Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Chapman University/Shaoxing People's Hospital, CC BY 4.0. Aufnahme CHALLENGE-JS10406, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.
Nach zwei Sekunden ohne P/QRS erscheint ein schmaler Komplex ohne erkennbare vorangehende Sinus-P-Welle. Seine späte Stellung spricht für einen Ersatzschlag. Ein QRS bereits deutlich vor dem erwarteten nächsten Sinusschlag wäre dagegen eine Extrasystole. Entscheidend ist die Beziehung zum vorherigen Takt, nicht nur die Form.

Echtes Beispiel: Die ersten drei Schläge haben je eine P-Welle mit gleichem PQ, RR etwa 0,95 s. Dann folgen zwei Pausen von etwa 1,85 s, ungefähr doppelt so lang wie der Grundabstand; beide enden mit P-Welle und QRS. Das ist mit einem SA-Block II° vereinbar, vom Sinusarrest hier aber nicht sicher zu trennen. Der vorletzte QRS kommt erst etwa 1,7 s nach dem vorherigen Schlag, ist schmal und hat keine vorangehende P-Welle: ein später Komplex, also ein Ersatzschlag. Befund: „Sinusrhythmus mit Pausen bis etwa 1,9 s, ein schmaler Ersatzschlag“. Quellbefund: junktionaler Ersatzschlag, SA-Block, Sinusarrest.
Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Ningbo First Hospital, CC BY 4.0. Aufnahme CHALLENGE-JS12467, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Ableitungen II und V1, je 10 Sekunden kontinuierlich und zeitgleich. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.
Während einer Pause fehlen QRS-Komplexe, regelmäßig fortlaufende P-Wellen bleiben aber sichtbar. Liegt damit primär ein Ausfall der Sinusimpulsbildung nahe? Begründe.
Die Tabelle stellt Vorhof- und Kammeraktivität während der Pause gegenüber.
| Signal | Beobachtung |
|---|---|
| P-Wellen | Regelmäßig fortlaufend sichtbar |
| QRS-Komplexe | Fehlen während der Pause |

Abbildung: Echter Streifen mit doppelter Verstärkung (20 mm/mV); markiere die P-Wellen fortlaufend und prüfe, ob ihr Takt in der Pause weiterläuft. Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Ningbo First Hospital, CC BY 4.0, https://physionet.org/content/challenge-2021/1.0.3/. Aufnahme CHALLENGE-JS12428, Ableitungen II und V1, 10 Sekunden, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet; 25 mm/s, 20 mm/mV.
Lösung und Rückmeldung – nach der Antwort
Nein. Die fortlaufenden P-Wellen zeigen erhaltene Vorhofaktivierung. Die Kammern werden zeitweise nicht erreicht; eine AV-Überleitungsstörung ist zu prüfen. Ein alleiniger Sinusausfall würde nicht weiter regelmäßig P-Wellen erzeugen. Selbstvergleich: P- und QRS-Aktivität getrennt beschrieben.
AV-Block unterscheiden
Lernziel: Du kannst AV-Blöcke anhand von P-Wellen und ihrer Überleitung einordnen.
Markiere die P-Wellen gedanklich über den gesamten Streifen. Bestimme Vorhof- und Kammerfrequenz getrennt. Miss dann die PQ-Zeiten der tatsächlich übergeleiteten Schläge. Suche auch in T-Wellen nach verdeckten P-Wellen.

Abbildung: Beim 2:1-Block fehlt die Folge benachbarter übergeleiteter PQ-Zeiten für eine sichere Mobitz-Typisierung. Quelle: eigene Darstellung. Der Weg zur Einordnung: Erst alle P-Wellen finden, dann fragen, ob jede übergeleitet wird. Fallen einzelne QRS aus, entscheidet der PQ-Vergleich um den Ausfall herum; beim 2:1-Block bleibt der Typ offen.
Quelle: eigene Darstellung.
Die Muster im Überblick; entscheidend ist immer die Beziehung jeder einzelnen P-Welle zum QRS:
| Befund | Entscheidendes Muster |
|---|---|
| AV-Block I° | Jede P übergeleitet, PQ >200 ms |
| Mobitz I / Wenckebach | PQ wird länger, dann fällt QRS aus; danach kürzeres PQ |
| Mobitz II | Plötzlicher Überleitungsausfall bei sonst gleichbleibendem PQ und stabilem Vorhoftakt |
| 2:1-AV-Block | Nur jede zweite P übergeleitet; Typ I/II daraus oft nicht bestimmbar |
| AV-Block III° | Keine AV-Überleitung; Vorhof und Ersatzrhythmus laufen unabhängig |

Blau: übergeleitete P-Welle, rot: P-Welle ohne Überleitung. Die Wenckebach-Zeile zeigt die Zahlen aus dem Beispiel in S02. Beim 2:1-Block folgen nie zwei übergeleitete P-Wellen aufeinander – deshalb gibt es keine PQ-Folge, an der man ein Wachsen vor dem Ausfall sehen könnte.
Quelle: eigene Darstellung; schematische Kurven, Zeitachse vereinfacht.
Bei einem 2:1-Block fehlt die Folge mehrerer benachbarter übergeleiteter PQ-Zeiten, mit der man Wenckebach sicher erkennen könnte. Nenne das Verhältnis und die QRS-Breite, statt automatisch Mobitz II zu schreiben. Bei mehreren aufeinanderfolgenden blockierten P-Wellen liegt ein hochgradiger AV-Block vor.
Hinweise auf die Blockebene beim 2:1-Block; keiner beweist die Lage allein, und auch ein schmaler QRS schließt einen Block im His-Bündel nicht aus:
| Hinweis | Eher nodal (AV-Knoten) | Eher infranodal (His-Purkinje) |
|---|---|---|
| QRS der übergeleiteten Schläge | schmal | breit, Schenkelblockbild |
| PQ der übergeleiteten Schläge | oft verlängert | oft normal |
| Längere Aufzeichnung | Wenckebach-Phasen | Mobitz-II-Phasen |
| Belastung oder Atropin | Überleitung wird besser | Block bleibt oder nimmt zu |

Beispiel 2:1-Block: Die QRS-Komplexe kommen regelmäßig etwa alle 1,33 s (Kammer etwa 45/min). Vor jedem QRS steht eine P-Welle mit PQ etwa 0,26 s. Die zweite P-Welle liegt jeweils am Ende der T-Welle und ist in V1 als kleine spitze Welle besser zu sehen als in II; P-P etwa 0,67 s (Vorhof etwa 90/min). QRS schmal. Befund: 2:1-AV-Block mit verlängerter PQ-Zeit der übergeleiteten Schläge; der Mobitz-Typ ist aus diesem Streifen nicht bestimmbar.
Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Chapman University/Shaoxing People's Hospital, CC BY 4.0. Aufnahme CHALLENGE-JS04915, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet; Ableitungen II und V1, 25 mm/s, 10 mm/mV.
AV-Dissoziation bedeutet zunächst unabhängige Vorhof- und Kammeraktivität. Sie kann auch bei einem beschleunigten Kammerrhythmus auftreten. Für einen kompletten AV-Block suchst du den langsameren Ersatzrhythmus, durchlaufende P-Wellen und fehlende Überleitung trotz wechselnder zeitlicher Möglichkeiten. Ein einzelnes zufällig passend liegendes P vor QRS widerlegt den kompletten Block nicht.

Beide Streifen zeigen unabhängige P-Wellen und QRS-Komplexe. Für den kompletten Block spricht erst die langsamere Kammer zusammen mit fehlender Überleitung trotz günstig liegender P-Wellen; ist die Kammer schneller, kommt die P-Welle meist in die Refraktärzeit.
Quelle: eigene Darstellung; schematische Kurven.
Ischämie, Medikamente, Elektrolytstörungen, Entzündung und degenerative Leitungsstörung sind mögliche Ursachen. Synkope, Hypotonie, Zeichen von Schock oder Herzinsuffizienz machen einen langsamen Rhythmus zeitkritisch. Bei höhergradigem Block sind Monitoring und rasche fachärztliche Beurteilung nötig; ein breiter Ersatzrhythmus kann auf einen tieferen und weniger zuverlässigen Ersatzmechanismus hinweisen.
Mögliche Ursachen und was du jeweils prüfst; reversible Ursachen werden vor jeder Schrittmacherentscheidung gesucht:
| Ursache | Beispiele | Prüfen |
|---|---|---|
| Ischämie | inferiorer Infarkt: meist nodal, oft rückläufig; anteriorer Infarkt: eher infranodal, ungünstiger | 12-Kanal-EKG, Troponin |
| Medikamente | Betablocker, Verapamil, Diltiazem, Digitalis, Amiodaron | Medikationsliste, ggf. Digoxinspiegel |
| Elektrolyte, Stoffwechsel | Hyperkaliämie, Hypothyreose | Kalium, TSH |
| Entzündung, Infektion | Lyme-Karditis, Myokarditis, Endokarditis mit Ringabszess | Anamnese, Serologie, Echokardiografie |
| Degenerativ | Fibrose des Leitungssystems im Alter | Ausschluss der übrigen Ursachen |
Ein echter Mobitz-II-, höhergradiger oder kompletter AV-Block kann auch ohne aktuelle Beschwerden eine Schrittmacherindikation begründen, wenn keine reversible Ursache vorliegt. Beschwerdefreiheit ist deshalb keine ausreichende Entwarnung. Ein zufällig entdeckter asymptomatischer 2:1-Block wird dagegen nach Situation und vermuteter nodaler beziehungsweise infranodaler Lage individuell beurteilt. ESC Pacing 2021, Abschnitt 5.2.1.3

Abbildung: Beschwerdefreiheit allein entwarnt bei Mobitz II, höhergradigem oder komplettem AV-Block nicht. Quelle: eigene Darstellung. Zuerst zählt der Kreislauf, dann die Warnzeichen, erst danach der genaue Blockgrad. Ohne reversible Ursache begründen Mobitz II, hochgradiger und kompletter AV-Block eine Schrittmacherindikation, auch ohne Beschwerden.
Quelle: eigene Darstellung.
Freie Antwort
Am echten EKG üben

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Ningbo First Hospital, CC BY 4.0. Aufnahme CHALLENGE-JS12426, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Die Skalierung steht im Bild; 3×4-Spalten zeigen aufeinanderfolgende Zeitfenster, ein einzelner langer II-Streifen dagegen den kontinuierlichen Verlauf.
Auftrag: Verfolge die P-Wellen vor und nach der längeren Pause. Vergleiche die PQ-Abstände der übergeleiteten Schläge innerhalb einer Gruppe.
In der App sprechen üben →Freie Antwort
Am echten EKG üben

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Ningbo First Hospital, CC BY 4.0. Aufnahme CHALLENGE-JS12440, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Die Skalierung steht im Bild; 3×4-Spalten zeigen aufeinanderfolgende Zeitfenster, ein einzelner langer II-Streifen dagegen den kontinuierlichen Verlauf.
Auftrag: Prüfe die regelmäßig weiterlaufenden P-Wellen. Werden die PQ-Abstände vor einem ausgefallenen QRS schrittweise länger?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
Am echten EKG üben

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-959, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Die Skalierung steht im Bild; 3×4-Spalten zeigen aufeinanderfolgende Zeitfenster, ein einzelner langer II-Streifen dagegen den kontinuierlichen Verlauf.
Auftrag: Verfolge P-P und R-R getrennt. Warum ist ein zufälliger P-QRS-Abstand keine verlässliche PQ-Zeit?
In der App sprechen üben →PQ-Zeiten: 180 → 220 → 260 ms; danach eine P-Welle ohne QRS. Anschließend wieder PQ 180 ms. Das schrittweise längere PQ mit Ausfall und Neustart passt zu Wenckebach. Die Information „ein QRS fehlt“ allein hätte den Typ noch nicht festgelegt.
Die Tabelle zeigt die PQ-Folge und den Ausfall in zeitlicher Reihenfolge.
| Schritt | PQ oder Überleitung |
|---|---|
| Erster übergeleiteter Schlag | 180 ms |
| Zweiter übergeleiteter Schlag | 220 ms |
| Dritter übergeleiteter Schlag | 260 ms |
| Nächste P-Welle | Ohne QRS |
| Nachfolgende Überleitung | PQ wieder 180 ms |
Vorhof 84/min, Kammer 42/min. Jede zweite P-Welle wird mit PQ 180 ms und QRS 90 ms übergeleitet. Gib einen präzisen Befund ohne unbelegte Typisierung an.
Die Tabelle enthält die vorgegebenen Frequenzen und Intervalle.
| Angabe | Befund |
|---|---|
| Vorhof / Kammer | 84/min / 42/min |
| Überleitung | Jede zweite P-Welle |
| PQ der übergeleiteten Schläge | 180 ms |
| QRS | 90 ms |
Lösung und Rückmeldung – nach der Antwort
„2:1-AV-Block bei Vorhoffrequenz 84/min und Kammerfrequenz 42/min; übergeleitete QRS schmal, PQ etwa 180 ms. Mobitz-Typ aus diesem Abschnitt nicht sicher bestimmbar.“ Die schmale QRS-Form beweist keine harmlose Situation. Symptome, reversible Ursachen und längere Aufzeichnung sind entscheidend.
Eine Person mit langsamen QRS wird bewusstlos, atmet nicht normal, ein Kreislauf ist nicht sicher feststellbar. Muss zunächst der AV-Blockgrad vollständig bestimmt werden?
Die Tabelle hält die Angaben zur aktuellen Situation fest.
| Angabe | Befund |
|---|---|
| EKG | Langsame QRS-Komplexe |
| Bewusstsein | Bewusstlos |
| Atmung | Nicht normal |
| Kreislauf | Nicht sicher feststellbar |
Lösung und Rückmeldung – nach der Antwort
Nein. Hilfe/Notfallteam rufen, Reanimation und Defibrillator-/ALS-Beurteilung beginnen. Ein organisierter EKG-Rhythmus kann ohne mechanischen Kreislauf als pulslose elektrische Aktivität vorliegen. Der vollständig formulierte EKG-Befund hat hier keine Priorität.
Schenkel und Faszikel
Lernziel: Du kannst Rechts- und Linksschenkelblock sowie Faszikelmuster erkennen.
Normalerweise werden beide Kammern rasch über das His-Purkinje-System erregt. Bei einem Schenkelblock erreicht die Erregung eine Kammer verspätet über langsamere Ausbreitung im Myokard. Dadurch wird QRS breit, und die veränderte Erregungsfolge verändert auch ST/T.

Wo die Leitung ausfällt, bestimmt das Muster: Ein Schenkelblock verbreitert QRS, ein Faszikelblock dreht vor allem die Achse.
Quelle: eigene Darstellung.
Beim kompletten Rechtsschenkelblock beträgt QRS mindestens 120 ms. Typisch sind ein terminales R′ in V1/V2, häufig rSR′, und eine verbreiterte terminale S-Zacke in I und V6. ST-Senkung/T-Negativierung rechtspräkordial kann sekundär sein. Ein rSr′ allein bei schmalem QRS genügt nicht; auch V1/V2-Fehlpositionen können dieses Muster erzeugen. Beim inkompletten Muster fehlt die volle QRS-Verbreiterung; Grenzen und Morphologie werden gemeinsam beschrieben.

Echter Streifen zum Nachmessen (50 mm/s, ein großes Kästchen = 100 ms): Sinusrhythmus um 70/min, QRS etwa 120–130 ms. V1/V2 zeigen rSR′ mit dem späten R′, I und V6 das breite terminale S. Die flache T-Negativierung in V1 passt zur sekundären Repolarisationsänderung.
Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-13100, Ausschnitt 0–4 s, Ableitungen I, V1, V2 und V6, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet.
Beim kompletten Linksschenkelblock ist QRS ebenfalls mindestens 120 ms breit. Rechtspräkordial dominieren häufig QS/rS-Komplexe, lateral breite, teils gekerbte R-Zacken, meist ohne normale septale q in I/V5/V6. ST/T verlaufen oft diskordant, also entgegengesetzt zur Haupt-QRS-Richtung. Die Diagnose braucht das Gesamtbild; ein breiter QRS allein reicht nicht.
RSB und LSB im direkten Vergleich:
| Merkmal | Rechtsschenkelblock | Linksschenkelblock |
|---|---|---|
| QRS-Dauer | ≥ 120 ms | ≥ 120 ms |
| V1/V2 | terminales R′, oft rSR′ | QS oder rS |
| I, V5/V6 | breites terminales S | breites, teils gekerbtes R, kein septales q |
| ST/T | rechtspräkordial oft sekundär gesenkt/negativ | meist diskordant zum QRS |
| Typische Falle | rSr′ bei schmalem QRS, V1/V2 zu hoch geklebt | breiter QRS allein ist noch kein LSB |

Schematische Formen, keine Patientenkurven: Beim RSB ist nur das Ende verspätet, beim LSB die gesamte Kammererregung einschließlich Septum.
Quelle: eigene Darstellung.

Erst messen, dann Ursachen mitdenken, dann die Form lesen. Erfüllt ein breiter QRS weder RSB- noch LSB-Kriterien, heißt er unspezifische intraventrikuläre Leitungsverzögerung.
Quelle: eigene Darstellung.
Beim linksanterioren Faszikelblock ist die Achse typischerweise deutlich linksgerichtet, häufig −45° bis −90°, mit qR in I/aVL und rS inferior. QRS kann ohne zusätzlichen Schenkelblock unter 120 ms bleiben. Beim seltenen linksposterioren Faszikelblock ist die Achse nach rechts gerichtet, mit rS in I/aVL und qR inferior. Andere Gründe einer Rechtsachse, vor allem Rechtsherzbelastung, müssen ausgeschlossen werden. Eine Achsenabweichung allein sichert keinen Faszikelblock.
Die beiden Faszikelblöcke:
| Merkmal | LAFB | LPFB |
|---|---|---|
| Achse | −45° bis −90° | etwa +90° bis +180° |
| I und aVL | qR | rS |
| II, III, aVF | rS | qR |
| QRS ohne Schenkelblock | meist < 120 ms | meist < 120 ms |
| Häufigkeit | häufig | selten; andere Ursachen ausschließen |

Echtes 12-Kanal-EKG: Sinusrhythmus um 80/min, QRS etwa 90 ms. I und aVL zeigen qR, II, III und aVF rS mit tiefem S; II ist überwiegend negativ. Die Achse liegt damit etwa bei −50° bis −60°. Das ist ein typisches LAFB-Muster.
Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-3201, Ausschnitt 0,4–10 s, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet.

Abbildung: Die Achse lenkt die Prüfung; erst die Ableitungsformen und die Ausschlüsse tragen die Einordnung. Quelle: eigene Darstellung. Die Achse lenkt den Verdacht, das qR/rS-Muster stützt ihn. Vor „LPFB“ müssen Rechtsherzbelastung, lateraler Infarkt, schlanker Körperbau und vertauschte Armelektroden bedacht werden.
Quelle: eigene Darstellung.
Rechtsschenkelblock plus linksanteriorer oder linksposteriorer Faszikelblock wird bifaszikulär genannt. Eine zusätzlich lange PQ-Zeit beweist nicht, dass auch der dritte Faszikel blockiert ist; die Verzögerung kann im AV-Knoten liegen. Synkope bei solchem Muster erfordert eine gezielte Abklärung intermittierender höhergradiger Überleitungsstörung.

Echtes 12-Kanal-EKG: Sinusrhythmus um 65/min, QRS etwa 140–150 ms. V1 zeigt rsR′, I und V6 ein breites terminales S: Rechtsschenkelblock. Zusätzlich qR in aVL und tiefes S inferior mit deutlich linksgerichteter Achse jenseits von −45°: linksanteriorer Faszikelblock. Zusammen ist das ein bifaszikulärer Block.
Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-14932, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet.

Abbildung: Eine lange PQ lokalisiert die zusätzliche Verzögerung nicht; die Synkope begründet die gezielte Blocksuche. Quelle: eigene Darstellung. Symptome bestimmen das Tempo: Ohne Beschwerden reicht das Muster allein nicht für einen Schrittmacher. Bei Synkope wird nach intermittierendem höhergradigem Block gesucht, etwa mit Monitoring, Ereignisrekorder oder EPU mit HV-Zeit.
Quelle: eigene Darstellung.
Freie Antwort
Am echten EKG üben

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-618, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Die Skalierung steht im Bild; 3×4-Spalten zeigen aufeinanderfolgende Zeitfenster, ein einzelner langer II-Streifen dagegen den kontinuierlichen Verlauf.
Auftrag: Vergleiche QRS-Breite und -Form in V1 mit I/aVL und V5/V6. Welche Beziehung haben ST/T zum Hauptausschlag?
In der App sprechen üben →Multiple Choice
QRS 150 ms, rSR′ in V1, breites terminales S in I/V6. Welche Einordnung ist am besten belegt?
Die Tabelle bündelt die Angaben der Aufgabe.
| Merkmal | Gegebene Information |
|---|---|
| QRS-Dauer | 150 ms |
| V1 | rSR′ |
| I/V6 | Breites terminales S |

Abbildung: Echtes 12-Kanal-EKG; vergleiche den Endteil des QRS in V1 mit dem in I und V6. Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0, https://physionet.org/content/ptb-xl/1.0.3/. Aufnahme PTBXL-4051, 12 Kanäle mit Rhythmusstreifen II, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet; 25 mm/s, 10 mm/mV.
- a)Linksschenkelblock, weil jeder breite QRS linksventrikulär entsteht.
- b)Kompletter Rechtsschenkelblock.
- c)Akuter Myokardinfarkt unabhängig von ST/T und Beschwerden.
Warum ist „Rechtsschenkelblock plus lange PQ-Zeit = sicher trifaszikulärer Block“ zu weitgehend?
Die Tabelle bündelt die Angaben der Aufgabe.
| Merkmal | Gegebene Information |
|---|---|
| Schenkelmuster | Rechtsschenkelblock |
| Überleitungszeit | Lange PQ-Zeit |
| Zu prüfende Behauptung | „Sicher trifaszikulärer Block“ |
Lösung und Rückmeldung – nach der Antwort
Die PQ-Zeit umfasst mehrere Leitungsabschnitte; ihre Verlängerung kann im AV-Knoten entstehen. Sie lokalisiert die Verzögerung nicht sicher im noch leitenden Faszikel. Beschreibe RSB, Achse und PQ getrennt und leite die Dringlichkeit aus Symptomen und Gesamtbefund ab.
Präexzitation und Tachykardie
Lernziel: Du kannst Präexzitation beschreiben und gefährliche Tachykardien priorisieren.
Bei Präexzitation erreicht ein Teil der Erregung die Kammer über eine zusätzliche Verbindung am normalen AV-Verzögerungsweg vorbei. Typisch sind kurze PQ-Zeit, ein verschliffener QRS-Anfang (Delta-Welle) und verbreiterter QRS mit sekundären ST/T-Veränderungen. Das ist ein WPW-Muster. Ein WPW-Syndrom setzt dazu passende klinische Tachyarrhythmien voraus; aus einer asymptomatischen Aufnahme wird nicht automatisch ein Syndrom.

Quelle: eigene Darstellung. Schematische Kurven, nicht maßstabsgetreu.
Die EKG-Zeichen der Präexzitation und ihr Grund:
| Zeichen | Woran erkennen | Warum |
|---|---|---|
| kurze PQ | unter 120 ms | AV-Verzögerung wird umgangen |
| Delta-Welle | angeschrägter QRS-Beginn | langsame Erregung von Muskel zu Muskel |
| breiter QRS | oft ≥ 120 ms | Mischerregung aus Zusatzbahn und normalem Weg |
| ST/T | oft gegensinnig zum QRS | sekundär, kein Infarktbeweis |

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-5303, Ableitungen II und V3, 0–4 s mit 50 mm/s, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Bei 50 mm/s entspricht ein kleines Kästchen 20 ms. Vom P-Beginn in II bis zum QRS-Beginn vergehen etwa 0,11 s; in V3 steigt der QRS zuerst flach an (Delta-Welle) und erst dann steil. QRS etwa 0,12–0,13 s, Frequenz um 70/min.
Die Zusatzbahn kann Teil einer Kreiserregung sein. Bei orthodromer AVRT läuft der Impuls vorwärts über AV-Knoten/His-Purkinje und zurück über die Zusatzbahn: Der QRS kann während der Tachykardie schmal sein. Bei antidromer Leitung kann er breit sein. Die sichere Mechanismusdiagnose kann elektrophysiologische Abklärung erfordern.

Quelle: eigene Darstellung.

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Chapman University/Shaoxing People's Hospital, CC BY 4.0. Aufnahme CHALLENGE-JS10449, Ableitungen II und V1 über 10 s, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Regelmäßige schmale Tachykardie, RR konstant etwa 0,41 s (etwa 145/min). Die Originaldatenbank nennt eine AVRT; so sieht eine orthodrome AVRT typischerweise aus. Allein aus diesem Streifen ist der Mechanismus aber nicht bewiesen.
Eine Breitkomplextachykardie kann VT oder eine supraventrikuläre Tachykardie mit aberranter Leitung/Präexzitation sein. AV-Dissoziation, Capture- oder Fusionsschläge unterstützen VT: Ein Capture-Schlag entsteht, wenn ein Vorhofimpuls die Kammer kurz normal erfasst; ein Fusionsschlag aus gemeinsamer Aktivierung durch zwei Erregungsfronten. Fehlen diese Zeichen, ist VT nicht ausgeschlossen. Bei unklarer regelmäßiger Breitkomplextachykardie wird zunächst sicherheitsorientiert von VT ausgegangen und rasch fachkundige Hilfe geholt.

Abbildung: Die Kreislaufentscheidung hat Vorrang; fehlende Capture- oder Fusionsschläge entkräften VT nicht. Quelle: eigene Darstellung. Quelle: eigene Darstellung. Instabilitätszeichen nach dem Tachykardie-Algorithmus des European Resuscitation Council (ERC).

Quelle: eigene Darstellung. Schematische Kurven; die P-Wellen sind mit Dreiecken markiert.
Häufige Ursachen einer Breitkomplextachykardie im Vergleich:
| Ursache | Typischer Hinweis | Erste Haltung |
|---|---|---|
| VT | AV-Dissoziation, Capture-/Fusionsschläge; Infarkt oder Herzinsuffizienz bekannt | VT annehmen, Hilfe holen |
| SVT mit Schenkelblock/Aberranz | gleiche QRS-Form schon im Sinusrhythmus | nur bei sicherer Einordnung als SVT behandeln |
| antidrome AVRT | bekannte Präexzitation, regelmäßig | bis zur Klärung wie VT |
| präexzitiertes Vorhofflimmern | sehr schnell, unregelmäßig, wechselnd breit | keine AV-Knoten-Blockade |

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Ningbo First Hospital, CC BY 4.0. Aufnahme CHALLENGE-JS21140, Ableitungen II und V2 über 10 s, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Salven einer regelmäßigen Breitkomplextachykardie (RR etwa 0,33 s, etwa 180/min), unterbrochen von schmalen Schlägen. Vergleiche die schmale Form der übergeleiteten Schläge mit den breiten Tachykardiekomplexen. Befund der Originaldatenbank: paroxysmale VT mit AV-Dissoziation.
Besonders gefährlich ist eine sehr schnelle, unregelmäßige Breitkomplextachykardie bei Präexzitation: mögliches präexzitiertes Vorhofflimmern. AV-Knoten-blockierende Mittel können dann die Leitung über die Zusatzbahn begünstigen; eine vermeintliche gewöhnliche Frequenzkontrolle mit Verapamil, Diltiazem, Betablocker, Digoxin oder Adenosin ist hier keine sichere Standardmaßnahme. Auch intravenöses Amiodaron wird bei präexzitiertem Vorhofflimmern vermieden. Bei Kreislaufinstabilität und vorhandenem Puls ist die unverzügliche synchronisierte Kardioversion durch das Notfallteam vorrangig. ESC-SVT-Leitlinie 2019

Abbildung: Die Medikamentenliste ist eine Vermeidungsentscheidung; bei Instabilität steht die synchronisierte Kardioversion vorn. Quelle: eigene Darstellung. Quelle: eigene Darstellung. Inhalt nach ESC-SVT-Leitlinie 2019.
Was die üblichen Frequenzbremsen bei präexzitiertem Vorhofflimmern bewirken:
| Mittel | Wirkung | Bei präexzitiertem VHF |
|---|---|---|
| Verapamil, Diltiazem | AV-Knoten-Leitung ↓ | vermeiden |
| Betablocker | AV-Knoten-Leitung ↓ | vermeiden |
| Digoxin | AV-Knoten-Leitung ↓ | vermeiden |
| Adenosin | kurzer AV-Block | vermeiden |
| Amiodaron i.v. | u. a. AV-Knoten-Leitung ↓ | vermeiden |
| synchronisierte Kardioversion | beendet das Vorhofflimmern | bei Instabilität sofort |
Freie Antwort
Am echten EKG üben

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-9699, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Die Skalierung steht im Bild; 3×4-Spalten zeigen aufeinanderfolgende Zeitfenster, ein einzelner langer II-Streifen dagegen den kontinuierlichen Verlauf.
Auftrag: Suche den frühesten QRS-Beginn. Ist der breite Beginn abrupt oder angeschrägt, und wie lang wirkt die PQ?
In der App sprechen üben →Eine Person mit bekanntem WPW-Muster hat eine sehr schnelle, unregelmäßige Tachykardie mit wechselnd breiten QRS und Blutdruck 78/45 mmHg. Formuliere die führende Gefahr und die nächste Priorität.
Die Tabelle bündelt die Angaben der Aufgabe.
| Merkmal | Gegebene Information |
|---|---|
| Vorbefund | WPW-Muster |
| Tachykardie | Sehr schnell, unregelmäßig |
| QRS | Wechselnd breit |
| Blutdruck | 78/45 mmHg |
Lösung und Rückmeldung – nach der Antwort
„Verdacht auf präexzitiertes Vorhofflimmern mit hämodynamischer Instabilität. Sofort Notfallteam, Monitoring/Defibrillator und elektrische Akutbehandlung vorbereiten; keine routinemäßige AV-Knotenblockade.“ Die Instabilität wird anhand des Patienten beurteilt. Eine langwierige Mechanismusbestimmung darf die Behandlung nicht verzögern. Selbstvergleich: unregelmäßig + breit + Präexzitation erkannt, Hypotonie berücksichtigt, Medikamentenfalle vermieden.
ST und T im Zusammenhang
Lernziel: Du kannst regionale Ischämiezeichen beschreiben und richtig priorisieren.
Der J-Punkt markiert den Übergang vom QRS zur ST-Strecke. Miss eine ST-Abweichung gegenüber einer nachvollziehbaren isoelektrischen Referenz, bevorzugt einer ruhigen TP-Strecke. Eine verschobene PQ-Strecke oder starke Grundliniendrift kann die Referenz verfälschen. Beschreibe Höhe/Tiefe, Form, betroffene Ableitungen und dynamische Veränderung.

Gemessen wird senkrecht vom J-Punkt zur Referenzlinie. Bei 10 mm/mV entspricht ein kleines Kästchen 0,1 mV.
Quelle: eigene Darstellung; stilisierte Herzaktion, kein Patienten-EKG.
Typische Fehlerquellen der Referenz und was du dagegen tun kannst:
| Fehlerquelle | Wirkung | Was tun |
|---|---|---|
| Grundliniendrift | Scheinbare Hebung oder Senkung | Ruhigen Schlag wählen, EKG wiederholen |
| Verschobene PQ-Strecke | Referenz zu hoch oder zu tief | TP-Strecke als Bezug nehmen |
| Kurze TP-Strecke, z. B. Tachykardie | Keine ruhige TP-Referenz | QRS-Beginn als Bezug, Unsicherheit nennen |
| Monitorableitung, starker Filter | ST-Strecke verformt | 12-Kanal-EKG im Diagnosemodus |
Ischämie verändert die elektrische Aktivität regional. Akute ST-Hebungen, horizontale oder deszendierende ST-Senkungen und neue T-Veränderungen können relevant sein. Hohe, breite, zur QRS-Spannung unverhältnismäßige T-Wellen können früh auftreten. Keine einzelne Form ersetzt Beschwerden, Vorbefund und Verlauf. Ein anfänglich unauffälliges EKG schließt ein akutes Koronarsyndrom nicht aus.

Vergleiche jede Form mit der gestrichelten Referenz. Der rote Punkt markiert den J-Punkt.
Quelle: eigene Darstellung; stilisierte Formen, kein Patienten-EKG.

Echter Medianschlag eines 56-jährigen Patienten mit angiografisch verschlossener proximaler RIVA: In V2–V4 fallen hohe, breitbasige T-Wellen auf (in V2 etwa 15 mm bei etwa 21 mm R). Am J-Punkt ist die ST-Strecke dort kaum angehoben, die Hebungsschwellen sind also nicht erreicht. Solche T-Wellen können einer ST-Hebung vorausgehen und sind nur mit Klinik und Verlauf zu deuten. Ein Medianschlag zeigt nur die Form, nicht Rhythmus oder Frequenz.
Quelle: Du X et al., First Affiliated Hospital of Chongqing Medical University, ACS/OMI-Datensatz (figshare 29925314 v1), CC0 1.0. Aufnahme ACS-02404, Medianschlag, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet.
Im passenden klinischen Kontext unterstützen neue ST-Hebungen am J-Punkt in mindestens zwei benachbarten Ableitungen die STEMI-Arbeitsdiagnose. Bei 10 mm/mV gelten üblicherweise:
| Ableitungen | Schwelle |
|---|---|
| V2–V3, Männer <40 Jahre | Mindestens 2,5 mm |
| V2–V3, Männer ≥40 Jahre | Mindestens 2 mm |
| V2–V3, Frauen | Mindestens 1,5 mm |
| Andere Standardableitungen | Mindestens 1 mm |

Echter Medianschlag eines 65-jährigen Patienten mit angiografisch verschlossener mittlerer RIVA: Am J-Punkt liegt die ST-Strecke in V2 und V3 jeweils über 3 mm, in V4 etwa 2 mm über der Referenz. Damit sind benachbarte Ableitungen und die Schwelle für Männer ab 40 Jahren klar erfüllt. In V1–V3 fehlen nennenswerte R-Zacken.
Quelle: Du X et al., First Affiliated Hospital of Chongqing Medical University, ACS/OMI-Datensatz (figshare 29925314 v1), CC0 1.0. Aufnahme ACS-01973, Medianschlag, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet.
Diese Kriterien gelten nicht unverändert bei LSB oder ausgeprägter LV-Hypertrophie. Ein Koronarverschluss kann auch ohne Erreichen dieser Schwellen vorliegen. Anhaltende Ischämiesymptome, Kreislaufinstabilität oder hochgradig verdächtige Muster verlangen rasche Abklärung. Auf Troponin zu warten darf bei überzeugendem STEMI die Reperfusionsorganisation nicht verzögern. Ein EKG soll bei ACS-Verdacht möglichst sofort, mit Ziel innerhalb von zehn Minuten nach erstem medizinischen Kontakt, erhoben und interpretiert werden. Wiederholungen sind bei fortbestehenden/wiederkehrenden Beschwerden oder Unsicherheit wichtig. ESC/DGK ACS 2023

Die Schwelle ist ein Hilfsmittel, keine Ausschlussgrenze: Auch unter ihr bleibt ein Verschluss möglich.
Quelle: eigene Darstellung. Schwellen nach der 4. universellen Infarktdefinition, die die ESC-ACS-Leitlinie 2023 übernimmt: Thygesen et al., Eur Heart J 2019.

Abbildung: Die Uhr beginnt beim ersten Kontakt; unterhalb einer Hebungsschwelle bleibt ein Verschluss möglich. Quelle: eigene Darstellung. Die Uhr beginnt beim ersten medizinischen Kontakt, nicht bei der Aufnahme auf Station.
Quelle: eigene Darstellung nach ESC/DGK ACS 2023.
Freie Antwort
Am echten EKG üben

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-532, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Die Skalierung steht im Bild; 3×4-Spalten zeigen aufeinanderfolgende Zeitfenster, ein einzelner langer II-Streifen dagegen den kontinuierlichen Verlauf.
Auftrag: Beschreibe die ST-Verteilung in II/III/aVF und I/aVL. Formuliere danach eine klinische Konsequenz für den ausdrücklich fiktiven Zusatz „anhaltender neuer Thoraxdruck“.
In der App sprechen üben →Ein fiktiver 64-jähriger Patient berichtet über neu aufgetretenen Druck auf der Brust und Kaltschweißigkeit. In II, III und aVF liegen klare ST-Hebungen, in aVL eine gegenläufige ST-Senkung. Du führst Muster und Symptome zusammen: „Verdacht auf akuten inferioren STEMI mit reziproker Veränderung.“ Monitoring, rasche kardiologische Alarmierung und Reperfusionspfad haben Priorität. Die genaue verantwortliche Arterie und ihr Verschlussgrad sind damit noch nicht angiografisch bewiesen.

Abbildung: Das Gegenbild stützt die regionale Einordnung; die Akutorganisation wartet nicht auf die genaue Gefäßzuordnung. Quelle: eigene Darstellung. aVL blickt fast aus der Gegenrichtung auf die inferiore Wand. Deshalb passt dort eine Senkung zur inferioren Hebung.
Quelle: eigene Darstellung.
Multiple Choice
Eine fiktive 58-jährige Frau mit akutem Thoraxdruck zeigt 2 mm ST-Hebung in V2 und V3 bei QRS 90 ms ohne LVH-Zeichen. Welche Aussage ist richtig?
Die Tabelle bündelt die Angaben der Aufgabe.
| Merkmal | Gegebene Information |
|---|---|
| Person und Beschwerden | 58-jährige Frau; akuter Thoraxdruck |
| V2 und V3 | Je 2 mm ST-Hebung |
| QRS | 90 ms |
| Weitere Angabe | Keine LVH-Zeichen |
- a)Die geschlechtsspezifische Hebungsschwelle wird erreicht; im passenden Kontext ist dies zeitkritisch abzuklären.
- b)Eine Frau benötigt in V2/V3 mindestens 2,5 mm, daher ist der Befund unauffällig.
- c)Ein normales erstes Troponin würde die ST-Hebungen sicher entkräften.
Welche Wand, welche Ergänzung?
Lernziel: Du kannst Ischämie räumlich zuordnen und sinnvolle Zusatzableitungen wählen.
Zusammengehörige Ableitungen betrachten ähnliche Regionen. „Benachbart“ bedeutet elektrisch/anatomisch benachbart; es ist nicht bloß die Nachbarschaft auf dem Ausdruck.

Quelle: eigene Darstellung. Vereinfachtes Schema, auf das Herz zentriert: Die Winkel der Brustwandableitungen sind gerundet und hängen von Körperbau und Herzlage ab.
| Mustergruppe | Typische Standardableitungen |
|---|---|
| Inferior | II, III, aVF |
| Septal/anterior | V1–V4, mit fließenden Grenzen |
| Lateral | I, aVL, V5–V6 |
| Ausgedehnt anterior/anterolateral | Mehrere vordere und laterale Ableitungen |
Die Zuordnung zu RIVA/LAD, RCA oder RCX/LCx ist ein anatomischer Verdacht, keine sichere Koronarangiografie. Gefäßdominanz und individuelle Versorgung variieren. Der historisch verwendete Ausdruck „Hinterwandinfarkt“ kann inferior meinen; verwende deshalb „inferior“ und „posterior“ getrennt.
Die folgende Übersicht nennt das häufig beteiligte Gefäß je Muster – als Verdacht, nicht als Befund der Koronarangiografie.
| Muster | Häufiges Gefäß (Verdacht) | Hinweis |
|---|---|---|
| Inferior (II, III, aVF) | RCA, seltener RCX/LCx | Hebung III > II eher RCA |
| Septal/anterior (V1–V4) | RIVA/LAD | zusätzlich I, aVL: eher proximal |
| Lateral (I, aVL, V5–V6) | RCX/LCx oder Diagonalast | RCX-Verschluss oft wenig sichtbar |
| Posterior (Spiegelbild V1–V3) | RCX/LCx, seltener RCA | V7–V9 ergänzen |
| Rechtsventrikulär (V3R/V4R) | proximale RCA | meist mit inferiorem Infarkt; keine Nitrate |
Ein posteriorer Infarkt kann sich im Standard-EKG spiegelbildlich zeigen: ST-Senkung V1–V3, relativ hohe R-Zacken und gegebenenfalls positive terminale T-Wellen. Bei passendem Verdacht ergänze V7–V9. Bei inferioren ST-Hebungen ergänze rechtspräkordial, insbesondere V3R/V4R, und prüfe Kreislauf sowie Zeichen rechtsventrikulärer Beteiligung. In Zusatzableitungen können bereits kleinere Hebungen bedeutsam sein. ESC/DGK ACS 2023

Abbildung: Die Zusatzableitungen beantworten unterschiedliche räumliche Fragen und begleiten die laufende ACS-Abklärung. Quelle: eigene Darstellung.

Quelle: eigene Darstellung. Schematische Komplexe, nicht maßstabsgerecht. Schwellen nach der 4. universellen Infarktdefinition, die die ESC-ACS-Leitlinie 2023 übernimmt: Thygesen et al., Eur Heart J 2019; Byrne et al., ESC-Leitlinie ACS 2023.

Quelle: Du X et al., ACS/OMI-Datensatz (First Affiliated Hospital of Chongqing Medical University), CC0 1.0. Datensatz 10513, Medianschlag, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet; 25 mm/s, 10 mm/mV. Angiografisch proximaler RCX-Verschluss, Entlassdiagnose STEMI. So sieht das Spiegelbild in V1–V3 aus: hohe R-Zacken, ST-Senkung, positive T-Wellen – ohne Hebung im Standard-EKG. Am rechten Rand einiger Brustwandfenster beginnt bereits der nächste Schlag; er gehört nicht zur Beurteilung.
Reziprok bedeutet gegenläufig: Einer Hebung über der betroffenen Region kann eine Senkung in gegenüberliegenden Ableitungen entsprechen. Das erhöht bei passendem Muster die Plausibilität, ist aber weder zwingend noch allein beweisend. Diffuse ST-Senkungen mit Hebung in aVR sprechen für ausgeprägte globale subendokardiale Ischämie; sie beweisen nicht speziell einen Hauptstammverschluss. Auch schwere Anämie, Hypoxie oder Kreislaufversagen können ein solches Missverhältnis von Sauerstoffangebot und -bedarf erzeugen.

Quelle: eigene Darstellung.

Quelle: Du X et al., ACS/OMI-Datensatz (First Affiliated Hospital of Chongqing Medical University), CC0 1.0. Datensatz 07131, Medianschlag, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet; 25 mm/s, 10 mm/mV. Angiografisch proximaler RCA-Verschluss. Lies die Gruppen: Hebung inferior, Spiegelbild in I und aVL; die ST-Senkung in V2–V3 lässt an eine posteriore Beteiligung denken (V7–V9), die inferiore Hebung verlangt V3R/V4R und die Kreislaufprüfung.

Abbildung: aVR kennzeichnet ein Warnmuster; die Kurve allein nennt weder Ursache noch sichere Verschlussstelle. Quelle: eigene Darstellung. Quelle: eigene Darstellung. Kriterium und Risikomerkmale nach Byrne et al., ESC-Leitlinie ACS 2023.
Multiple Choice
Akuter Thoraxschmerz, ST-Senkungen V1–V3, hohe R-Zacken in diesen Ableitungen. Welche Ergänzung ist zunächst besonders sinnvoll?
Die Tabelle bündelt die Angaben der Aufgabe.
| Merkmal | Gegebene Information |
|---|---|
| Beschwerden | Akuter Thoraxschmerz |
| V1–V3 | ST-Senkungen |
| R-Zacken V1–V3 | Hoch |
- a)Nur V1 höher anlegen und die Beschwerden abwarten.
- b)V7–V9 ergänzen und gleichzeitig den ACS-Verdacht weiter akut abklären.
- c)Den Befund als sicher nicht ischämisch einstufen, weil keine Standardableitung ST-Hebung zeigt.
Hebung und Infarktnachahmer
Lernziel: Du kannst wichtige Ischämie-Nachahmer erkennen, ohne vorschnell zu entwarnen.
Frühe Repolarisation kann J-Punkt-Anhebung, Kerbung/Slurring am QRS-Ende und konkave ST-Hebungen zeigen. Stabile Vorbefunde und Beschwerdefreiheit helfen bei der Einordnung. „Konkav“ allein beweist Gutartigkeit nicht. Ein neuer Thoraxschmerz verlangt unabhängig von einer bekannten Variante eine angemessene Abklärung.

Beispiel frühe Repolarisation (41-jähriger Mann, ärztlicher Datensatzbefund: Sinusrhythmus, frühe Repolarisation): J-Punkt in V2–V3 etwa 2 mm, in V4–V6 etwa 1 mm angehoben; die ST-Strecke steigt konkav in hohe, breitbasige T-Wellen an. Rein nach Millimetern läge V2–V3 an der STEMI-Schwelle für Männer ab 40 Jahren (≥ 2 mm). Ohne Beschwerden, Vor-EKG und Verlauf ist deshalb nur „vereinbar mit früher Repolarisation“ vertretbar, keine Entwarnung.
Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Chapman University/Shaoxing People's Hospital, CC BY 4.0. Aufnahme CHALLENGE-JS06649, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 25 mm/s, 10 mm/mV; 3×4-Spalten zeigen aufeinanderfolgende Zeitfenster, der untere II-Streifen den kontinuierlichen Verlauf.
Perikarditis kann diffuse ST-Hebungen und PQ-Senkungen mit Gegenbild in aVR zeigen. Typischer lage-/atemabhängiger Schmerz, Reiben, Entzündungszeichen und Erguss stützen den Verdacht. Nicht jeder Patient zeigt das vollständige EKG-Muster; fokale Hebung oder reziproke Senkungen können eine ischämische Alternative dringlich machen. Myokarditis kann ebenfalls ST/T-Veränderungen und Troponinanstieg verursachen; das EKG allein trennt diese Ursachen nicht zuverlässig.

Abbildung: Diffuse Hebung ist kein alleiniger Beweis; regionale und reziproke Veränderungen halten den ACS-Pfad offen. Quelle: eigene Darstellung. Die Perikarditis ist eine klinische Diagnose aus mehreren Bausteinen; das EKG ist nur einer davon. Regionale Hebung, reziproke Senkung oder eine regionale Wandbewegungsstörung führen zuerst in den ACS-Pfad. Ein Troponinanstieg zeigt Myokardbeteiligung und verlangt, eine Ischämie aktiv auszuschließen.
Quelle: eigene Darstellung.
Bei LV-Hypertrophie können hohe QRS-Spannungen mit lateraler ST-Senkung und asymmetrischer T-Inversion auftreten. Das wird häufig als sekundäres „Strain“-Muster bezeichnet. Ein Spannungskriterium, etwa S in V1 plus R in V5 oder V6 ≥3,5 mV, kann den Verdacht unterstützen, ersetzt aber keine Echokardiografie und ist besonders abhängig von Alter und Körperbau. Akute Ischämie kann zusätzlich vorliegen.

Typisches Strain-Muster: konvex absteigende ST-Senkung mit asymmetrisch negativem T in den lateralen Ableitungen, passend zur hohen Spannung und unverändert zum Vor-EKG. Neue Beschwerden, Dynamik in der Serie oder Veränderungen außerhalb der lateralen Ableitungen sprechen für eine zusätzliche Ischämie.
Quelle: eigene Darstellung; schematische Kurven.

Was das EKG nur vermuten lässt, misst die Echokardiografie: Septum 1,89 cm und Hinterwand 1,82 cm (Normbereich etwa bis 1,0 cm bei Männern, bis 0,9 cm bei Frauen). Ursache in diesem Fall: Morbus Fabry; dieselbe Messung dient bei Hypertonie, Aortenstenose oder hypertropher Kardiomyopathie.
Quelle: Albert A. Hagège, Université René Descartes, Paris; aus D. P. Germain, Fabry disease, Orphanet J Rare Dis 2010;5:30, via Wikimedia Commons, CC BY 2.0. Unverändert übernommen, in WebP umgewandelt.
Eine persistierende ST-Hebung nach Infarkt kann bei Narben-/Aneurysmabildung vorkommen. Ohne Vor-EKG, zeitlichen Verlauf und Bildgebung wird daraus keine sichere Aneurysmadiagnose. Bei akuten Beschwerden darf ein altes Infarktetikett nicht automatisch beruhigen.

Beispiel persistierende Hebung (78-jähriger Mann, kardiologischer Datensatzbefund: alter Vorderwandinfarkt mit Vorderwandaneurysma, AV-Block I°): QS-Komplexe in V1–V4, ST-Hebung etwa 2–3,5 mm in V2–V3 und etwa 1,5–2,5 mm in V4. Allein nach Millimetern sähe das wie ein akuter Vorderwandinfarkt aus. Erst Vor-EKG, Verlauf und Bildgebung trennen alte Narbe von neuer Ischämie. Die Extremitätenableitungen sind niedrig und verrauscht.
Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-234, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 25 mm/s, 10 mm/mV; 3×4-Spalten zeigen aufeinanderfolgende Zeitfenster, der untere II-Streifen den kontinuierlichen Verlauf.
Rechtsherzbelastung kann Rechtsachse, RSB und T-Inversionen rechtspräkordial hervorrufen. Das bekannte S1Q3T3-Muster ist weder empfindlich noch spezifisch genug, um eine Lungenembolie zu bestätigen oder auszuschließen. Dyspnoe, Hypoxie, Kreislauf und klinische Wahrscheinlichkeit steuern die weitere Diagnostik. Ein normales EKG schließt Lungenembolie, Aortendissektion oder Spannungspneumothorax nicht aus.

Beispiel Rechtsherzbelastung (33-jähriger Mann, kardiologischer Datensatzbefund: überdrehter Rechtstyp, P dextrocardiale, Rechtshypertrophie möglich): I überwiegend negativ, III und aVF hoch positiv, dominante R-Zacke in V1, flache T-Negativierung in V1–V2. Das zeigt das Muster, nicht die Ursache; im Datensatz ist keine Lungenembolie angegeben.
Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-21050, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 25 mm/s, 10 mm/mV; 3×4-Spalten zeigen aufeinanderfolgende Zeitfenster, der untere II-Streifen den kontinuierlichen Verlauf.

Abbildung: Ein neuer RSB lenkt den Verdacht; weder er noch ein normales EKG entscheidet über eine Lungenembolie. Quelle: eigene Darstellung. Das EKG gibt bei Verdacht auf Lungenembolie nur Hinweise. Die Diagnostik richtet sich nach Kreislauf und klinischer Wahrscheinlichkeit. Bei Instabilität entscheidet das Echo am Bett, beim stabilen Patienten D-Dimer oder CT-Pulmonalisangiografie.
Quelle: eigene Darstellung.
Diese drei Notfälle sind mit einem unauffälligen EKG vereinbar:
| Notfall | typische Hinweise | führende Diagnostik |
|---|---|---|
| Lungenembolie | Dyspnoe, Tachykardie, Hypoxie | stabil: Score, D-Dimer, CT-Angio; instabil: Echo am Bett |
| Aortendissektion | reißender Schmerz, Pulsdefizit, RR-Seitendifferenz | CT-Angiografie der Aorta; instabil: Echo/TEE |
| Spannungspneumothorax | einseitig fehlendes Atemgeräusch, Schock | klinische Diagnose, sofortige Entlastung |
Die Nachahmer auf einen Blick, mit dem Warnzeichen, das trotzdem an Ischämie denken lässt:
| Muster | stützt die Einordnung | Warnzeichen für Ischämie |
|---|---|---|
| Frühe Repolarisation | Kerbe/Slurring, stabil zum Vor-EKG, beschwerdefrei | neuer Schmerz, Dynamik, reziproke Senkung |
| Perikarditis | diffus, PQ-Senkung, Reiben, Erguss, CRP | fokale Hebung, reziproke Senkung |
| LVH mit Strain | hohe Spannung, laterale asymmetrische T-Inversion, Echo | neue Beschwerden, Troponin, Dynamik |
| Persistierende Hebung | Q/QS, Vor-EKG gleich, Aneurysma in Bildgebung | neue Beschwerden, Zunahme der Hebung |
| Rechtsherzbelastung | Rechtsachse, RSB, T negativ V1–V3 | Schock, Hypoxie: Lungenembolie zeitkritisch |

Jedes Formmerkmal hat eine Grenze: Konkav ist nicht automatisch harmlos, das Perikarditis-Bild ist oft unvollständig, eine LVH bestätigt erst das Echo, und eine persistierende Hebung lässt sich nur mit Vor-EKG und Bildgebung einordnen.
Quelle: eigene Darstellung; schematische Kurven, nicht maßstabsgetreu.

So gehst du vor: Erst die Person und der Zeitpunkt, dann das Muster. Ist eine Ischämie möglich, läuft der ACS-Pfad, und bei ST-Hebungsinfarkt wird nicht auf Troponin gewartet. Bleibt der Befund unklar, folgen serielle EKGs und Troponinwerte. Auch ein wahrscheinlicher Nachahmer wird mit Datum dokumentiert, damit er beim nächsten Mal als Vor-EKG dient.
Quelle: eigene Darstellung.
Freie Antwort
Am echten EKG üben

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-1451, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Die Skalierung steht im Bild; 3×4-Spalten zeigen aufeinanderfolgende Zeitfenster, ein einzelner langer II-Streifen dagegen den kontinuierlichen Verlauf.
Auftrag: Betrachte QRS-Spannungen und laterale ST/T gemeinsam. Warum ist die Aussage „große R-Zacke = gesicherte LVH“ unvollständig?
In der App sprechen üben →Multiple Choice
Eine Person hat seit einer Stunde Thoraxdruck. Ein altes EKG ist nicht verfügbar. Die ST-Hebung ist konkav. Welche Schlussfolgerung ist vertretbar?
Die Tabelle bündelt die Angaben der Aufgabe.
| Merkmal | Gegebene Information |
|---|---|
| Beschwerden | Thoraxdruck seit einer Stunde |
| Vor-EKG | Nicht verfügbar |
| ST-Hebung | Konkav |
- a)Konkave Hebung schließt einen Koronarverschluss aus.
- b)Es muss eine Perikarditis sein, unabhängig von der Verteilung.
- c)Die Form allein entscheidet nicht; Region, reziproke Veränderungen, Verlauf und klinischer Kontext müssen einbezogen werden.
Bei Dyspnoe und Tachykardie zeigt das EKG einen neuen RSB. Nenne eine gefährliche Ursache und erkläre, warum das EKG sie nicht allein beweist.
Die Tabelle bündelt die Angaben der Aufgabe.
| Merkmal | Gegebene Information |
|---|---|
| Beschwerden | Dyspnoe |
| Frequenz | Tachykardie |
| EKG-Veränderung | Neuer RSB |
Lösung und Rückmeldung – nach der Antwort
Lungenembolie mit Rechtsherzbelastung ist eine gefährliche Möglichkeit. RSB kann aber andere akute oder chronische Ursachen haben. Die Kombination verlangt klinische Wahrscheinlichkeitsbewertung und passende weitere Diagnostik; der EKG-Befund ist ein Hinweis. Auch ein unauffälliges EKG wäre kein Ausschluss.
Schwierige Ischämiemuster
Lernziel: Du kannst schwierige Ischämiemuster und die Grenzen kurzer Aufnahmen erklären.
Bei LSB und ventrikulärer Stimulation sind ST/T häufig sekundär diskordant. Verdächtig sind insbesondere ST-Hebungen in derselben Richtung wie ein positiver QRS oder konkordante ST-Senkungen V1–V3. Auch eine im Verhältnis zur tiefen S-Zacke übermäßig große diskordante Hebung kann auffällig sein. Ein neuer LSB allein ist kein hinreichender STEMI-Beweis; anhaltende Ischämiesymptome bei LSB sind trotzdem ernst und können sofortiges invasives Vorgehen erfordern.

Die farbige Markierung zeigt die ST-Abweichung am J-Punkt. Entscheidend ist ihre Richtung zum QRS und ihre Größe im Verhältnis zur S-Zacke. Schematische Komplexe, nicht maßstabsgetreu.
Quelle: eigene Darstellung.

Echtes 12-Kanal-EKG mit Linksschenkelblock: Sinusrhythmus um 80/min, QRS breit. V1–V3 zeigen tiefe S-Zacken, I und aVL breite, gekerbte R-Zacken. Das ST verläuft jeweils entgegengesetzt zum QRS. In V2 ist S etwa 24 mm tief, die ST-Hebung am J-Punkt liegt bei etwa 2–3 mm. Das Verhältnis beträgt also nur rund 0,1: erwartete, proportionale Diskordanz.
Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-946, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet.
Die klassischen Sgarbossa-Zeichen umfassen konkordante ST-Hebung ≥1 mm, konkordante ST-Senkung ≥1 mm in V1–V3 und diskordante ST-Hebung ≥5 mm. Die klassischen Zeichen werden gewichtet; eine Summe ≥3 Punkte gilt als auffällig (5 Punkte für konkordante Hebung, 3 für konkordante Senkung, 2 für das dritte Zeichen). Die modifizierte Betrachtung ersetzt die rein absolute Höhe der diskordanten Hebung durch ihre Proportion: Bei negativem QRS gilt eine ST-Hebung von mindestens 1 mm und mindestens 25 % der Tiefe der S-Zacke als auffällig. Beispiel: S = −12 mm, ST-Hebung = +4 mm → Verhältnis der Beträge 4/12 ≈ 0,33. Das ist übermäßig diskordant. In der modifizierten Regel reicht eines der drei Kriterien in einer geeigneten Ableitung; sie ist keine bloße Fortführung der klassischen Punktesumme. Auch ein negatives Ergebnis schließt einen Infarkt nicht aus. Die Anwendung verlangt sorgfältige Messung und klinische Einordnung. Smith et al. 2012; Dodd et al. 2021, ventrikuläre Stimulation
Die drei Zeichen in der klassischen und der modifizierten Form:
| Kriterium | Klassisch | Modifiziert |
|---|---|---|
| Konkordante ST-Hebung ≥ 1 mm | 5 Punkte | allein auffällig |
| Konkordante ST-Senkung ≥ 1 mm in V1–V3 | 3 Punkte | allein auffällig |
| Diskordante ST-Hebung | ≥ 5 mm: 2 Punkte | ≥ 1 mm und ≥ 25 % der S-Tiefe |
| Bewertung | Summe ≥ 3 auffällig | ein Kriterium reicht |

Abbildung: Die modifizierte Regel verwendet ein erfülltes Kriterium; ein negatives Ergebnis ist keine Ausschlussregel. Quelle: eigene Darstellung. Die Kriterien entscheiden nicht allein. Anhaltende Beschwerden oder Instabilität können auch bei negativem Ergebnis ein sofortiges invasives Vorgehen erfordern.
Quelle: eigene Darstellung.
Zwei weitere Warnmuster werden hier als Erkennungswissen vorbereitet. Wellens-artige T-Wellen sind im passenden Verlauf biphasisch oder tief symmetrisch negativ, besonders in V2/V3, oft in einer schmerzarmen Phase nach Angina. De-Winter-artig ist die Kombination aus aufsteigender ST-Senkung am J-Punkt mit hohen symmetrischen T-Wellen präkordial. Beide verlangen im passenden Kontext dringliche kardiologische Beurteilung. Eine Belastungsprobe zur Beruhigung bei akutem Hochrisikoverdacht ist ungeeignet. Ein isoliertes T-Merkmal ohne Verlauf beweist das jeweilige Syndrom nicht.

Wellens-artige T-Wellen sieht man oft in einer schmerzarmen Phase, das De-Winter-artige Muster eher während der Beschwerden. Schematische Komplexe, nicht maßstabsgetreu.
Quelle: eigene Darstellung.

Echter Medianschlag, nur Morphologie: T in V2–V5 tief und symmetrisch negativ, ST kaum gehoben. Die R-Zacken in V1–V3 sind sehr klein, in V4/V5 erhalten. Laut Datensatz lag ein angiografisch gesicherter Verschluss des proximalen RIVA vor (Entlassdiagnose NSTEMI), die Angiografie folgte erst Tage nach dieser Aufnahme. Das Bild ist „Wellens-artig“. Die Einordnung braucht Beschwerdeverlauf und serielle EKGs. Die Kurve am linken Rand der Brustwandfenster ist das Ende des vorherigen Schlags.
Quelle: Du X et al., First Affiliated Hospital of Chongqing Medical University, ACS/OMI-Datensatz (figshare 29925314 v1), CC0 1.0. Aufnahme ACS-13767, Medianschlag, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet.
Ein rechtspräkordiales Brugada-Typ-1-verdächtiges Muster mit gewölbter abfallender ST-Hebung und negativer T-Welle in V1/V2 ist eine wichtige Alternative, insbesondere bei Synkope, Fieber oder familiärem plötzlichem Herztod. Ein Muster ist noch keine vollständige Syndromdiagnose. Falsch hohe Standardelektroden, Medikamente und andere reversible Ursachen müssen berücksichtigt werden; gezielte hohe rechtspräkordiale Ableitungen gehören beschriftet in die fachärztliche Abklärung.

Echte Ableitungen V1–V3: Links das Typ-1-Muster mit gewölbter ST-Hebung, die in eine negative T-Welle abfällt (laut Originallegende nach Ajmalin-Gabe). Rechts zum Vergleich ein sattelförmiges Typ-2-Muster, das allein nicht für Typ 1 reicht. Ohne Zeitachse und Kalibrierung, daher nur zur Formerkennung.
Quelle: Napolitano C, Priori SG. Brugada syndrome. Orphanet J Rare Dis 2006;1:35, Fig. 1, doi:10.1186/1750-1172-1-35; über Wikimedia Commons, CC BY 2.0. Zugeschnitten (linke zwei Felder ohne Überschriften), vergrößert, WebP.

Erst Technik und Auslöser, dann Kontext: Ein Muster ist noch keine Syndromdiagnose. Synkope oder plötzlicher Herztod in der Familie machen die rhythmologische Abklärung dringlich.
Quelle: eigene Darstellung.

Abbildung: Echtes 12-Kanal-EKG aus einem Fallbericht; vergleiche die ST-Strecke in V2 mit V1 und V3. Serumkalium laut Fallbericht 6,7 mmol/l. Quelle: Rezkalla A et al., Oxf Med Case Reports 2025;2025(5):omaf036, Figure 1, CC BY 4.0. Abbildung unverändert, nur in verlustfreies WebP umgewandelt.
Die drei Muster im Vergleich:
| Merkmal | Wellens-artig | De-Winter-artig | Brugada Typ 1 |
|---|---|---|---|
| Ort | V2/V3 | präkordial | V1/V2 |
| ST | kaum gehoben | J-Punkt gesenkt, aufsteigend | gewölbt gehoben |
| T | biphasisch oder tief negativ | hoch, symmetrisch | negativ |
| Typische Lage | schmerzarm nach Angina | während Beschwerden | Synkope, Fieber, Familie |
LSB-Muster, S-Tiefe in einer Ableitung 16 mm, diskordante ST-Hebung 2 mm. Berechne die Proportion. Schließt das Ergebnis bei anhaltendem Thoraxdruck einen Koronarverschluss aus?
Die Tabelle bündelt die Angaben der Aufgabe.
| Merkmal | Gegebene Information |
|---|---|
| EKG-Muster | LSB |
| S-Tiefe | 16 mm in einer Ableitung |
| ST-Hebung | 2 mm, diskordant |
| Beschwerden | Anhaltender Thoraxdruck |
Lösung und Rückmeldung – nach der Antwort
2/16 = 0,125 = 12,5 %. Das genannte modifizierte Kriterium der übermäßigen Diskordanz wird in dieser Ableitung nicht erreicht. Ein negativer Einzelbefund schließt einen Verschluss nicht aus. Andere Ableitungen, serielle EKGs und klinische Dringlichkeit bleiben entscheidend. Kritischer Fehler wäre „unter 25 %, daher Entlassung“.

Abbildung: Der Rechenwert beantwortet ein Einzelkriterium; der anhaltende Thoraxdruck bestimmt die weitere Dringlichkeit. Quelle: eigene Darstellung.
Was ein Medianschlag kann
Ein Medianschlag fasst mehrere ausgerichtete Herzzyklen zu einem repräsentativen Verlauf zusammen. Er eignet sich zum Vergleich von QRS-, ST- und T-Morphologie. Er zeigt weder die ursprüngliche RR-Folge noch Pausen, intermittierende Überleitungsstörungen oder die Häufigkeit von Extrasystolen. In den hier verwendeten ACS-Medianbildern werden deshalb keine Rhythmus-, Frequenz- oder PQ-Diagnosen abgeleitet. Die rekonstruierte Darstellung liefert auch keine belastbare QT-Verlaufsanalyse.

Beim Übereinanderlegen gehen Abstände, Pausen und frühe Schläge verloren. Übrig bleibt die Form eines typischen Schlags. Schematische Kurven, nicht maßstabsgetreu.
Quelle: eigene Darstellung.
Die klinische Datensatzinformation „angiografisch bestätigte Okklusion“ ist eine zusätzliche Quelleninformation. Sie bedeutet nicht, dass jede Aufnahme klassische STEMI-Zeichen zeigen muss. Umgekehrt lässt eine auffällige Medianmorphologie allein keine sichere Aussage über Zeitpunkt, Beschwerden und aktuellen Verschlussstatus zu.
Welche Aussage ein Medianschlag trägt:
| Aussage | Aus dem Medianschlag? | Was du stattdessen brauchst |
|---|---|---|
| QRS-, ST-, T-Form | ja | – |
| Rhythmus, Frequenz, Pausen | nein | Rhythmusstreifen, Originalaufzeichnung |
| PQ, intermittierende Blockierung | nein | Originalaufzeichnung |
| QT-Verlauf | nein | Original-EKGs im Verlauf |
| Zeitpunkt, Verschlussstatus | nein | Klinik, Verlauf, Angiografie |
Du siehst zwölf sauber ausgerichtete Medianzyklen. Darfst du daraus „regelmäßiger Sinusrhythmus 72/min, keine Pausen“ formulieren?
Die Tabelle bündelt die Angaben der Aufgabe.
| Merkmal | Gegebene Information |
|---|---|
| Darstellung | Zwölf sauber ausgerichtete Medianzyklen |
| Zu prüfende Aussage | „Regelmäßiger Sinusrhythmus 72/min, keine Pausen“ |

Abbildung: Echte Medianschlag-Darstellung aus einem Datensatz; überlege, welche Angaben diese Darstellungsart enthält. Quelle: Du X et al., First Affiliated Hospital of Chongqing Medical University, CC0 1.0, https://doi.org/10.6084/m9.figshare.29925314.v1. Aufnahme ACS-00757, Medianschlag, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet; 25 mm/s, 10 mm/mV.
Lösung und Rückmeldung – nach der Antwort
Nein. Für diese Aussagen fehlt die originale zeitliche Schlagfolge. Du kannst die sichtbare Morphologie beschreiben und gezielt einen Rhythmusstreifen beziehungsweise die Originalaufzeichnung anfordern. Selbstvergleich: Darstellungsart erkannt und fehlende Rhythmusinformation benannt.
Elektrolyte im EKG
Lernziel: Du kannst Elektrolythinweise erklären und Labor sowie Dringlichkeit einbeziehen.
Die elektrische Erregbarkeit hängt von Ionengradienten an der Zellmembran ab. Kalium beeinflusst besonders das Ruhepotenzial und die Repolarisation. Stark erhöhtes extrazelluläres Kalium kann trotz anfänglich erhöhter Erregbarkeit die schnelle Erregungsleitung hemmen: Natriumkanäle werden zunehmend inaktiviert. Kalzium beeinflusst unter anderem die Plateauphase; Magnesium stabilisiert mehrere Ionenprozesse. Ein einzelner Serumwert beschreibt nicht automatisch den gesamten Körperbestand. Umverteilung, Nierenfunktion, Säure-Basen-Status und Medikamente gehören zur Interpretation.

Quelle: eigene Darstellung. Schematische Kurven, nicht maßstabsgetreu. Achte darauf, welcher EKG-Abschnitt zu welcher Phase gehört: QRS zur schnellen Depolarisation, ST zum Plateau, T zur Repolarisation.
| Störung | Mögliche EKG-Hinweise | Wichtige Grenze |
|---|---|---|
| Hyperkaliämie | Schmale hohe T-Wellen; später flache/fehlende P, längere PQ, breiter QRS, im Extrem sinusoider Verlauf | Kein verlässlicher stufenweiser Ablauf; gefährliche Werte sind auch ohne typische Zeichen möglich |
| Hypokaliämie | Abgeflachte T, ST-Senkung, deutliche U-Wellen, verlängerte QU-Strecke; Arrhythmien | Eine U-Welle darf nicht einfach als T-Ende in die QT-Messung eingehen |
| Hypokalzämie | Häufig längere ST-Strecke und QT | QT-Verlängerung ist nicht ursachenspezifisch |
| Hyperkalzämie | Häufig verkürzte ST-Strecke und QT | Ein kurzes QT beweist keine Hyperkalzämie |
| Hypomagnesiämie | Erhöhte Arrhythmieneigung, häufig zusammen mit Hypokaliämie und QT-Problemen | Kein einzelnes zuverlässiges EKG-Erkennungszeichen |
Die folgenden Schemata zeigen dieselben Hinweise als einzelne Schläge auf gleicher Zeitachse:

Quelle: eigene Darstellung. Schematische Kurven, nicht maßstabsgetreu; echte EKGs sind selten so eindeutig.

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-3456, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Regelmäßiger Rhythmus mit RR etwa 0,82 s (etwa 73/min), schmale QRS-Komplexe, T-Wellen durchgehend niedrig bis flach. Der Originalbefund nennt Sinusrhythmus, allgemein niedrige T-Wellen und eine verlängerte QT und empfiehlt, eine Hypokaliämie auszuschließen. Ein Kaliumwert ist nicht dokumentiert: Das EKG begründet die Laborkontrolle, es beweist die Hypokaliämie nicht. Bei so flachen T-Wellen ist jede QT-Angabe unsicher.

Abbildung: Echtes 12-Kanal-EKG aus einem Fallbericht; achte in V2 und V3 auf den Abstand vom QRS-Ende bis zum Beginn der T-Welle. Gesamtcalcium im Serum laut Fallbericht 3,44 mmol/l; die Autoren geben eine QTc von 421 ms an. Quelle: Zhai S et al., Diagnostics (Basel) 2025;15(23):3034, Figure 3, CC BY 4.0. Abbildung unverändert, nur in verlustfreies WebP umgewandelt.

Quelle: eigene Darstellung. Schematische Kurven, nicht maßstabsgetreu. Rhythmusrisiken nach ERC-Leitlinien 2025 (besondere Umstände).
Spitze T-Wellen können auch bei Ischämie vorkommen. Hyperkaliämische T-Wellen sind oft schmal und in mehreren Regionen sichtbar, ischämische „hyperakute“ T-Wellen häufig breiter und regional betont. Diese Faustregel reicht nicht zur sicheren Trennung. Prüfe Symptome, Verlauf, QRS/P, Labor und gegebenenfalls Vor-EKG.

Abbildung: Echtes 12-Kanal-EKG; vergleiche Form und Basisbreite der T-Wellen in V2–V6 und prüfe, in wie vielen Regionen sie auftreten. Ein Laborwert ist in der Quelle nicht angegeben; ohne Kaliumbestimmung bleibt die Ursache offen. Quelle: Tan J et al., ZZU-ZUA-Datensatz (Zhengzhou University), CC BY 4.0. Aufnahme Z08727, 12 Kanäle mit Rhythmusstreifen II, Sekunde 0–10, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet; 25 mm/s, 10 mm/mV.

Quelle: eigene Darstellung. Schematische Kurven, nicht maßstabsgetreu.
Bei Verdacht auf eine gefährliche Kaliumstörung mit EKG-Veränderungen gehören Überwachung, sofortige ärztliche Eskalation und eine rasche Kaliumbestimmung zusammen. Bei schwerer Hyperkaliämie mit EKG-Veränderungen schützt intravenöses Kalzium das Herz; es senkt den Kaliumwert nicht. Maßnahmen zur Verschiebung in Zellen und zur Entfernung aus dem Körper erfüllen andere Aufgaben. Die Behandlung läuft nach dem aktuellen Notfallprotokoll mit Verlaufskontrolle. Ein hämolytischer Laborwert wird überprüft, ohne bei passender vitaler Gefährdung die Therapie bis zur Wiederholungsmessung aufzuschieben. ERC/RCUK 2025 – besondere Umstände
Die Einteilung nach dem Serumkalium hilft, die Dringlichkeit einzuschätzen (ERC):
| Schweregrad | Kalium (mmol/l) | Konsequenz |
|---|---|---|
| leicht | 5,5–5,9 | Ursache klären, Kalium senken, kontrollieren |
| mittelgradig | 6,0–6,4 | Zusätzlich Insulin-Glukose zur Verschiebung in die Zellen |
| schwer | ≥ 6,5 | Notfall unter Monitor; bei EKG-Veränderungen zusätzlich Kalzium i.v. |
EKG-Veränderungen oder Symptome erhöhen die Dringlichkeit in jeder Stufe.

Abbildung: Die drei Ziele laufen parallel; die Dosen stammen aus der vorhandenen Erwachsenentabelle. Quelle: eigene Darstellung. Quelle: eigene Darstellung. Inhalt nach ERC/RCUK-Leitlinien 2025 (besondere Umstände).
Die drei Behandlungsziele laufen parallel. Beispiele für Erwachsene nach RCUK/ERC 2025; vor Ort gilt das aktuelle Notfallprotokoll:
| Ziel | Beispiel | Beachte |
|---|---|---|
| Herz schützen | Calciumchlorid 10 % 10 ml i.v. über 5 min oder Calciumgluconat 10 % 30 ml i.v. über 10 min | Bei schwerer Hyperkaliämie mit EKG-Veränderungen; senkt Kalium nicht |
| Kalium in Zellen verschieben | Normalinsulin 10 IE + Glukose 25 g i.v.; zusätzlich Salbutamol 10–20 mg vernebelt | Wirkung vorübergehend; Blutzucker engmaschig wegen Hypoglykämie |
| Kalium entfernen | Natriumzirkoniumcyclosilikat 10 g p.o.; bei refraktärer schwerer Hyperkaliämie Dialyse | Ursache behandeln, z. B. Niere, Medikamente |
Fiktiver Fall: Eine Person mit Niereninsuffizienz ist schwach und bradykard. Das EKG zeigt breite QRS und kaum abgrenzbare P-Wellen. Der Kaliumwert beträgt 7,2 mmol/l. Du beschreibst zunächst die tatsächliche Leitungsverzögerung. Der Laborwert und der Kontext machen eine schwere Hyperkaliämie als Ursache sehr wahrscheinlich. Die Konsequenz ist sofortige überwachte Notfallbehandlung, nicht die Suche nach einem besonders schönen „Lehrbuch-T“.

Abbildung: Breiter QRS und Bradykardie genügen als relevante Zeichen; die Behandlung wartet nicht auf spitze T-Wellen. Quelle: eigene Darstellung. Quelle: eigene Darstellung.
Multiple Choice
Ein Labor meldet Kalium 6,8 mmol/l. Das EKG zeigt keine spitzen T-Wellen. Welche Aussage trifft zu?
Die Tabelle bündelt die Angaben der Aufgabe.
| Merkmal | Gegebene Information |
|---|---|
| Kalium | 6,8 mmol/l |
| T-Wellen | Keine spitzen T-Wellen |
- a)Ein normales T-Muster schließt eine gefährliche Hyperkaliämie aus.
- b)6,8 mmol/l entspricht einer schweren Hyperkaliämie. Sofortige überwachte Abklärung und Behandlung sind bei verlässlichem Befund nötig, auch ohne typische EKG-Zeichen; Plausibilität und Ursachen werden parallel geprüft.
- c)Kalzium entfernt Kalium dauerhaft aus dem Körper und ersetzt alle weiteren Maßnahmen.
Nach längerem Erbrechen sind die T-Wellen flach, dahinter steht eine deutliche U-Welle. Eine automatische Auswertung meldet eine sehr lange QT. Welche zwei Prüfungen sind vor der Interpretation erforderlich?
Die Tabelle bündelt die Angaben der Aufgabe.
| Merkmal | Gegebene Information |
|---|---|
| Vorgeschichte | Längeres Erbrechen |
| T-Wellen | Flach |
| Nach der T-Welle | Deutliche U-Welle |
| Automatische Auswertung | Meldet eine sehr lange QT |

Abbildung: Echtes 12-Kanal-EKG mit vergleichbarem Muster, nicht die Aufnahme der Person aus der Aufgabe; verfolge in II, V2, V3 und V5 jede Welle nach dem QRS bis zur nächsten P-Welle. Ein Laborwert ist in der Quelle nicht angegeben. Quelle: Tan J et al., ZZU-ZUA-Datensatz (Zhengzhou University), CC BY 4.0. Aufnahme Z03438, 12 Kanäle mit Rhythmusstreifen II, Sekunde 0–10, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet; 25 mm/s, 10 mm/mV.
Lösung und Rückmeldung – nach der Antwort
Prüfe Kalium und Magnesium sowie die manuelle Abgrenzung von T-Ende und U-Welle in geeigneten Ableitungen. Die Software kann QT und QU verwechseln. Das Muster passt zu Hypokaliämie, beweist den Laborwert aber nicht. Bei T/U-Verschmelzung wird die Messunsicherheit dokumentiert und keine scheinpräzise QT angegeben.

Quelle: eigene Darstellung. Schematische Kurven, nicht maßstabsgetreu.
Arzneimittel und QT-Risiko
Lernziel: Du kannst Arzneieffekte erkennen und bei QT-Verlängerung Risiken priorisieren.
Arzneimittel verändern das EKG über unterschiedliche Mechanismen. AV-knotenbremsende Mittel können Frequenz senken und PQ verlängern. Natriumkanalblockade kann den QRS verbreitern. Eine verzögerte Repolarisation kann QT verlängern. Diese Muster sind Hinweise auf Wirkung oder Toxizität; sie beweisen weder das eingenommene Präparat noch seine Konzentration.

Quelle: eigene Darstellung. Schematischer Herzschlag, nicht maßstabsgetreu.
| Beispiel | Möglicher Effekt | Klinische Frage |
|---|---|---|
| Betablocker, Verapamil/Diltiazem, Digoxin | Bradykardie und verlangsamte AV-Überleitung | Dosisänderung, Kombination, Nierenfunktion und Symptome? |
| Flecainid; bestimmte Intoxikationen etwa mit trizyklischen Antidepressiva | QRS-Verbreiterung | Neue Leitungsverzögerung oder mögliche Überdosierung? |
| Bestimmte Antiarrhythmika, Antibiotika, Antipsychotika und Antiemetika | QT-Verlängerung, bei manchen Präparaten Torsade-Risiko | Welche Substanz, Interaktionen, K/Mg und Ausgangs-QTc? |
| Digoxin | Muldenförmige ST-Senkung als möglicher Digitaliseffekt | Wirkungsmuster allein ist kein Nachweis einer Vergiftung |

Abbildung: Ein therapeutischer Digitaliseffekt ist möglich; die Abgrenzung verlangt mehr als die Form der ST-Strecke. Quelle: eigene Darstellung. Quelle: eigene Darstellung.
Nicht jedes Medikament einer Klasse hat dasselbe Risiko. Prüfe das konkrete Präparat und seine aktuelle Fachinformation. Eine bradykarde Person mit AV-Block braucht auch bei plausibler Arzneimittelursache eine Dringlichkeitsbeurteilung. „Medikamentös“ bedeutet nicht harmlos.
QT-Risiko bewerten: Miss die QT manuell, prüfe Herzfrequenz und Korrekturformel, vergleiche mit einem geeigneten Vor-EKG und kontrolliere reversible Ursachen. Ein QTc um oder über 500 ms oder eine deutliche Zunahme gegenüber dem Ausgangswert ist ein Warnsignal, besonders bei Synkope, ventrikulären Extrasystolen, Bradykardie, Hypokaliämie/Hypomagnesiämie und mehreren QT-verlängernden Mitteln. Das Risiko ist kontinuierlich; ein Wert knapp darunter ist kein Sicherheitsbeweis. Bei breitem QRS ist ein Teil der QT-Verlängerung durch längere Depolarisation bedingt: QTc nicht unkritisch mit einem schmalen QRS vergleichen; fachkundige Beurteilung der Repolarisation kann erforderlich sein.

Abbildung: Echtes 12-Kanal-EKG; miss in II den Abstand vom QRS-Beginn bis zum T-Ende selbst und setze ihn ins Verhältnis zum RR-Abstand. Gerätemessung laut Datensatz: Herzfrequenz 46/min, QT 680 ms, QTc 595 ms. Quelle: Zheng J et al., Chapman-Shaoxing-12-Kanal-EKG-Datenbank (Chapman University / Shaoxing People's Hospital), CC0 1.0. Aufnahme MUSE_20180116_124230_69000, 12 Kanäle mit Rhythmusstreifen II, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet; 25 mm/s, 10 mm/mV.

Quelle: eigene Darstellung.
Diese Faktoren erhöhen das Torsade-Risiko bei verlängerter QT zusätzlich:
| Faktor | Warum relevant | Was tun |
|---|---|---|
| Hypokaliämie, Hypomagnesiämie | verzögern die Repolarisation zusätzlich | kontrollieren und ausgleichen |
| Bradykardie, Pausen | QT wird bei langsamer Frequenz länger; Pausen können Torsade auslösen | Frequenz und Ursache prüfen |
| mehrere QT-verlängernde Mittel, Interaktionen (z. B. CYP3A4-Hemmer) | Wirkungen addieren sich, Spiegel steigen | Medikationsliste vollständig prüfen |
| eingeschränkte Nieren- oder Leberfunktion | Kumulation des Arzneimittels | Dosis nach Fachinformation anpassen |
| weibliches Geschlecht, höheres Alter, strukturelle Herzerkrankung, angeborenes Long-QT | höhere Grundempfindlichkeit | enger überwachen |
| Synkope, ventrikuläre Extrasystolen oder Salven | mögliche Vorboten einer Torsade | Rhythmusmonitoring |

Quelle: eigene Darstellung. Schematische Kurven mit Beispielwerten, nicht maßstabsgetreu.
Torsade de pointes ist eine polymorphe ventrikuläre Tachykardie im Zusammenhang mit verlängerter Repolarisation. Die wechselnde QRS-Ausrichtung erscheint wie ein Drehen um die Grundlinie. Eine polymorphe VT bei normaler QT ist nicht automatisch eine Torsade. Bei anhaltender polymorpher VT mit Kreislaufstillstand oder schwerer Instabilität ist sofortige elektrische Behandlung erforderlich; bei nicht zuverlässig möglicher Synchronisation wird unsynchronisiert geschockt. QT-verlängernde Auslöser werden gestoppt, Elektrolyte korrigiert und Magnesium intravenös nach Notfallprotokoll gegeben. Wiederkehrende bradykardieabhängige Episoden können zusätzliche Frequenzanhebung unter fachkundiger Leitung erfordern. ERC/RCUK 2025 – ALS

Quelle: Displaced, Wikimedia Commons, gemeinfrei (Public Domain). Zugeschnitten (Geräte- und Datumsaufdruck entfernt) und in zwei Zeilen angeordnet; die zweite Zeile setzt die erste fort. Papiergeschwindigkeit und Verstärkung sind auf dem Streifen nicht angegeben (automatische Verstärkung); Amplituden daher nicht in mV ablesen. Achte auf die wechselnde Amplitude und Ausrichtung der breiten Komplexe. Ob der Schock von einem implantierten Defibrillator oder extern abgegeben wurde, ist aus dem Streifen nicht prüfbar.

Abbildung: Eine polymorphe VT bei normaler QT ist nicht automatisch Torsade; die Kreislaufbehandlung wartet nicht auf diese Unterscheidung. Quelle: eigene Darstellung. Quelle: eigene Darstellung.
Als konkretes Arzneimittelbeispiel hat die EMA für Hydroxyzin ein QT-/Torsade-Risiko beschrieben. Das Beispiel zeigt, warum auch ein nicht primär kardiologisches Medikament in die Anamnese gehört; es ersetzt keine vollständige Interaktionsprüfung. EMA-Sicherheitsbewertung
Beispiele für Arzneimittel mit beschriebenem QT-Risiko (keine vollständige Liste, Fachinformation prüfen):
| Gruppe | Beispiele | Merkpunkt |
|---|---|---|
| Antiarrhythmika | Sotalol, Amiodaron | QT-Verlängerung ist Teil der Wirkung; EKG-Kontrollen |
| Antibiotika | Makrolide (z. B. Clarithromycin), Fluorchinolone | an Interaktionen und Elektrolyte denken |
| Antipsychotika | Haloperidol | besonders bei i.v.-Gabe EKG-Überwachung |
| Antidepressiva | Citalopram, Escitalopram | dosisabhängig; Höchstdosen beachten |
| Antiemetika | Ondansetron, Domperidon | dosisabhängig; oft zusätzlich zu anderen QT-Mitteln |
| Weitere | Methadon, Hydroxyzin | auch nicht kardiologische Mittel aktiv erfragen |
Freie Antwort
Am echten EKG üben

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-320, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Die Skalierung steht im Bild; 3×4-Spalten zeigen aufeinanderfolgende Zeitfenster, ein einzelner langer II-Streifen dagegen den kontinuierlichen Verlauf.
Auftrag: Bestimme in mehreren geeigneten Schlägen den Bereich des T-Endes. Warum genügt die Aussage „bradykard, daher lange QT normal“ nicht?
In der App sprechen üben →Fiktiver Fall: Nach einer neuen Medikation kommt es zur Synkope. QTc ist manuell mit plausibler Methode etwa 530 ms, Kalium 3,0 mmol/l, die Person ist aktuell wach. Was priorisierst du?
Die Tabelle bündelt die Angaben der Aufgabe.
| Merkmal | Gegebene Information |
|---|---|
| Zeitlicher Bezug | Nach neuer Medikation |
| Ereignis | Synkope |
| QTc | Manuell etwa 530 ms, plausible Methode |
| Kalium | 3,0 mmol/l |
| Aktueller Zustand | Wach |
Lösung und Rückmeldung – nach der Antwort
Überwachte akute Abklärung mit Rhythmusmonitoring und ärztlicher Eskalation; alle Medikamente einschließlich Bedarfs- und Selbstmedikation prüfen, verdächtige QT-Auslöser pausieren beziehungsweise unmittelbar fachkundig überprüfen, Kalium und Magnesium kontrolliert korrigieren und das EKG wiederholen. Synkope plus deutliche QT-Verlängerung ist keine Situation für eine bloße Routinekontrolle. Ein normaler aktueller Puls schließt eine bereits beendete gefährliche Arrhythmie nicht aus. Selbstvergleich: Rhythmusrisiko, Auslöser und Elektrolyte gemeinsam genannt.
Eine Person nimmt Digoxin. Du siehst muldenförmige ST-Senkungen, sie ist beschwerdefrei und kreislaufstabil. Ist eine Digoxinintoxikation damit bewiesen?
Die Tabelle bündelt die Angaben der Aufgabe.
| Merkmal | Gegebene Information |
|---|---|
| Medikation | Digoxin |
| ST-Strecke | Muldenförmige Senkungen |
| Beschwerden | Beschwerdefrei |
| Kreislauf | Stabil |
Lösung und Rückmeldung – nach der Antwort
Nein. Ein Digitaliseffekt kann unter therapeutischer Einnahme vorkommen. Symptome, Rhythmus/Überleitung, Elektrolyte, Nierenfunktion und gegebenenfalls ein korrekt zeitlich abgenommener Spiegel helfen bei der Abgrenzung. Umgekehrt darf ein bekannter Digitaliseffekt akute Ischämie bei passenden Beschwerden nicht verdecken.
Schrittmacher erkennen
Lernziel: Du kannst Stimulation, Wahrnehmung und wichtige Fehlfunktionen unterscheiden.
Ein Schrittmacher gibt elektrische Impulse ab und kann körpereigene Aktivität wahrnehmen. Im Oberflächen-EKG kann ein kurzer Stimulationsspike sichtbar sein. Ein atrialer Impuls kann eine P-Welle auslösen; ein ventrikulärer Impuls einen QRS. Moderne bipolare Systeme erzeugen teilweise kaum sichtbare Spikes. Aus einem fehlenden sichtbaren Spike allein folgt deshalb keine Funktionsstörung.

Quelle: eigene Darstellung. Schematische Kurven, nicht maßstabsgetreu.
Capture bedeutet, dass der Impuls das Herzgewebe tatsächlich elektrisch erregt. Ein Spike ohne nachfolgende erwartete P-Welle beziehungsweise ohne QRS kann auf fehlende Capture hinweisen. Prüfe mehrere Ableitungen, Patient und mögliche Artefakte. Sensing bezeichnet die Wahrnehmung spontaner Aktivität: Bei Undersensing wird Eigenaktivität nicht zuverlässig erkannt, bei Oversensing werden fremde Signale fälschlich als Herzaktivität gewertet und können eine notwendige Stimulation hemmen. Eine solche Zuordnung verlangt häufig Geräteabfrage; ein kurzer Streifen erlaubt nur einen begründeten Verdacht.

Quelle: eigene Darstellung. Schematische Kurven, nicht maßstabsgetreu; Ringe markieren Spikes ohne passende Antwort.
| EKG-Beobachtung | Zunächst zu prüfen |
|---|---|
| Spike ohne erwartete Erregungsantwort | Capture-Verlust, Artefakt, refraktäres Gewebe; bei Symptomen sofort eskalieren |
| Unerwartete Pause ohne Spike | Eingestellte Untergrenze/Hysterese, Oversensing, Geräteproblem oder verdeckter Spike |
| Spikes trotz spontaner Aktivität zu unpassender Zeit | Undersensing oder programmierter Modus; Geräteabfrage |
| Wechselnde spontane und stimulierte QRS | Kann regelrechte Bedarfsstimulation, Fusion oder Pseudofusion sein |
Eine Fusion ist eine gemeinsame Kammeraktivierung durch Eigenleitung und Stimulation; die QRS-Form liegt zwischen beiden. Bei Pseudofusion trifft ein Spike auf eine bereits durch Eigenleitung aktivierte Kammer und verändert den QRS nicht erkennbar. Beides darf nicht automatisch als Gerätedefekt gewertet werden.

Quelle: eigene Darstellung. Schematische Kurven, nicht maßstabsgetreu.
Der gebräuchliche Schrittmachercode beschreibt zuerst den stimulierten, dann den wahrgenommenen Herzraum und anschließend die Reaktion auf Wahrnehmung. A steht für Atrium, V für Ventrikel, D für beide; I bedeutet Hemmung, T Triggerung, D beides. VVI stimuliert und erkennt im Ventrikel und hemmt bei erkannter Eigenaktion. DDD kann Vorhof und Kammer stimulieren und erkennen sowie die AV-Abfolge koordinieren. Ein zusätzliches R steht für Frequenzadaptation. Den vollständigen programmierten Modus liest du aus Geräteausweis und Abfrage, nicht sicher aus einem einzelnen Oberflächen-EKG.

Quelle: eigene Darstellung. Schematische Kurven, nicht maßstabsgetreu.
Die Positionen des Schrittmachercodes (NBG-Code nach NASPE/BPEG):
| Position | Bedeutung | Buchstaben |
|---|---|---|
| I | stimulierter Herzraum | O, A, V, D |
| II | wahrgenommener Herzraum | O, A, V, D |
| III | Reaktion auf Wahrnehmung | O (keine), I, T, D |
| IV | Frequenzadaptation | O, R |
Häufige Betriebsarten und was du im EKG erwarten kannst:
| Modus | Arbeitsweise | Typisch im EKG |
|---|---|---|
| AAI(R) | Vorhof stimulieren und erkennen, Hemmung | A-Spike vor P; QRS schmal bei intakter AV-Leitung |
| VVI(R) | Kammer stimulieren und erkennen, Hemmung | V-Spike vor breitem QRS nur bei Bedarf; Vorhof unabhängig |
| DDD(R) | beide Räume, Hemmung und Triggerung | A- und/oder V-Spike; erkannte P-Welle kann Kammerstimulation auslösen |
| VOO/DOO | festfrequent ohne Wahrnehmung | Spikes unabhängig von Eigenaktionen, häufig bei Magnetauflage am Schrittmacher (geräteabhängig) |
Rechtsventrikuläre Stimulation erzeugt häufig breite, LSB-artige QRS und sekundäre ST/T-Veränderungen. Andere Stimulationsorte, biventrikuläre oder Reizleitungssystem-Stimulation können andere Formen zeigen. Ein Schrittmacher schließt einen akuten Infarkt nicht aus; bei Symptomen gelten die zuvor besprochenen Grenzen und Ischämiehinweise.
Typische QRS-Formen je nach Stimulationsort:
| Stimulationsort | Typische QRS-Form |
|---|---|
| rechtsventrikuläre Spitze | breit, LSB-artig; inferior meist negativ (überdrehte Linkslage) |
| rechtsventrikuläres Septum | breit, LSB-artig; inferior oft positiv |
| biventrikulär (CRT) | oft schmaler als reine RV-Stimulation; V1 häufig positiv |
| Reizleitungssystem (His, Linksschenkelareal) | schmal oder fast normal; Linksschenkelareal oft RSB-artig in V1 |

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Emory University (Georgia 12-lead ECG Challenge Database), CC BY 4.0. Aufnahme CHALLENGE-E01652, 12 Ableitungen mit Rhythmusstreifen II, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Vor jedem QRS steht ein schmaler Spike; der folgende QRS ist breit (ab Spike etwa 0,13 s), RR etwa 0,86 s (um 70/min). QRS in I positiv, in II, III und aVF tief negativ (überdrehte Linkslage), in V1–V6 überwiegend negativ; die T-Wellen verlaufen gegensinnig. Das passt zu rechtsventrikulärer, am ehesten apikaler Stimulation. Ob vorher Vorhofaktivität wahrgenommen wird, lässt der Streifen nicht sicher erkennen; den Modus liefert erst die Abfrage. Befund der Originaldatenbank: ventrikuläres Stimulationsmuster.

Abbildung: Elektrische Antwort und Sensing sind verschiedene Fragen; ein kurzer Streifen beweist nicht alle Gerätefunktionen. Quelle: eigene Darstellung. Quelle: eigene Darstellung.
Echtes Beispiel: zwei Impulse

Quelle: Jmarchn, Wikimedia Commons, „DualChamberPacemaker ECG 3x4“, CC0 1.0. Unveränderte Bildpixel nach verlustfreier WebP-Konvertierung. Im Original fehlt eine belegte Zeit-/Spannungskalibrierung.
Aufgabe: Suche in mehreren Ableitungen die schmalen Impulse und die darauf folgenden Vorhof- und Kammerantworten. Welche Aussage kannst du sicherer treffen: „AV-sequentielle Stimulation sichtbar“ oder „alle Geräteparameter normal“?
Systematischer Befund und Lösung – nach der Antwort
Die Aufnahme zeigt eine annähernd regelmäßige Folge mit erkennbaren Impulsen vor Vorhofaktivität und vor den nachfolgenden, breit wirkenden Kammerkomplexen: AV-sequentielle Stimulation mit sichtbarer elektrischer Antwort in den dargestellten Zyklen. QRS in I überwiegend positiv, inferior überwiegend negativ: linksgerichtete bis überdrehte Linksachse. Die ST/T-Form ist in mehreren Ableitungen gegenüber dem QRS diskordant und im stimulierten Kontext zu beurteilen. Frequenz, PQ/AV-Zeit, QRS-Dauer, QT und absolute ST-Höhen werden mangels gesicherter Kalibrierung nicht numerisch angegeben. Das Aufnahmeetikett nennt ein Zweikammersystem, doch genaue Programmierung, zuverlässiges Sensing im gesamten Verlauf und mechanische Wirksamkeit sind aus diesem Bild nicht vollständig belegbar. Die erste Aussage ist daher belastbarer; die zweite geht über den Bildbefund hinaus.
Eine Person mit Schrittmacher ist präsynkopal und hypotensiv. Wiederholt ist ein Spike ohne nachfolgenden QRS sichtbar. Was hat Vorrang?
Die Tabelle bündelt die Angaben der Aufgabe.
| Merkmal | Gegebene Information |
|---|---|
| Hintergrund | Schrittmacher vorhanden |
| Aktueller Zustand | Präsynkope und Hypotonie |
| Wiederholte Beobachtung | Spike ohne nachfolgenden QRS |
Lösung und Rückmeldung – nach der Antwort
Patientenversorgung und sofortige Eskalation wegen möglicher fehlender ventrikulärer Capture: ABCDE, Monitoring, Defibrillator-/Pacing-Bereitschaft und umgehende fachkundige Gerätebeurteilung. Reversible Ursachen wie Elektrolytstörung oder Sondenproblem werden parallel geprüft. Keine eigenständige Programmierung oder blinde Magnetanwendung: Magnetreaktionen unterscheiden sich nach Gerät und Funktion. Wenn kein wirksamer Kreislauf besteht, gilt der Reanimationsalgorithmus.

Abbildung: Die Patientenversorgung beginnt sofort; die genaue Fehlfunktion wird parallel fachkundig geklärt. Quelle: eigene Darstellung. Quelle: eigene Darstellung. Bradykardie-Vorgehen nach den Leitlinien des European Resuscitation Council (ERC).
Ein Befund mit Konsequenz
Lernziel: Du kannst einen vollständigen EKG-Befund und seine Konsequenz formulieren.
Eine feste Reihenfolge schützt vor dem vorschnellen Etikett. Du darfst einen lebensbedrohlichen Befund sofort benennen und behandeln; die vollständige Beschreibung wird dadurch nicht unwichtig. Verwende zunächst Beobachtungen, dann die wahrscheinlichste Erklärung und zuletzt die Konsequenz.
| Schritt | Was du dokumentierst |
|---|---|
| 1. Kontext und Technik | Beschwerden, Zeitpunkt, Vergleich; Ableitungen, Geschwindigkeit, Verstärkung, Artefakte |
| 2. Frequenz und Rhythmus | Vorhof-/Kammerfrequenz falls verschieden; Regelmäßigkeit, P-Morphologie, P-QRS-Beziehung |
| 3. Achse | Frontaler QRS-Lagetyp, gegebenenfalls Unsicherheit |
| 4. Zeiten | PQ, QRS, QT und geeignete QTc mit Methode; begründete Nichtmessbarkeit |
| 5. Morphologie | P, Q/QS, R-Progression, QRS-Form; ST/T in zusammengehörigen Ableitungen |
| 6. Gesamtaussage | Wichtigste Befunde, plausible Erklärung, relevante Alternative |
| 7. Klinische Konsequenz | Dringlichkeit, fehlende Information, Vergleich/Verlauf oder unmittelbare Maßnahme |
„Sinusrhythmus, sonst unauffällig“ ist zu knapp, wenn keine Zeiten und keine ST/T-Beurteilung erkennbar sind. Umgekehrt ist eine Sammlung von Messwerten ohne Schlussfolgerung ebenfalls unvollständig. Keine sichere Aussage ist besser als eine erfundene: „QT wegen T/U-Verschmelzung nicht zuverlässig abgrenzbar“ ist ein verwertbarer Befund.
Typische Lücken im schriftlichen Befund und ihre Korrektur:
| Befund | Was fehlt | Besser |
|---|---|---|
| „Sinusrhythmus, sonst unauffällig“ | Zeiten, ST/T-Beurteilung | PQ, QRS, QT/QTc und ST/T ausdrücklich nennen |
| Reine Messwertliste | Gesamtaussage, Konsequenz | Wichtigsten Befund deuten, Folge nennen |
| Geschätzte QTc trotz T/U-Verschmelzung | Ehrliche Unsicherheit | „QT nicht zuverlässig abgrenzbar“ mit Grund |
| „Kein ACS“ nach unauffälligem EKG | Grenze des Momentbilds | „ACS hierdurch nicht ausgeschlossen“; Klinik und Verlauf |
Ein anwendbarer Satzbau: „Technisch … EKG bei …, Frequenz …, Rhythmus …, Achse …; PQ …, QRS …, QT/QTc …; in … zeigt sich … . Insgesamt … . Im Kontext von … folgt …; noch zu klären ist … .“

Abbildung: Vom EKG zum vollständigen Befund; die Bedingungen führen zur passenden Konsequenz. Quelle: eigene Darstellung. Quelle: eigene Darstellung.
Fiktive Messdaten: 25 mm/s, 10 mm/mV, gute Qualität. P vor jedem QRS, konstantes PQ, P in II positiv/aVR negativ. RR etwa 800 ms, PQ 160 ms, QRS 90 ms, QT 380 ms; I/aVF positiv, Übergang V3/V4, keine relevanten ST/T-Auffälligkeiten.
Musterbefund: „Technisch gut beurteilbares Standard-EKG. Regelmäßiger Sinusrhythmus um 75/min, normale frontale QRS-Achse. PQ etwa 160 ms, QRS etwa 90 ms, QT etwa 380 ms; QTc nach Fridericia etwa 409 ms. Regelrechte R-Progression, keine auffälligen Q-Zacken oder akuten ST/T-Veränderungen. Im vorliegenden Ausschnitt kein wegweisender pathologischer EKG-Befund. Die Bedeutung hängt von Beschwerden und Verlauf ab; ein ACS wird hierdurch allein nicht ausgeschlossen.“
Rechenkontrolle: 60/0,8 = 75/min; 380/∛0,8 ≈ 409 ms. Der letzte Satz verhindert, dass aus einem elektrischen Momentbild eine unbegründete klinische Entwarnung wird.

Quelle: eigene Darstellung. Grenzwerte wie im Abschnitt zu PQ, QRS und QTc dieses Kapitels.
Übertrage denselben Satzbau auf eine echte Aufnahme. Erst selbst befunden, dann mit dem abgesetzten Vergleichsbefund darunter vergleichen:

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-1497, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet; 25 mm/s, 10 mm/mV.
Vergleichsbefund – erst nach dem eigenen Befund lesen
Sinusrhythmus um 80/min (RR etwa 0,72–0,81 s, leicht wechselnd), normale frontale Achse (I und aVF positiv), PQ etwa 130–150 ms, QRS etwa 80–90 ms, QT etwa 330–350 ms (QTcF etwa 370 ms), R/S-Übergang V2/V3, keine pathologischen Q-Zacken, keine akuten ST/T-Veränderungen. Werte manuell aus dem Raster geschätzt. Auch hier gilt: Ohne Beschwerden und Verlauf ist das nur eine elektrische Momentaufnahme.
Patient zuerst

Abbildung: Patient zuerst; die Bedingungen führen zur passenden Konsequenz. Quelle: eigene Darstellung. Quelle: eigene Darstellung. Die geltenden Notfallalgorithmen werden parallel angewandt.
Bei Bewusstlosigkeit und fehlender normaler Atmung prüfst du sofort auf Kreislaufstillstand und beginnst bei fehlenden Kreislaufzeichen die Reanimation. Kammerflimmern und pulslose VT sind schockbare Rhythmen. Eine organisierte elektrische Aktivität ohne wirksamen Kreislauf ist PEA und wird ebenso wie Asystolie nicht durch einen Defibrillationsschock behandelt. Deshalb kann ein „ordentlich“ aussehender QRS kein Lebenszeichen ersetzen.
Bei fehlenden Kreislaufzeichen entscheidet der Monitorrhythmus nur über den Schock, nicht über die Reanimation:
| Monitorbild | Schockbar? | Vorgehen nach ALS 2025 |
|---|---|---|
| Kammerflimmern | Ja | Schock so früh wie möglich, danach sofort 2 min CPR; Adrenalin und Amiodaron nach dem 3. Schock |
| Pulslose VT | Ja | Wie Kammerflimmern |
| PEA: organisierte QRS ohne Kreislauf | Nein | CPR, Adrenalin so früh wie möglich, reversible Ursachen suchen |
| Asystolie | Nein | Wie PEA; Elektroden, Ableitung und Verstärkung prüfen |
Bei vorhandenem Puls sprechen Schock, Synkope, anhaltende Ischämie oder schwere Herzinsuffizienz für bedrohliche Instabilität. Eine verursachende Tachyarrhythmie verlangt in der Regel rasche synchronisierte Kardioversion; bei polymorpher VT kann Synchronisation unmöglich sein. Bei bedrohlicher Bradykardie werden reversible Ursachen und unverzügliche medikamentöse beziehungsweise elektrische Unterstützung nach Algorithmus geprüft. Bei höhergradigem AV-Block mit breitem QRS soll Atropin nach dem ALS-Algorithmus 2025 nicht gegeben werden: Es ist hier nicht wirksam und kann den Block verschlechtern. Die notwendige elektrische Stimulation darf nicht verzögert werden. ERC/RCUK ALS 2025
Bei stabiler Person bleibt Zeit für sorgfältige Messung, Vergleich und gezielte Zusatzdiagnostik. „Stabil“ bedeutet aber nicht „unkritisch“: Ischämiemuster, höhergradiger Block oder deutlich verlängerte QT können auch vor einem Kreislaufproblem erkannt werden.

Abbildung: Puls tastbar und Rhythmusstörung; die Bedingungen führen zur passenden Konsequenz. Quelle: eigene Darstellung. Quelle: eigene Darstellung. Instabilitätszeichen, Kardioversion, Amiodaron und Atropin-Einschränkung nach ERC/RCUK ALS 2025; Energien und Dosierungen dort.
Auf dem Monitor stehen regelmäßige QRS um 70/min. Die Person ist bewusstlos, atmet nicht normal und hat keine Kreislaufzeichen. Eine Kollegin will wegen des regelmäßigen Rhythmus zunächst Blutdruck messen. Was korrigierst du?
Die Tabelle ordnet die Angaben der Aufgabe.
| Bereich | Gegebene Information |
|---|---|
| Monitor | Regelmäßige QRS um 70/min |
| Bewusstsein und Atmung | Bewusstlos; keine normale Atmung |
| Kreislauf | Keine Kreislaufzeichen |
| Vorgeschlagener Schritt | Zunächst Blutdruck messen |

Abbildung: Beispiel eines regelmäßigen Rhythmus um 70/min in Ableitung II; der Streifen stammt aus einem Ruhe-EKG eines Datensatzes und zeigt nicht die Person aus dem Fall. Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0, https://physionet.org/content/ptb-xl/1.0.3/. Aufnahme PTBXL-1697, Ableitung II, Sekunde 0–10, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet; 25 mm/s, 10 mm/mV.
Lösung und Rückmeldung – nach der Antwort
Die elektrische Ordnung beweist keine mechanische Pumpleistung. Es besteht der Verdacht auf PEA: Reanimation und nichtschockbarer Algorithmus mit Suche nach reversiblen Ursachen; keine Verzögerung für eine routinemäßige Blutdruckmessung. Allein die QRS-Frequenz ist kein Grund zur Entwarnung oder zur Defibrillation.
Kommunikation
Erkläre einer Person mit noch unklaren EKG-Veränderungen in zwei Sätzen, warum weitere Untersuchungen nötig sind, ohne eine unbewiesene Diagnose zu nennen.
Die Tabelle fasst die Ausgangssituation für das Gespräch zusammen.
| Aspekt | Vorgabe |
|---|---|
| EKG | Veränderungen noch unklar |
| Gespräch | Weitere Untersuchungen in zwei Sätzen erklären |
| Diagnose | Keine unbewiesene Diagnose nennen |
Lösung und Rückmeldung – nach der Antwort
„Das EKG zeigt Veränderungen der elektrischen Aktivität, deren Ursache wir noch klären müssen. Wir vergleichen es mit Ihren Beschwerden, Blutwerten und gegebenenfalls weiteren Aufnahmen, damit wir eine dringliche Ursache rasch erkennen.“ Bewertung: verständlich, keine voreilige Sicherheit, begründeter nächster Schritt. Das EKG selbst verwendet keine ionisierende Strahlung; ob anschließend beispielsweise Echokardiografie, CT oder Koronarangiografie sinnvoll ist, entscheidet die konkrete Fragestellung und die jeweilige Nutzen-Risiko-Abwägung.
Vom Bild zur Entscheidung
Lernziel: Du kannst unbekannte EKG-Befunde begründen und gefährliche Denkfehler vermeiden.
Integrationsfall: Thoraxdruck
Fiktiver Fall: Eine 58-jährige Person hat seit 40 Minuten Thoraxdruck, ist blass und verschwitzt. Das technisch korrekte EKG zeigt Sinusrhythmus um 85/min, schmale QRS, in II/III/aVF neu aufgetretene ST-Hebungen und in aVL eine reziproke Senkung. Der Blutdruck beträgt 92/60 mmHg.

Quelle: Du X et al., First Affiliated Hospital of Chongqing Medical University, ACS/OMI-Datensatz (figshare 29925314 v1), CC0 1.0. Medianschlag 00944, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Beispielaufnahme mit vergleichbarem Muster, nicht das EKG des Falls: Ein Medianschlag zeigt nur die Form, Rhythmus und Frequenz sind hier nicht beurteilbar. Vergleiche die ST-Strecke in II, III und aVF mit aVL – und sieh dir V1–V3 an.
Auftrag: Formuliere die führende EKG-Aussage, benenne zwei zusätzliche Informationen und priorisiere die nächste Handlung. Erkläre, warum du nicht zuerst einen Troponinbefund abwartest.
Lösung und Rückmeldung – nach der Antwort
„Akutes inferiores Ischämiemuster mit reziproker Veränderung bei anhaltendem Thoraxschmerz und Kreislaufgefährdung.“ Dringlicher ACS-/Reperfusionspfad mit Monitoring und sofortiger kardiologischer Alarmierung. Rechtspräkordiale Zusatzableitungen und Beurteilung einer rechtsventrikulären Beteiligung sind sinnvoll; klinischer Verlauf, Vor-EKG und gegebenenfalls posteriore Ableitungen ergänzen die Einschätzung. Ein initial noch niedriges Troponin kann einen frühen Verschluss nicht ausschließen und darf die zeitkritische Versorgung nicht verzögern. Die genaue betroffene Koronararterie ist ohne weitere Diagnostik nicht sicher bewiesen.

Quelle: eigene Darstellung nach ESC 2023 ACS / DGK-Pocket-Leitlinie ACS. Das Bild ist das Startsignal, nicht das letzte Wort: Zusatzableitungen und Troponin laufen parallel zur Reperfusionsplanung.
Bei der Beispielaufnahme oben war die proximale rechte Koronararterie das verschlossene Gefäß – gesichert erst durch die Koronarangiografie, nicht durch das EKG. Die ST-Senkung in V2–V3 passt zu einer posterioren Mitbeteiligung und ist ein Grund, V7–V9 zu ergänzen.
Integrationsfall: langsamer Puls
Fiktiver Fall: Eine 76-jährige Person hatte eine Synkope. Im EKG laufen P-Wellen regelmäßig um 90/min, breite QRS unabhängig davon um 32/min. Zwischen P und QRS besteht keine konstante Beziehung; der Kreislauf ist beeinträchtigt.

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Ningbo First Hospital, CC BY 4.0. Aufnahme CHALLENGE-JS12525, Ableitungen V1 und II über 10 s, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Beispielaufnahme mit demselben Prinzip, nicht das EKG des Falls: Vorhoffrequenz hier etwa 120/min, Kammerfrequenz etwa 22/min, QRS etwa 150 ms. Markiere zuerst alle P-Wellen mit gleichem Abstand und prüfe dann, ob ein fester P-QRS-Abstand besteht.
Auftrag: Trenne Beobachtung, wahrscheinlichste Erklärung und Konsequenz. Ist eine PQ-Zeit sinnvoll anzugeben?
Lösung und Rückmeldung – nach der Antwort
Beobachtung: Vorhof- und Kammeraktivität sind dissoziiert, der Kammerersatzrhythmus ist langsam und breit. Das spricht in diesem Kontext für einen kompletten AV-Block mit distalem Ersatzrhythmus. Ein zufälliger P-QRS-Abstand ist keine übergeleitete PQ-Zeit. Sofortige überwachte Behandlung mit fachkundiger Hilfe und Vorbereitung einer elektrischen Stimulation; reversible Ursachen und Medikamente parallel prüfen. Die Synkope und der Kreislauf bestimmen die Dringlichkeit, nicht erst die abschließende Lokalisation des Blocks.
Befund der Originaldatenbank zur Beispielaufnahme oben: kompletter AV-Block mit ventrikulärem Ersatzrhythmus.

Quelle: eigene Darstellung nach ERC/RCUK ALS 2025. Schematische Kurve mit den Werten des Falls, nicht maßstabsgetreu. Medikamente überbrücken nur; die Stimulation darf dadurch nicht verzögert werden.
Integrationsfall: dieselbe Kurve
Zwei Personen haben dasselbe stabile RSB-Muster im EKG. Person A ist beschwerdefrei und bringt einen identischen Vorbefund mit. Person B hat neue Dyspnoe, Hypoxie und Hypotonie. Warum ist die Konsequenz verschieden?

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-10359, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. So kann ein stabiles RSB-Muster aussehen. Diese Kurve allein sagt dir nicht, ob die Person A oder B ist.
Lösung und Rückmeldung – nach der Antwort
Der elektrische Befund allein legt die Dringlichkeit nicht fest. Bei A spricht der dokumentierte Verlauf für einen bekannten Befund, der im Gesamtkontext beurteilt wird. B hat eine akut gefährliche klinische Situation; unter anderem Lungenembolie, akute kardiale Erkrankung und andere Ursachen müssen unverzüglich abgeklärt werden. Ein gleiches Muster kann einen anderen zeitlichen und hämodynamischen Zusammenhang haben.

Abbildung: Dasselbe RSB-Muster, andere Konsequenz; die Bedingungen führen zur passenden Konsequenz. Quelle: eigene Darstellung. Quelle: eigene Darstellung. Kurve, Klinik und zeitlicher Verlauf bestimmen gemeinsam die Konsequenz.
Selbstständige Abschlussaufgabe
Wähle eine noch nicht bearbeitete Aufnahme aus dem Abschnitt T06 des EKG-Übungspools. Lies zunächst nur Bild, Aufgabenstellung und Darstellungshinweis. Schreibe ohne Lösungshilfe einen vollständigen Befund in der Reihenfolge aus U19. Ergänze: „Diese Information fehlt mir noch …“ und „Dringlich wäre der Befund insbesondere bei …“. Vergleiche erst danach mit der Lösung.

Abbildung: Ein EKG selbst befunden; die Bedingungen führen zur passenden Konsequenz. Quelle: eigene Darstellung. Quelle: eigene Darstellung.
Selbstbeurteilung
- Du prüfst Darstellung und Kalibrierung, bevor du Zahlen angibst.
- Du begründest den Rhythmus an P, RR und Überleitung; bei Bedarf trennst du Vorhof- und Kammerfrequenz.
- Du nennst Achse, PQ/QRS/QT mit sinnvoller Genauigkeit oder erklärst die Messgrenze.
- Du lokalisierst QRS-/ST-/T-Veränderungen statt nur ein Diagnosetikett zu schreiben.
- Du trennst sicheren Bildbefund, Verdachtsdiagnose und fehlende klinische Information.
- Du leitest eine angemessene Dringlichkeit ab und erkennst Grenzen eines unauffälligen EKG.
Wenn ein Punkt fehlt, arbeite die passende Einheit erneut durch und wähle anschließend eine andere Aufnahme. Ein klinisch gefährlicher Fehlschluss — etwa Entwarnung trotz Kreislaufstillstand oder schwerer Hyperkaliämie — verlangt Wiederholung der zugehörigen Entscheidungsaufgabe, auch wenn die Messwerte richtig waren.
Wenn ein Punkt der Selbstbeurteilung fehlt, findest du hier die passende Einheit:
| Punkt | Typischer Fehler | Nacharbeiten |
|---|---|---|
| Darstellung, Kalibrierung | Zahlen ohne Geschwindigkeit und Verstärkung | U03, U06 |
| Rhythmus, Frequenzen | Etikett ohne P-QRS-Beziehung | U04, U07–U09 |
| Achse, Zeiten | Wert ohne Methode oder Messgrenze | U05, U06, U17 |
| QRS-/ST-/T-Lokalisation | nur Diagnoseetikett | U10, U12–U15 |
| Bild – Verdacht – fehlende Info | Verdacht als Tatsache | U19 |
| Dringlichkeit, Grenzen | Entwarnung bei unauffälligem EKG | U19, U20 |
Zusätzliche Wiederholung
R1 – Rechnen: Bei 50 mm/s liegen sechs kleine Kästchen zwischen QRS-Beginn und -Ende. Wie breit ist der QRS? Ist das dieselbe Zahl wie bei 25 mm/s?
Die Tabelle sammelt die vorgegebenen Angaben.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Geschwindigkeit | 50 mm/s |
| QRS-Beginn bis QRS-Ende | 6 kleine Kästchen |
| Vergleichsgeschwindigkeit | 25 mm/s |
Lösung: 6 × 20 ms = 120 ms. Bei 25 mm/s wären sechs kleine Kästchen 240 ms. Die Geschwindigkeit muss vor jeder Messung bekannt sein.
Dieselben Kästchen bedeuten bei doppelter Papiergeschwindigkeit die halbe Zeit:
| Strecke auf dem Papier | 25 mm/s | 50 mm/s |
|---|---|---|
| 1 kleines Kästchen (1 mm) | 40 ms | 20 ms |
| 1 großes Kästchen (5 mm) | 200 ms | 100 ms |
| 6 kleine Kästchen | 240 ms | 120 ms |
R2 – Unregelmäßigkeit: Unregelmäßige RR-Abstände sind sichtbar, P-Wellen jedoch nicht zuverlässig beurteilbar. Darfst du Vorhofflimmern endgültig diagnostizieren?
Die Tabelle sammelt die vorgegebenen Angaben.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| RR-Abstände | Unregelmäßig |
| P-Wellen | Nicht zuverlässig beurteilbar |
Lösung: Nein. Beschreibe zunächst den unregelmäßigen Kammerrhythmus und die begrenzte Vorhofbeurteilbarkeit. Prüfe weitere Ableitungen beziehungsweise eine längere artefaktarme Aufzeichnung; Extrasystolen und andere Rhythmen sind Alternativen.
R3 – Leitung: Zwei P-Wellen kommen regelmäßig auf einen QRS. Warum ist „AV-Block II, 2:1“ präziser als „Mobitz II“?
Die Tabelle sammelt die vorgegebenen Angaben.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| P-Wellen | Regelmäßig |
| Verhältnis | Zwei P-Wellen auf einen QRS |
Lösung: Zwischen zwei übergeleiteten Schlägen fehlt die Folge mehrerer aufeinanderfolgender PQ-Zeiten, an der sich eine Wenckebach-Zunahme oder unveränderte Leitung vor einem Ausfall beurteilen ließe. Der Überleitungsquotient allein lokalisiert den Block nicht.

Quelle: eigene Darstellung. Schematische Kurve, nicht maßstabsgetreu.
R4 – QT: QT ist 400 ms bei RR 1,0 s. Berechne QTc nach Bazett und Fridericia. Was ändert sich, wenn das T-Ende nicht abgrenzbar ist?
Die Tabelle sammelt die vorgegebenen Angaben.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| QT | 400 ms |
| RR | 1,0 s |
| Zusatzbedingung | T-Ende nicht abgrenzbar |
Lösung: Beide ergeben 400 ms, weil √1 und ∛1 gleich 1 sind. Bei unsicherem T-Ende ist auch eine mathematisch korrekte Korrektur keine zuverlässige Messung; die Messgrenze muss dokumentiert werden.
R5 – ACS: Eine Person hat fortbestehenden typischen Thoraxdruck, das erste EKG ist unauffällig. Was ist der Denkfehler in „Kein STEMI, daher keine koronare Gefahr“?
Die Tabelle sammelt die vorgegebenen Angaben.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Beschwerden | Fortbestehender typischer Thoraxdruck |
| Erstes EKG | Unauffällig |
Lösung: Das EKG kann früh oder bei bestimmten Regionen unauffällig beziehungsweise nicht klassisch sein. Verlauf, wiederholte EKGs, gegebenenfalls Zusatzableitungen und Troponindynamik gehören zur risikogerechten Abklärung.
R6 – Gerät: Ein sichtbarer Spike mit anschließendem QRS beweist welche Funktion, und was beweist er nicht?
Die Tabelle sammelt die vorgegebenen Angaben.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Zuerst sichtbar | Spike |
| Danach sichtbar | QRS |
Lösung: Er stützt elektrische ventrikuläre Capture in diesem Zyklus. Er beweist weder wirksamen Kreislauf noch vollständige Gerätefunktion im gesamten Verlauf.
R7 – Raum und Technik: I ist gegenüber dem Vorbefund invertiert, aVR überraschend positiv, die Brustwandprogression aber unverändert. Was prüfst du vor einer neuen anatomischen Diagnose?
Die Tabelle sammelt die vorgegebenen Angaben.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| I gegenüber Vorbefund | Invertiert |
| aVR | Überraschend positiv |
| Brustwandprogression | Unverändert |
Lösung: Kabelzuordnung und eine mögliche Vertauschung der Arm-Elektroden. Ein wiederholtes korrekt angelegtes EKG kann den technischen Verdacht prüfen. Die Kurve allein beweist die Vertauschung nicht in jedem Fall.
R8 – Quelle: In einem Datensatz steht „ventrikuläre Tachykardie in der Anamnese“, die abgebildete Ruheaufnahme zeigt einen regelmäßigen schmalen Rhythmus. Wie berichtest du?
Die Tabelle sammelt die vorgegebenen Angaben.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Datensatz | Ventrikuläre Tachykardie in der Anamnese |
| Ruheaufnahme | Regelmäßiger schmaler Rhythmus |
Lösung: Befunde den tatsächlich sichtbaren Rhythmus. Eine anamnestische Diagnose ist kein aktueller EKG-Nachweis. Verwende eine solche Aufnahme nicht als Bildbeweis einer laufenden VT.
Die acht Denkfallen auf einen Blick:
| Falle | Gegenmittel |
|---|---|
| R1: Kästchen ohne Geschwindigkeit zählen | erst mm/s prüfen, dann umrechnen |
| R2: unregelmäßig = Vorhofflimmern | Vorhofaktivität belegen oder offen lassen |
| R3: 2:1 = Mobitz II | Verhältnis und QRS-Breite nennen |
| R4: QTc trotz unklarem T-Ende | Messgrenze dokumentieren |
| R5: kein STEMI = keine Gefahr | Verlauf, Serien-EKG, Troponindynamik |
| R6: Spike + QRS = alles in Ordnung | Puls und Kreislauf prüfen |
| R7: neue Achse = neue Diagnose | erst Kabel und Elektroden prüfen |
| R8: Anamnese = Bildbefund | nur Sichtbares befunden |
Pool: Technik und Artefakte
Lernziel: Du kannst in echten EKGs Artefakte und Technikfehler erkennen.
Freie Antwort
EKG-Übungspool
Arbeite zunächst ohne Lösung: prüfe Technik, Rhythmus, Frequenz, Achse, PQ/QRS/QT und ST/T. Formuliere dann eine zusammenhängende Aussage mit Messgrenzen und fehlender klinischer Information. Bei ACS-Medianschlägen ist nur Morphologie beurteilbar. Die Quellenkennung ersetzt keine Diagnose.
Die feste Befundreihenfolge für jede Aufgabe im Überblick:
| Schritt | Leitfrage | Typische Grenze |
|---|---|---|
| 1 Technik | Elektroden, Artefakte, Maßstab? | gestörte Einzelableitung |
| 2 Rhythmus | P vor jedem QRS, regelmäßig? | Streifen kurz |
| 3 Frequenz | ca. /min aus RR-Abstand | Näherungswert |
| 4 Achse | Lagetyp aus I und aVF | kleine Amplituden |
| 5 PQ/QRS/QT | Dauer in ms | QT unkorrigiert |
| 6 ST/T | zusammenhängende Ableitungsgruppen? | ohne Klinik keine Diagnose |
Die Standardbilder zeigen zwölf Ableitungen in 3×4-Anordnung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Spalten und darunter einen kontinuierlichen II-Streifen. Vergleiche für Rhythmusfragen dieselben Zeitabschnitte; die Spalten sind keine gleichzeitigen Herzzyklen. Maßstab und abweichende Verstärkung stehen am Bild. Manuelle Werte sind Näherungen. QT ist unkorrigiert, sofern nicht ausdrücklich QTc mit Formel angegeben wird.
Was die beiden Bildformate im Pool tragen:
| Merkmal | Standardbild 3×4 + II | ACS-Medianschlag |
|---|---|---|
| Darstellung | aufeinanderfolgende Spalten, II-Streifen | ein gemittelter Schlag je Ableitung |
| Rhythmus, Frequenz | beurteilbar (II-Streifen) | nicht beurteilbar |
| Intervalle, Achse | Näherung möglich | nur Morphologie |
| ST/T-Morphologie | beurteilbar | beurteilbar |
Bei jedem Selbstvergleich gilt: Ist der Bildbefund begründet? Sind Messgrenzen benannt? Wurde eine Quelleninformation von der eigenen Beobachtung getrennt? Wurde eine klinische Diagnose nur so weit formuliert, wie Bild und Fall sie tragen? Die klinischen Ergänzungen in T06 sind ausdrücklich fiktive Übungen und keine nachträglich erfundenen Patientendaten.
Prüfe bei jeder Störung zuerst den Weg vom Ort der Störung zum Grundrhythmus, bevor du misst.

Abbildung: Störung im EKG prüfen; die Bedingungen führen zur passenden Konsequenz. Quelle: eigene Darstellung. Quelle: eigene Darstellung.
P-PTBXL-59
Zuordnung: C02-T01.

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 59 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.
Aufgabe: Befunde das EKG in fester Reihenfolge: Rhythmus, Frequenz, Lagetyp, PQ/QRS/QT sowie ST/T. Welche Aussage ist aus diesem Bild sicher möglich?
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P-PTBXL-69
Zuordnung: C02-T01.

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 69 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.
Aufgabe: Befunde das EKG in fester Reihenfolge: Rhythmus, Frequenz, Lagetyp, PQ/QRS/QT sowie ST/T. Welche Aussage ist aus diesem Bild sicher möglich?
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P-PTBXL-1158
Zuordnung: C02-T01.

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 1158 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.
Aufgabe: Befunde das EKG in fester Reihenfolge: Rhythmus, Frequenz, Lagetyp, PQ/QRS/QT sowie ST/T. Welche Aussage ist aus diesem Bild sicher möglich?
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P-PTBXL-9
Zuordnung: C02-T01.

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 9 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.
Aufgabe: Befunde das EKG in fester Reihenfolge: Rhythmus, Frequenz, Lagetyp, PQ/QRS/QT sowie ST/T. Welche Aussage ist aus diesem Bild sicher möglich?
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P-PTBXL-38
Zuordnung: C02-T01.

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 38 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.
Aufgabe: Befunde das EKG in fester Reihenfolge: Rhythmus, Frequenz, Lagetyp, PQ/QRS/QT sowie ST/T. Welche Aussage ist aus diesem Bild sicher möglich?
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P-PTBXL-165
Zuordnung: C02-T01.

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 165 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.
Aufgabe: Befunde das EKG in fester Reihenfolge: Rhythmus, Frequenz, Lagetyp, PQ/QRS/QT sowie ST/T. Welche Aussage ist aus diesem Bild sicher möglich?
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P-PTBXL-2309
Zuordnung: C02-T01.

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 2309 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.
Aufgabe: Befunde das EKG in fester Reihenfolge: Rhythmus, Frequenz, Lagetyp, PQ/QRS/QT sowie ST/T. Welche Aussage ist aus diesem Bild sicher möglich?
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Lernziel: Du kannst in echten EKGs Rhythmus, Frequenz, Achse und Zeiten bestimmen.
Freie Antwort
Für alle 51 Aufgaben gilt dieselbe Reihenfolge. Das Merkbild zeigt, wo du misst und welche Grenze du im Befund nennst:

Quelle: eigene Darstellung.
Diese Orientierungswerte für Erwachsene gelten für jede Aufgabe in diesem Pool:
| Messgröße | Orientierungswert | Einordnung |
|---|---|---|
| Frequenz | 60–100/min | unter 60 Bradykardie, über 100 Tachykardie |
| PQ | 120–200 ms | über 200 ms: AV-Block I° |
| QRS | unter 110 ms | 110–119 ms leicht verzögert, ab 120 ms breit |
| QTc | Männer unter 450 ms, Frauen unter 460 ms | Formel nennen; im Pool steht QT unkorrigiert |
P-PTBXL-233
Zuordnung: C02-T02.

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 233 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.
Aufgabe: Befunde das EKG in fester Reihenfolge: Rhythmus, Frequenz, Lagetyp, PQ/QRS/QT sowie ST/T. Welche Aussage ist aus diesem Bild sicher möglich?
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P-PTBXL-795
Zuordnung: C02-T02.

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 795 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.
Aufgabe: Befunde das EKG in fester Reihenfolge: Rhythmus, Frequenz, Lagetyp, PQ/QRS/QT sowie ST/T. Welche Aussage ist aus diesem Bild sicher möglich?
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P-PTBXL-1113
Zuordnung: C02-T02.

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 1113 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.
Aufgabe: Befunde das EKG in fester Reihenfolge: Rhythmus, Frequenz, Lagetyp, PQ/QRS/QT sowie ST/T. Welche Aussage ist aus diesem Bild sicher möglich?
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P-PTBXL-1208
Zuordnung: C02-T02.

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 1208 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.
Aufgabe: Befunde das EKG in fester Reihenfolge: Rhythmus, Frequenz, Lagetyp, PQ/QRS/QT sowie ST/T. Welche Aussage ist aus diesem Bild sicher möglich?
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P-PTBXL-2455
Zuordnung: C02-T02.

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 2455 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.
Aufgabe: Befunde das EKG in fester Reihenfolge: Rhythmus, Frequenz, Lagetyp, PQ/QRS/QT sowie ST/T. Welche Aussage ist aus diesem Bild sicher möglich?
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P-PTBXL-4005
Zuordnung: C02-T02.

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 4005 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.
Aufgabe: Befunde das EKG in fester Reihenfolge: Rhythmus, Frequenz, Lagetyp, PQ/QRS/QT sowie ST/T. Welche Aussage ist aus diesem Bild sicher möglich?
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P-PTBXL-4822
Zuordnung: C02-T02.

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 4822 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.
Aufgabe: Befunde das EKG in fester Reihenfolge: Rhythmus, Frequenz, Lagetyp, PQ/QRS/QT sowie ST/T. Welche Aussage ist aus diesem Bild sicher möglich?
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P-PTBXL-611
Zuordnung: C02-T02.

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 611 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.
Aufgabe: Befunde das EKG in fester Reihenfolge: Rhythmus, Frequenz, Lagetyp, PQ/QRS/QT sowie ST/T. Welche Aussage ist aus diesem Bild sicher möglich?
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P-PTBXL-2158
Zuordnung: C02-T02.

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 2158 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.
Aufgabe: Befunde das EKG in fester Reihenfolge: Rhythmus, Frequenz, Lagetyp, PQ/QRS/QT sowie ST/T. Welche Aussage ist aus diesem Bild sicher möglich?
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P-PTBXL-4235
Zuordnung: C02-T02.

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 4235 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.
Aufgabe: Befunde das EKG in fester Reihenfolge: Rhythmus, Frequenz, Lagetyp, PQ/QRS/QT sowie ST/T. Welche Aussage ist aus diesem Bild sicher möglich?
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P-PTBXL-440
Zuordnung: C02-T02.

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 440 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.
Aufgabe: Befunde das EKG in fester Reihenfolge: Rhythmus, Frequenz, Lagetyp, PQ/QRS/QT sowie ST/T. Welche Aussage ist aus diesem Bild sicher möglich?
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P-PTBXL-881
Zuordnung: C02-T02.

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 881 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.
Aufgabe: Befunde das EKG in fester Reihenfolge: Rhythmus, Frequenz, Lagetyp, PQ/QRS/QT sowie ST/T. Welche Aussage ist aus diesem Bild sicher möglich?
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P-PTBXL-4117
Zuordnung: C02-T02.

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 4117 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.
Aufgabe: Befunde das EKG in fester Reihenfolge: Rhythmus, Frequenz, Lagetyp, PQ/QRS/QT sowie ST/T. Welche Aussage ist aus diesem Bild sicher möglich?
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P-PTBXL-8215
Zuordnung: C02-T02.

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 8215 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.
Aufgabe: Befunde das EKG in fester Reihenfolge: Rhythmus, Frequenz, Lagetyp, PQ/QRS/QT sowie ST/T. Welche Aussage ist aus diesem Bild sicher möglich?
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P-PTBXL-12632
Zuordnung: C02-T02.

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 12632 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.
Aufgabe: Befunde das EKG in fester Reihenfolge: Rhythmus, Frequenz, Lagetyp, PQ/QRS/QT sowie ST/T. Welche Aussage ist aus diesem Bild sicher möglich?
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P-PTBXL-2886
Zuordnung: C02-T02.

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 2886 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.
Aufgabe: Befunde das EKG in fester Reihenfolge: Rhythmus, Frequenz, Lagetyp, PQ/QRS/QT sowie ST/T. Welche Aussage ist aus diesem Bild sicher möglich?
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P-PTBXL-3544
Zuordnung: C02-T02.

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 3544 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.
Aufgabe: Befunde das EKG in fester Reihenfolge: Rhythmus, Frequenz, Lagetyp, PQ/QRS/QT sowie ST/T. Welche Aussage ist aus diesem Bild sicher möglich?
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P-PTBXL-23
Zuordnung: C02-T02.

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 23 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.
Aufgabe: Befunde das EKG in fester Reihenfolge: Rhythmus, Frequenz, Lagetyp, PQ/QRS/QT sowie ST/T. Welche Aussage ist aus diesem Bild sicher möglich?
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P-PTBXL-449
Zuordnung: C02-T02.

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 449 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.
Aufgabe: Befunde das EKG in fester Reihenfolge: Rhythmus, Frequenz, Lagetyp, PQ/QRS/QT sowie ST/T. Welche Aussage ist aus diesem Bild sicher möglich?
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P-PTBXL-7159
Zuordnung: C02-T02.

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P-PTBXL-16401
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P-PTBXL-3505
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P-PTBXL-2051
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P-PTBXL-7889
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P-PTBXL-427
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P-PTBXL-861
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P-PTBXL-8872
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P-PTBXL-4637
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P-PTBXL-10355
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P-PTBXL-12644
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P-PTBXL-772
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P-PTBXL-1246
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P-PTBXL-12173
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P-PTBXL-18050
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P-PTBXL-6515
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P-PTBXL-1479
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P-PTBXL-6031
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P-PTBXL-5915
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P-PTBXL-7161
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P-PTBXL-1197
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P-PTBXL-2432
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P-PTBXL-20406
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P-PTBXL-10160
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P-PTBXL-1173
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P-PTBXL-8461
Zuordnung: C02-T02.

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P-PTBXL-14286
Zuordnung: C02-T02.

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P-PTBXL-12537
Zuordnung: C02-T02.

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P-PTBXL-18246
Zuordnung: C02-T02.

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 18246 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.
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P-PTBXL-1491
Zuordnung: C02-T02.

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 1491 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.
Aufgabe: Befunde das EKG in fester Reihenfolge: Rhythmus, Frequenz, Lagetyp, PQ/QRS/QT sowie ST/T. Welche Aussage ist aus diesem Bild sicher möglich?
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P-PTBXL-7031
Zuordnung: C02-T02.

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 7031 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.
Aufgabe: Befunde das EKG in fester Reihenfolge: Rhythmus, Frequenz, Lagetyp, PQ/QRS/QT sowie ST/T. Welche Aussage ist aus diesem Bild sicher möglich?
In der App sprechen üben →Pool: Impulsbildung, Leitung
Lernziel: Du kannst in echten EKGs Impulsbildungs- und Leitungsstörungen befunden.
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P-PTBXL-7079
Thema: C02-T03

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.
Aufgabe: Welche Überleitungsstörung liegt vor, und wird jeder Vorhofimpuls übergeleitet?
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P-PTBXL-8620
Thema: C02-T03

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Kontinuierlich II, 25 mm/s und 10 mm/mV.
Aufgabe: Welche zwei voneinander unabhängigen Taktgeber erkennst du? Warum darf eine einzelne scheinbar normale PQ-Zeit nicht täuschen?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-PTBXL-959
Thema: C02-T03

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Kontinuierlich II, 25 mm/s und 10 mm/mV.
Aufgabe: Wie beweist du die fehlende feste Beziehung zwischen P-Wellen und QRS?
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P-PTBXL-618
Thema: C02-T03

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.
Aufgabe: Welche drei morphologischen Merkmale sprechen für einen Linksschenkelblock?
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P-PTBXL-1564
Thema: C02-T03

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.
Aufgabe: Beschreibe QRS-Morphologie und Rhythmus getrennt voneinander.
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P-PTBXL-1123
Thema: C02-T03

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.
Aufgabe: Woran unterscheidest du dieses Blockmuster vom Linksschenkelblock?
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P-PTBXL-3155
Thema: C02-T03

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.
Aufgabe: Welche terminalen QRS-Anteile vergleichst du in V1 und I/V6?
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P-PTBXL-8504
Thema: C02-T03

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.
Aufgabe: Befunde QRS und ST/T getrennt: Welche Veränderungen können sekundär zum Block sein?
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P-PTBXL-157
Thema: C02-T03

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.
Aufgabe: Warum ist ein schmaler QRS mit einem Faszikelblock vereinbar?
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P-PTBXL-520
Thema: C02-T03

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.
Aufgabe: Bestimme zunächst I/aVF, dann II: Wie erkennst du den überdrehten Linkstyp?
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P-PTBXL-172
Thema: C02-T03

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.
Aufgabe: Welche zwei Befundkomponenten ergeben hier das bifaszikuläre Muster?
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P-PTBXL-12552
Thema: C02-T03

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.
Aufgabe: Warum nennt man den Befund trotz normaler PQ-Zeit bifaszikulär?
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P-PTBXL-9699
Thema: C02-T03

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.
Aufgabe: Welche Trias beweist das Präexzitationsmuster, und warum ist Syndrom nicht automatisch der richtige Begriff?
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P-CHALLENGE-JS12426
Thema: C02-T03

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Ningbo First Hospital, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Ningbo First Hospital, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Kontinuierlich II, 25 mm/s und 10 mm/mV.
Aufgabe: Vergleiche PQ vor der Pause mit PQ nach der Pause: Welcher Mechanismus wird erkennbar?
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P-CHALLENGE-JS12440
Thema: C02-T03

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Ningbo First Hospital, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Ningbo First Hospital, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Kontinuierlich II, 25 mm/s und 10 mm/mV.
Aufgabe: Welche Beobachtung unterscheidet die Ausfälle hier vom Wenckebach-Mechanismus?
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P-CHALLENGE-JS12438
Thema: C02-T03

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Ningbo First Hospital, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Ningbo First Hospital, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Kontinuierlich II, 25 mm/s und 10 mm/mV.
Aufgabe: Welche Kombination aus Überleitungsausfall und QRS-Morphologie macht diesen Befund besonders beachtenswert?
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P-CHALLENGE-E09423
Thema: C02-T03

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Emory University (Georgia 12-lead ECG Challenge Database), CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.
Aufgabe: Warum ist die Kammerfrequenz allein noch kein Beweis, die AV-Beziehung aber entscheidend?
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P-CHALLENGE-E04448
Thema: C02-T03

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Emory University (Georgia 12-lead ECG Challenge Database), CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.
Aufgabe: Markiere gedanklich die regelmäßigen P-Wellen über mehrere RR-Abstände: Bleibt PQ konstant?
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P-CHALLENGE-JS10189
Thema: C02-T03

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Chapman University/Shaoxing People's Hospital, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.
Aufgabe: Welche sichere Rhythmusbeschreibung ist möglich, bevor du einen Reentry-Mechanismus benennst?
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P-CHALLENGE-JS10350
Thema: C02-T03

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Chapman University/Shaoxing People's Hospital, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.
Aufgabe: Welche Kurvenanteile sind Rhythmus, welche sind Artefakt? Begründe anhand der fortlaufenden QRS-Serie.
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P-CHALLENGE-JS10306
Thema: C02-T03

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Chapman University/Shaoxing People's Hospital, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.
Aufgabe: Formuliere einen präzisen Befund ohne den Tachykardiemechanismus aus einem Etikett zu übernehmen.
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P-CHALLENGE-JS10361
Thema: C02-T03

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Chapman University/Shaoxing People's Hospital, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.
Aufgabe: Welche Befunde kannst du sicher nennen, welche Aussage zum Mechanismus bleibt offen?
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P-CHALLENGE-E00852
Thema: C02-T03

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Emory University (Georgia 12-lead ECG Challenge Database), CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.
Aufgabe: Liegt die sichtbare Stimulationsspitze direkt vor QRS oder vor einer Vorhofaktion? Welche Konsequenz hat das?
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P-CHALLENGE-E10339
Thema: C02-T03

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Emory University (Georgia 12-lead ECG Challenge Database), CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.
Aufgabe: Warum kann ein Schrittmacher-EKG einen schmalen QRS haben?
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P-CHALLENGE-E00831
Thema: C02-T03

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Emory University (Georgia 12-lead ECG Challenge Database), CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.
Aufgabe: Wo beginnst und beendest du die QRS-Messung bei einer großen Stimulationsspitze?
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P-CHALLENGE-E09833
Thema: C02-T03

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Emory University (Georgia 12-lead ECG Challenge Database), CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.
Aufgabe: Wie unterscheidest du Stimulationsspike, QRS und sekundäre T-Welle?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-CHALLENGE-JS06588
Thema: C02-T03

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Chapman University/Shaoxing People's Hospital, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.
Aufgabe: Welche Schläge haben keine vorangehende P-Welle, und kommen sie zu früh oder zu spät?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-CHALLENGE-JS09293
Thema: C02-T03

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Chapman University/Shaoxing People's Hospital, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.
Aufgabe: Warum ist ein später QRS ohne vorangehendes P hier eher ein Ersatzschlag als eine supraventrikuläre Extrasystole?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-PTBXL-9108
Thema: C02-T03

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.
Aufgabe: Welche Zeitstrecke ist verlängert, und warum bleibt die Überleitung trotzdem 1:1?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-PTBXL-10003
Thema: C02-T03

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.
Aufgabe: Wie erkennst du einen Rechtsschenkelblock trotz nicht völlig ruhiger Grundlinie?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-PTBXL-633
Thema: C02-T03

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.
Aufgabe: Warum genügt die Linksachse allein nicht für einen Faszikelblock-Befund?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-PTBXL-16206
Thema: C02-T03

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.
Aufgabe: Warum sollte man diese Kombination nicht ungeprüft als gesicherten trifaszikulären Block bezeichnen?
In der App sprechen üben →Pool: ST/T-Differentialbefunde
Lernziel: Du kannst in echten EKGs ST/T-Veränderungen beschreiben und abgrenzen.
Freie Antwort
Bevor du die einzelnen ST/T-Beispiele löst, lies jedes EKG in derselben Reihenfolge: erst die Leitung, dann Depolarisation und Repolarisation getrennt, dann das Gegenbild und zuletzt der Kontext.

Quelle: eigene Darstellung.
P-PTBXL-12841
Thema: C02-T04

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.
Aufgabe: Welche inferioren Veränderungen erkennst du, und lässt sich daraus das Infarktalter bestimmen?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-PTBXL-532
Thema: C02-T04

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.
Aufgabe: Welches zusammenhängende ST-Muster liegt vor?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-PTBXL-2993
Thema: C02-T04

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.
Aufgabe: Warum solltest du bei diesem Muster zusätzliche posteriore Ableitungen erwägen?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-PTBXL-8075
Thema: C02-T04

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.
Aufgabe: Welche gegenseitigen Ableitungen stützen den Verdacht auf ein inferiores Verletzungsmuster?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-PTBXL-8611
Thema: C02-T04

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.
Aufgabe: Welche diskrete räumliche Kombination fällt auf?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-PTBXL-8652
Thema: C02-T04

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.
Aufgabe: Welche zwei Befundgruppen sprechen für eine ausgeprägte anteriore Schädigung?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-PTBXL-1577
Thema: C02-T04

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.
Aufgabe: Ist ein Q-Muster ohne ST-Hebung automatisch ein akuter Infarkt?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-PTBXL-1737
Thema: C02-T04

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.
Aufgabe: Beschreibe inferior getrennt die Depolarisation und Repolarisation.
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-PTBXL-1440
Thema: C02-T04

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.
Aufgabe: Wo fehlt die physiologische R-Progression?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-PTBXL-15865
Thema: C02-T04

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.
Aufgabe: Welche Auffälligkeit erkennst du beim Vergleich von V1 bis V6?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-PTBXL-4712
Thema: C02-T04

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.
Aufgabe: Welche lateralen Veränderungen beschreibst du, ohne ein Infarktalter festzulegen?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-PTBXL-6962
Thema: C02-T04

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.
Aufgabe: Welche Kombination kann auf eine inferoposteriore Narbe hinweisen?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-PTBXL-167
Thema: C02-T04

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.
Aufgabe: In welchen Ableitungen ist die Repolarisation verändert?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-PTBXL-1429
Thema: C02-T04

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.
Aufgabe: Welche Veränderungen sind lateral zu sehen?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-PTBXL-1175
Thema: C02-T04

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.
Aufgabe: Wie formulierst du einen diskreten inferioren ST/T-Befund ohne Überdiagnose?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-PTBXL-4059
Thema: C02-T04

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.
Aufgabe: Welche Zusatzinformationen brauchst du, bevor du diese ST-Anhebung einordnest?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-PTBXL-8636
Thema: C02-T04

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.
Aufgabe: Beweist eine ST-Hebung über QS-Komplexen ein Ventrikelaneurysma?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-PTBXL-1451
Thema: C02-T04

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.
Aufgabe: Welche Kombination stützt einen LVH-Verdacht über reine Spannungskriterien hinaus?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-PTBXL-3785
Thema: C02-T04

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.
Aufgabe: Kann eine hohe QRS-Spannung ohne Strain eine Hypertrophie beweisen?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-PTBXL-3790
Thema: C02-T04

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.
Aufgabe: Welche Aussage erlaubt ein positives Spannungskriterium?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-PTBXL-1785
Thema: C02-T04

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.
Aufgabe: Was kann eine spitze P-Welle anzeigen und wodurch wird die Anatomie geprüft?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-ACS-00808
Thema: C02-T04

Quelle: Du et al., ACS/OMI-Datensatz, CC0 1.0. Medianschlag, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet; nur Morphologiebeurteilung. Die hergeleitete Skalierung ist im Quellenprotokoll beschrieben; keine präzise Millimeterdiagnostik aus diesem Datensatz.
Aufgabe: Welche regionale Verteilung und welche reziproke Ableitung fallen auf?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-ACS-07663
Thema: C02-T04

Quelle: Du et al., ACS/OMI-Datensatz, CC0 1.0. Medianschlag, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet; nur Morphologiebeurteilung. Die hergeleitete Skalierung ist im Quellenprotokoll beschrieben; keine präzise Millimeterdiagnostik aus diesem Datensatz.
Aufgabe: Warum gehören bei inferior auffälligem ST-Verlauf aVL und die vorderen Brustwandableitungen zur gezielten Gegenprüfung?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-ACS-00810
Thema: C02-T04

Quelle: Du et al., ACS/OMI-Datensatz, CC0 1.0. Medianschlag, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet; nur Morphologiebeurteilung. Die hergeleitete Skalierung ist im Quellenprotokoll beschrieben; keine präzise Millimeterdiagnostik aus diesem Datensatz.
Aufgabe: Welche zwei morphologischen Befunde müssen trotz fehlender Rhythmusinformation genannt werden?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-ACS-02672
Thema: C02-T04

Quelle: Du et al., ACS/OMI-Datensatz, CC0 1.0. Medianschlag, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet; nur Morphologiebeurteilung. Die hergeleitete Skalierung ist im Quellenprotokoll beschrieben; keine präzise Millimeterdiagnostik aus diesem Datensatz.
Aufgabe: Beschreibe die inferioren QRS- und T-Veränderungen, ohne das klinische Etikett als Bildbefund zu verwenden.
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-ACS-01328
Thema: C02-T04

Quelle: Du et al., ACS/OMI-Datensatz, CC0 1.0. Medianschlag, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet; nur Morphologiebeurteilung. Die hergeleitete Skalierung ist im Quellenprotokoll beschrieben; keine präzise Millimeterdiagnostik aus diesem Datensatz.
Aufgabe: Welche Repolarisationsveränderung siehst du, und warum genügt das Bild nicht für die Bezeichnung Wellens-Syndrom?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-PTBDB-patient091-s0353lre
Thema: C02-T04

Quelle: PTB Diagnostic ECG Database, ODC-By 1.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden. Ausschnitt 5–15 s. Contains information from the PTB Diagnostic ECG Database (https://physionet.org/content/ptbdb/1.0.0/) which is made available under the ODC Attribution License (https://opendatacommons.org/licenses/by/1-0/).
Aufgabe: Warum darf die anteriore ST-Anhebung hier nicht isoliert wie bei schmalem QRS gewertet werden?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-PTBDB-patient207-s0428_re
Thema: C02-T04

Quelle: PTB Diagnostic ECG Database, ODC-By 1.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden. Ausschnitt 5–15 s. Contains information from the PTB Diagnostic ECG Database (https://physionet.org/content/ptbdb/1.0.0/) which is made available under the ODC Attribution License (https://opendatacommons.org/licenses/by/1-0/).
Aufgabe: Welche QRS-Veränderung muss vor der Interpretation der vorderen ST-Strecken erkannt werden?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-PTBXL-11944
Thema: C02-T04

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.
Aufgabe: Beschreibe Depolarisation und Repolarisation getrennt. Kann das Infarktalter aus dieser Aufnahme sicher datiert werden?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-PTBXL-12899
Thema: C02-T04

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.
Aufgabe: Welche Ableitungsgruppe und welches reziproke Gegenbild machen diese Konstellation besonders verdächtig?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-PTBXL-1063
Thema: C02-T04

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.
Aufgabe: Warum wäre eine Beschränkung der Befundung auf nur ein Infarktgebiet hier unvollständig?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-PTBXL-3076
Thema: C02-T04

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.
Aufgabe: Welche Befunde sprechen gegen die vorschnelle Einordnung als unauffällige frühe Repolarisation?
In der App sprechen üben →Pool: QT und Stimulation
Lernziel: Du kannst in echten EKGs QT-Zeit und Schrittmacherstimulation beurteilen.
Freie Antwort
P-PTBXL-1065
Thema: C02-T05

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.
Aufgabe: Welche Morphologie ist mit einem Digitaliseffekt vereinbar, und was beweist sie nicht?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-PTBXL-7525
Thema: C02-T05

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.
Aufgabe: Warum lässt sich aus diesem ST-Bild keine Digitalisintoxikation diagnostizieren?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-PTBXL-16101
Thema: C02-T05

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.
Aufgabe: Lässt sich aus flachen T-Wellen allein ein Kaliumwert ableiten?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-PTBXL-320
Thema: C02-T05

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.
Aufgabe: Warum muss trotz Bradykardie die QT-Zeit genauer gemessen werden?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-PTBXL-144
Thema: C02-T05

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.
Aufgabe: Welche Zeichen belegen ventrikuläre Stimulation?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-PTBXL-2205
Thema: C02-T05

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.
Aufgabe: Warum ist ST-Beurteilung bei diesem EKG schwieriger?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-PTBXL-2664
Thema: C02-T05

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.
Aufgabe: Was folgt aus einem Spike mit anschließendem QRS, und was bleibt offen?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-PTBXL-7909
Thema: C02-T05

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.
Aufgabe: Warum beweist die ST-Form trotz Digitalis-Quellenlabel weder Einnahme noch Intoxikation?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-PTBXL-11860
Thema: C02-T05

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.
Aufgabe: Welche Repolarisationsform fällt auf, und welche Kausalität sowie Intervallmessung bleiben offen?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-PTBXLPLUS-20886
Thema: C02-T05

Quelle: Signal aus PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt; Auswahlhilfe PTB-XL+ (Strodthoff et al.), Version 1.0.1, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit aufeinanderfolgenden Zeitabschnitten und kontinuierlichem II-Streifen über 10 Sekunden; Geschwindigkeit und Verstärkung stehen am Bildrand.
Aufgabe: Wo liegen die Stimulationsimpulse im Verhältnis zur Vorhof- und Kammererregung? Muss jeder Schrittmacherspike unmittelbar einen breiten QRS auslösen?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-PTBXLPLUS-9129
Thema: C02-T05

Quelle: Signal aus PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt; Auswahlhilfe PTB-XL+ (Strodthoff et al.), Version 1.0.1, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit aufeinanderfolgenden Zeitabschnitten und kontinuierlichem II-Streifen über 10 Sekunden; Geschwindigkeit und Verstärkung stehen am Bildrand.
Aufgabe: Welche wiederkehrende zeitliche Folge erkennst du zwischen den beiden Spikes und dem breiten Kammerkomplex? Wie prüfst du die im Ausschnitt sichtbare Kammerantwort?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-PTBXLPLUS-3723
Thema: C02-T05

Quelle: Signal aus PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt; Auswahlhilfe PTB-XL+ (Strodthoff et al.), Version 1.0.1, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit aufeinanderfolgenden Zeitabschnitten und kontinuierlichem II-Streifen über 10 Sekunden; Geschwindigkeit und Verstärkung stehen am Bildrand.
Aufgabe: Welche elektrische Antwort folgt auf die Spikes? Was lässt sich aus den kleinen vorangehenden Vorhofdeflexionen beschreiben, ohne eine bestimmte Geräteprogrammierung zu behaupten?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-PTBXLPLUS-1641
Thema: C02-T05

Quelle: Signal aus PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt; Auswahlhilfe PTB-XL+ (Strodthoff et al.), Version 1.0.1, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit aufeinanderfolgenden Zeitabschnitten und kontinuierlichem II-Streifen über 10 Sekunden; Geschwindigkeit und Verstärkung stehen am Bildrand.
Aufgabe: Welcher Befund bleibt trotz der unruhigen Grundlinie sicher erkennbar? Welche zusätzlichen Angaben solltest du aus diesem Ausschnitt nicht erzwingen?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-COMMONS-C10
Thema: C02-T05

Quelle: Jmarchn, Wikimedia Commons, „DualChamberPacemaker ECG 3x4“, CC0 1.0. Unveränderte Bildpixel nach verlustfreier WebP-Konvertierung. Im Original fehlt eine belegte Zeit-/Spannungskalibrierung.
Aufgabe: Suche in mehreren Ableitungen die schmalen Impulse und die darauf folgenden Vorhof- und Kammerantworten. Welche Aussage kannst du sicherer treffen: „AV-sequentielle Stimulation sichtbar“ oder „alle Geräteparameter normal“?
In der App sprechen üben →Pool: Befund und Kontext
Lernziel: Du kannst einen EKG-Befund mit dem klinischen Kontext verbinden.
Freie Antwort
Lies jedes Übungs-EKG in derselben Reihenfolge: erst den vollständigen Befund, dann die Messgrenze der Aufnahme, zuletzt den klinischen Kontext. Erst aus allen drei Schritten folgt die Priorität.

Abbildung: Befund und Kontext bestimmen die Priorität; die Bedingungen führen zur passenden Konsequenz. Quelle: eigene Darstellung. Quelle: eigene Darstellung.
P-CHALLENGE-JS12420
Thema: C02-T06

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Ningbo First Hospital, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Ningbo First Hospital, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Kontinuierlich II, 25 mm/s und 10 mm/mV.
Aufgabe: Verfolge zuerst alle negativen P-Wellen in II, dann die zugehörigen QRS: Welche Periodik siehst du?
Fiktiver klinischer Zusatz: Eine 63-jährige Person hat neuen Schwindel. Vor drei Tagen wurde ein Betablocker erhöht. Jetzt wach, Blutdruck 116/72 mmHg, kein Thoraxschmerz und keine Synkope. Die Zeitbeziehung ist eine erfundene Lernvignette und beweist keine Medikamentenursache des realen EKG.
Die Tabelle ordnet die fiktiven klinischen Angaben.
| Bereich | Fiktive Angabe |
|---|---|
| Alter und Beschwerden | 63 Jahre; neuer Schwindel |
| Medikamentenänderung | Betablocker vor 3 Tagen erhöht |
| Aktuell | Wach; Blutdruck 116/72 mmHg |
| Weitere Beschwerden | Kein Thoraxschmerz; keine Synkope |
Transferauftrag: Befunde zuerst den Vorhofursprung, dann die AV-Beziehung. Warum reichen weder „Sinusrhythmus“ noch „ein QRS fehlt, also Mobitz II“ aus? Was prüfst du klinisch?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-CHALLENGE-JS12506
Thema: C02-T06

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Ningbo First Hospital, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.
Aufgabe: Was unterscheidet diesen Ersatzrhythmus vom breitkomplexigen Beispiel, und was bleibt gleich?
Fiktiver klinischer Zusatz: Eine 72-jährige Person hatte heute zwei kurze Bewusstseinsverluste. Jetzt wach, aber schwindelig; Blutdruck 92/58 mmHg und peripherer Puls etwa 44/min. Kein Vor-EKG verfügbar. Diese Angaben sind erfunden und keine Datensatzdaten.
Die Tabelle ordnet die fiktiven klinischen Angaben.
| Bereich | Fiktive Angabe |
|---|---|
| Alter und Verlauf | 72 Jahre; heute zwei kurze Bewusstseinsverluste |
| Aktuell | Wach, aber schwindelig |
| Vitalzeichen | Blutdruck 92/58 mmHg; peripherer Puls etwa 44/min |
| Vergleich | Kein Vor-EKG verfügbar |
Transferauftrag: Formuliere den vollständigen Befund. Darfst du eine feste PQ angeben? Beruhigt ein schmaler QRS? Nenne die nächste Priorität und zwei fehlende Informationen.
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-PTBXL-2940
Thema: C02-T06

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.
Aufgabe: Welche drei Merkmale stützen einen kompletten Linksschenkelblock?
Fiktiver klinischer Zusatz: Eine 68-jährige Person kommt beschwerdefrei zur Verlaufskontrolle. Blutdruck 136/78 mmHg; ein zwei Jahre alter Vorbefund zeigt dasselbe QRS-Muster. Diese Angaben sind erfunden und keine Datensatzdaten.
Die Tabelle ordnet die fiktiven klinischen Angaben.
| Bereich | Fiktive Angabe |
|---|---|
| Anlass | 68 Jahre; beschwerdefreie Verlaufskontrolle |
| Blutdruck | 136/78 mmHg |
| Vorbefund | Zwei Jahre alt; dasselbe QRS-Muster |
Transferauftrag: Befunde das Bild vollständig. Welche ST/T-Veränderungen gehören plausibel zum Aktivierungsweg? Was ändert sich, wenn neu anhaltender Thoraxdruck hinzukommt?
In der App sprechen üben →Freie Antwort
P-PTBXL-14653
Thema: C02-T06

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.
Aufgabe: Welche Kombination macht eine kurze PQ-Zeit hier zum Präexzitationshinweis?
Fiktiver klinischer Zusatz: Eine 29-jährige Person ist bei der Vorsorge beschwerdefrei. Keine erinnerte Synkope oder anfallsartiges Herzrasen; Familienanamnese noch nicht erhoben. Diese Angaben sind erfunden und keine Datensatzdaten.
Die Tabelle ordnet die fiktiven klinischen Angaben.
| Bereich | Fiktive Angabe |
|---|---|
| Anlass | 29 Jahre; beschwerdefreie Vorsorge |
| Bisherige Beschwerden | Keine erinnerte Synkope; kein anfallsartiges Herzrasen |
| Familienanamnese | Noch nicht erhoben |
Transferauftrag: Formuliere den Befund. Ist bereits ein WPW-Syndrom bewiesen? Welche Anamnese und weitere Einordnung fehlen, und welche neue Beschwerde ändert die Priorität?
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P-ACS-17641
Thema: C02-T06

Quelle: Du et al., ACS/OMI-Datensatz, CC0 1.0. Medianschlag, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet; nur Morphologiebeurteilung. Die hergeleitete Skalierung ist im Quellenprotokoll beschrieben; keine präzise Millimeterdiagnostik aus diesem Datensatz.
Aufgabe: Welche benachbarten Ableitungen bilden hier das auffällige Gebiet?
Fiktiver klinischer Zusatz: Eine 61-jährige Person berichtet über seit 30 Minuten bestehenden Thoraxdruck mit Kaltschweißigkeit. Du erhältst zunächst nur diese Mediandarstellung. Die Symptome sind erfundene Lerndaten, nicht belegte Angaben zum Datensatz.
Die Tabelle ordnet die fiktiven klinischen Angaben.
| Bereich | Fiktive Angabe |
|---|---|
| Alter | 61 Jahre |
| Beschwerden | Thoraxdruck seit 30 Minuten; Kaltschweißigkeit |
| Verfügbare Darstellung | Zunächst nur Mediandarstellung |
Transferauftrag: Beschreibe nur die tatsächlich zugängliche Morphologie. Welche Aussagen zur Schlagfolge darfst du nicht machen? Welchen zeitkritischen Schritt löst die Kombination mit dem fiktiven Fall aus?
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P-PTBDB-patient205-s0426_re
Thema: C02-T06

Quelle: PTB Diagnostic ECG Database, ODC-By 1.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden. Ausschnitt 5–15 s. Contains information from the PTB Diagnostic ECG Database (https://physionet.org/content/ptbdb/1.0.0/) which is made available under the ODC Attribution License (https://opendatacommons.org/licenses/by/1-0/).
Aufgabe: Welche sichtbaren Merkmale bestimmen hier den Schenkelblocktyp, obwohl die Quelle nur einen Schenkelblock in der Vorgeschichte nennt?
Fiktiver klinischer Zusatz: Zwei Situationen werden verglichen: A ist beschwerdefrei und hat denselben Vorbefund. B hat akute Dyspnoe, Sauerstoffsättigung 86 % und Blutdruck 85/55 mmHg. Beide Situationen sind erfundene Übungen, keine Quellenanamnese.
Die Tabelle stellt die zwei fiktiven Situationen gegenüber.
| Merkmal | Situation A | Situation B |
|---|---|---|
| Beschwerden | Beschwerdefrei | Akute Dyspnoe |
| Vorbefund | Derselbe Vorbefund | Nicht angegeben |
| Sauerstoffsättigung | Nicht angegeben | 86 % |
| Blutdruck | Nicht angegeben | 85/55 mmHg |
Transferauftrag: Befunde die Aufnahme vollständig. Welche Merkmale stützen den Blocktyp? Warum ist die Konsequenz in B dringlicher, ohne dass das EKG eine Lungenembolie beweist?
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