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Lernpfade

Das EKG systematisch verstehen

Lernziel: Du kannst ein EKG systematisch befunden und seine Dringlichkeit erklären.

Was eine Ableitung sieht

Lernziel: Du kannst Elektroden, Ableitungen und die EKG-Wellen unterscheiden.

Ein EKG zeigt elektrische Aktivität. Ob diese Aktivität einen wirksamen Kreislauf erzeugt, erfährst du erst am Patienten. Deshalb beginnt die Befundung mit dem Blick auf Bewusstsein, Atmung, Puls, Blutdruck und Beschwerden. Eine instabile Situation wird behandelt, während das EKG ausgewertet wird.

Die Tabelle zeigt deinen Weg durch jedes EKG und wo du ihn vertiefst.

SchrittLeitfrageVertiefung
1. PatientBewusstsein, Atmung, Puls, Blutdruck, Beschwerden: stabil?U19
2. TechnikIst das Signal brauchbar?U01–U03
3. MessungenFrequenz, Rhythmus, Achse, ZeitenU04–U07
4. MusterImpulsbildung, Leitung, Ischämie, Elektrolyte, Arzneimittel, SchrittmacherU08–U18
5. GesamtaussageBefund begründen, Dringlichkeit ableitenU19–U20

Du gehst vom technisch brauchbaren Signal über einzelne Messungen zur begründeten Gesamtaussage. Die anschließenden echten Aufnahmen übst du mit derselben Reihenfolge.

Eine Elektrode ist ein Kontakt auf der Haut. Eine Ableitung ist eine elektrische Blickrichtung. Für das Standard-EKG verwenden wir zehn Elektroden: vier an den Extremitäten und sechs am Brustkorb. Daraus entstehen zwölf Ableitungen. Die rechte Beinelektrode dient der technischen Referenz und erzeugt keine eigene der zwölf Blickrichtungen.

Von vier Extremitäten- und sechs Brustwandkontakten zu je sechs frontalen und horizontalen Ableitungen; danach führt die Prüfung eines einzelnen Kanals zur getrennten Beurteilung von Kontakt und Blickrichtung.

Abbildung: Kontakte und Blickrichtungen getrennt zählen; die rechte Beinelektrode ist Referenz. Quelle: eigene Darstellung. Quelle: eigene Darstellung

Eine fortschreitende Erregungsfront lässt sich als Vektor vorstellen. Zeigt ihre Summe auf den positiven Pol einer Ableitung, wird der Ausschlag überwiegend positiv; bewegt sie sich davon weg, überwiegend negativ. Eine annähernd senkrechte Richtung kann einen kleinen oder zweiphasigen Ausschlag ergeben. Ein negatives QRS in aVR ist daher zunächst erwartbar und kein Infarktbeweis.

Drei Fälle der Vektorregel: zum Pluspol positiv, vom Pluspol weg negativ, senkrecht klein oder zweiphasig; Beispiel aVR

Quelle: eigene Darstellung

So sieht die Regel in einem echten Normalbefund aus: In aVR sind P-Welle, QRS-Komplex und T-Welle negativ, in II und V5–V6 positiv.

Normales 12-Kanal-EKG im Sinusrhythmus mit negativem P, QRS und T in aVR und positiven Ausschlägen in II, V5 und V6

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-1094, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 25 mm/s, 10 mm/mV; 3×4-Spalten zeigen aufeinanderfolgende Zeitfenster, der untere II-Streifen den kontinuierlichen Verlauf.

Die Extremitätenableitungen betrachten das Herz in der Frontalebene. I vergleicht linken mit rechtem Arm, II linkes Bein mit rechtem Arm, III linkes Bein mit linkem Arm. aVR, aVL und aVF sind ergänzende Blickrichtungen. Die Brustwandableitungen V1–V6 betrachten die Erregung aus verschiedenen Positionen in der Horizontalebene.

Welche Elektrode jeweils den Pluspol bildet und womit sie verglichen wird:

AbleitungPluspolBezug (Minuspol)
Ilinker Armrechter Arm
IIlinkes Beinrechter Arm
IIIlinkes Beinlinker Arm
aVRrechter ArmMittel aus linkem Arm und linkem Bein
aVLlinker ArmMittel aus rechtem Arm und linkem Bein
aVFlinkes BeinMittel aus rechtem und linkem Arm
V1–V6jeweilige BrustwandelektrodeWilson-Zentralterminal: Mittel aus rechtem Arm, linkem Arm und linkem Bein

Frontalebene mit den Richtungen von I, II, III, aVR, aVL und aVF sowie Horizontalebene mit V1 bis V6 im Querschnitt

Quelle: eigene Darstellung

Die Wellen und Strecken einer Herzaktion entsprechen festen elektrischen Phasen:

AnteilElektrischer Vorgang
P-WelleDepolarisation der Vorhöfe
PQ-IntervallBeginn der Vorhoferregung bis Beginn der Kammererregung
QRS-KomplexDepolarisation der Kammern
ST-StreckeAbschnitt nach Kammerdepolarisation vor der T-Welle
T-WelleRepolarisation der Kammern
QT-IntervallBeginn der Kammerdepolarisation bis Ende ihrer Repolarisation

Die Erregung beginnt normalerweise im Sinusknoten. Über die Vorhöfe erreicht sie den AV-Knoten, dann His-Bündel, rechten und linken Tawara-Schenkel sowie Purkinje-Fasern. Die Verzögerung im AV-Knoten trägt zur zeitlichen Trennung von Vorhof- und Kammeraktion bei. Das Oberflächen-EKG zeigt aber nicht direkt jeden einzelnen Knoten: Eine lange PQ-Zeit lokalisiert den Block nicht sicher allein in den AV-Knoten.

Erregungsausbreitung in sechs Schritten vom Sinusknoten über Vorhöfe, AV-Knoten, His-Bündel und Schenkel bis zum Kammermyokard

Quelle: OpenStax College, Anatomy & Physiology, Abb. „Cardiac Conduction“, über Wikimedia Commons, CC BY 3.0. Sechs Teilbilder aus dem Kreisschema ausgeschnitten und neu angeordnet; Nummern, „Start“-Feld und Pfeile entfernt; deutsche Beschriftung und EKG-Zuordnung ergänzt. Lila markiert erregtes Gewebe.

Erregungsweg in sieben Schritten mit EKG-Zuordnung: P-Welle, PQ-Strecke, QRS-Komplex und T-Welle; PQ-Intervall von P-Beginn bis QRS-Beginn

Quelle: eigene Darstellung. Das PQ-Intervall umfasst den gesamten Weg ab P-Beginn bis QRS-Beginn, einschließlich Vorhoferregung; His-Bündel und Schenkel erzeugen im Oberflächen-EKG keinen eigenen Ausschlag.

In Ableitung II folgen auf eine P-Welle ein kurzer isoelektrischer Abschnitt, ein schmaler QRS und eine T-Welle. Du beschreibst zuerst die Reihenfolge: Vorhoferregung → Überleitung → Kammererregung → Rückbildung. Erst danach prüfst du, ob Abstände und Formen passen. Aus der P-Welle allein folgt noch kein wirksamer Puls; hierfür müssen Kammeraktivierung und mechanische Auswurfleistung hinzukommen.

Ableitung II, fünf Sekunden Sinusrhythmus: vor jedem schmalen QRS eine positive P-Welle, danach eine positive T-Welle

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-775, Ableitung II, Sekunde 0–5, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 25 mm/s, 10 mm/mV. Suche in jedem Schlag selbst P, isoelektrischen Abschnitt, QRS und T.

Die elektrische Folge in Ableitung II wird von P über Überleitung und QRS bis T verfolgt; anschließend werden Abstände und Formen sowie der wirksame Puls getrennt geprüft.

Abbildung: Die geordnete elektrische Folge ersetzt die Pulskontrolle nicht. Quelle: eigene Darstellung. Quelle: eigene Darstellung

Multiple Choice

Eine Kollegin sagt: „V1 ist unauffällig, also sind alle zwölf Elektroden richtig angelegt.“ Welche Aussage korrigiert den Denkfehler am besten?

Die Tabelle trennt die Beobachtung von der zu prüfenden Aussage.

AngabeBefund
BeobachtungV1 unauffällig
Aussage der Kollegin„Also sind alle zwölf Elektroden richtig angelegt.“
  1. a)Zwölf Ableitungen entstehen aus zehn Elektroden; ein einzelner unauffälliger Kanal prüft weder alle Kontakte noch alle Positionen.
  2. b)Jede der zwölf Ableitungen braucht eine eigene Elektrode; V1 prüft automatisch alle anderen.
  3. c)Ein technisch korrektes EKG muss in jeder Ableitung einen positiven QRS zeigen.
Lösung in der App →

Elektroden sicher anlegen

Lernziel: Du kannst die Brustwandpositionen bestimmen und Zusatzableitungen begründen.

Erkläre die schmerzfreie Untersuchung, hole das Einverständnis ein und wahre die Intimsphäre. Die Person liegt möglichst entspannt; der Oberkörper ist zugänglich, Arme und Beine sind abgestützt. Reinige beziehungsweise trockne die Kontaktstellen und kürze störende Haare bei Bedarf schonend. Prüfe die Kabelbezeichnungen; Farbcodes unterscheiden sich zwischen Systemen.

Ablauf beim Anlegen eines 12-Kanal-Ruhe-EKGs in fünf Schritten: Vorbereiten, Extremitätenelektroden, Interkostalräume tasten und zählen, Brustwandelektroden in der Reihenfolge V1/V2, V4, V3, V5/V6, Qualitätsprüfung; darunter verwertbares Ergebnis und kritische Fehler

Quelle: eigene Darstellung. Der Ablauf fasst diese Einheit zusammen; die einzelnen Schritte folgen im Text.

Die Kabel sind je nach Norm unterschiedlich beschriftet und gefärbt. Lies deshalb die Beschriftung am Stecker, nicht nur die Farbe:

ElektrodeIEC (Europa)AHA (USA)
Rechter ArmR · rotRA · weiß
Linker ArmL · gelbLA · schwarz
Linkes BeinF · grünLL · rot
Rechtes Bein (Referenz)N · schwarzRL · grün
Brustwand 1–3C1–C3 · rot, gelb, grünV1–V3 · rot, gelb, grün
Brustwand 4–6C4–C6 · braun, schwarz, violettV4–V6 · blau, orange, violett

Die Extremitätenelektroden liegen für das diagnostische Ruhe-EKG symmetrisch an den Armen und Beinen, üblicherweise an den Unterarmen nahe den Handgelenken und an den Unterschenkeln nahe den Knöcheln. Wähle geeignete weiche Hautstellen, vermeide Knochenvorsprünge und ordne rechts/links sorgfältig zu. Bei notwendiger proximaler Position bleiben die Kontakte auf den jeweiligen Extremitäten; eine Verlagerung auf den Rumpf verändert die Ableitung und muss dokumentiert werden.

Ganzkörperansicht von vorn mit den vier Extremitätenelektroden eines 12-Kanal-EKGs: je eine Elektrode symmetrisch an beiden distalen Unterarmen nahe dem Handgelenk und an beiden Unterschenkeln nahe dem Knöchel

Quelle: OpenStax College, Anatomy & Physiology (2013), Abb. „ECG Placement of Electrodes“, über Wikimedia Commons, CC BY 3.0. Die sechs Brustwandpunkte des Originals wurden entfernt, weil sie nicht der Standardlage entsprechen; in WebP umgewandelt. Die Zeichnung zeigt nur die symmetrische Lage der Extremitätenelektroden. Die Brustwandpositionen zeigen Tabelle und Schema weiter unten.

Taste den Angulus sterni und die zweite Rippe. Zähle von dort die Interkostalräume. Setze V1 und V2 nicht nach Augenmaß direkt unter die Schlüsselbeine.

ElektrodeLage am Körper
V14. Interkostalraum rechts parasternal
V24. Interkostalraum links parasternal
V45. Interkostalraum links, Medioklavikularlinie
V3Zwischen V2 und V4
V5Vordere Axillarlinie, gleiche horizontale Höhe wie V4
V6Mittlere Axillarlinie, gleiche horizontale Höhe wie V4

Vorderansicht des Brustkorbs mit Angulus sterni am Ansatz der 2. Rippe, ausgezähltem 2. bis 5. Interkostalraum, V1 und V2 im 4. Interkostalraum beiderseits parasternal, V3 dazwischen, V4 bis V6 auf einer horizontalen Linie in Medioklavikular-, vorderer und mittlerer Axillarlinie sowie V3R und V4R spiegelbildlich rechts

Quelle: eigene Darstellung. Rechts und links beziehen sich auf den Patienten. Die Punkte werden getastet, nicht aus der Zeichnung abgemessen; die Zeichnung ist nicht maßstabsgerecht.

V5 und V6 folgen einer Horizontalen, nicht dem Verlauf des Interkostalraums. Brustgewebe wird nach Erklärung vorsichtig angehoben, damit die Elektrode auf dem anatomisch richtigen Thoraxpunkt liegt. V1/V2 zu hoch können R-Progression und ST/T verändern. Für Verlaufsvergleiche müssen Positionen reproduzierbar sein; eine vom Standard abweichende Extremitätenposition wird dokumentiert.

Typische Anlagefehler, ihre Folge und die Korrektur im Überblick:

FehlerFolgeKorrektur
V1/V2 zu hoch (2./3. ICR)R-Progression und ST/T verändertAngulus sterni tasten, 4. ICR auszählen
V3 vor V4 gesetztV3 liegt nicht mittigErst V4, dann V3 in die Mitte
V5/V6 entlang der Rippe tieferAndere Blickrichtung, Verlauf nicht vergleichbarVordere/mittlere Axillarlinie auf Höhe von V4
Elektrode auf dem BrustgewebeNicht auf dem richtigen ThoraxpunktNach Erklärung anheben, Thoraxpunkt tasten
Armkabel vertauschtI invertiert, aVR ungewöhnlich positivKabel am Patienten prüfen, neu ableiten
Extremitätenelektrode am RumpfVeränderte AbleitungAuf der Extremität bleiben oder dokumentieren

Zusätzliche Blickrichtungen beantworten konkrete Fragen. Bei inferioren Ischämiezeichen helfen rechtspräkordiale Ableitungen, insbesondere V3R/V4R, eine rechtsventrikuläre Beteiligung zu erkennen. V4R liegt im 5. Interkostalraum rechts medioklavikulär. Bei Verdacht auf posteriore Ischämie werden V7–V9 auf Höhe von V6 nach dorsal ergänzt: hintere Axillarlinie, Skapularlinie und paravertebral links. Beschrifte jede Zusatzableitung ausdrücklich. Ihre Schwellenwerte sind nicht einfach mit V2/V3 gleichzusetzen.

Entscheidungsweg für Zusatzableitungen: bei inferiorer Ischämie V3R und V4R, bei vermuteter posteriorer Ischämie V7 bis V9; danach ausdrücklich beschriften; ST-Hebung in V3R/V4R und V7–V9 ab 0,5 mm, bei jungen Männern ab 1 mm

Quelle: eigene Darstellung. Schwellen nach der 4. universellen Infarktdefinition (ESC/ACC/AHA/WHF 2018), die die ESC-ACS-Leitlinie 2023 übernimmt: Thygesen et al., Eur Heart J 2019.

Horizontaler Querschnitt durch den Brustkorb mit dem Herzen links vorn: V1 bis V6 an der vorderen und linken seitlichen Brustwand, V3R und V4R spiegelbildlich rechts vorn, V7 bis V9 links hinten bis neben die Wirbelsäule

Quelle: eigene Darstellung. Blick von kaudal wie bei einer CT: vorn oben, die rechte Körperseite links im Bild. Vereinfachend liegen alle Elektroden in einer Ebene; V1/V2 liegen tatsächlich einen Interkostalraum höher als V4–V6.

Unterstützte Aufgabe

V4 liegt korrekt. V5 und V6 wurden entlang der nächsten Rippe deutlich tiefer gesetzt. Beschreibe die Korrektur in einem Satz und begründe sie.

Die Tabelle zeigt die Ausgangslage der Elektrodenpositionen.

AngabeBefund
V4korrekt
V5 und V6entlang der nächsten Rippe deutlich tiefer

Lösung und Rückmeldung – nach der Antwort

„Ich setze V5 in die vordere und V6 in die mittlere Axillarlinie, beide auf dieselbe horizontale Höhe wie V4.“ Das stellt die vorgesehenen Blickrichtungen und die Vergleichbarkeit her. Nur „nach links versetzen“ ist nicht präzise genug.

Praktische Aufgabe

Führe am Modell oder unter geeigneter Aufsicht eine 12-Kanal-Ableitung durch. Erkläre der Person den Ablauf, identifiziere die Interkostalräume, zeige V1–V6 und prüfe anschließend Kontakt, Kabelzuordnung, Geschwindigkeit und Verstärkung. Dokumentiere eine notwendige Abweichung von der Standardposition.

Die Tabelle bündelt die geforderten Beobachtungen der praktischen Aufgabe.

AuftragBeobachtbare Handlung
VorbereitungAblauf erklären
PositionenInterkostalräume identifizieren, V1–V6 zeigen
AufnahmeKontakt, Kabel, Geschwindigkeit und Verstärkung prüfen
AbweichungNotwendige Sonderposition dokumentieren

Foto: Skelettmodell des Brustkorbs mit sechs runden Klebeelektroden, die in einer Reihe über die vordere Brustwand bis zur linken seitlichen Brustwand angebracht sind

Abbildung: Übungsmodell mit angelegten Brustwandelektroden; bestimme für jede Elektrode Interkostalraum und Bezugslinie selbst. Quelle: John Campbell, gemeinfrei (Public Domain Mark), https://commons.wikimedia.org/wiki/File:12_Lead_EKG_positions._(21623164722).jpg. Zugeschnitten (Person und Hinweisschild im Hintergrund entfernt).

Lösung und Rückmeldung – nach der Antwort

Erwartet werden respektvolle Erklärung und Einverständnis, anatomisches Tasten, V4 vor V3, horizontale V4–V6-Linie und eine abschließende Qualitätsprüfung. Kritische Fehler sind vertauschte Kabel, V1/V2 in einem falschen Interkostalraum und unkommentierte Sonderpositionen. Die digitale Antwort ersetzt die beobachtete praktische Durchführung nicht.


Papier und Störungen

Lernziel: Du kannst das Raster umrechnen und Artefakte von sicheren Befunden trennen.

Lies vor jeder Messung die Kalibrierung. Bei 25 mm/s entspricht horizontal 1 mm = 40 ms und ein großes 5-mm-Kästchen = 200 ms. Bei 50 mm/s sind es 20 beziehungsweise 100 ms. Vertikal gilt bei 10 mm/mV: 1 mm = 0,1 mV. Bei 5 mm/mV werden identische Spannungen halb so hoch dargestellt. Bildschirmzentimeter sind nicht die Papiermillimeter des EKGs: Nutze das eingezeichnete Raster und die dokumentierte Skalierung.

So liest du das Raster: Erst die Skalierung prüfen, dann die Kästchen in Zeit und Spannung übersetzen.

Raster mit 1-mm- und 5-mm-Kästchen; die 1-mV-Eichzacke ist bei 10 mm/mV 10 mm und bei 5 mm/mV 5 mm hoch; bei 25 mm/s gilt 1 mm = 40 ms und 5 mm = 200 ms, bei 50 mm/s 1 mm = 20 ms und 5 mm = 100 ms; bei 10 mm/mV gilt 1 mm = 0,1 mV

Quelle: eigene Darstellung.

Ein digitaler Filter kann Grundliniendrift vermindern, aber auch ST-Strecken oder kleine Spikes verändern. Ein glattes Signal ist deshalb nicht automatisch das unverfälschte Signal. Die hier aus Signalen gezeichneten EKGs enthalten keine zusätzliche Kurvenfilterung. In der üblichen 3×4-Anordnung zeigen benachbarte Spalten verschiedene Zeitabschnitte. Der kontinuierliche Rhythmusstreifen unten ist für Pausen und AV-Beziehungen besonders wichtig.

In der 3×4-Anordnung zeigt jede Spalte ein eigenes 2,5-s-Fenster; nur der Rhythmusstreifen läuft über die vollen 10 s.

3×4-Anordnung: I, II, III von 0 bis 2,5 s, aVR, aVL, aVF von 2,5 bis 5 s, V1 bis V3 von 5 bis 7,5 s, V4 bis V6 von 7,5 bis 10 s; darunter Rhythmusstreifen II von 0 bis 10 s für Pausen, AV-Beziehung und Rhythmus

Quelle: eigene Darstellung.

StörungSinnvolle Reaktion
Langsame GrundliniendriftRuhig lagern, Kontakte und Atmung prüfen, erneut schreiben
Feines hochfrequentes ZitternMuskelanspannung, Kälte und elektrische Störquellen prüfen
Einzelner grober AusreißerBewegung und Kabelkontakt prüfen; andere Kanäle vergleichen
Unplausible Achse / negative P in IKabelzuordnung prüfen und korrekt wiederholen

Drei echte Aufnahmen zeigen typische Störungen. Achte darauf, in welchen Ableitungen die Störung auftritt und ob die QRS-Komplexe darunter im Takt weiterlaufen.

Ableitungen I, II, III und aVF über 10 s bei 25 mm/s und 10 mm/mV; die Grundlinie wandert in II, III und aVF langsam auf und ab, I bleibt fast ruhig; die QRS-Komplexe folgen regelmäßig

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-1315, Ableitungen I, II, III und aVF über 10 s, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Langsame Grundliniendrift: Die Grundlinie wandert in II, III und aVF, I bleibt fast ruhig. Diese drei Ableitungen nutzen gemeinsam die linke Beinelektrode: dort Kontakt und Lagerung prüfen, Atmung beachten. Die QRS-Komplexe laufen regelmäßig weiter.

Ableitungen I, II, III und aVL über 10 s bei 25 mm/s und 10 mm/mV; feines hochfrequentes Zittern in I, III und aVL, II bleibt sauber; regelmäßige QRS-Komplexe

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-252, Ableitungen I, II, III und aVL über 10 s, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Feines hochfrequentes Zittern in I, III und aVL, II bleibt sauber. Gemeinsam ist diesen drei Ableitungen die linke Armelektrode, II nutzt sie nicht. Muskelanspannung, Kälte, Kontakt und elektrische Störquellen prüfen.

Ableitungen II und V5 über 10 s bei 25 mm/s und 10 mm/mV; regelmäßige QRS-Komplexe, in der letzten guten Sekunde überlagert eine grobe schnelle Störung beide Ableitungen gleichzeitig, ein QRS bleibt darin erkennbar

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-9330, Ableitungen II und V5 über 10 s, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Grober Ausreißer: Die Störung beginnt plötzlich in beiden Ableitungen zugleich, die QRS davor sind regelmäßig, ein QRS ist in der Störung noch erkennbar (in V5 deutlich). Bewegung und Kabelkontakt prüfen; das ist kein neuer Kammerrhythmus.

Diese Hinweise helfen, eine Störung von einem echten Befund zu trennen:

HinweisEher ArtefaktEher echter Befund
GrundrhythmusQRS laufen im Takt durch die StörungRhythmus selbst ändert sich
WellenformZacken ohne P-QRS-T-Folgeregelhafte Wellenfolge
Klinikwach, Puls regelmäßigKlinik passt zur Kurve
Wiederholungverschwindet nach Korrekturbleibt nach Korrektur bestehen

Eine Armvertauschung kann I invertieren und aVR ungewöhnlich positiv machen. Das beweist die Vertauschung noch nicht. Prüfe die Elektroden am Patienten und wiederhole die Aufnahme. Bei Dextrokardie kann zusätzlich eine umgekehrte Brustwand-R-Progression auftreten; ein ungewöhnliches Signal allein genügt nicht zur anatomischen Diagnose.

I negativ und aVR positiv: Die Brustwandableitungen helfen bei der Einordnung, entschieden wird erst nach Elektrodenkontrolle und korrekter Wiederholung.

Bei negativer Ableitung I und positiver aVR folgt die Prüfung der R-Progression; normale und umgekehrte Progression führen zu unterschiedlichen Verdachtsrichtungen, danach werden Elektroden kontrolliert und das EKG wiederholt.

Abbildung: Der Verdacht entsteht aus dem Muster; die korrekte Wiederholung prüft die technische Ursache. Quelle: eigene Darstellung. Quelle: eigene Darstellung.

Sieht der Monitor „Kammerflimmern“, während die Person ansprechbar ist und ein regelmäßiger Puls tastbar bleibt, ist Artefakt wahrscheinlich. Bei Bewusstlosigkeit und fehlender normaler Atmung darf die technische Fehlersuche die Reanimation nicht verzögern. Eine gerade Linie verlangt ebenfalls Patientenkontrolle und Prüfung von Kontakt, Verstärkung und zweiter Ableitung.

Beim Monitoralarm gilt: erst der Patient, dann die Technik.

Monitor zeigt Kammerflimmern oder Nulllinie: zuerst Reaktion, normale Atmung und Puls höchstens 10 s prüfen; bewusstlos ohne normale Atmung: sofort Reanimation mit Hilfe rufen, Thoraxkompression und Defibrillator nach ERC-Algorithmus, Fehlersuche wartet; ansprechbar mit regelmäßigem Puls: Artefakt wahrscheinlich, Elektrodenkontakt, Kabel, Bewegung, Verstärkung und zweite Ableitung prüfen, EKG wiederholen

Quelle: eigene Darstellung.

Freie Antwort

Am echten EKG üben

EKG-Aufnahme PTBXL-59; beurteile zunächst selbst die sichtbare Kurve

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-59, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Die Skalierung steht im Bild; 3×4-Spalten zeigen aufeinanderfolgende Zeitfenster, ein einzelner langer II-Streifen dagegen den kontinuierlichen Verlauf.

Auftrag: Vergleiche die schnelle Wellenfolge in V1 mit dem durchlaufenden II-Streifen. Warum wäre eine Tachyarrhythmie-Diagnose allein aus V1 voreilig?

In der App sprechen üben →

Bei 25 mm/s beträgt die Strecke vom P-Beginn bis QRS-Beginn fünf kleine Kästchen: 5 × 40 ms = 200 ms. Dieselbe Strecke auf einem Ausdruck mit 50 mm/s entspräche 100 ms. Die Kästchenzahl ohne Geschwindigkeit reicht nicht.

Umrechnung in drei Schritten: kleine Kästchen zählen, hier fünf; Papiergeschwindigkeit ablesen; bei 25 mm/s 5 × 40 ms = 200 ms, bei 50 mm/s 5 × 20 ms = 100 ms; erst dann einordnen

Quelle: eigene Darstellung.

Ein QRS misst bei 50 mm/s sechs kleine Kästchen. Berechne die Dauer und ordne sie ein.

Die Tabelle enthält die Angaben für deine Berechnung.

AngabeBefund
Papiergeschwindigkeit50 mm/s
QRS-Breite auf dem Raster6 kleine Kästchen

Lösung und Rückmeldung – nach der Antwort

6 × 20 ms = 120 ms. Der QRS erreicht die Schwelle zur deutlichen Verbreiterung. Eine Schenkelblockdiagnose braucht zusätzlich die passende Morphologie. 240 ms wäre der Fehler, die 25-mm/s-Umrechnung ungeprüft zu übernehmen.

Multiple Choice

Die Grundlinie schwankt in mehreren Ableitungen. Es bestehen aber seit 20 Minuten anhaltende Thoraxschmerzen. Was ist angemessen?

Die Tabelle stellt die gleichzeitig vorliegenden Angaben zusammen.

AngabeBefund
AufnahmeGrundlinie schwankt in mehreren Ableitungen
BeschwerdenAnhaltende Thoraxschmerzen
Dauer20 Minuten
  1. a)Alle ST-Abweichungen als Artefakte verwerfen und den Patienten entlassen.
  2. b)Aufnahmequalität rasch verbessern und EKG wiederholen; gleichzeitig Beschwerden, Vitalwerte und ACS-Verdacht weiter abklären.
  3. c)Erst nach vollständig störungsfreiem EKG mit der klinischen Untersuchung beginnen.
Lösung in der App →

Frequenz und Grundrhythmus

Lernziel: Du kannst Kammerfrequenz und Sinusrhythmus anhand des Signals bestimmen.

Beginne mit dem QRS: Wie oft werden die Kammern elektrisch aktiviert? Bei regelmäßiger Folge gilt Frequenz/min = 60 / RR in Sekunden. Bei 25 mm/s kannst du 300 durch die Zahl großer Kästchen zwischen zwei R-Zacken teilen. Bei 50 mm/s lautet der Zähler 600. Bei unregelmäßiger Folge zählst du die QRS über einen bekannten längeren Abschnitt, zum Beispiel zehn Sekunden, und multiplizierst mit sechs. Das ist eine mittlere Frequenz, kein Beweis für regelmäßigen Rhythmus.

Bei regelmäßigem Rhythmus übersetzt diese Tabelle den Abstand zweier R-Zacken direkt in die Frequenz:

Große KästchenRR bei 25 mm/sFrequenz bei 25 mm/sFrequenz bei 50 mm/s
10,2 s300/min600/min
20,4 s150/min300/min
30,6 s100/min200/min
40,8 s75/min150/min
51,0 s60/min120/min
61,2 s50/min100/min

Nach Vergleich der RR-Abstände verzweigt die Frequenzbestimmung in regelmäßige Folge mit 60 durch RR und unregelmäßige Folge mit QRS-Zahl in zehn Sekunden mal sechs; die Rhythmusbegründung folgt getrennt.

Abbildung: Ein Mittelwert beschreibt die Häufigkeit der Kammeraktivierung und ersetzt keine Rhythmusdiagnose. Quelle: eigene Darstellung. Quelle: eigene Darstellung.

Für Sinusrhythmus suchst du wiederkehrende, gleich geformte P-Wellen mit passender Achse: üblicherweise positiv in I und II, negativ in aVR. Prüfe anschließend die Beziehung zum QRS. Bei normaler Überleitung folgt auf jedes P ein QRS und vor jedem QRS steht ein P. Sinusaktivität und Überleitung sind getrennte Aussagen: Auch bei AV-Block III kann der Vorhof vom Sinusknoten geführt werden.

Drei Prüffragen für Sinusrhythmus: P-Wellen vorhanden, P-Achse positiv in I und II und negativ in aVR, feste P-QRS-Beziehung; Sinusaktivität und AV-Überleitung als getrennte Aussagen mit Beispiel AV-Block III

Quelle: eigene Darstellung.

Die übliche Ruhefrequenz eines Erwachsenen liegt etwa bei 60–100/min. Sinusbradykardie bedeutet <60/min, Sinustachykardie >100/min. Sport, Schlaf, Fieber, Schmerz, Volumenmangel, Anämie oder Hyperthyreose verändern die Frequenz. Eine Sinustachykardie ist häufig eine Reaktion auf eine Ursache; bloßes Senken der Zahl löst diese Ursache nicht.

Nach Prüfung der Sinusaktivität wird die Frequenz in unter 60, 60 bis 100 und über 100 pro Minute eingeteilt; bei Sinustachykardie werden konkrete Auslöser gesucht.

Abbildung: Die Frequenzgrenzen beschreiben den Befund; bei Tachykardie führt der Weg zur Ursache. Quelle: eigene Darstellung. Quelle: eigene Darstellung.

Ableitung II über 10 s: neun schmale QRS-Komplexe mit RR etwa 1,0–1,1 s, vor jedem QRS eine gleichförmige positive P-Welle; Sinusbradykardie um 55/min

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-19313, Ableitung II über 10 s, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Neun QRS in 10 s, RR etwa 1,0–1,1 s (gut fünf große Kästchen): Sinusbradykardie um 55/min mit gleichförmigen positiven P-Wellen vor jedem QRS.

Ableitung II über 10 s: 18 schmale QRS-Komplexe mit RR etwa 0,56 s, vor jedem QRS eine positive P-Welle; Sinustachykardie um 105/min

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-15540, Ableitung II über 10 s, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 18 QRS in 10 s, RR etwa 0,56 s (knapp drei große Kästchen): Sinustachykardie um 105/min. Die P-Welle sitzt jeweils kurz nach dem Ende der vorangehenden T-Welle.

Bei respiratorischer Sinusarrhythmie bleiben die P-Wellen gleichartig, während die RR-Abstände zyklisch schwanken. Eine einmalige 10-Sekunden-Aufnahme zeigt nur diesen Zeitraum. Ein unauffälliges Ruhe-EKG schließt intermittierende Rhythmusstörungen nicht aus.

Ableitung II über 10 s: gleichförmige P-Wellen vor jedem QRS, die RR-Abstände wechseln gleitend zwischen etwa 0,87 und 1,08 s; respiratorische Sinusarrhythmie

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-1124, Ableitung II über 10 s, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Befund der Originaldatenbank: respiratorische Sinusarrhythmie. RR schwankt gleitend zwischen etwa 0,87 und 1,08 s (etwa 56–69/min), P-Form und PQ bleiben gleich.

Schema der respiratorischen Sinusarrhythmie: Atemkurve über einer EKG-Folge; die RR-Abstände werden während der Einatmung schrittweise kürzer (0,94 bis 0,65 s) und während der Ausatmung wieder länger (0,65 bis 0,85 s); P-Form, P vor jedem QRS und PQ-Zeit bleiben gleich; ein 10-Sekunden-EKG ist nur eine Momentaufnahme

Quelle: eigene Darstellung. Schematische Kurve, Abstände zur Verdeutlichung übertrieben.

Unregelmäßige RR-Abstände unterscheidest du zuerst an der Vorhofaktivität:

MerkmalSinusarrhythmieVorhofflimmernExtrasystolen
Vorhofaktivitätgleichförmige Sinus-P-Wellenkeine P-Wellen, oft FlimmerwellenSVES: vorzeitiges, anders geformtes P; VES: breiter QRS ohne P
RR-Mustergleitend, zyklischvöllig unregelmäßigsonst regelmäßig, einzelne vorzeitige Schläge, danach Pause
Hinweisoft atemabhängig, häufig bei Jüngerenkein wiederkehrendes MusterGrundrhythmus zwischen den Extraschlägen beurteilen

Freie Antwort

Am echten EKG üben

EKG-Aufnahme PTBXL-233; beurteile zunächst selbst die sichtbare Kurve

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-233, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Die Skalierung steht im Bild; 3×4-Spalten zeigen aufeinanderfolgende Zeitfenster, ein einzelner langer II-Streifen dagegen den kontinuierlichen Verlauf.

Auftrag: Markiere gedanklich P, QRS und T im unteren II-Streifen. Miss mehrere RR-Abstände und begründe den Rhythmus, bevor du eine Frequenz nennst.

In der App sprechen üben →

Bei 25 mm/s liegen vier große Kästchen zwischen R-Zacken. RR = 0,8 s, Frequenz = 60/0,8 = 75/min. Vor jedem QRS steht eine gleichartige positive P-Welle in II, PQ ist konstant. Du sagst „Sinusrhythmus, 75/min“ und prüfst danach Achse, Zeiten und Morphologie.

Ausgearbeitetes Beispiel auf EKG-Raster: zwei R-Zacken im Abstand von vier großen Kästchen, RR 0,8 s, 60/0,8 und 300/4 ergeben jeweils 75/min; Ergebnis Sinusrhythmus 75/min

Quelle: eigene Darstellung. Schematische Kurve.

In zehn Sekunden zählst du 13 QRS. Die RR-Abstände wechseln ohne erkennbares Muster. Gib Frequenz und die Aussagegrenze dieser Berechnung an.

Die Tabelle enthält die Beobachtungen des Rhythmusabschnitts.

AngabeBefund
Dauer10 Sekunden
QRS-Anzahl13
RR-AbständeWechselnd, ohne erkennbares Muster

Rhythmusstreifen in Ableitung II und V1 über 10 Sekunden: schmale QRS-Komplexe in wechselnden Abständen ohne erkennbares Muster, dazwischen eine unruhige Grundlinie

Abbildung: Echter 10-Sekunden-Streifen zum Nachzählen; zähle die QRS-Komplexe selbst und vergleiche die RR-Abstände. Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0, https://physionet.org/content/ptb-xl/1.0.3/. Aufnahme PTBXL-20722, Ableitungen II und V1, Sekunde 0–10, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet; 25 mm/s, 10 mm/mV.

Lösung und Rückmeldung – nach der Antwort

13 × 6 = etwa 78/min im Mittel. Der Rhythmus bleibt unregelmäßig. Aus der Zahl allein lässt sich weder Vorhofflimmern noch Sinusrhythmus diagnostizieren. Suche P-Wellen, andere Vorhofaktivität und Extrasystolen. Selbstvergleich: Mittelwert genannt, Unregelmäßigkeit erhalten, keine Rhythmusdiagnose aus dem Zählen erfunden.


Achse und Kammerform

Lernziel: Du kannst die QRS-Achse abschätzen und auffällige Morphologie beschreiben.

Die elektrische Herzachse beschreibt die mittlere Richtung der Kammerdepolarisation in der Frontalebene. Sie ist nicht einfach die anatomische Lage des Herzens. Vergleiche positive und negative QRS-Flächen beziehungsweise, zur ersten Näherung, R- und S-Amplituden. Bewerte nicht nur die höchste Zacke.

Frontalachsen und Beispielvektor bei plus 45 Grad

Quelle: Eigene Lehrschematik. Positive Projektionen auf I und aVF ordnen den Beispielvektor in den normalen Quadranten ein.

Zuerst I und aVF: Beide positiv ergeben eine Achse zwischen 0° und +90°. I positiv und aVF negativ liegt zwischen 0° und −90°; ist II noch positiv, liegt die Achse gewöhnlich zwischen 0° und −30°. Ist auch II negativ, spricht das für eine Linksabweichung jenseits von −30°. I negativ und aVF positiv weist nach rechts; beide negativ auf eine extreme Achse. Eine annähernd isoelektrische Ableitung verfeinert die Schätzung: Die Achse liegt etwa senkrecht dazu; die übrigen Ableitungen bestimmen die Richtung.

Ablaufdiagramm zur Achsenbestimmung: zuerst Vorzeichen in I und aVF, bei I positiv und aVF negativ zusätzlich Ableitung II, dann Feinschätzung über die fast isoelektrische Ableitung

Achse in vier Schritten: Quadrant aus I und aVF, bei I positiv/aVF negativ Ableitung II, Feinschätzung über die isoelektrische Ableitung, dann Befund als Bereich mit Lagetyp; die Ursache folgt erst aus Morphologie und Klinik.

Quelle: eigene Darstellung.

12-Kanal-EKG mit überwiegend positivem QRS in I und aVL und überwiegend negativem QRS in II, III und aVF

Beispiel: QRS in I klein, aber positiv; in II, III und aVF überwiegend negativ (rS). Nach Schritt 2 liegt die Achse jenseits von −30°, grob um −60° bis −75°: überdrehter Linkstyp. Der Quellbefund nennt einen linksanterioren Hemiblock; das passt zum schmalen QRS mit positivem aVL und rS inferior, wird aber erst aus Morphologie und Kontext abgeleitet.

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-4220, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.

Die deutschen Lagetypen auf einen Blick; mehrere Grenzwinkel fallen auf Ableitungsachsen (aVL −30°, II +60°, aVF +90°, III +120°):

Bereich, gebräuchliche deutsche EinteilungWinkel ungefähr
Überdrehter Linkstyp−90° bis unter −30°
Linkstyp−30° bis unter +30°
Indifferenztyp+30° bis +60°
SteiltypÜber +60° bis +90°
RechtstypÜber +90° bis +120°
Überdrehter RechtstypÜber +120° bis +180°

Grenzen sind Konventionen; eine geschätzte Achse direkt an einer Grenze wird als Bereich angegeben. Die häufig genannte erwachsene Normalachse −30° bis +90° umfasst mehrere dieser deutschen Lagetypen. „Normalachse“ und „Indifferenztyp“ sind daher keine Synonyme.

Senkrechte Winkelskala von −90° bis +180° mit den deutschen Lagetypen; eine Klammer markiert die erwachsene Normalachse von −30° bis +90°, die Linkstyp, Indifferenztyp und Steiltyp umfasst

Die Normalachse der Erwachsenen (−30° bis +90°) umfasst drei deutsche Lagetypen; der Indifferenztyp ist nur ihr mittlerer Ausschnitt.

Quelle: eigene Darstellung.

Beschreibe zusätzlich die Brustwandableitungen. Normalerweise nimmt R von V1 Richtung V4/V5 zu; die Umschlagszone liegt oft etwa bei V3/V4. Fehlende R-Progression kann durch Elektrodenposition, Infarktnarbe, Hypertrophie oder Leitungsstörung entstehen. Eine kleine septale q-Zacke lateral ist etwas anderes als breite oder tiefe Q-Zacken in zusammengehörigen Ableitungen. Q-Zacken allein datieren einen Infarkt nicht.

Von der normalen R-Zunahme und Umschlagszone führt die fehlende Progression zuerst zur Elektrodenprüfung, dann zu Narbe, Hypertrophie oder Leitungsstörung; Q-Zacken werden anschließend nach Form und Verteilung eingeordnet.

Abbildung: Fehlende R-Progression ist ein Ausgangsbefund mit mehreren möglichen Ursachen. Quelle: eigene Darstellung. Normale R-Progression mit Umschlagszone etwa bei V3/V4; fehlt sie, zuerst Elektrodenlage prüfen, dann Narbe, Hypertrophie und Leitungsstörung abwägen.

Quelle: eigene Darstellung.

12-Kanal-EKG mit rS-Komplexen in V1 und V2, etwa gleich großer R- und S-Zacke in V3 und überwiegend positiven Komplexen ab V4

Regelrechte R-Progression: rS in V1/V2, R und S in V3 etwa gleich groß, ab V4 überwiegt R; Umschlagszone also zwischen V3 und V4. In den Extremitätenableitungen sind I und aVF positiv, II ist am größten.

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-2613, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.

Septale q-Zacke und pathologische Q-Zacke unterscheiden sich nach Breite, Tiefe und Verteilung:

MerkmalKleine septale q-ZackePathologische Q-Zacke
Breite und Tiefeschmal (unter 0,03 s) und kleinab 0,03 s und mindestens 0,1 mV tief oder QS; in V2–V3 schon über 0,02 s oder QS
Verteilunglateral: I, aVL, V5, V6mindestens 2 zusammengehörige Ableitungen, z. B. II/III/aVF, I/aVL, V4–V6
Bedeutungnormale Septumerregung von links nach rechtsmit abgelaufenem Infarkt vereinbar, datiert ihn aber nicht
Nicht anwenden bei–Linksschenkelblock, ausgeprägter Hypertrophie oder Präexzitation

Niedrige Spannungen und hohe Spannungen sind zunächst Befunde. Als Niedervoltage gelten typischerweise QRS-Amplituden unter 0,5 mV in allen Extremitätenableitungen oder unter 1,0 mV in allen Brustwandableitungen. Prüfe zuvor die Verstärkung. Niedervoltage kann unter anderem bei Adipositas, Emphysem oder Erguss auftreten; hohe Spannung beweist keine Hypertrophie. Echokardiografie beantwortet die Strukturfrage besser.

Niedrige und hohe QRS-Amplitude im Vergleich; beide sind Befunde, keine Diagnosen:

NiedervoltageHohe QRS-Amplitude
Kriteriumunter 0,5 mV in allen Extremitäten- oder unter 1,0 mV in allen BrustwandableitungenSpannungsindex, z. B. Sokolow-Lyon: S in V1 + R in V5/V6 über 3,5 mV
Mögliche UrsachenAdipositas, Emphysem, Perikard- oder Pleuraerguss, Myokardinfiltration (z. B. Amyloidose)junge, schlanke Menschen, dünne Thoraxwand, linksventrikuläre Hypertrophie
Erster SchrittVerstärkung prüfen, Vor-EKG vergleichenVerstärkung prüfen; Index wenig sensitiv
KlärungEchokardiografie: Erguss, WanddickeEchokardiografie: Wanddicke, LV-Masse

Nach Kalibrierungsprüfung werden niedrige und hohe QRS-Spannung anhand ihrer Kriterien getrennt; Ursachen, Vor-EKG und Echokardiografie folgen, bei neuer Niedervoltage mit Kreislaufzeichen sofort.

Abbildung: Die Schwellen ordnen die Amplitude ein; die Echokardiografie beantwortet die Strukturfrage. Quelle: eigene Darstellung. Auffällige Spannung: erst Verstärkung, dann Messung je Ableitungsgruppe, dann Kontext; die Echokardiografie klärt die Struktur. Neu aufgetretene Niedervoltage mit Hypotonie oder Tachykardie verlangt eine sofortige Echokardiografie (Perikarderguss?).

Quelle: eigene Darstellung.

12-Kanal-EKG mit sehr kleinen QRS-Komplexen in allen Extremitätenableitungen und normal großen Komplexen in den Brustwandableitungen

Periphere Niedervoltage: QRS in den Extremitätenableitungen klein, meist deutlich unter 0,5 mV, in II knapp an der Grenze (Eichzacke 1 mV = 10 mm); in den Brustwandableitungen dagegen regelrecht hoch. aVL ist fast isoelektrisch, I und II sind positiv: Die Achse liegt etwa bei +60°.

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-5008, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.

Multiple Choice

QRS in I positiv, aVF negativ, II deutlich negativ. Welche Beschreibung passt?

Die Tabelle zeigt die vorgegebenen QRS-Vorzeichen.

AbleitungQRS
Ipositiv
aVFnegativ
IIdeutlich negativ

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II: schmale QRS-Komplexe, in I und aVL überwiegend positiv, in II, III und aVF überwiegend negativ

Abbildung: Echtes 12-Kanal-EKG; prüfe die QRS-Vorzeichen in I, II und aVF selbst. Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0, https://physionet.org/content/ptb-xl/1.0.3/. Aufnahme PTBXL-4733, 12 Kanäle mit Rhythmusstreifen II, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet; 25 mm/s, 10 mm/mV.

  1. a)Steiltyp.
  2. b)Sicherer linksposteriorer Faszikelblock.
  3. c)Linksabweichung jenseits von −30°; Ursache erst aus Morphologie und Kontext ableiten.
Lösung in der App →

Zeiten richtig messen

Lernziel: Du kannst PQ, QRS und QT messen und ihre Aussagegrenzen erklären.

PQ reicht vom P-Beginn bis zum frühesten QRS-Beginn. Der gebräuchliche Erwachsenenbereich beträgt 120–200 ms. Eine lange PQ-Zeit zeigt verzögerte AV-Überleitung, eine kurze kann unter anderem mit Präexzitation oder einem tiefen Vorhofursprung zusammenhängen. Ohne eindeutig abgrenzbare P-Wellen wird keine PQ-Zeit erfunden.

Ableitungen II und V5 bei 50 mm/s: vor jedem schmalen QRS eine P-Welle mit deutlich langem Abstand bis zum QRS-Beginn

Echter Streifen zum Nachmessen (50 mm/s, ein großes Kästchen = 100 ms): P-Beginn bis QRS-Beginn etwa 240 ms, also über 200 ms; jede P-Welle wird übergeleitet. QRS etwa 80 ms, QT etwa 380 ms bei RR um 1,1 s (etwa 55/min).

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-4387, Ableitungen II und V5, 0–4 s mit 50 mm/s, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet.

QRS reicht vom frühesten Beginn bis zum spätesten Ende der Kammerdepolarisation. Normal ist er meist unter 110 ms; 110–119 ms ist eine leichte Verzögerung, ab 120 ms deutlich verbreitert. Eine einzelne Ableitung kann Beginn oder Ende verstecken. Vergleiche mehrere zeitgleich aufgezeichnete Kanäle und prüfe das Muster. „Breit“ allein unterscheidet Schenkelblock, Kammerursprung, Stimulation, Präexzitation und Stoffwechsel-/Medikamenteneffekt nicht.

Die QRS-Dauer wird über zeitgleiche Kanäle gemessen und nach 110 beziehungsweise 120 Millisekunden eingeordnet; bei breitem Komplex werden Ursachengruppen und der Einfluss auf die QT getrennt geprüft.

Abbildung: Ein breiter QRS legt die Ursache noch nicht fest und verlängert zugleich die QT. Quelle: eigene Darstellung. Ein breiter QRS ist ein Messbefund, keine Ursache. Erst Form und Begleitzeichen ordnen ihn zu.

Quelle: eigene Darstellung.

QT reicht vom QRS-Beginn bis zum T-Ende und enthält somit sowohl Depolarisation als auch Repolarisation. Wähle eine klare T-Welle, häufig II oder V5. Bei der Tangentenmethode trifft die Tangente an den steilsten terminalen T-Schenkel die Grundlinie. Eine echte zweite T-Komponente gehört zur T-Welle; eine getrennte U-Welle wird nicht mitgemessen. Bei Überlagerung, Vorhofflimmern oder starkem Rauschen müssen mehrere passende Schläge geprüft und Grenzen benannt werden.

Tangentenmethode in drei Schritten; oben T-Welle mit getrennter U-Welle, unten zweigipflige T-Welle, jeweils Tangente am steilsten absteigenden Schenkel bis zur Grundlinie

Die Tangente liegt immer am letzten steilen Abstrich der T-Welle. Eine getrennte U-Welle bleibt draußen, eine zweite T-Komponente gehört dazu.

Quelle: eigene Darstellung.

Die drei Intervalle im Überblick:

Intervallvon → bisOrientierung ErwachseneTypische Falle
PQP-Beginn → frühester QRS-Beginn120–200 msP nicht abgrenzbar: keine PQ angeben
QRSfrühester Beginn → spätestes Ende< 110 ms; ab 120 ms breitBeginn oder Ende in einer Ableitung versteckt
QTQRS-Beginn → T-Endefrequenzabhängig → QTcgetrennte U-Welle mitgemessen

Messroutine: Kanäle wählen, PQ, QRS und QT nebeneinander mit Grenzen, danach QTc berechnen und Ergebnis als eindeutig, grenznah oder unklar einordnen

Quelle: eigene Darstellung.

Die QT verkürzt sich normalerweise bei höherer Frequenz. Deshalb ergänzen wir eine frequenzkorrigierte QT, QTc. Für die folgenden Rechnungen werden QT und RR in Sekunden eingesetzt:

  • Bazett: QTcB = QT / √RR.
  • Fridericia: QTcF = QT / ∛RR.

Multipliziere das Ergebnis anschließend mit 1000, um Millisekunden zu erhalten. Bazett überschätzt QTc häufig bei Tachykardie und unterschätzt sie bei Bradykardie. Messmethode und Formel gehören zur Angabe. Bei breitem QRS ist eine lange QT teilweise durch die lange Depolarisation erklärt; die übliche QTc-Grenze kann nicht unverändert als reine Repolarisationsstörung ausgelegt werden.

Bazett und Fridericia im Vergleich:

MerkmalBazettFridericia
FormelQT / √RRQT / ∛RR
bei TachykardieQTc häufig zu hochweniger frequenzabhängig
bei BradykardieQTc häufig zu niedrigweniger frequenzabhängig
Einheit beim EinsetzenSekundenSekunden

Liniendiagramm: berechnete QTc nach Bazett und Fridericia zwischen 50 und 130/min bei gleichbleibender tatsächlicher Repolarisation von 400 ms

Modellrechnung: Die Repolarisation bleibt gleich (QTc 400 ms), nur die Frequenz ändert sich; die QT folgt dabei der linearen Framingham-Beziehung QT = 0,400 s − 0,154 · (1 − RR). Bazett ergibt bei 120/min etwa 457 ms und bei 50/min etwa 393 ms. Fridericia bleibt mit 407 bzw. 405 ms näher an 400 ms.

Quelle: eigene Darstellung; Modell nach Sagie A et al., Am J Cardiol 1992;70:797–801.

P-QRS-T-Zyklus mit Grenzen von PQ QRS ST und QT

Quelle: Eigene Lehrschematik, kein Patienten-EKG. Die Intervallgrenzen, nicht die gezeichneten Abstände, sind die Lehraussage.

Als konventionelle klinische Orientierungsgrenzen bei Erwachsenen mit schmalem QRS gelten etwa 450 ms bei Männern und 460 ms bei Frauen; Werte an oder oberhalb dieser Grenzen verlangen eine begründete Einordnung. Referenzen variieren mit Korrekturformel, Alter und Messmethode. Ein grenznaher Einzelwert ist keine Syndromdiagnose. Die deutlichere Risikomarke um 500 ms aus U17 ist keine allgemeine Normalgrenze. AHA/ACCF/HRS – QT-Standardisierung

Entscheidungsweg für einen QTc-Wert: Messung prüfen, QRS-Breite klären, Grenze 450 ms bei Männern und 460 ms bei Frauen, Kontext, drei farbige Ergebnisse

Quelle: eigene Darstellung.

QT = 400 ms = 0,400 s, RR = 0,64 s. Bazett: 0,400 / 0,8 = 0,500 s = 500 ms. Fridericia: ∛0,64 ≈ 0,862; 0,400/0,862 ≈ 0,464 s = 464 ms. Die Differenz zeigt, warum eine automatische Zahl bei etwa 94/min nachgemessen und mit der verwendeten Formel eingeordnet werden muss. Sie beweist weder allein ein erbliches Syndrom noch Entwarnung.

Der Rechenweg als Tabelle:

SchrittBazettFridericia
QT in s0,4000,400
RR in s0,640,64
Nenner√0,64 = 0,8∛0,64 ≈ 0,862
QTc0,500 s = 500 ms0,464 s ≈ 464 ms

Ableitungen II, V2 und V5 bei 50 mm/s mit regelmäßigem Rhythmus um 91/min, schmalen QRS-Komplexen und gut abgrenzbaren T-Wellen

Echtes Beispiel bei etwa 91/min: RR etwa 0,66 s, QT in V5 mit der Tangentenmethode etwa 0,39 s. Bazett: 0,39 / 0,813 ≈ 480 ms; Fridericia: 0,39 / 0,871 ≈ 448 ms. Bei dieser Patientin liegt der Bazett-Wert über, der Fridericia-Wert unter der Orientierungsgrenze von 460 ms. Je nach gewählter Grundlinie verschiebt sich das T-Ende um etwa ±15 ms.

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-9894, Ableitungen II, V2 und V5, 0–4 s mit 50 mm/s, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet.

Gleiche Messung, andere Formel – je nach Frequenz:

StreifenFrequenzQTcBQTcF
II/V5, lange PQ (oben in S01)etwa 55/min≈ 362 ms≈ 368 ms
II/V2/V5 (hier)etwa 91/min≈ 480 ms≈ 448 ms

Bei RR = 1,00 s misst du QT = 480 ms. Berechne QTcB und QTcF. Was ändert die Korrektur hier?

Die Tabelle enthält die Werte für beide Korrekturformeln.

AngabeBefund
RR1,00 s
QT480 ms

Lösung und Rückmeldung – nach der Antwort

√1 = ∛1 = 1. Beide korrigierten Werte betragen 480 ms; bei 60/min ändert die Korrektur den Zahlenwert nicht. Er wird trotzdem auf Messfehler, QRS-Breite, Medikamente, Elektrolyte und passende Vorgeschichte geprüft. Selbstvergleich: Sekunden eingesetzt, beide Formeln berücksichtigt, keine automatische Ursachendiagnose.

Aus QT 480 Millisekunden und RR einer Sekunde werden Bazett und Fridericia parallel berechnet; beide ergeben 480 Millisekunden, danach werden Messung und Kontext geprüft.

Abbildung: Bei RR einer Sekunde beträgt der Nenner beider Formeln eins. Quelle: eigene Darstellung.


Unregelmäßig oder zu früh?

Lernziel: Du kannst Flimmern, Flattern und Extrasystolen anhand ihrer Merkmale trennen.

Der Weg durch einen unruhigen Rhythmusstreifen folgt immer denselben zwei Fragen: Wie verhalten sich die RR-Abstände, und welche Vorhofaktivität ist zu sehen?

Entscheidungsweg: zuerst RR-Abstände vergleichen, dann Vorhofaktivität suchen; keine geordnete P mit absolut unregelmäßigen RR führt zum Vorhofflimmermuster, geordnete Wellen von etwa 250–350/min zum Vorhofflattern, ein vorzeitiger Schlag bei erhaltenem Grundrhythmus zur Extrasystole; Falle: Vorhofflimmern mit komplettem AV-Block kann regelmäßig sein

Quelle: eigene Darstellung.

Bei Vorhofflimmern fehlt eine wiederkehrende geordnete P-Welle. Bei erhaltener AV-Überleitung sind die RR-Abstände typischerweise absolut unregelmäßig. Feine Grundlinienbewegungen können sichtbar sein, müssen aber nicht deutlich ausgeprägt sein. Rauschen allein ist kein Flimmern. Bei vollständigem AV-Block kann trotz Vorhofflimmern ein regelmäßiger Ersatzrhythmus vorliegen; „regelmäßig“ schließt Flimmern daher nicht unter allen Bedingungen aus.

Bei Vorhofflattern ist die Vorhofaktivität geordnet und rasch, oft etwa 250–350/min. Typische Flatterwellen sind inferior sägezahnartig, in V1 oft besser abgrenzbar. Die Kammerfrequenz hängt von der Überleitung ab: Bei 2:1-Überleitung und 300/min Vorhoffrequenz entstehen etwa 150/min Kammerfrequenz. Ein regelmäßiger Puls mit 150/min ist ein Suchhinweis, keine Diagnose. Eine Flatterwelle kann in QRS oder T verborgen liegen.

Vorhofflattern mit etwa 300 Vorhofwellen pro Minute: bei 2:1-Überleitung etwa 150/min, bei 3:1 etwa 100/min, bei 4:1 etwa 75/min Kammerfrequenz; schematische Streifen mit negativem Sägezahn und schmalem QRS nach jeder 2., 3. bzw. 4. Welle; Wellen inferior und in V1 suchen

Quelle: eigene Darstellung. Schematische Kurven, keine Patientenaufzeichnung.

Die Gegenüberstellung zeigt, welche Merkmale Flimmern und Flattern trennen:

MerkmalVorhofflimmernVorhofflattern
Vorhofaktivitätungeordnet, keine wiederkehrende P-Wellegeordnet, etwa 250–350/min
Grundliniefeine Wellen möglich, oft kaum sichtbarinferior sägezahnartig, V1 oft deutlicher
RR-Abständeabsolut unregelmäßig (bei erhaltener Überleitung)regelmäßig bei fester, unregelmäßig bei wechselnder Überleitung
KammerfrequenzwechselndVorhoffrequenz ÷ Überleitung, z. B. 300 ÷ 2 = 150/min
Typische Falleregelmäßig bei komplettem AV-BlockWelle in QRS oder T verborgen

Extrasystolen sind vorzeitige Schläge. Eine supraventrikuläre Extrasystole zeigt oft eine vorzeitige, anders geformte P-Welle und einen schmalen QRS. Sie kann jedoch aberrant breit oder blockiert sein. Bei einer ventrikulären Extrasystole ist der QRS typischerweise vorzeitig, breit und anders geformt, ohne normale vorangehende P-QRS-Beziehung; ST/T sind häufig gegensinnig. Die Pause danach unterstützt die Einordnung, entscheidet sie aber nicht allein. Eine blockierte frühe P-Welle in der T-Welle darf nicht als gewöhnlicher AV-Block fehlgedeutet werden.

Die Tabelle fasst zusammen, woran supraventrikuläre und ventrikuläre Extrasystolen zu unterscheiden sind:

MerkmalSVESVES
P-Wellevorzeitig, anders geformt (P′), oft in der T-Welle davorkeine passende vorangehende P
QRSmeist schmal wie der Grundschlag; aberrant breit möglichbreit, anders geformt
ST/Tmeist wie beim Grundschlaghäufig gegensinnig zum QRS
Pause danachmeist nicht kompensatorischhäufig kompensatorisch
Sonderformblockiert: P′ ohne QRS, kein gewöhnlicher AV-Blockinterponiert: keine Pause

Pause nach dem frühen Schlag, schematisch: bei der SVES wird der Sinusknoten zurückgesetzt, der Abstand vom Schlag davor bis zum Schlag danach ist kürzer als zwei Grund-RR; bei der VES läuft der Sinusrhythmus weiter, der Abstand beträgt genau zwei Grund-RR; Ausnahmen interponierte VES und SVES mit voller Pause

Quelle: eigene Darstellung. Schematische Kurven, keine Patientenaufzeichnung.

Ableitungen II und V1 über 10 s: Sinusrhythmus mit RR etwa 0,78 s; bei etwa 5 s ein vorzeitiger, breiter, anders geformter QRS ohne vorangehende P-Welle mit gegensinniger ST/T-Strecke; Kopplungsintervall etwa 0,53 s, folgende Pause etwa 1,07 s

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-4123, Ableitungen II und V1 über 10 s, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Sinusrhythmus um 77/min (RR etwa 0,78 s). Der siebte Komplex kommt vorzeitig, ist breit und anders geformt, ohne vorangehende P-Welle; ST/T verlaufen gegensinnig: ventrikuläre Extrasystole. Kopplungsintervall und Pause ergeben zusammen etwa 1,6 s, also zwei Grund-RR (kompensatorisch).

Ableitungen II und V1 über 10 s: Sinusrhythmus mit RR etwa 0,82 s und drei vorzeitigen schmalen Schlägen bei etwa 1,3 s, 5,3 s und 7,5 s; QRS-Form ähnlich den Grundschlägen, kleine vorzeitige P-Welle dicht hinter der vorausgehenden T-Welle; Pause danach kürzer als zwei Grund-RR

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-15588, Ableitungen II und V1 über 10 s, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Sinusrhythmus um 74/min (RR etwa 0,82 s) mit drei vorzeitigen schmalen Schlägen; eine kleine, anders geformte P-Welle liegt dicht hinter der vorausgehenden T-Welle: supraventrikuläre Extrasystolen. Kopplungsintervall (etwa 0,45 s) und Pause (etwa 1,0 s) bleiben unter zwei Grund-RR (nicht kompensatorisch). In den letzten Sekunden leichte Grundliniendrift.

Bigeminus beschreibt einen Wechsel von Normalschlag und Extrasystole, Couplet zwei aufeinanderfolgende Extrasystolen. Das sind Musterbeschreibungen. Die Bedeutung hängt von Beschwerden, Belastungsbezug, Häufigkeit und struktureller Herzerkrankung ab. Ein einzelnes Ruhe-EKG quantifiziert die Tageslast nicht.

Nach Sicherung der Vorzeitigkeit werden Bigeminus und Couplet getrennt beschrieben; Beschwerden, Belastungsbezug, Tageslast und strukturelle Herzerkrankung bestimmen die weitere Einordnung.

Abbildung: Mustername und klinische Bedeutung werden getrennt beurteilt. Quelle: eigene Darstellung. Quelle: eigene Darstellung.

Ableitungen II und V1 über 10 s: Sinusrhythmus mit RR etwa 1,03 s; ab etwa 6 s wechseln Normalschlag und breite, vorzeitige, anders geformte Extrasystole regelmäßig ab; zwischen zwei Normalschlägen vergeht trotz Extrasystole etwa ein Grund-RR

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-14501, Ableitungen II und V1 über 10 s, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Sinusrhythmus um 58/min (RR etwa 1,03 s). Ab etwa 6 s wechseln Normalschlag und breite vorzeitige Extrasystole ab: ventrikulärer Bigeminus. Der Abstand zwischen den Normalschlägen bleibt dabei ungefähr ein Grund-RR, es folgt also keine Pause (interponierte Extrasystolen); auch bei etwa 3 s liegt eine einzelne interponierte Extrasystole.

Freie Antwort

Am echten EKG üben

EKG-Aufnahme PTBXL-4117; beurteile zunächst selbst die sichtbare Kurve

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-4117, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Die Skalierung steht im Bild; 3×4-Spalten zeigen aufeinanderfolgende Zeitfenster, ein einzelner langer II-Streifen dagegen den kontinuierlichen Verlauf.

Auftrag: Suche nach einer wiederkehrenden P-QRS-Beziehung und vergleiche die RR-Abstände. Welche zwei Befunde tragen die Rhythmusbeurteilung?

In der App sprechen üben →

Freie Antwort

Am echten EKG üben

EKG-Aufnahme PTBXL-16401; beurteile zunächst selbst die sichtbare Kurve

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-16401, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Die Skalierung steht im Bild; 3×4-Spalten zeigen aufeinanderfolgende Zeitfenster, ein einzelner langer II-Streifen dagegen den kontinuierlichen Verlauf.

Auftrag: Vergleiche die Vorhofaktivität inferior und in V1 mit der vorigen Aufnahme. Zähle die wiederkehrenden Vorhofzyklen zwischen zwei QRS.

In der App sprechen üben →

Ein Streifen zeigt unregelmäßige RR-Abstände, keine reproduzierbaren P-Wellen in II oder V1 und überwiegend schmale QRS. Du beschreibst zunächst „unregelmäßiger schmaler Kammerrhythmus ohne abgrenzbare P-Wellen, vereinbar mit Vorhofflimmern“. Dann klärst du Beginn, Beschwerden, Kreislauf, Vorerkrankungen und die erforderliche weitere Versorgung. Die Entscheidung über Antikoagulation ist eine eigene klinische Risikobewertung, kein Ergebnis der bloßen Frequenzzählung.

Auf die Beschreibung des unregelmäßigen schmalen Rhythmus ohne reproduzierbare P-Wellen folgen Nachweis, Prüfung der Kreislaufstabilität und Versorgungsplanung; die Antikoagulation bleibt eine eigene Risikobewertung.

Abbildung: Der Rhythmusbefund führt zur Kreislaufprüfung; Antikoagulation folgt einer gesonderten Bewertung. Quelle: eigene Darstellung. Quelle: eigene Darstellung.

Multiple Choice

Vorhoffrequenz 300/min, Kammerfrequenz 150/min, regelmäßige QRS, zwischen den QRS wiederkehrende gleichartige Vorhofwellen. Welcher Befund ist am ehesten zu prüfen?

Die Tabelle trennt Vorhof- und Kammerbeobachtungen.

AngabeBefund
Vorhoffrequenz300/min
Kammerfrequenz150/min
QRS-Abfolgeregelmäßig
Zwischen den QRSWiederkehrende gleichartige Vorhofwellen
  1. a)Vorhofflattern mit 2:1-Überleitung.
  2. b)Sinusbradykardie.
  3. c)Vorhofflimmern allein wegen der Frequenz 150/min.
Lösung in der App →

Ein früher breiter QRS erscheint ohne klar vorangehende P-Welle. Nach einer Pause kehrt die bisherige schmale QRS-Form zurück. Nenne die führende Einordnung und eine relevante Alternative.

Die Tabelle ordnet die Beobachtungen in ihrer zeitlichen Folge.

ZeitpunktBeobachtung
Vorzeitiger SchlagBreiter QRS, keine klar vorangehende P-Welle
DanachPause
AnschließendBisherige schmale QRS-Form kehrt zurück

Rhythmusstreifen in Ableitung II und V1 über 10 Sekunden: regelmäßige schmale Komplexe, gegen Ende ein vorzeitiger breiter, deformierter Komplex ohne vorangehende P-Welle, danach eine längere Pause bis zum nächsten schmalen Komplex

Abbildung: Echter Streifen; vergleiche Zeitpunkt, Breite und Form des frühen Komplexes mit den übrigen Schlägen. Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0, https://physionet.org/content/ptb-xl/1.0.3/. Aufnahme PTBXL-219, Ableitungen II und V1, Sekunde 0–10, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet; 25 mm/s, 10 mm/mV.

Lösung und Rückmeldung – nach der Antwort

Eine ventrikuläre Extrasystole ist führend. Eine aberrant geleitete supraventrikuläre Extrasystole bleibt eine Alternative; dafür müsste eine passende vorzeitige Vorhofaktivität gesucht werden. Prüfe andere Ableitungen und die T-Welle unmittelbar davor. Gute Antwort: Vorzeitigkeit und Morphologie genannt, keine alleinige Diagnose aus der Pause.


Wo der Takt entsteht

Lernziel: Du kannst Impulsbildungsstörungen und Kreiserregung verständlich erklären.

Der Sinusknoten besitzt Automatie: Seine Zellen erreichen von selbst wieder die Schwelle für einen neuen Impuls. Andere Teile des Leitungssystems können bei Ausfall als langsamere Ersatzschrittmacher einspringen. Ein Ersatzschlag kommt zu spät, nachdem der führende Takt ausgefallen ist; eine Extrasystole kommt zu früh. Diese zeitliche Unterscheidung schützt davor, einen lebenswichtigen Ersatzrhythmus als störende Extrasystolie zu unterdrücken.

Zwei Spuren über die Zeit: Der Sinusknoten erreicht mit steilem Anstieg zweimal die Schwelle und setzt dabei die langsamer ansteigende AV-Junktion zurück; nach Ausfall des Sinusimpulses erreicht die Junktion selbst die Schwelle und erzeugt einen späten Ersatzschlag. Darunter die Rangfolge Sinusknoten etwa 60–100/min, AV-Junktion etwa 40–60/min, Kammer etwa 20–40/min

Automatie: Der Sinusknoten steigt am steilsten an und erreicht die Schwelle zuerst; jeder Sinusimpuls erregt die tieferen Zentren, bevor sie selbst feuern. Fällt er aus, springt das nächste Zentrum mit seiner langsameren Eigenfrequenz ein – deshalb kommt ein Ersatzschlag immer spät. Je tiefer der Ersatzschrittmacher, desto langsamer und desto eher breit ist der QRS.

Quelle: eigene Darstellung; schematische Potenzialverläufe ohne Messwerte.

Ersatzschlag und Extrasystole unterscheiden sich zuerst im Zeitpunkt, daraus folgt die Konsequenz:

MerkmalErsatzschlagExtrasystole
Zeitpunktnach einer Pause, später als der fällige Schlagvor dem fälligen Schlag
Auslöserführender Takt fällt aus oder wird blockiertvorzeitige Erregung aus Vorhof, AV-Junktion oder Kammer
BedeutungSchutzmechanismushäufig harmlos; Bedeutung aus Häufigkeit und Kontext
Fehler vermeidennicht medikamentös unterdrücken; Ursache der Pause suchenForm, Ursprung und Häufigkeit beschreiben

Zwei schematische Rhythmusstreifen mit gleichem Grund-RR und einer gestrichelten Linie beim fälligen nächsten Schlag: oben ein vorzeitiger QRS vor der Linie mit kürzerem RR, unten ein ausgefallener Sinusschlag und ein später QRS ohne P-Welle nach der Linie mit längerem RR

Miss mit dem Grund-RR als Lineal, wann der nächste Sinusschlag fällig wäre. Kommt der Komplex vorher, ist er eine Extrasystole; kommt er erst nach einer Pause und ohne Sinus-P, ist er ein Ersatzschlag.

Quelle: eigene Darstellung; schematische Komplexe, nicht maßstäblich.

Bleibt ein Sinusimpuls aus oder erreicht er die Vorhöfe nicht, fehlen P-Welle und zugehöriger QRS. Ein SA-Block lässt sich teilweise aus der Pausenbeziehung zu vorherigen PP-Abständen vermuten, ein Sinusarrest aus einer nicht passenden Pause. Im kurzen Oberflächen-EKG ist die genaue Unterscheidung häufig nicht sicher; „Sinuspause“ mit dokumentierter Dauer kann der bessere Befund sein. Bei AV-Block läuft die P-Aktivität dagegen weiter.

Bei einer Pause wird zuerst fortlaufende P-Aktivität von fehlender P-Aktivität getrennt; anschließend werden PP-Muster für SA-Block und Sinusarrest verglichen und nur sichere Befunde formuliert.

Abbildung: Das PP-Muster liefert Hinweise; bei Unsicherheit bleibt Sinuspause mit Dauer die sichere Beschreibung. Quelle: eigene Darstellung. Pause in drei Schritten: P-Wellen getrennt von den QRS-Komplexen verfolgen, die Pause am PP-Raster messen und den Befund nur so genau formulieren, wie das Oberflächen-EKG es erlaubt. Das Vielfache des PP-Abstands passt zum SA-Block II° Typ II (Mobitz); beim Typ I (Wenckebach) werden die PP-Abstände vor der Pause kürzer. Synkope oder Schwindel mit Pausen machen den Befund zeitkritisch.

Quelle: eigene Darstellung.

Drei Ursachen einer Pause, nach P-Aktivität und Pausendauer getrennt:

MerkmalSA-Block II°SinusarrestAV-Block II°
P in der Pausefehltfehltvorhanden, ohne QRS
PausendauerTyp II: Vielfaches des PP; Typ I: PP vorher kürzerpasst nicht zum PP-RasterPP bleibt regelmäßig
Befund bei Unsicherheit„Sinuspause, … s“„Sinuspause, … s“Blocktyp bestimmen, siehe C02-U09

Ein junktionaler Rhythmus entsteht im Bereich der AV-Verbindung. Der QRS kann schmal sein. Die Vorhöfe werden eventuell rückwärts erregt: P kann inferior negativ sein und vor, in oder hinter dem QRS liegen. Eine nicht sichtbare P-Welle allein beweist keinen junktionalen Ursprung.

Drei schematische Komplexe in Ableitung II mit negativer P-Welle kurz vor dem QRS, im QRS verborgen und nach dem QRS im ST-Abschnitt; darunter drei Gründe, warum eine fehlende P-Welle keinen junktionalen Ursprung beweist, und die Frequenzbereiche 40–60/min Ersatzrhythmus, 60–100/min akzeleriert und über 100/min junktionale Tachykardie

Bei junktionalem Ursprung werden die Vorhöfe rückwärts erregt: P ist in II, III und aVF negativ. Wo P erscheint, hängt davon ab, ob Vorhof oder Kammer zuerst erreicht wird. Die Frequenz ordnet ein: Ersatzrhythmus, akzelerierter junktionaler Rhythmus oder junktionale Tachykardie.

Quelle: eigene Darstellung; schematische Komplexe, nicht maßstäblich.

Rhythmusstreifen in Ableitung II und V1 über 10 Sekunden: regelmäßige, schmale QRS-Komplexe mit großem Abstand, vor und nach den QRS-Komplexen keine abgrenzbare P-Welle

Regelmäßiger Rhythmus mit RR 1,48 s, also etwa 40/min. Der QRS ist schmal (etwa 0,08 s). Weder vor noch nach dem QRS ist eine P-Welle abgrenzbar, auch nicht in V1. Der Quellbefund lautet junktionaler Rhythmus; die P-Welle liegt dann vermutlich im QRS verborgen. Als Befund passt „regelmäßiger schmaler Ersatzrhythmus etwa 40/min ohne sichtbare P-Wellen, am ehesten junktional“ – den Ursprung beweist das Fehlen der P-Welle allein nicht.

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Ningbo First Hospital, CC BY 4.0. Aufnahme CHALLENGE-JS10650, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Ableitungen II und V1, je 10 Sekunden kontinuierlich und zeitgleich. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.

Reentry bedeutet kreisende Erregung. Ein Impuls findet zwei Wege mit unterschiedlichen Leitungs- und Erholungseigenschaften; ein Weg kann zunächst blockiert sein, während der andere langsam leitet. Wenn das Gewebe am Ausgang wieder erregbar ist, kann der Impuls zurücklaufen. AV-Knoten-Reentrytachykardie (AVNRT) und eine Reentrytachykardie über eine zusätzliche Leitungsbahn (AVRT) sind wichtige Beispiele. Ein regelmäßiges schmales Tachykardie-EKG lässt die Mechanismen nicht immer sicher unterscheiden. Du darfst deshalb „regelmäßige Schmalkomplextachykardie“ beschreiben, bevor die spezielle Ursache geklärt ist.

Schema einer Reentry-Schleife mit zwei Wegen: Ein vorzeitiger Impuls wird im noch refraktären schnellen Weg A blockiert, läuft langsam über Weg B, kehrt über den inzwischen erholten Weg A zurück und kreist; darunter AVNRT und AVRT im Vergleich und der Hinweis, zuerst regelmäßige Schmalkomplextachykardie zu beschreiben

Reentry in vier Schritten: Block im einen Weg, langsame Leitung im anderen, Rückkehr über den erholten Weg, dann ein geschlossener Kreis. Jede Runde erregt die Kammern einmal – so entsteht eine regelmäßige Tachykardie mit plötzlichem Beginn.

Quelle: eigene Darstellung.

Häufige Ursachen einer regelmäßigen Schmalkomplextachykardie und ihre Hinweise aus der P-Welle:

UrsacheP-WelleWeiterer Hinweis
Sinustachykardienormales P vor jedem QRSallmählicher Beginn und Abfall
AVNRTim QRS verborgen oder direkt danach (Pseudo-r′ in V1)plötzlicher Beginn und Ende
AVRT (orthodrom)kurz nach dem QRS, im ST-Abschnittim Sinusrhythmus eventuell Delta-Welle
Vorhofflattern mit 2:1-ÜberleitungFlatterwellen, eine oft im QRS oder in der T-Welle verstecktKammerfrequenz häufig um 150/min
Fokale atriale TachykardieP vor dem QRS, Form anders als Sinus-PP oft besser erkennbar, wenn AV-Block auftritt

Bei regelmäßigem schmalem Tachykardierhythmus werden normales oder anders geformtes P vor dem QRS, P im oder nach dem QRS sowie verborgene Flatterwellen als Hinweise auf verschiedene Mechanismen verglichen.

Abbildung: Der beschreibende Rhythmusbefund bleibt gültig, auch wenn der Mechanismus noch offen ist. Quelle: eigene Darstellung.

12-Kanal-EKG mit sehr schneller, regelmäßiger Folge schmaler QRS-Komplexe in allen Ableitungen; vor den QRS-Komplexen keine abgrenzbare P-Welle

Regelmäßige Schmalkomplextachykardie: RR konstant 0,32 s, also etwa 188/min, QRS schmal. Vor den QRS-Komplexen ist keine P-Welle abgrenzbar. Der Quellbefund nennt eine AVNRT; das passt zum Bild, ist aber aus diesem EKG allein nicht bewiesen. Korrekt beginnt der Befund mit „regelmäßige Schmalkomplextachykardie, etwa 188/min, keine sichtbaren P-Wellen“.

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Chapman University/Shaoxing People's Hospital, CC BY 4.0. Aufnahme CHALLENGE-JS10406, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.

Nach zwei Sekunden ohne P/QRS erscheint ein schmaler Komplex ohne erkennbare vorangehende Sinus-P-Welle. Seine späte Stellung spricht für einen Ersatzschlag. Ein QRS bereits deutlich vor dem erwarteten nächsten Sinusschlag wäre dagegen eine Extrasystole. Entscheidend ist die Beziehung zum vorherigen Takt, nicht nur die Form.

Rhythmusstreifen in Ableitung II und V1 über 10 Sekunden: drei regelmäßige Schläge mit P-Welle, dann zwei lange Pausen, die jeweils mit P-Welle und QRS enden, später ein schmaler QRS ohne vorangehende P-Welle nach einer Pause

Echtes Beispiel: Die ersten drei Schläge haben je eine P-Welle mit gleichem PQ, RR etwa 0,95 s. Dann folgen zwei Pausen von etwa 1,85 s, ungefähr doppelt so lang wie der Grundabstand; beide enden mit P-Welle und QRS. Das ist mit einem SA-Block II° vereinbar, vom Sinusarrest hier aber nicht sicher zu trennen. Der vorletzte QRS kommt erst etwa 1,7 s nach dem vorherigen Schlag, ist schmal und hat keine vorangehende P-Welle: ein später Komplex, also ein Ersatzschlag. Befund: „Sinusrhythmus mit Pausen bis etwa 1,9 s, ein schmaler Ersatzschlag“. Quellbefund: junktionaler Ersatzschlag, SA-Block, Sinusarrest.

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Ningbo First Hospital, CC BY 4.0. Aufnahme CHALLENGE-JS12467, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Ableitungen II und V1, je 10 Sekunden kontinuierlich und zeitgleich. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.

Während einer Pause fehlen QRS-Komplexe, regelmäßig fortlaufende P-Wellen bleiben aber sichtbar. Liegt damit primär ein Ausfall der Sinusimpulsbildung nahe? Begründe.

Die Tabelle stellt Vorhof- und Kammeraktivität während der Pause gegenüber.

SignalBeobachtung
P-WellenRegelmäßig fortlaufend sichtbar
QRS-KomplexeFehlen während der Pause

Rhythmusstreifen in Ableitung II und V1 über 10 Sekunden bei 20 mm/mV: regelmäßig aufeinanderfolgende P-Wellen; in der Mitte folgt auf eine P-Welle kein QRS-Komplex, sodass eine längere Pause entsteht

Abbildung: Echter Streifen mit doppelter Verstärkung (20 mm/mV); markiere die P-Wellen fortlaufend und prüfe, ob ihr Takt in der Pause weiterläuft. Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Ningbo First Hospital, CC BY 4.0, https://physionet.org/content/challenge-2021/1.0.3/. Aufnahme CHALLENGE-JS12428, Ableitungen II und V1, 10 Sekunden, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet; 25 mm/s, 20 mm/mV.

Lösung und Rückmeldung – nach der Antwort

Nein. Die fortlaufenden P-Wellen zeigen erhaltene Vorhofaktivierung. Die Kammern werden zeitweise nicht erreicht; eine AV-Überleitungsstörung ist zu prüfen. Ein alleiniger Sinusausfall würde nicht weiter regelmäßig P-Wellen erzeugen. Selbstvergleich: P- und QRS-Aktivität getrennt beschrieben.


AV-Block unterscheiden

Lernziel: Du kannst AV-Blöcke anhand von P-Wellen und ihrer Überleitung einordnen.

Markiere die P-Wellen gedanklich über den gesamten Streifen. Bestimme Vorhof- und Kammerfrequenz getrennt. Miss dann die PQ-Zeiten der tatsächlich übergeleiteten Schläge. Suche auch in T-Wellen nach verdeckten P-Wellen.

Nach getrenntem Verfolgen von P und QRS verzweigt der Weg in vollständige Überleitung mit PQ über 200 ms, einzelne Ausfälle oder fehlende Überleitung; PQ-Folge, 2:1-Verhältnis und mehrere blockierte P-Wellen führen zur begründeten Blockbeschreibung.

Abbildung: Beim 2:1-Block fehlt die Folge benachbarter übergeleiteter PQ-Zeiten für eine sichere Mobitz-Typisierung. Quelle: eigene Darstellung. Der Weg zur Einordnung: Erst alle P-Wellen finden, dann fragen, ob jede übergeleitet wird. Fallen einzelne QRS aus, entscheidet der PQ-Vergleich um den Ausfall herum; beim 2:1-Block bleibt der Typ offen.

Quelle: eigene Darstellung.

Die Muster im Überblick; entscheidend ist immer die Beziehung jeder einzelnen P-Welle zum QRS:

BefundEntscheidendes Muster
AV-Block I°Jede P übergeleitet, PQ >200 ms
Mobitz I / WenckebachPQ wird länger, dann fällt QRS aus; danach kürzeres PQ
Mobitz IIPlötzlicher Überleitungsausfall bei sonst gleichbleibendem PQ und stabilem Vorhoftakt
2:1-AV-BlockNur jede zweite P übergeleitet; Typ I/II daraus oft nicht bestimmbar
AV-Block III°Keine AV-Überleitung; Vorhof und Ersatzrhythmus laufen unabhängig

Fünf schematische Rhythmusstreifen: AV-Block I° mit konstant langer PQ-Zeit, Wenckebach mit PQ 180, 220, 260 ms und blockierter P-Welle, Mobitz II mit konstanter PQ und plötzlich blockierter P-Welle, 2:1-Block mit jeder zweiten P-Welle blockiert, AV-Block III° mit unabhängig laufenden P-Wellen und langsamem breitem Ersatzrhythmus

Blau: übergeleitete P-Welle, rot: P-Welle ohne Überleitung. Die Wenckebach-Zeile zeigt die Zahlen aus dem Beispiel in S02. Beim 2:1-Block folgen nie zwei übergeleitete P-Wellen aufeinander – deshalb gibt es keine PQ-Folge, an der man ein Wachsen vor dem Ausfall sehen könnte.

Quelle: eigene Darstellung; schematische Kurven, Zeitachse vereinfacht.

Bei einem 2:1-Block fehlt die Folge mehrerer benachbarter übergeleiteter PQ-Zeiten, mit der man Wenckebach sicher erkennen könnte. Nenne das Verhältnis und die QRS-Breite, statt automatisch Mobitz II zu schreiben. Bei mehreren aufeinanderfolgenden blockierten P-Wellen liegt ein hochgradiger AV-Block vor.

Hinweise auf die Blockebene beim 2:1-Block; keiner beweist die Lage allein, und auch ein schmaler QRS schließt einen Block im His-Bündel nicht aus:

HinweisEher nodal (AV-Knoten)Eher infranodal (His-Purkinje)
QRS der übergeleiteten Schlägeschmalbreit, Schenkelblockbild
PQ der übergeleiteten Schlägeoft verlängertoft normal
Längere AufzeichnungWenckebach-PhasenMobitz-II-Phasen
Belastung oder AtropinÜberleitung wird besserBlock bleibt oder nimmt zu

Zwei Rhythmusstreifen, Ableitung II und V1 über 10 Sekunden: regelmäßige schmale QRS-Komplexe etwa alle 1,3 Sekunden, vor jedem QRS eine P-Welle, eine zweite P-Welle jeweils am Ende der T-Welle ohne folgenden QRS

Beispiel 2:1-Block: Die QRS-Komplexe kommen regelmäßig etwa alle 1,33 s (Kammer etwa 45/min). Vor jedem QRS steht eine P-Welle mit PQ etwa 0,26 s. Die zweite P-Welle liegt jeweils am Ende der T-Welle und ist in V1 als kleine spitze Welle besser zu sehen als in II; P-P etwa 0,67 s (Vorhof etwa 90/min). QRS schmal. Befund: 2:1-AV-Block mit verlängerter PQ-Zeit der übergeleiteten Schläge; der Mobitz-Typ ist aus diesem Streifen nicht bestimmbar.

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Chapman University/Shaoxing People's Hospital, CC BY 4.0. Aufnahme CHALLENGE-JS04915, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet; Ableitungen II und V1, 25 mm/s, 10 mm/mV.

AV-Dissoziation bedeutet zunächst unabhängige Vorhof- und Kammeraktivität. Sie kann auch bei einem beschleunigten Kammerrhythmus auftreten. Für einen kompletten AV-Block suchst du den langsameren Ersatzrhythmus, durchlaufende P-Wellen und fehlende Überleitung trotz wechselnder zeitlicher Möglichkeiten. Ein einzelnes zufällig passend liegendes P vor QRS widerlegt den kompletten Block nicht.

Vergleich zweier schematischer Rhythmusstreifen: oben kompletter AV-Block mit Vorhof etwa 86 pro Minute und Kammer etwa 40 pro Minute, unten AV-Dissoziation mit schnellerem Kammerrhythmus etwa 88 pro Minute und langsameren P-Wellen etwa 70 pro Minute

Beide Streifen zeigen unabhängige P-Wellen und QRS-Komplexe. Für den kompletten Block spricht erst die langsamere Kammer zusammen mit fehlender Überleitung trotz günstig liegender P-Wellen; ist die Kammer schneller, kommt die P-Welle meist in die Refraktärzeit.

Quelle: eigene Darstellung; schematische Kurven.

Ischämie, Medikamente, Elektrolytstörungen, Entzündung und degenerative Leitungsstörung sind mögliche Ursachen. Synkope, Hypotonie, Zeichen von Schock oder Herzinsuffizienz machen einen langsamen Rhythmus zeitkritisch. Bei höhergradigem Block sind Monitoring und rasche fachärztliche Beurteilung nötig; ein breiter Ersatzrhythmus kann auf einen tieferen und weniger zuverlässigen Ersatzmechanismus hinweisen.

Mögliche Ursachen und was du jeweils prüfst; reversible Ursachen werden vor jeder Schrittmacherentscheidung gesucht:

UrsacheBeispielePrüfen
Ischämieinferiorer Infarkt: meist nodal, oft rückläufig; anteriorer Infarkt: eher infranodal, ungünstiger12-Kanal-EKG, Troponin
MedikamenteBetablocker, Verapamil, Diltiazem, Digitalis, AmiodaronMedikationsliste, ggf. Digoxinspiegel
Elektrolyte, StoffwechselHyperkaliämie, HypothyreoseKalium, TSH
Entzündung, InfektionLyme-Karditis, Myokarditis, Endokarditis mit RingabszessAnamnese, Serologie, Echokardiografie
DegenerativFibrose des Leitungssystems im AlterAusschluss der übrigen Ursachen

Ein echter Mobitz-II-, höhergradiger oder kompletter AV-Block kann auch ohne aktuelle Beschwerden eine Schrittmacherindikation begründen, wenn keine reversible Ursache vorliegt. Beschwerdefreiheit ist deshalb keine ausreichende Entwarnung. Ein zufällig entdeckter asymptomatischer 2:1-Block wird dagegen nach Situation und vermuteter nodaler beziehungsweise infranodaler Lage individuell beurteilt. ESC Pacing 2021, Abschnitt 5.2.1.3

Beim langsamen Rhythmus mit AV-Block führt fehlender Kreislauf sofort zur Reanimation; bei vorhandenem Kreislauf werden Warnzeichen, Blockgrad und reversible Ursachen geprüft, bevor die Schrittmacherfrage beurteilt wird.

Abbildung: Beschwerdefreiheit allein entwarnt bei Mobitz II, höhergradigem oder komplettem AV-Block nicht. Quelle: eigene Darstellung. Zuerst zählt der Kreislauf, dann die Warnzeichen, erst danach der genaue Blockgrad. Ohne reversible Ursache begründen Mobitz II, hochgradiger und kompletter AV-Block eine Schrittmacherindikation, auch ohne Beschwerden.

Quelle: eigene Darstellung.

Freie Antwort

Am echten EKG üben

EKG-Aufnahme CHALLENGE-JS12426; beurteile zunächst selbst die sichtbare Kurve

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Ningbo First Hospital, CC BY 4.0. Aufnahme CHALLENGE-JS12426, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Die Skalierung steht im Bild; 3×4-Spalten zeigen aufeinanderfolgende Zeitfenster, ein einzelner langer II-Streifen dagegen den kontinuierlichen Verlauf.

Auftrag: Verfolge die P-Wellen vor und nach der längeren Pause. Vergleiche die PQ-Abstände der übergeleiteten Schläge innerhalb einer Gruppe.

In der App sprechen üben →

Freie Antwort

Am echten EKG üben

EKG-Aufnahme CHALLENGE-JS12440; beurteile zunächst selbst die sichtbare Kurve

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Ningbo First Hospital, CC BY 4.0. Aufnahme CHALLENGE-JS12440, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Die Skalierung steht im Bild; 3×4-Spalten zeigen aufeinanderfolgende Zeitfenster, ein einzelner langer II-Streifen dagegen den kontinuierlichen Verlauf.

Auftrag: Prüfe die regelmäßig weiterlaufenden P-Wellen. Werden die PQ-Abstände vor einem ausgefallenen QRS schrittweise länger?

In der App sprechen üben →

Freie Antwort

Am echten EKG üben

EKG-Aufnahme PTBXL-959; beurteile zunächst selbst die sichtbare Kurve

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-959, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Die Skalierung steht im Bild; 3×4-Spalten zeigen aufeinanderfolgende Zeitfenster, ein einzelner langer II-Streifen dagegen den kontinuierlichen Verlauf.

Auftrag: Verfolge P-P und R-R getrennt. Warum ist ein zufälliger P-QRS-Abstand keine verlässliche PQ-Zeit?

In der App sprechen üben →

PQ-Zeiten: 180 → 220 → 260 ms; danach eine P-Welle ohne QRS. Anschließend wieder PQ 180 ms. Das schrittweise längere PQ mit Ausfall und Neustart passt zu Wenckebach. Die Information „ein QRS fehlt“ allein hätte den Typ noch nicht festgelegt.

Die Tabelle zeigt die PQ-Folge und den Ausfall in zeitlicher Reihenfolge.

SchrittPQ oder Überleitung
Erster übergeleiteter Schlag180 ms
Zweiter übergeleiteter Schlag220 ms
Dritter übergeleiteter Schlag260 ms
Nächste P-WelleOhne QRS
Nachfolgende ÜberleitungPQ wieder 180 ms

Vorhof 84/min, Kammer 42/min. Jede zweite P-Welle wird mit PQ 180 ms und QRS 90 ms übergeleitet. Gib einen präzisen Befund ohne unbelegte Typisierung an.

Die Tabelle enthält die vorgegebenen Frequenzen und Intervalle.

AngabeBefund
Vorhof / Kammer84/min / 42/min
ÜberleitungJede zweite P-Welle
PQ der übergeleiteten Schläge180 ms
QRS90 ms

Lösung und Rückmeldung – nach der Antwort

„2:1-AV-Block bei Vorhoffrequenz 84/min und Kammerfrequenz 42/min; übergeleitete QRS schmal, PQ etwa 180 ms. Mobitz-Typ aus diesem Abschnitt nicht sicher bestimmbar.“ Die schmale QRS-Form beweist keine harmlose Situation. Symptome, reversible Ursachen und längere Aufzeichnung sind entscheidend.

Eine Person mit langsamen QRS wird bewusstlos, atmet nicht normal, ein Kreislauf ist nicht sicher feststellbar. Muss zunächst der AV-Blockgrad vollständig bestimmt werden?

Die Tabelle hält die Angaben zur aktuellen Situation fest.

AngabeBefund
EKGLangsame QRS-Komplexe
BewusstseinBewusstlos
AtmungNicht normal
KreislaufNicht sicher feststellbar

Lösung und Rückmeldung – nach der Antwort

Nein. Hilfe/Notfallteam rufen, Reanimation und Defibrillator-/ALS-Beurteilung beginnen. Ein organisierter EKG-Rhythmus kann ohne mechanischen Kreislauf als pulslose elektrische Aktivität vorliegen. Der vollständig formulierte EKG-Befund hat hier keine Priorität.


Schenkel und Faszikel

Lernziel: Du kannst Rechts- und Linksschenkelblock sowie Faszikelmuster erkennen.

Normalerweise werden beide Kammern rasch über das His-Purkinje-System erregt. Bei einem Schenkelblock erreicht die Erregung eine Kammer verspätet über langsamere Ausbreitung im Myokard. Dadurch wird QRS breit, und die veränderte Erregungsfolge verändert auch ST/T.

Leitungssystem als Baum: His-Bündel, rechter und linker Schenkel, linksanteriorer und linksposteriorer Faszikel; vier nummerierte Blockorte mit ihren EKG-Zeichen, unten bifaszikulärer Block als Kombination

Wo die Leitung ausfällt, bestimmt das Muster: Ein Schenkelblock verbreitert QRS, ein Faszikelblock dreht vor allem die Achse.

Quelle: eigene Darstellung.

Beim kompletten Rechtsschenkelblock beträgt QRS mindestens 120 ms. Typisch sind ein terminales R′ in V1/V2, häufig rSR′, und eine verbreiterte terminale S-Zacke in I und V6. ST-Senkung/T-Negativierung rechtspräkordial kann sekundär sein. Ein rSr′ allein bei schmalem QRS genügt nicht; auch V1/V2-Fehlpositionen können dieses Muster erzeugen. Beim inkompletten Muster fehlt die volle QRS-Verbreiterung; Grenzen und Morphologie werden gemeinsam beschrieben.

Ableitungen I, V1, V2 und V6 bei 50 mm/s: in V1 und V2 dreiphasige rSR′-Komplexe mit spätem positivem Ausschlag, in I und V6 eine breite terminale S-Zacke

Echter Streifen zum Nachmessen (50 mm/s, ein großes Kästchen = 100 ms): Sinusrhythmus um 70/min, QRS etwa 120–130 ms. V1/V2 zeigen rSR′ mit dem späten R′, I und V6 das breite terminale S. Die flache T-Negativierung in V1 passt zur sekundären Repolarisationsänderung.

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-13100, Ausschnitt 0–4 s, Ableitungen I, V1, V2 und V6, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet.

Beim kompletten Linksschenkelblock ist QRS ebenfalls mindestens 120 ms breit. Rechtspräkordial dominieren häufig QS/rS-Komplexe, lateral breite, teils gekerbte R-Zacken, meist ohne normale septale q in I/V5/V6. ST/T verlaufen oft diskordant, also entgegengesetzt zur Haupt-QRS-Richtung. Die Diagnose braucht das Gesamtbild; ein breiter QRS allein reicht nicht.

RSB und LSB im direkten Vergleich:

MerkmalRechtsschenkelblockLinksschenkelblock
QRS-Dauer≥ 120 ms≥ 120 ms
V1/V2terminales R′, oft rSR′QS oder rS
I, V5/V6breites terminales Sbreites, teils gekerbtes R, kein septales q
ST/Trechtspräkordial oft sekundär gesenkt/negativmeist diskordant zum QRS
Typische FallerSr′ bei schmalem QRS, V1/V2 zu hoch geklebtbreiter QRS allein ist noch kein LSB

Schematische Kammerkomplexe in V1 und V6: normal schmal; Rechtsschenkelblock mit R′ in V1 und breitem S in V6; Linksschenkelblock mit QS in V1, gekerbtem breitem R ohne q in V6 und diskordantem ST/T; darunter der Mechanismus beider Blöcke

Schematische Formen, keine Patientenkurven: Beim RSB ist nur das Ende verspätet, beim LSB die gesamte Kammererregung einschließlich Septum.

Quelle: eigene Darstellung.

Ablauf bei breitem QRS: messen, andere Ursachen wie Kammerrhythmus, Schrittmacher, Präexzitation, Hyperkaliämie und Medikamente mitdenken, Form in V1 und I/V6 vergleichen, ST/T einordnen; drei farbige Ergebnisse

Erst messen, dann Ursachen mitdenken, dann die Form lesen. Erfüllt ein breiter QRS weder RSB- noch LSB-Kriterien, heißt er unspezifische intraventrikuläre Leitungsverzögerung.

Quelle: eigene Darstellung.

Beim linksanterioren Faszikelblock ist die Achse typischerweise deutlich linksgerichtet, häufig −45° bis −90°, mit qR in I/aVL und rS inferior. QRS kann ohne zusätzlichen Schenkelblock unter 120 ms bleiben. Beim seltenen linksposterioren Faszikelblock ist die Achse nach rechts gerichtet, mit rS in I/aVL und qR inferior. Andere Gründe einer Rechtsachse, vor allem Rechtsherzbelastung, müssen ausgeschlossen werden. Eine Achsenabweichung allein sichert keinen Faszikelblock.

Die beiden Faszikelblöcke:

MerkmalLAFBLPFB
Achse−45° bis −90°etwa +90° bis +180°
I und aVLqRrS
II, III, aVFrSqR
QRS ohne Schenkelblockmeist < 120 msmeist < 120 ms
Häufigkeithäufigselten; andere Ursachen ausschließen

Ableitungen in 3×4-Anordnung mit II-Rhythmusstreifen: schmale QRS-Komplexe, qR in I und aVL, rS mit tiefem S in II, III und aVF

Echtes 12-Kanal-EKG: Sinusrhythmus um 80/min, QRS etwa 90 ms. I und aVL zeigen qR, II, III und aVF rS mit tiefem S; II ist überwiegend negativ. Die Achse liegt damit etwa bei −50° bis −60°. Das ist ein typisches LAFB-Muster.

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-3201, Ausschnitt 0,4–10 s, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet.

Von QRS-Dauer und Achse zu zwei Ästen: linksgerichtete Achse mit qR in I/aVL und rS inferior; Rechtsachse mit umgekehrtem Muster und Ausschluss anderer Ursachen.

Abbildung: Die Achse lenkt die Prüfung; erst die Ableitungsformen und die Ausschlüsse tragen die Einordnung. Quelle: eigene Darstellung. Die Achse lenkt den Verdacht, das qR/rS-Muster stützt ihn. Vor „LPFB“ müssen Rechtsherzbelastung, lateraler Infarkt, schlanker Körperbau und vertauschte Armelektroden bedacht werden.

Quelle: eigene Darstellung.

Rechtsschenkelblock plus linksanteriorer oder linksposteriorer Faszikelblock wird bifaszikulär genannt. Eine zusätzlich lange PQ-Zeit beweist nicht, dass auch der dritte Faszikel blockiert ist; die Verzögerung kann im AV-Knoten liegen. Synkope bei solchem Muster erfordert eine gezielte Abklärung intermittierender höhergradiger Überleitungsstörung.

Ableitungen in 3×4-Anordnung mit II-Rhythmusstreifen: breite QRS-Komplexe mit rsR′ in V1 und breitem S in I und V6, dazu qR in aVL und rS mit tiefem S in II, III und aVF

Echtes 12-Kanal-EKG: Sinusrhythmus um 65/min, QRS etwa 140–150 ms. V1 zeigt rsR′, I und V6 ein breites terminales S: Rechtsschenkelblock. Zusätzlich qR in aVL und tiefes S inferior mit deutlich linksgerichteter Achse jenseits von −45°: linksanteriorer Faszikelblock. Zusammen ist das ein bifaszikulärer Block.

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-14932, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet.

Bifaszikuläres Muster zunächst in RSB, Faszikel und PQ zerlegen, dann die Aussagegrenze der langen PQ und die unterschiedlichen Wege ohne Symptome oder bei Synkope prüfen.

Abbildung: Eine lange PQ lokalisiert die zusätzliche Verzögerung nicht; die Synkope begründet die gezielte Blocksuche. Quelle: eigene Darstellung. Symptome bestimmen das Tempo: Ohne Beschwerden reicht das Muster allein nicht für einen Schrittmacher. Bei Synkope wird nach intermittierendem höhergradigem Block gesucht, etwa mit Monitoring, Ereignisrekorder oder EPU mit HV-Zeit.

Quelle: eigene Darstellung.

Freie Antwort

Am echten EKG üben

EKG-Aufnahme PTBXL-618; beurteile zunächst selbst die sichtbare Kurve

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-618, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Die Skalierung steht im Bild; 3×4-Spalten zeigen aufeinanderfolgende Zeitfenster, ein einzelner langer II-Streifen dagegen den kontinuierlichen Verlauf.

Auftrag: Vergleiche QRS-Breite und -Form in V1 mit I/aVL und V5/V6. Welche Beziehung haben ST/T zum Hauptausschlag?

In der App sprechen üben →

Multiple Choice

QRS 150 ms, rSR′ in V1, breites terminales S in I/V6. Welche Einordnung ist am besten belegt?

Die Tabelle bündelt die Angaben der Aufgabe.

MerkmalGegebene Information
QRS-Dauer150 ms
V1rSR′
I/V6Breites terminales S

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II: breite QRS-Komplexe, in V1 und V2 mit zweitem positivem Gipfel und nachfolgend negativer T-Welle, in I und V6 mit breitem, plumpem S am Ende des QRS

Abbildung: Echtes 12-Kanal-EKG; vergleiche den Endteil des QRS in V1 mit dem in I und V6. Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0, https://physionet.org/content/ptb-xl/1.0.3/. Aufnahme PTBXL-4051, 12 Kanäle mit Rhythmusstreifen II, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet; 25 mm/s, 10 mm/mV.

  1. a)Linksschenkelblock, weil jeder breite QRS linksventrikulär entsteht.
  2. b)Kompletter Rechtsschenkelblock.
  3. c)Akuter Myokardinfarkt unabhängig von ST/T und Beschwerden.
Lösung in der App →

Warum ist „Rechtsschenkelblock plus lange PQ-Zeit = sicher trifaszikulärer Block“ zu weitgehend?

Die Tabelle bündelt die Angaben der Aufgabe.

MerkmalGegebene Information
SchenkelmusterRechtsschenkelblock
ÜberleitungszeitLange PQ-Zeit
Zu prüfende Behauptung„Sicher trifaszikulärer Block“

Lösung und Rückmeldung – nach der Antwort

Die PQ-Zeit umfasst mehrere Leitungsabschnitte; ihre Verlängerung kann im AV-Knoten entstehen. Sie lokalisiert die Verzögerung nicht sicher im noch leitenden Faszikel. Beschreibe RSB, Achse und PQ getrennt und leite die Dringlichkeit aus Symptomen und Gesamtbefund ab.


Präexzitation und Tachykardie

Lernziel: Du kannst Präexzitation beschreiben und gefährliche Tachykardien priorisieren.

Bei Präexzitation erreicht ein Teil der Erregung die Kammer über eine zusätzliche Verbindung am normalen AV-Verzögerungsweg vorbei. Typisch sind kurze PQ-Zeit, ein verschliffener QRS-Anfang (Delta-Welle) und verbreiterter QRS mit sekundären ST/T-Veränderungen. Das ist ein WPW-Muster. Ein WPW-Syndrom setzt dazu passende klinische Tachyarrhythmien voraus; aus einer asymptomatischen Aufnahme wird nicht automatisch ein Syndrom.

Vergleich normaler AV-Weg mit Verzögerung und Zusatzbahn ohne AV-Bremse; darunter schematisches EKG: normal mit PQ 120–200 ms und schmalem QRS, präexzitiert mit PQ unter 120 ms, Delta-Welle, breitem QRS und sekundär gegensinniger ST/T; Ergebnis WPW-Muster ohne und WPW-Syndrom mit dokumentierter Tachyarrhythmie

Quelle: eigene Darstellung. Schematische Kurven, nicht maßstabsgetreu.

Die EKG-Zeichen der Präexzitation und ihr Grund:

ZeichenWoran erkennenWarum
kurze PQunter 120 msAV-Verzögerung wird umgangen
Delta-Welleangeschrägter QRS-Beginnlangsame Erregung von Muskel zu Muskel
breiter QRSoft ≥ 120 msMischerregung aus Zusatzbahn und normalem Weg
ST/Toft gegensinnig zum QRSsekundär, kein Infarktbeweis

Ableitungen II und V3 über 4 s bei 50 mm/s: P-Welle in II, danach in V3 ein langsam ansteigender QRS-Beginn vor dem steilen R; PQ etwa 0,11 s, QRS etwa 0,12–0,13 s; Präexzitationsmuster

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-5303, Ableitungen II und V3, 0–4 s mit 50 mm/s, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Bei 50 mm/s entspricht ein kleines Kästchen 20 ms. Vom P-Beginn in II bis zum QRS-Beginn vergehen etwa 0,11 s; in V3 steigt der QRS zuerst flach an (Delta-Welle) und erst dann steil. QRS etwa 0,12–0,13 s, Frequenz um 70/min.

Die Zusatzbahn kann Teil einer Kreiserregung sein. Bei orthodromer AVRT läuft der Impuls vorwärts über AV-Knoten/His-Purkinje und zurück über die Zusatzbahn: Der QRS kann während der Tachykardie schmal sein. Bei antidromer Leitung kann er breit sein. Die sichere Mechanismusdiagnose kann elektrophysiologische Abklärung erfordern.

Zwei Kreisläufe zwischen Vorhof und Kammer: orthodrom vorwärts über AV-Knoten/His und zurück über die Zusatzbahn mit meist schmalem QRS; antidrom vorwärts über die Zusatzbahn und zurück über den AV-Knoten mit breitem QRS; der sichere Mechanismus braucht oft eine elektrophysiologische Untersuchung

Quelle: eigene Darstellung.

Ableitungen II und V1 über 10 s: 25 gleichförmige schmale QRS-Komplexe in exakt gleichen Abständen von etwa 0,41 s; regelmäßige Schmalkomplextachykardie um 145/min

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Chapman University/Shaoxing People's Hospital, CC BY 4.0. Aufnahme CHALLENGE-JS10449, Ableitungen II und V1 über 10 s, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Regelmäßige schmale Tachykardie, RR konstant etwa 0,41 s (etwa 145/min). Die Originaldatenbank nennt eine AVRT; so sieht eine orthodrome AVRT typischerweise aus. Allein aus diesem Streifen ist der Mechanismus aber nicht bewiesen.

Eine Breitkomplextachykardie kann VT oder eine supraventrikuläre Tachykardie mit aberranter Leitung/Präexzitation sein. AV-Dissoziation, Capture- oder Fusionsschläge unterstützen VT: Ein Capture-Schlag entsteht, wenn ein Vorhofimpuls die Kammer kurz normal erfasst; ein Fusionsschlag aus gemeinsamer Aktivierung durch zwei Erregungsfronten. Fehlen diese Zeichen, ist VT nicht ausgeschlossen. Bei unklarer regelmäßiger Breitkomplextachykardie wird zunächst sicherheitsorientiert von VT ausgegangen und rasch fachkundige Hilfe geholt.

Von Instabilitätszeichen zur elektrischen Akutbehandlung; ohne Instabilität RR-Regelmäßigkeit prüfen, bei regelmäßiger Tachykardie VT-Zeichen suchen und bei unregelmäßig wechselnd breitem QRS präexzitiertes Vorhofflimmern bedenken.

Abbildung: Die Kreislaufentscheidung hat Vorrang; fehlende Capture- oder Fusionsschläge entkräften VT nicht. Quelle: eigene Darstellung. Quelle: eigene Darstellung. Instabilitätszeichen nach dem Tachykardie-Algorithmus des European Resuscitation Council (ERC).

Drei schematische Rhythmusstreifen einer Breitkomplextachykardie: P-Wellen laufen unabhängig durch (AV-Dissoziation), ein vorzeitiger schmaler QRS (Capture-Schlag) und ein QRS in Mischform (Fusionsschlag); vorhanden stützt VT, fehlen schließt VT nicht aus

Quelle: eigene Darstellung. Schematische Kurven; die P-Wellen sind mit Dreiecken markiert.

Häufige Ursachen einer Breitkomplextachykardie im Vergleich:

UrsacheTypischer HinweisErste Haltung
VTAV-Dissoziation, Capture-/Fusionsschläge; Infarkt oder Herzinsuffizienz bekanntVT annehmen, Hilfe holen
SVT mit Schenkelblock/Aberranzgleiche QRS-Form schon im Sinusrhythmusnur bei sicherer Einordnung als SVT behandeln
antidrome AVRTbekannte Präexzitation, regelmäßigbis zur Klärung wie VT
präexzitiertes Vorhofflimmernsehr schnell, unregelmäßig, wechselnd breitkeine AV-Knoten-Blockade

Ableitungen II und V2 über 10 s: zwei Salven einer regelmäßigen Breitkomplextachykardie um 180/min mit breiten QRS-Komplexen, tiefen QS-Zacken in V2 und gegensinniger Repolarisation; am Anfang zwei und in der Mitte drei schmale QRS-Komplexe

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Ningbo First Hospital, CC BY 4.0. Aufnahme CHALLENGE-JS21140, Ableitungen II und V2 über 10 s, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Salven einer regelmäßigen Breitkomplextachykardie (RR etwa 0,33 s, etwa 180/min), unterbrochen von schmalen Schlägen. Vergleiche die schmale Form der übergeleiteten Schläge mit den breiten Tachykardiekomplexen. Befund der Originaldatenbank: paroxysmale VT mit AV-Dissoziation.

Besonders gefährlich ist eine sehr schnelle, unregelmäßige Breitkomplextachykardie bei Präexzitation: mögliches präexzitiertes Vorhofflimmern. AV-Knoten-blockierende Mittel können dann die Leitung über die Zusatzbahn begünstigen; eine vermeintliche gewöhnliche Frequenzkontrolle mit Verapamil, Diltiazem, Betablocker, Digoxin oder Adenosin ist hier keine sichere Standardmaßnahme. Auch intravenöses Amiodaron wird bei präexzitiertem Vorhofflimmern vermieden. Bei Kreislaufinstabilität und vorhandenem Puls ist die unverzügliche synchronisierte Kardioversion durch das Notfallteam vorrangig. ESC-SVT-Leitlinie 2019

Bei sehr schneller unregelmäßiger Tachykardie mit wechselnd breitem QRS zuerst präexzitiertes Vorhofflimmern erkennen und ungeeignete Medikamente vermeiden; Kreislauf bestimmt die Kardioversion, anschließend folgt die Zusatzbahnabklärung.

Abbildung: Die Medikamentenliste ist eine Vermeidungsentscheidung; bei Instabilität steht die synchronisierte Kardioversion vorn. Quelle: eigene Darstellung. Quelle: eigene Darstellung. Inhalt nach ESC-SVT-Leitlinie 2019.

Was die üblichen Frequenzbremsen bei präexzitiertem Vorhofflimmern bewirken:

MittelWirkungBei präexzitiertem VHF
Verapamil, DiltiazemAV-Knoten-Leitung ↓vermeiden
BetablockerAV-Knoten-Leitung ↓vermeiden
DigoxinAV-Knoten-Leitung ↓vermeiden
Adenosinkurzer AV-Blockvermeiden
Amiodaron i.v.u. a. AV-Knoten-Leitung ↓vermeiden
synchronisierte Kardioversionbeendet das Vorhofflimmernbei Instabilität sofort

Freie Antwort

Am echten EKG üben

EKG-Aufnahme PTBXL-9699; beurteile zunächst selbst die sichtbare Kurve

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-9699, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Die Skalierung steht im Bild; 3×4-Spalten zeigen aufeinanderfolgende Zeitfenster, ein einzelner langer II-Streifen dagegen den kontinuierlichen Verlauf.

Auftrag: Suche den frühesten QRS-Beginn. Ist der breite Beginn abrupt oder angeschrägt, und wie lang wirkt die PQ?

In der App sprechen üben →

Eine Person mit bekanntem WPW-Muster hat eine sehr schnelle, unregelmäßige Tachykardie mit wechselnd breiten QRS und Blutdruck 78/45 mmHg. Formuliere die führende Gefahr und die nächste Priorität.

Die Tabelle bündelt die Angaben der Aufgabe.

MerkmalGegebene Information
VorbefundWPW-Muster
TachykardieSehr schnell, unregelmäßig
QRSWechselnd breit
Blutdruck78/45 mmHg

Lösung und Rückmeldung – nach der Antwort

„Verdacht auf präexzitiertes Vorhofflimmern mit hämodynamischer Instabilität. Sofort Notfallteam, Monitoring/Defibrillator und elektrische Akutbehandlung vorbereiten; keine routinemäßige AV-Knotenblockade.“ Die Instabilität wird anhand des Patienten beurteilt. Eine langwierige Mechanismusbestimmung darf die Behandlung nicht verzögern. Selbstvergleich: unregelmäßig + breit + Präexzitation erkannt, Hypotonie berücksichtigt, Medikamentenfalle vermieden.


ST und T im Zusammenhang

Lernziel: Du kannst regionale Ischämiezeichen beschreiben und richtig priorisieren.

Der J-Punkt markiert den Übergang vom QRS zur ST-Strecke. Miss eine ST-Abweichung gegenüber einer nachvollziehbaren isoelektrischen Referenz, bevorzugt einer ruhigen TP-Strecke. Eine verschobene PQ-Strecke oder starke Grundliniendrift kann die Referenz verfälschen. Beschreibe Höhe/Tiefe, Form, betroffene Ableitungen und dynamische Veränderung.

Messung einer ST-Hebung: Herzaktion auf Millimeterraster, ruhige TP-Strecke als grüne Referenzlinie, J-Punkt am Ende des QRS rot markiert, Abstand 2,5 mm gleich 0,25 mV; darunter die Schritte Referenz, J-Punkt, Abstand und die vier Beschreibungsmerkmale Höhe/Tiefe, Form, Ableitungen, Verlauf

Gemessen wird senkrecht vom J-Punkt zur Referenzlinie. Bei 10 mm/mV entspricht ein kleines Kästchen 0,1 mV.

Quelle: eigene Darstellung; stilisierte Herzaktion, kein Patienten-EKG.

Typische Fehlerquellen der Referenz und was du dagegen tun kannst:

FehlerquelleWirkungWas tun
GrundliniendriftScheinbare Hebung oder SenkungRuhigen Schlag wählen, EKG wiederholen
Verschobene PQ-StreckeReferenz zu hoch oder zu tiefTP-Strecke als Bezug nehmen
Kurze TP-Strecke, z. B. TachykardieKeine ruhige TP-ReferenzQRS-Beginn als Bezug, Unsicherheit nennen
Monitorableitung, starker FilterST-Strecke verformt12-Kanal-EKG im Diagnosemodus

Ischämie verändert die elektrische Aktivität regional. Akute ST-Hebungen, horizontale oder deszendierende ST-Senkungen und neue T-Veränderungen können relevant sein. Hohe, breite, zur QRS-Spannung unverhältnismäßige T-Wellen können früh auftreten. Keine einzelne Form ersetzt Beschwerden, Vorbefund und Verlauf. Ein anfänglich unauffälliges EKG schließt ein akutes Koronarsyndrom nicht aus.

Sechs stilisierte Herzaktionen nebeneinander: Vergleich mit isoelektrischer ST-Strecke, ST-Hebung am J-Punkt, hohe breite T-Welle, horizontale ST-Senkung, deszendierende ST-Senkung und neue T-Negativierung; darunter der Hinweis, dass die Form allein nicht entscheidet und ein unauffälliges erstes EKG ein ACS nicht ausschließt

Vergleiche jede Form mit der gestrichelten Referenz. Der rote Punkt markiert den J-Punkt.

Quelle: eigene Darstellung; stilisierte Formen, kein Patienten-EKG.

12-Kanal-Medianschlag bei 25 mm/s und 10 mm/mV: in V2 bis V4 sehr hohe, breitbasige T-Wellen im Verhältnis zum QRS, ST am J-Punkt kaum verschoben; Extremitätenableitungen ohne deutliche ST-Hebung

Echter Medianschlag eines 56-jährigen Patienten mit angiografisch verschlossener proximaler RIVA: In V2–V4 fallen hohe, breitbasige T-Wellen auf (in V2 etwa 15 mm bei etwa 21 mm R). Am J-Punkt ist die ST-Strecke dort kaum angehoben, die Hebungsschwellen sind also nicht erreicht. Solche T-Wellen können einer ST-Hebung vorausgehen und sind nur mit Klinik und Verlauf zu deuten. Ein Medianschlag zeigt nur die Form, nicht Rhythmus oder Frequenz.

Quelle: Du X et al., First Affiliated Hospital of Chongqing Medical University, ACS/OMI-Datensatz (figshare 29925314 v1), CC0 1.0. Aufnahme ACS-02404, Medianschlag, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet.

Im passenden klinischen Kontext unterstützen neue ST-Hebungen am J-Punkt in mindestens zwei benachbarten Ableitungen die STEMI-Arbeitsdiagnose. Bei 10 mm/mV gelten üblicherweise:

AbleitungenSchwelle
V2–V3, Männer <40 JahreMindestens 2,5 mm
V2–V3, Männer ≥40 JahreMindestens 2 mm
V2–V3, FrauenMindestens 1,5 mm
Andere StandardableitungenMindestens 1 mm

12-Kanal-Medianschlag bei 25 mm/s und 10 mm/mV: ST-Hebungen in V2 bis V4, geringer in V1 und V5, mit kaum sichtbaren R-Zacken in V1 bis V3; Extremitätenableitungen ohne deutliche ST-Verschiebung

Echter Medianschlag eines 65-jährigen Patienten mit angiografisch verschlossener mittlerer RIVA: Am J-Punkt liegt die ST-Strecke in V2 und V3 jeweils über 3 mm, in V4 etwa 2 mm über der Referenz. Damit sind benachbarte Ableitungen und die Schwelle für Männer ab 40 Jahren klar erfüllt. In V1–V3 fehlen nennenswerte R-Zacken.

Quelle: Du X et al., First Affiliated Hospital of Chongqing Medical University, ACS/OMI-Datensatz (figshare 29925314 v1), CC0 1.0. Aufnahme ACS-01973, Medianschlag, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet.

Diese Kriterien gelten nicht unverändert bei LSB oder ausgeprägter LV-Hypertrophie. Ein Koronarverschluss kann auch ohne Erreichen dieser Schwellen vorliegen. Anhaltende Ischämiesymptome, Kreislaufinstabilität oder hochgradig verdächtige Muster verlangen rasche Abklärung. Auf Troponin zu warten darf bei überzeugendem STEMI die Reperfusionsorganisation nicht verzögern. Ein EKG soll bei ACS-Verdacht möglichst sofort, mit Ziel innerhalb von zehn Minuten nach erstem medizinischen Kontakt, erhoben und interpretiert werden. Wiederholungen sind bei fortbestehenden/wiederkehrenden Beschwerden oder Unsicherheit wichtig. ESC/DGK ACS 2023

Prüfweg bei neuer ST-Hebung: 1 Verteilung in mindestens zwei benachbarten Ableitungen, 2 Schwellen 2,5, 2, 1,5 und 1 mm, 3 Einschränkung bei LSB und ausgeprägter LVH sowie Verschluss unter der Schwelle, 4 Zusammenführung mit der Klinik; Ergebnisse STEMI-Arbeitsdiagnose mit Reperfusionspfad, Verdacht unter der Schwelle mit rascher Abklärung und Wiederholung, LSB/LVH mit kardiologischer Beurteilung

Die Schwelle ist ein Hilfsmittel, keine Ausschlussgrenze: Auch unter ihr bleibt ein Verschluss möglich.

Quelle: eigene Darstellung. Schwellen nach der 4. universellen Infarktdefinition, die die ESC-ACS-Leitlinie 2023 übernimmt: Thygesen et al., Eur Heart J 2019.

Ab erstem medizinischem Kontakt innerhalb von zehn Minuten zum 12-Kanal-EKG, danach STEMI-Kriterien und klinischen Verdacht getrennt prüfen; überzeugender STEMI führt ohne Troponinwartezeit zur Reperfusionsorganisation.

Abbildung: Die Uhr beginnt beim ersten Kontakt; unterhalb einer Hebungsschwelle bleibt ein Verschluss möglich. Quelle: eigene Darstellung. Die Uhr beginnt beim ersten medizinischen Kontakt, nicht bei der Aufnahme auf Station.

Quelle: eigene Darstellung nach ESC/DGK ACS 2023.

Freie Antwort

Am echten EKG üben

EKG-Aufnahme PTBXL-532; beurteile zunächst selbst die sichtbare Kurve

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-532, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Die Skalierung steht im Bild; 3×4-Spalten zeigen aufeinanderfolgende Zeitfenster, ein einzelner langer II-Streifen dagegen den kontinuierlichen Verlauf.

Auftrag: Beschreibe die ST-Verteilung in II/III/aVF und I/aVL. Formuliere danach eine klinische Konsequenz für den ausdrücklich fiktiven Zusatz „anhaltender neuer Thoraxdruck“.

In der App sprechen üben →

Ein fiktiver 64-jähriger Patient berichtet über neu aufgetretenen Druck auf der Brust und Kaltschweißigkeit. In II, III und aVF liegen klare ST-Hebungen, in aVL eine gegenläufige ST-Senkung. Du führst Muster und Symptome zusammen: „Verdacht auf akuten inferioren STEMI mit reziproker Veränderung.“ Monitoring, rasche kardiologische Alarmierung und Reperfusionspfad haben Priorität. Die genaue verantwortliche Arterie und ihr Verschlussgrad sind damit noch nicht angiografisch bewiesen.

Der Fall beginnt mit Thoraxdruck und Kaltschweißigkeit; inferiore Hebungen und gegenläufige Senkung in aVL werden zur STEMI-Arbeitsdiagnose zusammengeführt, während Arterie und Verschlussgrad offenbleiben.

Abbildung: Das Gegenbild stützt die regionale Einordnung; die Akutorganisation wartet nicht auf die genaue Gefäßzuordnung. Quelle: eigene Darstellung. aVL blickt fast aus der Gegenrichtung auf die inferiore Wand. Deshalb passt dort eine Senkung zur inferioren Hebung.

Quelle: eigene Darstellung.

Multiple Choice

Eine fiktive 58-jährige Frau mit akutem Thoraxdruck zeigt 2 mm ST-Hebung in V2 und V3 bei QRS 90 ms ohne LVH-Zeichen. Welche Aussage ist richtig?

Die Tabelle bündelt die Angaben der Aufgabe.

MerkmalGegebene Information
Person und Beschwerden58-jährige Frau; akuter Thoraxdruck
V2 und V3Je 2 mm ST-Hebung
QRS90 ms
Weitere AngabeKeine LVH-Zeichen
  1. a)Die geschlechtsspezifische Hebungsschwelle wird erreicht; im passenden Kontext ist dies zeitkritisch abzuklären.
  2. b)Eine Frau benötigt in V2/V3 mindestens 2,5 mm, daher ist der Befund unauffällig.
  3. c)Ein normales erstes Troponin würde die ST-Hebungen sicher entkräften.
Lösung in der App →

Welche Wand, welche Ergänzung?

Lernziel: Du kannst Ischämie räumlich zuordnen und sinnvolle Zusatzableitungen wählen.

Zusammengehörige Ableitungen betrachten ähnliche Regionen. „Benachbart“ bedeutet elektrisch/anatomisch benachbart; es ist nicht bloß die Nachbarschaft auf dem Ausdruck.

Zwei Blickrichtungs-Schemata. Frontalebene: II, aVF und III zeigen nach unten (inferior), I und aVL nach links (lateral), aVR nach rechts oben als Gegenblick. Horizontalebene: V3R/V4R rechts vorn (rechtsventrikulär), V1–V4 vorn (septal/anterior), V5–V6 links (lateral), V7–V9 hinten (posterior); eine gestrichelte Spiegelachse verbindet V1–V3 mit der posterioren Wand

Quelle: eigene Darstellung. Vereinfachtes Schema, auf das Herz zentriert: Die Winkel der Brustwandableitungen sind gerundet und hängen von Körperbau und Herzlage ab.

MustergruppeTypische Standardableitungen
InferiorII, III, aVF
Septal/anteriorV1–V4, mit fließenden Grenzen
LateralI, aVL, V5–V6
Ausgedehnt anterior/anterolateralMehrere vordere und laterale Ableitungen

Die Zuordnung zu RIVA/LAD, RCA oder RCX/LCx ist ein anatomischer Verdacht, keine sichere Koronarangiografie. Gefäßdominanz und individuelle Versorgung variieren. Der historisch verwendete Ausdruck „Hinterwandinfarkt“ kann inferior meinen; verwende deshalb „inferior“ und „posterior“ getrennt.

Die folgende Übersicht nennt das häufig beteiligte Gefäß je Muster – als Verdacht, nicht als Befund der Koronarangiografie.

MusterHäufiges Gefäß (Verdacht)Hinweis
Inferior (II, III, aVF)RCA, seltener RCX/LCxHebung III > II eher RCA
Septal/anterior (V1–V4)RIVA/LADzusätzlich I, aVL: eher proximal
Lateral (I, aVL, V5–V6)RCX/LCx oder DiagonalastRCX-Verschluss oft wenig sichtbar
Posterior (Spiegelbild V1–V3)RCX/LCx, seltener RCAV7–V9 ergänzen
Rechtsventrikulär (V3R/V4R)proximale RCAmeist mit inferiorem Infarkt; keine Nitrate

Ein posteriorer Infarkt kann sich im Standard-EKG spiegelbildlich zeigen: ST-Senkung V1–V3, relativ hohe R-Zacken und gegebenenfalls positive terminale T-Wellen. Bei passendem Verdacht ergänze V7–V9. Bei inferioren ST-Hebungen ergänze rechtspräkordial, insbesondere V3R/V4R, und prüfe Kreislauf sowie Zeichen rechtsventrikulärer Beteiligung. In Zusatzableitungen können bereits kleinere Hebungen bedeutsam sein. ESC/DGK ACS 2023

Standardableitungen zu regionalen Gruppen ordnen; ST-Senkung mit hohen R-Zacken in V1–V3 lenkt zu V7–V9, inferiore Hebung zu V3R/V4R und Kreislaufprüfung.

Abbildung: Die Zusatzableitungen beantworten unterschiedliche räumliche Fragen und begleiten die laufende ACS-Abklärung. Quelle: eigene Darstellung.

Spiegelprinzip beim posterioren Infarkt: links der direkte Blick von hinten (V7–V9) mit Q-Zacke, ST-Hebung und gegebenenfalls negativem T, rechts derselbe Komplex gespiegelt in V1–V3 mit relativ hohem R, ST-Senkung und gegebenenfalls terminal positivem T. Darunter drei Schritte: Muster erkennen, V7–V9 anlegen und beschriften (ST-Hebung ab 0,5 mm, bei Männern unter 40 Jahren ab 1 mm), gleichzeitig ACS akut abklären. Ergebnis: Hebung in V7–V9 als posteriorer STEMI mit sofortiger Reperfusion; ohne Hebung ist ein Verschluss nicht ausgeschlossen

Quelle: eigene Darstellung. Schematische Komplexe, nicht maßstabsgerecht. Schwellen nach der 4. universellen Infarktdefinition, die die ESC-ACS-Leitlinie 2023 übernimmt: Thygesen et al., Eur Heart J 2019; Byrne et al., ESC-Leitlinie ACS 2023.

12-Kanal-Medianschlag: in V2 und V3 hohe, schmale R-Zacken mit ST-Senkung und aufrechten T-Wellen, in V1 geringe ST-Senkung; Extremitätenableitungen mit kleinen Amplituden ohne deutliche ST-Hebung

Quelle: Du X et al., ACS/OMI-Datensatz (First Affiliated Hospital of Chongqing Medical University), CC0 1.0. Datensatz 10513, Medianschlag, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet; 25 mm/s, 10 mm/mV. Angiografisch proximaler RCX-Verschluss, Entlassdiagnose STEMI. So sieht das Spiegelbild in V1–V3 aus: hohe R-Zacken, ST-Senkung, positive T-Wellen – ohne Hebung im Standard-EKG. Am rechten Rand einiger Brustwandfenster beginnt bereits der nächste Schlag; er gehört nicht zur Beurteilung.

Reziprok bedeutet gegenläufig: Einer Hebung über der betroffenen Region kann eine Senkung in gegenüberliegenden Ableitungen entsprechen. Das erhöht bei passendem Muster die Plausibilität, ist aber weder zwingend noch allein beweisend. Diffuse ST-Senkungen mit Hebung in aVR sprechen für ausgeprägte globale subendokardiale Ischämie; sie beweisen nicht speziell einen Hauptstammverschluss. Auch schwere Anämie, Hypoxie oder Kreislaufversagen können ein solches Missverhältnis von Sauerstoffangebot und -bedarf erzeugen.

Reziproke Paare: Hebung inferior (II, III, aVF) mit Senkung lateral (I, aVL); Hebung lateral (I, aVL) mit Senkung inferior (III, aVF); Hebung posterior (V7–V9) mit Senkung in V1–V3. Bewertung: passendes Spiegelbild macht Ischämie plausibler, sein Fehlen schließt einen Infarkt nicht aus, das Spiegelbild allein beweist nichts. Ergebniszeile: Hebung mit Spiegelbild, Hebung allein, nur Senkung mit Frage nach Zusatzableitungen

Quelle: eigene Darstellung.

12-Kanal-Medianschlag: deutliche ST-Hebung in II, III und aVF, in III am höchsten, mit breiten positiven T-Wellen; gegenläufige ST-Senkung in I und aVL, in aVL mit negativem T; zusätzlich ST-Senkung in V2 und V3

Quelle: Du X et al., ACS/OMI-Datensatz (First Affiliated Hospital of Chongqing Medical University), CC0 1.0. Datensatz 07131, Medianschlag, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet; 25 mm/s, 10 mm/mV. Angiografisch proximaler RCA-Verschluss. Lies die Gruppen: Hebung inferior, Spiegelbild in I und aVL; die ST-Senkung in V2–V3 lässt an eine posteriore Beteiligung denken (V7–V9), die inferiore Hebung verlangt V3R/V4R und die Kreislaufprüfung.

Diffuse ST-Senkung mit aVR- oder V1-Hebung führt zur Prüfung koronarer Ursachen sowie von Anämie, Hypoxie und Kreislaufversagen; Kreislauf, Labor und Serien-EKG bestimmen die dringliche Konsequenz.

Abbildung: aVR kennzeichnet ein Warnmuster; die Kurve allein nennt weder Ursache noch sichere Verschlussstelle. Quelle: eigene Darstellung. Quelle: eigene Darstellung. Kriterium und Risikomerkmale nach Byrne et al., ESC-Leitlinie ACS 2023.

Multiple Choice

Akuter Thoraxschmerz, ST-Senkungen V1–V3, hohe R-Zacken in diesen Ableitungen. Welche Ergänzung ist zunächst besonders sinnvoll?

Die Tabelle bündelt die Angaben der Aufgabe.

MerkmalGegebene Information
BeschwerdenAkuter Thoraxschmerz
V1–V3ST-Senkungen
R-Zacken V1–V3Hoch
  1. a)Nur V1 höher anlegen und die Beschwerden abwarten.
  2. b)V7–V9 ergänzen und gleichzeitig den ACS-Verdacht weiter akut abklären.
  3. c)Den Befund als sicher nicht ischämisch einstufen, weil keine Standardableitung ST-Hebung zeigt.
Lösung in der App →

Hebung und Infarktnachahmer

Lernziel: Du kannst wichtige Ischämie-Nachahmer erkennen, ohne vorschnell zu entwarnen.

Frühe Repolarisation kann J-Punkt-Anhebung, Kerbung/Slurring am QRS-Ende und konkave ST-Hebungen zeigen. Stabile Vorbefunde und Beschwerdefreiheit helfen bei der Einordnung. „Konkav“ allein beweist Gutartigkeit nicht. Ein neuer Thoraxschmerz verlangt unabhängig von einer bekannten Variante eine angemessene Abklärung.

12-Kanal-EKG im Sinusrhythmus, etwa 68/min: J-Punkt und ST-Strecke in V2 bis V4 angehoben, konkav in hohe T-Wellen übergehend; in V4 und V5 angedeutetes Slurring am QRS-Ende; Extremitätenableitungen nahezu isoelektrisch

Beispiel frühe Repolarisation (41-jähriger Mann, ärztlicher Datensatzbefund: Sinusrhythmus, frühe Repolarisation): J-Punkt in V2–V3 etwa 2 mm, in V4–V6 etwa 1 mm angehoben; die ST-Strecke steigt konkav in hohe, breitbasige T-Wellen an. Rein nach Millimetern läge V2–V3 an der STEMI-Schwelle für Männer ab 40 Jahren (≥ 2 mm). Ohne Beschwerden, Vor-EKG und Verlauf ist deshalb nur „vereinbar mit früher Repolarisation“ vertretbar, keine Entwarnung.

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Chapman University/Shaoxing People's Hospital, CC BY 4.0. Aufnahme CHALLENGE-JS06649, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 25 mm/s, 10 mm/mV; 3×4-Spalten zeigen aufeinanderfolgende Zeitfenster, der untere II-Streifen den kontinuierlichen Verlauf.

Perikarditis kann diffuse ST-Hebungen und PQ-Senkungen mit Gegenbild in aVR zeigen. Typischer lage-/atemabhängiger Schmerz, Reiben, Entzündungszeichen und Erguss stützen den Verdacht. Nicht jeder Patient zeigt das vollständige EKG-Muster; fokale Hebung oder reziproke Senkungen können eine ischämische Alternative dringlich machen. Myokarditis kann ebenfalls ST/T-Veränderungen und Troponinanstieg verursachen; das EKG allein trennt diese Ursachen nicht zuverlässig.

Von Schmerzcharakter und ST-Verteilung über unterstützende Perikarditisbefunde beziehungsweise regionale Ischämiewarnzeichen zu Troponin, Echo und den klinischen Konsequenzen.

Abbildung: Diffuse Hebung ist kein alleiniger Beweis; regionale und reziproke Veränderungen halten den ACS-Pfad offen. Quelle: eigene Darstellung. Die Perikarditis ist eine klinische Diagnose aus mehreren Bausteinen; das EKG ist nur einer davon. Regionale Hebung, reziproke Senkung oder eine regionale Wandbewegungsstörung führen zuerst in den ACS-Pfad. Ein Troponinanstieg zeigt Myokardbeteiligung und verlangt, eine Ischämie aktiv auszuschließen.

Quelle: eigene Darstellung.

Bei LV-Hypertrophie können hohe QRS-Spannungen mit lateraler ST-Senkung und asymmetrischer T-Inversion auftreten. Das wird häufig als sekundäres „Strain“-Muster bezeichnet. Ein Spannungskriterium, etwa S in V1 plus R in V5 oder V6 ≥3,5 mV, kann den Verdacht unterstützen, ersetzt aber keine Echokardiografie und ist besonders abhängig von Alter und Körperbau. Akute Ischämie kann zusätzlich vorliegen.

Ablaufdiagramm LVH-Muster: 1 Spannung nach Sokolow-Lyon messen, 2 ST/T-Form und Verlauf vergleichen mit schematischem Strain-Komplex (konvex absteigende ST-Senkung, asymmetrisch negatives T) neben einem Ischämie-Komplex (horizontale ST-Senkung, symmetrisch negatives T), 3 Echokardiografie; Ausgänge LVH bestätigt oder Warnzeichen mit ACS-Pfad

Typisches Strain-Muster: konvex absteigende ST-Senkung mit asymmetrisch negativem T in den lateralen Ableitungen, passend zur hohen Spannung und unverändert zum Vor-EKG. Neue Beschwerden, Dynamik in der Serie oder Veränderungen außerhalb der lateralen Ableitungen sprechen für eine zusätzliche Ischämie.

Quelle: eigene Darstellung; schematische Kurven.

Echokardiografie, parasternale lange Achse: diffus verdicktes Kammerseptum und verdickte linksventrikuläre Hinterwand mit eingeblendeten Messstrecken 1,89 cm und 1,82 cm; unten EKG-Triggerkurve

Was das EKG nur vermuten lässt, misst die Echokardiografie: Septum 1,89 cm und Hinterwand 1,82 cm (Normbereich etwa bis 1,0 cm bei Männern, bis 0,9 cm bei Frauen). Ursache in diesem Fall: Morbus Fabry; dieselbe Messung dient bei Hypertonie, Aortenstenose oder hypertropher Kardiomyopathie.

Quelle: Albert A. Hagège, Université René Descartes, Paris; aus D. P. Germain, Fabry disease, Orphanet J Rare Dis 2010;5:30, via Wikimedia Commons, CC BY 2.0. Unverändert übernommen, in WebP umgewandelt.

Eine persistierende ST-Hebung nach Infarkt kann bei Narben-/Aneurysmabildung vorkommen. Ohne Vor-EKG, zeitlichen Verlauf und Bildgebung wird daraus keine sichere Aneurysmadiagnose. Bei akuten Beschwerden darf ein altes Infarktetikett nicht automatisch beruhigen.

12-Kanal-EKG im Sinusrhythmus, etwa 80/min: QS-Komplexe in V1 bis V4 mit anhaltender ST-Hebung in V2 bis V4; sehr niedrige, verrauschte Extremitätenableitungen

Beispiel persistierende Hebung (78-jähriger Mann, kardiologischer Datensatzbefund: alter Vorderwandinfarkt mit Vorderwandaneurysma, AV-Block I°): QS-Komplexe in V1–V4, ST-Hebung etwa 2–3,5 mm in V2–V3 und etwa 1,5–2,5 mm in V4. Allein nach Millimetern sähe das wie ein akuter Vorderwandinfarkt aus. Erst Vor-EKG, Verlauf und Bildgebung trennen alte Narbe von neuer Ischämie. Die Extremitätenableitungen sind niedrig und verrauscht.

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-234, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 25 mm/s, 10 mm/mV; 3×4-Spalten zeigen aufeinanderfolgende Zeitfenster, der untere II-Streifen den kontinuierlichen Verlauf.

Rechtsherzbelastung kann Rechtsachse, RSB und T-Inversionen rechtspräkordial hervorrufen. Das bekannte S1Q3T3-Muster ist weder empfindlich noch spezifisch genug, um eine Lungenembolie zu bestätigen oder auszuschließen. Dyspnoe, Hypoxie, Kreislauf und klinische Wahrscheinlichkeit steuern die weitere Diagnostik. Ein normales EKG schließt Lungenembolie, Aortendissektion oder Spannungspneumothorax nicht aus.

12-Kanal-EKG im Sinusrhythmus: negativer Hauptausschlag in I, hohe R-Zacken in III und aVF, hohe P-Wellen in II, dominante R-Zacke in V1 mit flach negativen T-Wellen in V1 und V2

Beispiel Rechtsherzbelastung (33-jähriger Mann, kardiologischer Datensatzbefund: überdrehter Rechtstyp, P dextrocardiale, Rechtshypertrophie möglich): I überwiegend negativ, III und aVF hoch positiv, dominante R-Zacke in V1, flache T-Negativierung in V1–V2. Das zeigt das Muster, nicht die Ursache; im Datensatz ist keine Lungenembolie angegeben.

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-21050, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 25 mm/s, 10 mm/mV; 3×4-Spalten zeigen aufeinanderfolgende Zeitfenster, der untere II-Streifen den kontinuierlichen Verlauf.

Bei Dyspnoe EKG-Hinweise auf Rechtsherzbelastung sammeln, dann nach Kreislaufstabilität zwischen Echo am Bett und Diagnostik nach klinischer Wahrscheinlichkeit verzweigen; andere thorakale Notfälle bleiben parallel relevant.

Abbildung: Ein neuer RSB lenkt den Verdacht; weder er noch ein normales EKG entscheidet über eine Lungenembolie. Quelle: eigene Darstellung. Das EKG gibt bei Verdacht auf Lungenembolie nur Hinweise. Die Diagnostik richtet sich nach Kreislauf und klinischer Wahrscheinlichkeit. Bei Instabilität entscheidet das Echo am Bett, beim stabilen Patienten D-Dimer oder CT-Pulmonalisangiografie.

Quelle: eigene Darstellung.

Diese drei Notfälle sind mit einem unauffälligen EKG vereinbar:

Notfalltypische Hinweiseführende Diagnostik
LungenembolieDyspnoe, Tachykardie, Hypoxiestabil: Score, D-Dimer, CT-Angio; instabil: Echo am Bett
Aortendissektionreißender Schmerz, Pulsdefizit, RR-SeitendifferenzCT-Angiografie der Aorta; instabil: Echo/TEE
Spannungspneumothoraxeinseitig fehlendes Atemgeräusch, Schockklinische Diagnose, sofortige Entlastung

Die Nachahmer auf einen Blick, mit dem Warnzeichen, das trotzdem an Ischämie denken lässt:

Musterstützt die EinordnungWarnzeichen für Ischämie
Frühe RepolarisationKerbe/Slurring, stabil zum Vor-EKG, beschwerdefreineuer Schmerz, Dynamik, reziproke Senkung
Perikarditisdiffus, PQ-Senkung, Reiben, Erguss, CRPfokale Hebung, reziproke Senkung
LVH mit Strainhohe Spannung, laterale asymmetrische T-Inversion, Echoneue Beschwerden, Troponin, Dynamik
Persistierende HebungQ/QS, Vor-EKG gleich, Aneurysma in Bildgebungneue Beschwerden, Zunahme der Hebung
RechtsherzbelastungRechtsachse, RSB, T negativ V1–V3Schock, Hypoxie: Lungenembolie zeitkritisch

Vier schematische Komplexe mit gestrichelter Grundlinie: frühe Repolarisation mit Kerbe und konkaver ST-Hebung, Perikarditis mit PQ-Senkung und ST-Hebung, LVH mit hoher R-Zacke, absteigender ST-Senkung und asymmetrisch negativem T, persistierende Hebung mit QS-Komplex und anhaltender ST-Hebung; darunter je drei Merkmale und eine Grenze

Jedes Formmerkmal hat eine Grenze: Konkav ist nicht automatisch harmlos, das Perikarditis-Bild ist oft unvollständig, eine LVH bestätigt erst das Echo, und eine persistierende Hebung lässt sich nur mit Vor-EKG und Bildgebung einordnen.

Quelle: eigene Darstellung; schematische Kurven, nicht maßstabsgetreu.

Entscheidungsweg ST-Hebung: 1 neue Beschwerden prüfen und ACS-Pfad parallel starten, 2 Technik und Vor-EKG, 3 Verteilung und Gegenbild lesen mit eher Nachahmer gegenüber eher Ischämie, Hinweis Form allein entscheidet nicht, 4 Troponin und Echo ergänzen; Ausgänge Ischämie möglich, unklar, Nachahmer

So gehst du vor: Erst die Person und der Zeitpunkt, dann das Muster. Ist eine Ischämie möglich, läuft der ACS-Pfad, und bei ST-Hebungsinfarkt wird nicht auf Troponin gewartet. Bleibt der Befund unklar, folgen serielle EKGs und Troponinwerte. Auch ein wahrscheinlicher Nachahmer wird mit Datum dokumentiert, damit er beim nächsten Mal als Vor-EKG dient.

Quelle: eigene Darstellung.

Freie Antwort

Am echten EKG üben

EKG-Aufnahme PTBXL-1451; beurteile zunächst selbst die sichtbare Kurve

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-1451, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Die Skalierung steht im Bild; 3×4-Spalten zeigen aufeinanderfolgende Zeitfenster, ein einzelner langer II-Streifen dagegen den kontinuierlichen Verlauf.

Auftrag: Betrachte QRS-Spannungen und laterale ST/T gemeinsam. Warum ist die Aussage „große R-Zacke = gesicherte LVH“ unvollständig?

In der App sprechen üben →

Multiple Choice

Eine Person hat seit einer Stunde Thoraxdruck. Ein altes EKG ist nicht verfügbar. Die ST-Hebung ist konkav. Welche Schlussfolgerung ist vertretbar?

Die Tabelle bündelt die Angaben der Aufgabe.

MerkmalGegebene Information
BeschwerdenThoraxdruck seit einer Stunde
Vor-EKGNicht verfügbar
ST-HebungKonkav
  1. a)Konkave Hebung schließt einen Koronarverschluss aus.
  2. b)Es muss eine Perikarditis sein, unabhängig von der Verteilung.
  3. c)Die Form allein entscheidet nicht; Region, reziproke Veränderungen, Verlauf und klinischer Kontext müssen einbezogen werden.
Lösung in der App →

Bei Dyspnoe und Tachykardie zeigt das EKG einen neuen RSB. Nenne eine gefährliche Ursache und erkläre, warum das EKG sie nicht allein beweist.

Die Tabelle bündelt die Angaben der Aufgabe.

MerkmalGegebene Information
BeschwerdenDyspnoe
FrequenzTachykardie
EKG-VeränderungNeuer RSB

Lösung und Rückmeldung – nach der Antwort

Lungenembolie mit Rechtsherzbelastung ist eine gefährliche Möglichkeit. RSB kann aber andere akute oder chronische Ursachen haben. Die Kombination verlangt klinische Wahrscheinlichkeitsbewertung und passende weitere Diagnostik; der EKG-Befund ist ein Hinweis. Auch ein unauffälliges EKG wäre kein Ausschluss.


Schwierige Ischämiemuster

Lernziel: Du kannst schwierige Ischämiemuster und die Grenzen kurzer Aufnahmen erklären.

Bei LSB und ventrikulärer Stimulation sind ST/T häufig sekundär diskordant. Verdächtig sind insbesondere ST-Hebungen in derselben Richtung wie ein positiver QRS oder konkordante ST-Senkungen V1–V3. Auch eine im Verhältnis zur tiefen S-Zacke übermäßig große diskordante Hebung kann auffällig sein. Ein neuer LSB allein ist kein hinreichender STEMI-Beweis; anhaltende Ischämiesymptome bei LSB sind trotzdem ernst und können sofortiges invasives Vorgehen erfordern.

Oben erwartete sekundäre Diskordanz bei Linksschenkelblock: negativer QRS mit kleiner ST-Hebung, positiver QRS mit kleiner ST-Senkung. Darunter drei Warnzeichen: konkordante ST-Hebung, konkordante ST-Senkung in V1–V3 und übermäßig diskordante ST-Hebung mit S 12 mm und ST 4 mm; unten drei farbige Merksätze

Die farbige Markierung zeigt die ST-Abweichung am J-Punkt. Entscheidend ist ihre Richtung zum QRS und ihre Größe im Verhältnis zur S-Zacke. Schematische Komplexe, nicht maßstabsgetreu.

Quelle: eigene Darstellung.

12-Kanal-EKG in 3×4-Anordnung mit II-Rhythmusstreifen: breite QRS-Komplexe, tiefe S-Zacken in V1–V3 mit kleiner ST-Hebung, breite gekerbte R-Zacken in I und aVL mit leichter ST-Senkung

Echtes 12-Kanal-EKG mit Linksschenkelblock: Sinusrhythmus um 80/min, QRS breit. V1–V3 zeigen tiefe S-Zacken, I und aVL breite, gekerbte R-Zacken. Das ST verläuft jeweils entgegengesetzt zum QRS. In V2 ist S etwa 24 mm tief, die ST-Hebung am J-Punkt liegt bei etwa 2–3 mm. Das Verhältnis beträgt also nur rund 0,1: erwartete, proportionale Diskordanz.

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-946, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet.

Die klassischen Sgarbossa-Zeichen umfassen konkordante ST-Hebung ≥1 mm, konkordante ST-Senkung ≥1 mm in V1–V3 und diskordante ST-Hebung ≥5 mm. Die klassischen Zeichen werden gewichtet; eine Summe ≥3 Punkte gilt als auffällig (5 Punkte für konkordante Hebung, 3 für konkordante Senkung, 2 für das dritte Zeichen). Die modifizierte Betrachtung ersetzt die rein absolute Höhe der diskordanten Hebung durch ihre Proportion: Bei negativem QRS gilt eine ST-Hebung von mindestens 1 mm und mindestens 25 % der Tiefe der S-Zacke als auffällig. Beispiel: S = −12 mm, ST-Hebung = +4 mm → Verhältnis der Beträge 4/12 ≈ 0,33. Das ist übermäßig diskordant. In der modifizierten Regel reicht eines der drei Kriterien in einer geeigneten Ableitung; sie ist keine bloße Fortführung der klassischen Punktesumme. Auch ein negatives Ergebnis schließt einen Infarkt nicht aus. Die Anwendung verlangt sorgfältige Messung und klinische Einordnung. Smith et al. 2012; Dodd et al. 2021, ventrikuläre Stimulation

Die drei Zeichen in der klassischen und der modifizierten Form:

KriteriumKlassischModifiziert
Konkordante ST-Hebung ≥ 1 mm5 Punkteallein auffällig
Konkordante ST-Senkung ≥ 1 mm in V1–V33 Punkteallein auffällig
Diskordante ST-Hebung≥ 5 mm: 2 Punkte≥ 1 mm und ≥ 25 % der S-Tiefe
BewertungSumme ≥ 3 auffälligein Kriterium reicht

Je Ableitung QRS-Richtung, ST-Abweichung und gegebenenfalls S-Tiefe messen; die drei modifizierten Sgarbossa-Kriterien getrennt prüfen und das Ergebnis mit Symptomen und Kreislauf verbinden.

Abbildung: Die modifizierte Regel verwendet ein erfülltes Kriterium; ein negatives Ergebnis ist keine Ausschlussregel. Quelle: eigene Darstellung. Die Kriterien entscheiden nicht allein. Anhaltende Beschwerden oder Instabilität können auch bei negativem Ergebnis ein sofortiges invasives Vorgehen erfordern.

Quelle: eigene Darstellung.

Zwei weitere Warnmuster werden hier als Erkennungswissen vorbereitet. Wellens-artige T-Wellen sind im passenden Verlauf biphasisch oder tief symmetrisch negativ, besonders in V2/V3, oft in einer schmerzarmen Phase nach Angina. De-Winter-artig ist die Kombination aus aufsteigender ST-Senkung am J-Punkt mit hohen symmetrischen T-Wellen präkordial. Beide verlangen im passenden Kontext dringliche kardiologische Beurteilung. Eine Belastungsprobe zur Beruhigung bei akutem Hochrisikoverdacht ist ungeeignet. Ein isoliertes T-Merkmal ohne Verlauf beweist das jeweilige Syndrom nicht.

Drei schematische präkordiale Komplexe nebeneinander: Wellens-artig A mit biphasischem T, Wellens-artig B mit tief symmetrisch negativem T, De-Winter-artig mit gesenktem J-Punkt, aufsteigendem ST und hohem symmetrischem T; darunter drei farbige Konsequenzen

Wellens-artige T-Wellen sieht man oft in einer schmerzarmen Phase, das De-Winter-artige Muster eher während der Beschwerden. Schematische Komplexe, nicht maßstabsgetreu.

Quelle: eigene Darstellung.

12-Kanal-Medianschlag: tief und symmetrisch negative T-Wellen in V2 bis V5, kaum ST-Hebung, sehr kleine R-Zacken in V1 bis V3, erhaltene R-Zacken in V4 und V5

Echter Medianschlag, nur Morphologie: T in V2–V5 tief und symmetrisch negativ, ST kaum gehoben. Die R-Zacken in V1–V3 sind sehr klein, in V4/V5 erhalten. Laut Datensatz lag ein angiografisch gesicherter Verschluss des proximalen RIVA vor (Entlassdiagnose NSTEMI), die Angiografie folgte erst Tage nach dieser Aufnahme. Das Bild ist „Wellens-artig“. Die Einordnung braucht Beschwerdeverlauf und serielle EKGs. Die Kurve am linken Rand der Brustwandfenster ist das Ende des vorherigen Schlags.

Quelle: Du X et al., First Affiliated Hospital of Chongqing Medical University, ACS/OMI-Datensatz (figshare 29925314 v1), CC0 1.0. Aufnahme ACS-13767, Medianschlag, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet.

Ein rechtspräkordiales Brugada-Typ-1-verdächtiges Muster mit gewölbter abfallender ST-Hebung und negativer T-Welle in V1/V2 ist eine wichtige Alternative, insbesondere bei Synkope, Fieber oder familiärem plötzlichem Herztod. Ein Muster ist noch keine vollständige Syndromdiagnose. Falsch hohe Standardelektroden, Medikamente und andere reversible Ursachen müssen berücksichtigt werden; gezielte hohe rechtspräkordiale Ableitungen gehören beschriftet in die fachärztliche Abklärung.

Ableitungen V1 bis V3 auf EKG-Papier in zwei Feldern: links gewölbte, abfallende ST-Hebung mit negativer T-Welle in V1 und V2; rechts sattelförmige ST-Hebung mit positivem T in V2

Echte Ableitungen V1–V3: Links das Typ-1-Muster mit gewölbter ST-Hebung, die in eine negative T-Welle abfällt (laut Originallegende nach Ajmalin-Gabe). Rechts zum Vergleich ein sattelförmiges Typ-2-Muster, das allein nicht für Typ 1 reicht. Ohne Zeitachse und Kalibrierung, daher nur zur Formerkennung.

Quelle: Napolitano C, Priori SG. Brugada syndrome. Orphanet J Rare Dis 2006;1:35, Fig. 1, doi:10.1186/1750-1172-1-35; über Wikimedia Commons, CC BY 2.0. Zugeschnitten (linke zwei Felder ohne Überschriften), vergrößert, WebP.

Weg beim Brugada-Typ-1-verdächtigen Muster: Technik und Elektrodenhöhe prüfen, reversible Auslöser wie Fieber, Natriumkanalblocker, Elektrolyte und Ischämie suchen, klinischen Kontext erfragen, fachärztlich mit hohen Ableitungen und Rhythmologie abklären; zwei farbige Ergebnisse

Erst Technik und Auslöser, dann Kontext: Ein Muster ist noch keine Syndromdiagnose. Synkope oder plötzlicher Herztod in der Familie machen die rhythmologische Abklärung dringlich.

Quelle: eigene Darstellung.

12-Kanal-EKG: regelmäßige Tachykardie um 125/min mit schmalen QRS-Komplexen; in V2 eine gewölbte, abfallende ST-Hebung, die in eine negative T-Welle übergeht; V1 und V3 zeigen diese Form nicht

Abbildung: Echtes 12-Kanal-EKG aus einem Fallbericht; vergleiche die ST-Strecke in V2 mit V1 und V3. Serumkalium laut Fallbericht 6,7 mmol/l. Quelle: Rezkalla A et al., Oxf Med Case Reports 2025;2025(5):omaf036, Figure 1, CC BY 4.0. Abbildung unverändert, nur in verlustfreies WebP umgewandelt.

Die drei Muster im Vergleich:

MerkmalWellens-artigDe-Winter-artigBrugada Typ 1
OrtV2/V3präkordialV1/V2
STkaum gehobenJ-Punkt gesenkt, aufsteigendgewölbt gehoben
Tbiphasisch oder tief negativhoch, symmetrischnegativ
Typische Lageschmerzarm nach Anginawährend BeschwerdenSynkope, Fieber, Familie

LSB-Muster, S-Tiefe in einer Ableitung 16 mm, diskordante ST-Hebung 2 mm. Berechne die Proportion. Schließt das Ergebnis bei anhaltendem Thoraxdruck einen Koronarverschluss aus?

Die Tabelle bündelt die Angaben der Aufgabe.

MerkmalGegebene Information
EKG-MusterLSB
S-Tiefe16 mm in einer Ableitung
ST-Hebung2 mm, diskordant
BeschwerdenAnhaltender Thoraxdruck

Lösung und Rückmeldung – nach der Antwort

2/16 = 0,125 = 12,5 %. Das genannte modifizierte Kriterium der übermäßigen Diskordanz wird in dieser Ableitung nicht erreicht. Ein negativer Einzelbefund schließt einen Verschluss nicht aus. Andere Ableitungen, serielle EKGs und klinische Dringlichkeit bleiben entscheidend. Kritischer Fehler wäre „unter 25 %, daher Entlassung“.

Die Fallwerte werden von 2 durch 16 zu 12,5 Prozent gerechnet, mit 25 Prozent verglichen und anschließend auf ihre begrenzte Ausschlusskraft bei anhaltendem Thoraxdruck geprüft.

Abbildung: Der Rechenwert beantwortet ein Einzelkriterium; der anhaltende Thoraxdruck bestimmt die weitere Dringlichkeit. Quelle: eigene Darstellung.

Was ein Medianschlag kann

Ein Medianschlag fasst mehrere ausgerichtete Herzzyklen zu einem repräsentativen Verlauf zusammen. Er eignet sich zum Vergleich von QRS-, ST- und T-Morphologie. Er zeigt weder die ursprüngliche RR-Folge noch Pausen, intermittierende Überleitungsstörungen oder die Häufigkeit von Extrasystolen. In den hier verwendeten ACS-Medianbildern werden deshalb keine Rhythmus-, Frequenz- oder PQ-Diagnosen abgeleitet. Die rekonstruierte Darstellung liefert auch keine belastbare QT-Verlaufsanalyse.

Ablauf vom Originalstreifen mit vorzeitigem Schlag und Pause über das Übereinanderlegen der Schläge am QRS zum einzelnen Medianschlag; darunter, was der Medianschlag zeigt und was nicht, und die Folgerungen

Beim Übereinanderlegen gehen Abstände, Pausen und frühe Schläge verloren. Übrig bleibt die Form eines typischen Schlags. Schematische Kurven, nicht maßstabsgetreu.

Quelle: eigene Darstellung.

Die klinische Datensatzinformation „angiografisch bestätigte Okklusion“ ist eine zusätzliche Quelleninformation. Sie bedeutet nicht, dass jede Aufnahme klassische STEMI-Zeichen zeigen muss. Umgekehrt lässt eine auffällige Medianmorphologie allein keine sichere Aussage über Zeitpunkt, Beschwerden und aktuellen Verschlussstatus zu.

Welche Aussage ein Medianschlag trägt:

AussageAus dem Medianschlag?Was du stattdessen brauchst
QRS-, ST-, T-Formja–
Rhythmus, Frequenz, PausenneinRhythmusstreifen, Originalaufzeichnung
PQ, intermittierende BlockierungneinOriginalaufzeichnung
QT-VerlaufneinOriginal-EKGs im Verlauf
Zeitpunkt, VerschlussstatusneinKlinik, Verlauf, Angiografie

Du siehst zwölf sauber ausgerichtete Medianzyklen. Darfst du daraus „regelmäßiger Sinusrhythmus 72/min, keine Pausen“ formulieren?

Die Tabelle bündelt die Angaben der Aufgabe.

MerkmalGegebene Information
DarstellungZwölf sauber ausgerichtete Medianzyklen
Zu prüfende Aussage„Regelmäßiger Sinusrhythmus 72/min, keine Pausen“

Zwölf Ableitungen mit je einem gemittelten Herzschlag von etwa einer Sekunde Länge in einem Raster aus drei Zeilen und vier Spalten, alle Schläge gleich ausgerichtet

Abbildung: Echte Medianschlag-Darstellung aus einem Datensatz; überlege, welche Angaben diese Darstellungsart enthält. Quelle: Du X et al., First Affiliated Hospital of Chongqing Medical University, CC0 1.0, https://doi.org/10.6084/m9.figshare.29925314.v1. Aufnahme ACS-00757, Medianschlag, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet; 25 mm/s, 10 mm/mV.

Lösung und Rückmeldung – nach der Antwort

Nein. Für diese Aussagen fehlt die originale zeitliche Schlagfolge. Du kannst die sichtbare Morphologie beschreiben und gezielt einen Rhythmusstreifen beziehungsweise die Originalaufzeichnung anfordern. Selbstvergleich: Darstellungsart erkannt und fehlende Rhythmusinformation benannt.


Elektrolyte im EKG

Lernziel: Du kannst Elektrolythinweise erklären und Labor sowie Dringlichkeit einbeziehen.

Die elektrische Erregbarkeit hängt von Ionengradienten an der Zellmembran ab. Kalium beeinflusst besonders das Ruhepotenzial und die Repolarisation. Stark erhöhtes extrazelluläres Kalium kann trotz anfänglich erhöhter Erregbarkeit die schnelle Erregungsleitung hemmen: Natriumkanäle werden zunehmend inaktiviert. Kalzium beeinflusst unter anderem die Plateauphase; Magnesium stabilisiert mehrere Ionenprozesse. Ein einzelner Serumwert beschreibt nicht automatisch den gesamten Körperbestand. Umverteilung, Nierenfunktion, Säure-Basen-Status und Medikamente gehören zur Interpretation.

Oben Aktionspotenzial einer Kammerzelle mit Phase 0 (Natriumeinstrom), Phase 2 als Plateau (Kalziumeinstrom gegen Kaliumausstrom), Phase 3 (Kaliumausstrom) und Phase 4 (Ruhepotenzial um −90 mV durch Kalium); darunter auf gleicher Zeitachse das EKG mit QRS, ST-Strecke und T-Welle. Drei Kästen: Kalium hoch macht das Ruhepotenzial weniger negativ, Natriumkanäle werden inaktiviert, die Leitung wird langsam (P flach, QRS breit); Kalzium steuert das Plateau (niedrig: ST lang, hoch: ST kurz); Magnesium stabilisiert Pumpen und Kanäle, Mangel fördert Arrhythmien, oft zusammen mit niedrigem Kalium. Danach: Serumwert einordnen nach Umverteilung, Nierenfunktion, Säure-Basen-Status und Medikamenten

Quelle: eigene Darstellung. Schematische Kurven, nicht maßstabsgetreu. Achte darauf, welcher EKG-Abschnitt zu welcher Phase gehört: QRS zur schnellen Depolarisation, ST zum Plateau, T zur Repolarisation.

StörungMögliche EKG-HinweiseWichtige Grenze
HyperkaliämieSchmale hohe T-Wellen; später flache/fehlende P, längere PQ, breiter QRS, im Extrem sinusoider VerlaufKein verlässlicher stufenweiser Ablauf; gefährliche Werte sind auch ohne typische Zeichen möglich
HypokaliämieAbgeflachte T, ST-Senkung, deutliche U-Wellen, verlängerte QU-Strecke; ArrhythmienEine U-Welle darf nicht einfach als T-Ende in die QT-Messung eingehen
HypokalzämieHäufig längere ST-Strecke und QTQT-Verlängerung ist nicht ursachenspezifisch
HyperkalzämieHäufig verkürzte ST-Strecke und QTEin kurzes QT beweist keine Hyperkalzämie
HypomagnesiämieErhöhte Arrhythmieneigung, häufig zusammen mit Hypokaliämie und QT-ProblemenKein einzelnes zuverlässiges EKG-Erkennungszeichen

Die folgenden Schemata zeigen dieselben Hinweise als einzelne Schläge auf gleicher Zeitachse:

Sechs Felder mit je einem schematischen Schlag: normal als Referenz; Hyperkaliämie mit hoher, schmaler, spitzer T-Welle; Hypokaliämie mit flachem T, leichter ST-Senkung und deutlicher U-Welle; Hypokalzämie mit langer isoelektrischer ST-Strecke und dadurch langem QT; Hyperkalzämie mit sehr kurzer ST-Strecke und kurzem QT; Hypomagnesiämie ohne eigenes EKG-Zeichen, aber mit Arrhythmieneigung, oft zusammen mit niedrigem Kalium und QT-Problemen. Ergebnis: Das Muster ist ein Hinweis, Labor und Klinik entscheiden

Quelle: eigene Darstellung. Schematische Kurven, nicht maßstabsgetreu; echte EKGs sind selten so eindeutig.

12-Kanal-EKG mit regelmäßigen schmalen QRS-Komplexen um 73/min; die T-Wellen sind in fast allen Ableitungen niedrig oder flach, das T-Ende ist in vielen Ableitungen schwer abzugrenzen

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-3456, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Regelmäßiger Rhythmus mit RR etwa 0,82 s (etwa 73/min), schmale QRS-Komplexe, T-Wellen durchgehend niedrig bis flach. Der Originalbefund nennt Sinusrhythmus, allgemein niedrige T-Wellen und eine verlängerte QT und empfiehlt, eine Hypokaliämie auszuschließen. Ein Kaliumwert ist nicht dokumentiert: Das EKG begründet die Laborkontrolle, es beweist die Hypokaliämie nicht. Bei so flachen T-Wellen ist jede QT-Angabe unsicher.

12-Kanal-EKG mit drei Rhythmusstreifen (V1, II, V5): regelmäßiger Rhythmus um 85/min, schmale QRS-Komplexe; in V2 und V3 beginnt die T-Welle unmittelbar am Ende des QRS, eine isoelektrische ST-Strecke ist dort kaum abgrenzbar

Abbildung: Echtes 12-Kanal-EKG aus einem Fallbericht; achte in V2 und V3 auf den Abstand vom QRS-Ende bis zum Beginn der T-Welle. Gesamtcalcium im Serum laut Fallbericht 3,44 mmol/l; die Autoren geben eine QTc von 421 ms an. Quelle: Zhai S et al., Diagnostics (Basel) 2025;15(23):3034, Figure 3, CC BY 4.0. Abbildung unverändert, nur in verlustfreies WebP umgewandelt.

Hyperkaliämie, mögliche EKG-Zeichen als vier schematische Streifen: 1 hohe, schmale, spitze T-Welle, häufig früh sichtbar; 2 flache oder fehlende P-Welle mit längerer PQ; 3 breiter QRS durch verzögerte Kammerleitung; 4 sinusartiger Verlauf, Kreislaufstillstand droht. Hinweis: keine feste Reihenfolge, Zeichen können fehlen oder springen. Rhythmusrisiko: Bradykardie, AV-Block, Kammerflimmern, Asystolie. Ergebnis: hohes Kalium mit Zeichen bedeutet sofortige überwachte Notfallbehandlung; ein unauffälliges EKG schließt gefährliches Kalium nicht aus

Quelle: eigene Darstellung. Schematische Kurven, nicht maßstabsgetreu. Rhythmusrisiken nach ERC-Leitlinien 2025 (besondere Umstände).

Spitze T-Wellen können auch bei Ischämie vorkommen. Hyperkaliämische T-Wellen sind oft schmal und in mehreren Regionen sichtbar, ischämische „hyperakute“ T-Wellen häufig breiter und regional betont. Diese Faustregel reicht nicht zur sicheren Trennung. Prüfe Symptome, Verlauf, QRS/P, Labor und gegebenenfalls Vor-EKG.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II: regelmäßige Tachykardie um 140/min, QRS-Komplexe ohne deutliche Verbreiterung; in V2 bis V6 hohe, schmalbasige, spitze und symmetrische T-Wellen, in V2 und V3 höher als die R-Zacke

Abbildung: Echtes 12-Kanal-EKG; vergleiche Form und Basisbreite der T-Wellen in V2–V6 und prüfe, in wie vielen Regionen sie auftreten. Ein Laborwert ist in der Quelle nicht angegeben; ohne Kaliumbestimmung bleibt die Ursache offen. Quelle: Tan J et al., ZZU-ZUA-Datensatz (Zhengzhou University), CC BY 4.0. Aufnahme Z08727, 12 Kanäle mit Rhythmusstreifen II, Sekunde 0–10, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet; 25 mm/s, 10 mm/mV.

Spitze T-Welle mit zwei Ursachen nebeneinander: links Hyperkaliämie mit schmalbasigem, spitzem T, oft in vielen Regionen, eventuell mit flachem P und breitem QRS; rechts hyperakute T-Welle bei Ischämie, breitbasig und voluminös, regional betont, später ST-Hebung möglich. Darunter: Faustregel reicht nicht, prüfen von Symptomen, Verlauf im Serien-EKG, QRS und P, Kalium und Vor-EKG. Ergebnis links: Kalium hoch führt zur Hyperkaliämie-Behandlung; rechts: Ischämieverdacht führt ohne Verzögerung zur ACS-Abklärung

Quelle: eigene Darstellung. Schematische Kurven, nicht maßstabsgetreu.

Bei Verdacht auf eine gefährliche Kaliumstörung mit EKG-Veränderungen gehören Überwachung, sofortige ärztliche Eskalation und eine rasche Kaliumbestimmung zusammen. Bei schwerer Hyperkaliämie mit EKG-Veränderungen schützt intravenöses Kalzium das Herz; es senkt den Kaliumwert nicht. Maßnahmen zur Verschiebung in Zellen und zur Entfernung aus dem Körper erfüllen andere Aufgaben. Die Behandlung läuft nach dem aktuellen Notfallprotokoll mit Verlaufskontrolle. Ein hämolytischer Laborwert wird überprüft, ohne bei passender vitaler Gefährdung die Therapie bis zur Wiederholungsmessung aufzuschieben. ERC/RCUK 2025 – besondere Umstände

Die Einteilung nach dem Serumkalium hilft, die Dringlichkeit einzuschätzen (ERC):

SchweregradKalium (mmol/l)Konsequenz
leicht5,5–5,9Ursache klären, Kalium senken, kontrollieren
mittelgradig6,0–6,4Zusätzlich Insulin-Glukose zur Verschiebung in die Zellen
schwer≥ 6,5Notfall unter Monitor; bei EKG-Veränderungen zusätzlich Kalzium i.v.

EKG-Veränderungen oder Symptome erhöhen die Dringlichkeit in jeder Stufe.

Schwere Hyperkaliämie und EKG-Veränderungen führen zur überwachten Akutbehandlung; Kalzium schützt das Herz, Insulin-Glukose mit Salbutamol verschiebt Kalium, Kaliumbinder oder Dialyse entfernen es, anschließend sind Verlauf und Ursache zu kontrollieren.

Abbildung: Die drei Ziele laufen parallel; die Dosen stammen aus der vorhandenen Erwachsenentabelle. Quelle: eigene Darstellung. Quelle: eigene Darstellung. Inhalt nach ERC/RCUK-Leitlinien 2025 (besondere Umstände).

Die drei Behandlungsziele laufen parallel. Beispiele für Erwachsene nach RCUK/ERC 2025; vor Ort gilt das aktuelle Notfallprotokoll:

ZielBeispielBeachte
Herz schützenCalciumchlorid 10 % 10 ml i.v. über 5 min oder Calciumgluconat 10 % 30 ml i.v. über 10 minBei schwerer Hyperkaliämie mit EKG-Veränderungen; senkt Kalium nicht
Kalium in Zellen verschiebenNormalinsulin 10 IE + Glukose 25 g i.v.; zusätzlich Salbutamol 10–20 mg vernebeltWirkung vorübergehend; Blutzucker engmaschig wegen Hypoglykämie
Kalium entfernenNatriumzirkoniumcyclosilikat 10 g p.o.; bei refraktärer schwerer Hyperkaliämie DialyseUrsache behandeln, z. B. Niere, Medikamente

Fiktiver Fall: Eine Person mit Niereninsuffizienz ist schwach und bradykard. Das EKG zeigt breite QRS und kaum abgrenzbare P-Wellen. Der Kaliumwert beträgt 7,2 mmol/l. Du beschreibst zunächst die tatsächliche Leitungsverzögerung. Der Laborwert und der Kontext machen eine schwere Hyperkaliämie als Ursache sehr wahrscheinlich. Die Konsequenz ist sofortige überwachte Notfallbehandlung, nicht die Suche nach einem besonders schönen „Lehrbuch-T“.

Vom sichtbaren EKG-Befund über Niereninsuffizienz und Kalium 7,2 mmol/l zur schweren Hyperkaliämie und sofortigen überwachten Behandlung; Herzschutz und Kaliumsenkung haben unterschiedliche Aufgaben.

Abbildung: Breiter QRS und Bradykardie genügen als relevante Zeichen; die Behandlung wartet nicht auf spitze T-Wellen. Quelle: eigene Darstellung. Quelle: eigene Darstellung.

Multiple Choice

Ein Labor meldet Kalium 6,8 mmol/l. Das EKG zeigt keine spitzen T-Wellen. Welche Aussage trifft zu?

Die Tabelle bündelt die Angaben der Aufgabe.

MerkmalGegebene Information
Kalium6,8 mmol/l
T-WellenKeine spitzen T-Wellen
  1. a)Ein normales T-Muster schließt eine gefährliche Hyperkaliämie aus.
  2. b)6,8 mmol/l entspricht einer schweren Hyperkaliämie. Sofortige überwachte Abklärung und Behandlung sind bei verlässlichem Befund nötig, auch ohne typische EKG-Zeichen; Plausibilität und Ursachen werden parallel geprüft.
  3. c)Kalzium entfernt Kalium dauerhaft aus dem Körper und ersetzt alle weiteren Maßnahmen.
Lösung in der App →

Nach längerem Erbrechen sind die T-Wellen flach, dahinter steht eine deutliche U-Welle. Eine automatische Auswertung meldet eine sehr lange QT. Welche zwei Prüfungen sind vor der Interpretation erforderlich?

Die Tabelle bündelt die Angaben der Aufgabe.

MerkmalGegebene Information
VorgeschichteLängeres Erbrechen
T-WellenFlach
Nach der T-WelleDeutliche U-Welle
Automatische AuswertungMeldet eine sehr lange QT

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II: regelmäßiger Rhythmus um 55–60/min, schmale QRS-Komplexe; nach dem QRS in II, III und V5 eine flache, leicht negative Welle, danach eine breite positive Welle; in V2 und V3 eine deutliche negative Welle, gefolgt von einer breiten, hohen positiven Welle vor der nächsten P-Welle

Abbildung: Echtes 12-Kanal-EKG mit vergleichbarem Muster, nicht die Aufnahme der Person aus der Aufgabe; verfolge in II, V2, V3 und V5 jede Welle nach dem QRS bis zur nächsten P-Welle. Ein Laborwert ist in der Quelle nicht angegeben. Quelle: Tan J et al., ZZU-ZUA-Datensatz (Zhengzhou University), CC BY 4.0. Aufnahme Z03438, 12 Kanäle mit Rhythmusstreifen II, Sekunde 0–10, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet; 25 mm/s, 10 mm/mV.

Lösung und Rückmeldung – nach der Antwort

Prüfe Kalium und Magnesium sowie die manuelle Abgrenzung von T-Ende und U-Welle in geeigneten Ableitungen. Die Software kann QT und QU verwechseln. Das Muster passt zu Hypokaliämie, beweist den Laborwert aber nicht. Bei T/U-Verschmelzung wird die Messunsicherheit dokumentiert und keine scheinpräzise QT angegeben.

Flaches T mit U-Welle, was wird gemessen: links T und U getrennt, die QT endet am Ende der T-Welle, die längere Strecke bis zum Ende der U-Welle ist die QU und eine typische Software-Falle; rechts T und U verschmolzen, das T-Ende ist nicht sicher abgrenzbar. Vorgehen: Ableitung mit klarem T-Ende wählen, automatische QT manuell nachmessen, bei Verschmelzung die Unsicherheit dokumentieren statt einer scheinpräzisen Zahl. Labor: Kalium und Magnesium bestimmen. Ergebnis: Das Muster passt zu Hypokaliämie, beweist den Laborwert aber nicht

Quelle: eigene Darstellung. Schematische Kurven, nicht maßstabsgetreu.


Arzneimittel und QT-Risiko

Lernziel: Du kannst Arzneieffekte erkennen und bei QT-Verlängerung Risiken priorisieren.

Arzneimittel verändern das EKG über unterschiedliche Mechanismen. AV-knotenbremsende Mittel können Frequenz senken und PQ verlängern. Natriumkanalblockade kann den QRS verbreitern. Eine verzögerte Repolarisation kann QT verlängern. Diese Muster sind Hinweise auf Wirkung oder Toxizität; sie beweisen weder das eingenommene Präparat noch seine Konzentration.

Schematischer Herzschlag mit drei Messstrecken: PQ für die AV-Überleitung, QRS für die Depolarisation, QT für die Repolarisation. Darunter drei Spalten: AV-Knoten gebremst mit niedrigerer Frequenz, längerer PQ oder AV-Block, Beispiele Betablocker, Verapamil/Diltiazem, Digoxin; Natriumkanal blockiert mit breiterem QRS, Beispiele Flecainid und Intoxikation etwa mit trizyklischen Antidepressiva; Repolarisation verzögert mit längerer QT und Torsade-Risiko, Beispiele bestimmte Antiarrhythmika, Antibiotika, Antipsychotika. Ergebnis: Das Muster ist ein Hinweis, kein Beweis für Präparat oder Konzentration

Quelle: eigene Darstellung. Schematischer Herzschlag, nicht maßstabsgetreu.

BeispielMöglicher EffektKlinische Frage
Betablocker, Verapamil/Diltiazem, DigoxinBradykardie und verlangsamte AV-ÜberleitungDosisänderung, Kombination, Nierenfunktion und Symptome?
Flecainid; bestimmte Intoxikationen etwa mit trizyklischen AntidepressivaQRS-VerbreiterungNeue Leitungsverzögerung oder mögliche Überdosierung?
Bestimmte Antiarrhythmika, Antibiotika, Antipsychotika und AntiemetikaQT-Verlängerung, bei manchen Präparaten Torsade-RisikoWelche Substanz, Interaktionen, K/Mg und Ausgangs-QTc?
DigoxinMuldenförmige ST-Senkung als möglicher DigitaliseffektWirkungsmuster allein ist kein Nachweis einer Vergiftung

Bei Digoxin vom ST-Muster zu Symptomen, Rhythmus und Überleitung, dann zu Kalium, Magnesium, Niere und zeitgerecht abgenommenem Spiegel; passende Beschwerden halten die ACS-Abklärung offen.

Abbildung: Ein therapeutischer Digitaliseffekt ist möglich; die Abgrenzung verlangt mehr als die Form der ST-Strecke. Quelle: eigene Darstellung. Quelle: eigene Darstellung.

Nicht jedes Medikament einer Klasse hat dasselbe Risiko. Prüfe das konkrete Präparat und seine aktuelle Fachinformation. Eine bradykarde Person mit AV-Block braucht auch bei plausibler Arzneimittelursache eine Dringlichkeitsbeurteilung. „Medikamentös“ bedeutet nicht harmlos.

QT-Risiko bewerten: Miss die QT manuell, prüfe Herzfrequenz und Korrekturformel, vergleiche mit einem geeigneten Vor-EKG und kontrolliere reversible Ursachen. Ein QTc um oder über 500 ms oder eine deutliche Zunahme gegenüber dem Ausgangswert ist ein Warnsignal, besonders bei Synkope, ventrikulären Extrasystolen, Bradykardie, Hypokaliämie/Hypomagnesiämie und mehreren QT-verlängernden Mitteln. Das Risiko ist kontinuierlich; ein Wert knapp darunter ist kein Sicherheitsbeweis. Bei breitem QRS ist ein Teil der QT-Verlängerung durch längere Depolarisation bedingt: QTc nicht unkritisch mit einem schmalen QRS vergleichen; fachkundige Beurteilung der Repolarisation kann erforderlich sein.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II: regelmäßiger langsamer Rhythmus um 46/min, schmale QRS-Komplexe; tiefe, breite negative T-Wellen in II, III, aVF und V4 bis V6, die erst spät nach dem QRS zur Grundlinie zurückkehren

Abbildung: Echtes 12-Kanal-EKG; miss in II den Abstand vom QRS-Beginn bis zum T-Ende selbst und setze ihn ins Verhältnis zum RR-Abstand. Gerätemessung laut Datensatz: Herzfrequenz 46/min, QT 680 ms, QTc 595 ms. Quelle: Zheng J et al., Chapman-Shaoxing-12-Kanal-EKG-Datenbank (Chapman University / Shaoxing People's Hospital), CC0 1.0. Aufnahme MUSE_20180116_124230_69000, 12 Kanäle mit Rhythmusstreifen II, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet; 25 mm/s, 10 mm/mV.

Ablauf in fünf Schritten: 1 QT manuell in mehreren Schlägen messen und das T-Ende sauber abgrenzen, U-Welle nicht mitmessen; 2 Herzfrequenz notieren und Korrekturformel nennen, Bazett überschätzt bei Tachykardie; 3 mit Vor-EKG in gleicher Ableitung und Methode vergleichen; 4 reversible Ursachen wie Kalium, Magnesium, QT-verlängernde Mittel und Interaktionen prüfen; 5 Warnsignal bei QTc um oder über 500 ms oder Zunahme über 60 ms, besonders mit Synkope, VES, Bradykardie, Hypokaliämie oder Hypomagnesiämie oder mehreren QT-Mitteln. Bei ja akut handeln mit Monitoring, Auslöser pausieren, K/Mg ausgleichen und eskalieren; bei nein nicht entwarnen, da das Risiko kontinuierlich ist

Quelle: eigene Darstellung.

Diese Faktoren erhöhen das Torsade-Risiko bei verlängerter QT zusätzlich:

FaktorWarum relevantWas tun
Hypokaliämie, Hypomagnesiämieverzögern die Repolarisation zusätzlichkontrollieren und ausgleichen
Bradykardie, PausenQT wird bei langsamer Frequenz länger; Pausen können Torsade auslösenFrequenz und Ursache prüfen
mehrere QT-verlängernde Mittel, Interaktionen (z. B. CYP3A4-Hemmer)Wirkungen addieren sich, Spiegel steigenMedikationsliste vollständig prüfen
eingeschränkte Nieren- oder LeberfunktionKumulation des ArzneimittelsDosis nach Fachinformation anpassen
weibliches Geschlecht, höheres Alter, strukturelle Herzerkrankung, angeborenes Long-QThöhere Grundempfindlichkeitenger überwachen
Synkope, ventrikuläre Extrasystolen oder Salvenmögliche Vorboten einer TorsadeRhythmusmonitoring

Zwei schematische Herzschläge nebeneinander: links schmaler QRS mit QT 440 ms, rechts breiter QRS mit QT 500 ms bei gleicher JT-Strecke; die längere QT entsteht hier nur durch die breitere Depolarisation. Folgerung: QTc nicht eins zu eins mit schmalem QRS vergleichen, Repolarisation gegebenenfalls fachkundig beurteilen lassen

Quelle: eigene Darstellung. Schematische Kurven mit Beispielwerten, nicht maßstabsgetreu.

Torsade de pointes ist eine polymorphe ventrikuläre Tachykardie im Zusammenhang mit verlängerter Repolarisation. Die wechselnde QRS-Ausrichtung erscheint wie ein Drehen um die Grundlinie. Eine polymorphe VT bei normaler QT ist nicht automatisch eine Torsade. Bei anhaltender polymorpher VT mit Kreislaufstillstand oder schwerer Instabilität ist sofortige elektrische Behandlung erforderlich; bei nicht zuverlässig möglicher Synchronisation wird unsynchronisiert geschockt. QT-verlängernde Auslöser werden gestoppt, Elektrolyte korrigiert und Magnesium intravenös nach Notfallprotokoll gegeben. Wiederkehrende bradykardieabhängige Episoden können zusätzliche Frequenzanhebung unter fachkundiger Leitung erfordern. ERC/RCUK 2025 – ALS

Echter Monitorstreifen einer Ableitung, in zwei Zeilen fortlaufend dargestellt: sehr schnelle breite Ausschläge, deren Amplitude und Ausrichtung spindelförmig an- und abschwellen, als würden sie sich um die Grundlinie drehen; in der zweiten Zeile rechts ein Schockartefakt, danach beruhigt sich die Kurve

Quelle: Displaced, Wikimedia Commons, gemeinfrei (Public Domain). Zugeschnitten (Geräte- und Datumsaufdruck entfernt) und in zwei Zeilen angeordnet; die zweite Zeile setzt die erste fort. Papiergeschwindigkeit und Verstärkung sind auf dem Streifen nicht angegeben (automatische Verstärkung); Amplituden daher nicht in mV ablesen. Achte auf die wechselnde Amplitude und Ausrichtung der breiten Komplexe. Ob der Schock von einem implantierten Defibrillator oder extern abgegeben wurde, ist aus dem Streifen nicht prüfbar.

Von polymorpher VT zur Kreislaufentscheidung und sofortiger elektrischer Behandlung bei schwerer Gefährdung; nach Stabilisierung QT prüfen, bei Torsade Auslöser und Elektrolyte behandeln und bradykardieabhängige Rückfälle fachkundig angehen.

Abbildung: Eine polymorphe VT bei normaler QT ist nicht automatisch Torsade; die Kreislaufbehandlung wartet nicht auf diese Unterscheidung. Quelle: eigene Darstellung. Quelle: eigene Darstellung.

Als konkretes Arzneimittelbeispiel hat die EMA für Hydroxyzin ein QT-/Torsade-Risiko beschrieben. Das Beispiel zeigt, warum auch ein nicht primär kardiologisches Medikament in die Anamnese gehört; es ersetzt keine vollständige Interaktionsprüfung. EMA-Sicherheitsbewertung

Beispiele für Arzneimittel mit beschriebenem QT-Risiko (keine vollständige Liste, Fachinformation prüfen):

GruppeBeispieleMerkpunkt
AntiarrhythmikaSotalol, AmiodaronQT-Verlängerung ist Teil der Wirkung; EKG-Kontrollen
AntibiotikaMakrolide (z. B. Clarithromycin), Fluorchinolonean Interaktionen und Elektrolyte denken
AntipsychotikaHaloperidolbesonders bei i.v.-Gabe EKG-Überwachung
AntidepressivaCitalopram, Escitalopramdosisabhängig; Höchstdosen beachten
AntiemetikaOndansetron, Domperidondosisabhängig; oft zusätzlich zu anderen QT-Mitteln
WeitereMethadon, Hydroxyzinauch nicht kardiologische Mittel aktiv erfragen

Freie Antwort

Am echten EKG üben

EKG-Aufnahme PTBXL-320; beurteile zunächst selbst die sichtbare Kurve

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-320, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Die Skalierung steht im Bild; 3×4-Spalten zeigen aufeinanderfolgende Zeitfenster, ein einzelner langer II-Streifen dagegen den kontinuierlichen Verlauf.

Auftrag: Bestimme in mehreren geeigneten Schlägen den Bereich des T-Endes. Warum genügt die Aussage „bradykard, daher lange QT normal“ nicht?

In der App sprechen üben →

Fiktiver Fall: Nach einer neuen Medikation kommt es zur Synkope. QTc ist manuell mit plausibler Methode etwa 530 ms, Kalium 3,0 mmol/l, die Person ist aktuell wach. Was priorisierst du?

Die Tabelle bündelt die Angaben der Aufgabe.

MerkmalGegebene Information
Zeitlicher BezugNach neuer Medikation
EreignisSynkope
QTcManuell etwa 530 ms, plausible Methode
Kalium3,0 mmol/l
Aktueller ZustandWach

Lösung und Rückmeldung – nach der Antwort

Überwachte akute Abklärung mit Rhythmusmonitoring und ärztlicher Eskalation; alle Medikamente einschließlich Bedarfs- und Selbstmedikation prüfen, verdächtige QT-Auslöser pausieren beziehungsweise unmittelbar fachkundig überprüfen, Kalium und Magnesium kontrolliert korrigieren und das EKG wiederholen. Synkope plus deutliche QT-Verlängerung ist keine Situation für eine bloße Routinekontrolle. Ein normaler aktueller Puls schließt eine bereits beendete gefährliche Arrhythmie nicht aus. Selbstvergleich: Rhythmusrisiko, Auslöser und Elektrolyte gemeinsam genannt.

Eine Person nimmt Digoxin. Du siehst muldenförmige ST-Senkungen, sie ist beschwerdefrei und kreislaufstabil. Ist eine Digoxinintoxikation damit bewiesen?

Die Tabelle bündelt die Angaben der Aufgabe.

MerkmalGegebene Information
MedikationDigoxin
ST-StreckeMuldenförmige Senkungen
BeschwerdenBeschwerdefrei
KreislaufStabil

Lösung und Rückmeldung – nach der Antwort

Nein. Ein Digitaliseffekt kann unter therapeutischer Einnahme vorkommen. Symptome, Rhythmus/Überleitung, Elektrolyte, Nierenfunktion und gegebenenfalls ein korrekt zeitlich abgenommener Spiegel helfen bei der Abgrenzung. Umgekehrt darf ein bekannter Digitaliseffekt akute Ischämie bei passenden Beschwerden nicht verdecken.


Schrittmacher erkennen

Lernziel: Du kannst Stimulation, Wahrnehmung und wichtige Fehlfunktionen unterscheiden.

Ein Schrittmacher gibt elektrische Impulse ab und kann körpereigene Aktivität wahrnehmen. Im Oberflächen-EKG kann ein kurzer Stimulationsspike sichtbar sein. Ein atrialer Impuls kann eine P-Welle auslösen; ein ventrikulärer Impuls einen QRS. Moderne bipolare Systeme erzeugen teilweise kaum sichtbare Spikes. Aus einem fehlenden sichtbaren Spike allein folgt deshalb keine Funktionsstörung.

Drei schematische Streifen: Vorhofstimulation mit A-Spike, P-Welle und schmalem QRS; Kammerstimulation mit V-Spike, breitem QRS und gegensinniger T-Welle; AV-sequenzielle Stimulation mit A-Spike vor der P-Welle und V-Spike vor dem breiten QRS; darunter der Hinweis, dass bipolare Spikes winzig sein können

Quelle: eigene Darstellung. Schematische Kurven, nicht maßstabsgetreu.

Capture bedeutet, dass der Impuls das Herzgewebe tatsächlich elektrisch erregt. Ein Spike ohne nachfolgende erwartete P-Welle beziehungsweise ohne QRS kann auf fehlende Capture hinweisen. Prüfe mehrere Ableitungen, Patient und mögliche Artefakte. Sensing bezeichnet die Wahrnehmung spontaner Aktivität: Bei Undersensing wird Eigenaktivität nicht zuverlässig erkannt, bei Oversensing werden fremde Signale fälschlich als Herzaktivität gewertet und können eine notwendige Stimulation hemmen. Eine solche Zuordnung verlangt häufig Geräteabfrage; ein kurzer Streifen erlaubt nur einen begründeten Verdacht.

Vier schematische Streifen eines VVI-Schrittmachers: regelrecht hemmt der Eigen-QRS, nach Ablauf des Ersatzintervalls folgt Stimulation; Capture-Verlust zeigt Spikes ohne QRS; Undersensing zeigt Spikes trotz Eigen-QRS zur falschen Zeit; Oversensing zeigt nach einem Störsignal eine Pause ohne Spike; Ergebnis: Verdacht führt zur Geräteabfrage, Symptome zur sofortigen Eskalation

Quelle: eigene Darstellung. Schematische Kurven, nicht maßstabsgetreu; Ringe markieren Spikes ohne passende Antwort.

EKG-BeobachtungZunächst zu prüfen
Spike ohne erwartete ErregungsantwortCapture-Verlust, Artefakt, refraktäres Gewebe; bei Symptomen sofort eskalieren
Unerwartete Pause ohne SpikeEingestellte Untergrenze/Hysterese, Oversensing, Geräteproblem oder verdeckter Spike
Spikes trotz spontaner Aktivität zu unpassender ZeitUndersensing oder programmierter Modus; Geräteabfrage
Wechselnde spontane und stimulierte QRSKann regelrechte Bedarfsstimulation, Fusion oder Pseudofusion sein

Eine Fusion ist eine gemeinsame Kammeraktivierung durch Eigenleitung und Stimulation; die QRS-Form liegt zwischen beiden. Bei Pseudofusion trifft ein Spike auf eine bereits durch Eigenleitung aktivierte Kammer und verändert den QRS nicht erkennbar. Beides darf nicht automatisch als Gerätedefekt gewertet werden.

Vier QRS-Formen beim Bedarfsschrittmacher: Eigenleitung schmal ohne Spike; Fusion mit Spike und Mischform; Pseudofusion mit Spike im unveränderten Eigen-QRS; voll stimuliert mit Spike, breitem QRS und gegensinniger T-Welle; Fusion und Pseudofusion allein sind kein Gerätedefekt

Quelle: eigene Darstellung. Schematische Kurven, nicht maßstabsgetreu.

Der gebräuchliche Schrittmachercode beschreibt zuerst den stimulierten, dann den wahrgenommenen Herzraum und anschließend die Reaktion auf Wahrnehmung. A steht für Atrium, V für Ventrikel, D für beide; I bedeutet Hemmung, T Triggerung, D beides. VVI stimuliert und erkennt im Ventrikel und hemmt bei erkannter Eigenaktion. DDD kann Vorhof und Kammer stimulieren und erkennen sowie die AV-Abfolge koordinieren. Ein zusätzliches R steht für Frequenzadaptation. Den vollständigen programmierten Modus liest du aus Geräteausweis und Abfrage, nicht sicher aus einem einzelnen Oberflächen-EKG.

Schrittmachercode Buchstabe für Buchstabe: Position 1 stimuliert, 2 wahrgenommen, 3 Reaktion, zusätzlich R für Frequenzadaptation; VVI bedeutet Ventrikel, Ventrikel, Hemmung, im EKG V-Spike mit breitem QRS nur bei Bedarf; DDD bedeutet Vorhof und Kammer, Vorhof und Kammer, Hemmung und Triggerung, im EKG A- und/oder V-Spike, eine erkannte P-Welle triggert die Kammerstimulation nach der AV-Zeit; den Modus sicher nur aus Geräteausweis und Abfrage

Quelle: eigene Darstellung. Schematische Kurven, nicht maßstabsgetreu.

Die Positionen des Schrittmachercodes (NBG-Code nach NASPE/BPEG):

PositionBedeutungBuchstaben
Istimulierter HerzraumO, A, V, D
IIwahrgenommener HerzraumO, A, V, D
IIIReaktion auf WahrnehmungO (keine), I, T, D
IVFrequenzadaptationO, R

Häufige Betriebsarten und was du im EKG erwarten kannst:

ModusArbeitsweiseTypisch im EKG
AAI(R)Vorhof stimulieren und erkennen, HemmungA-Spike vor P; QRS schmal bei intakter AV-Leitung
VVI(R)Kammer stimulieren und erkennen, HemmungV-Spike vor breitem QRS nur bei Bedarf; Vorhof unabhängig
DDD(R)beide Räume, Hemmung und TriggerungA- und/oder V-Spike; erkannte P-Welle kann Kammerstimulation auslösen
VOO/DOOfestfrequent ohne WahrnehmungSpikes unabhängig von Eigenaktionen, häufig bei Magnetauflage am Schrittmacher (geräteabhängig)

Rechtsventrikuläre Stimulation erzeugt häufig breite, LSB-artige QRS und sekundäre ST/T-Veränderungen. Andere Stimulationsorte, biventrikuläre oder Reizleitungssystem-Stimulation können andere Formen zeigen. Ein Schrittmacher schließt einen akuten Infarkt nicht aus; bei Symptomen gelten die zuvor besprochenen Grenzen und Ischämiehinweise.

Typische QRS-Formen je nach Stimulationsort:

StimulationsortTypische QRS-Form
rechtsventrikuläre Spitzebreit, LSB-artig; inferior meist negativ (überdrehte Linkslage)
rechtsventrikuläres Septumbreit, LSB-artig; inferior oft positiv
biventrikulär (CRT)oft schmaler als reine RV-Stimulation; V1 häufig positiv
Reizleitungssystem (His, Linksschenkelareal)schmal oder fast normal; Linksschenkelareal oft RSB-artig in V1

Zwölf-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II: vor jedem QRS ein schmaler Spike, danach ein breiter QRS; in I positiv, in II, III und aVF tief negativ, in V1 bis V6 überwiegend negativ; T-Wellen gegensinnig zum QRS; regelmäßig um 70/min

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Emory University (Georgia 12-lead ECG Challenge Database), CC BY 4.0. Aufnahme CHALLENGE-E01652, 12 Ableitungen mit Rhythmusstreifen II, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Vor jedem QRS steht ein schmaler Spike; der folgende QRS ist breit (ab Spike etwa 0,13 s), RR etwa 0,86 s (um 70/min). QRS in I positiv, in II, III und aVF tief negativ (überdrehte Linkslage), in V1–V6 überwiegend negativ; die T-Wellen verlaufen gegensinnig. Das passt zu rechtsventrikulärer, am ehesten apikaler Stimulation. Ob vorher Vorhofaktivität wahrgenommen wird, lässt der Streifen nicht sicher erkennen; den Modus liefert erst die Abfrage. Befund der Originaldatenbank: ventrikuläres Stimulationsmuster.

In fünf Schritten Spikes, Capture, Sensing, QRS/ST-T und Klinik prüfen; Symptome führen zur sofortigen Versorgung, ein Fehlfunktionsverdacht zur Geräteabfrage.

Abbildung: Elektrische Antwort und Sensing sind verschiedene Fragen; ein kurzer Streifen beweist nicht alle Gerätefunktionen. Quelle: eigene Darstellung. Quelle: eigene Darstellung.

Echtes Beispiel: zwei Impulse

Zwölf Ableitungen mit wiederkehrenden schmalen Impulsen vor Vorhof- und Kammeraktivität

Quelle: Jmarchn, Wikimedia Commons, „DualChamberPacemaker ECG 3x4“, CC0 1.0. Unveränderte Bildpixel nach verlustfreier WebP-Konvertierung. Im Original fehlt eine belegte Zeit-/Spannungskalibrierung.

Aufgabe: Suche in mehreren Ableitungen die schmalen Impulse und die darauf folgenden Vorhof- und Kammerantworten. Welche Aussage kannst du sicherer treffen: „AV-sequentielle Stimulation sichtbar“ oder „alle Geräteparameter normal“?

Systematischer Befund und Lösung – nach der Antwort

Die Aufnahme zeigt eine annähernd regelmäßige Folge mit erkennbaren Impulsen vor Vorhofaktivität und vor den nachfolgenden, breit wirkenden Kammerkomplexen: AV-sequentielle Stimulation mit sichtbarer elektrischer Antwort in den dargestellten Zyklen. QRS in I überwiegend positiv, inferior überwiegend negativ: linksgerichtete bis überdrehte Linksachse. Die ST/T-Form ist in mehreren Ableitungen gegenüber dem QRS diskordant und im stimulierten Kontext zu beurteilen. Frequenz, PQ/AV-Zeit, QRS-Dauer, QT und absolute ST-Höhen werden mangels gesicherter Kalibrierung nicht numerisch angegeben. Das Aufnahmeetikett nennt ein Zweikammersystem, doch genaue Programmierung, zuverlässiges Sensing im gesamten Verlauf und mechanische Wirksamkeit sind aus diesem Bild nicht vollständig belegbar. Die erste Aussage ist daher belastbarer; die zweite geht über den Bildbefund hinaus.

Eine Person mit Schrittmacher ist präsynkopal und hypotensiv. Wiederholt ist ein Spike ohne nachfolgenden QRS sichtbar. Was hat Vorrang?

Die Tabelle bündelt die Angaben der Aufgabe.

MerkmalGegebene Information
HintergrundSchrittmacher vorhanden
Aktueller ZustandPräsynkope und Hypotonie
Wiederholte BeobachtungSpike ohne nachfolgenden QRS

Lösung und Rückmeldung – nach der Antwort

Patientenversorgung und sofortige Eskalation wegen möglicher fehlender ventrikulärer Capture: ABCDE, Monitoring, Defibrillator-/Pacing-Bereitschaft und umgehende fachkundige Gerätebeurteilung. Reversible Ursachen wie Elektrolytstörung oder Sondenproblem werden parallel geprüft. Keine eigenständige Programmierung oder blinde Magnetanwendung: Magnetreaktionen unterscheiden sich nach Gerät und Funktion. Wenn kein wirksamer Kreislauf besteht, gilt der Reanimationsalgorithmus.

Bei Spike ohne QRS und Hypotonie zuerst ABCDE und wirksamen Kreislauf prüfen, Monitoring und Pacing-Bereitschaft herstellen, Ursachen und Gerät parallel abklären und blinde Programmier- oder Magnetmaßnahmen vermeiden.

Abbildung: Die Patientenversorgung beginnt sofort; die genaue Fehlfunktion wird parallel fachkundig geklärt. Quelle: eigene Darstellung. Quelle: eigene Darstellung. Bradykardie-Vorgehen nach den Leitlinien des European Resuscitation Council (ERC).


Ein Befund mit Konsequenz

Lernziel: Du kannst einen vollständigen EKG-Befund und seine Konsequenz formulieren.

Eine feste Reihenfolge schützt vor dem vorschnellen Etikett. Du darfst einen lebensbedrohlichen Befund sofort benennen und behandeln; die vollständige Beschreibung wird dadurch nicht unwichtig. Verwende zunächst Beobachtungen, dann die wahrscheinlichste Erklärung und zuletzt die Konsequenz.

SchrittWas du dokumentierst
1. Kontext und TechnikBeschwerden, Zeitpunkt, Vergleich; Ableitungen, Geschwindigkeit, Verstärkung, Artefakte
2. Frequenz und RhythmusVorhof-/Kammerfrequenz falls verschieden; Regelmäßigkeit, P-Morphologie, P-QRS-Beziehung
3. AchseFrontaler QRS-Lagetyp, gegebenenfalls Unsicherheit
4. ZeitenPQ, QRS, QT und geeignete QTc mit Methode; begründete Nichtmessbarkeit
5. MorphologieP, Q/QS, R-Progression, QRS-Form; ST/T in zusammengehörigen Ableitungen
6. GesamtaussageWichtigste Befunde, plausible Erklärung, relevante Alternative
7. Klinische KonsequenzDringlichkeit, fehlende Information, Vergleich/Verlauf oder unmittelbare Maßnahme

„Sinusrhythmus, sonst unauffällig“ ist zu knapp, wenn keine Zeiten und keine ST/T-Beurteilung erkennbar sind. Umgekehrt ist eine Sammlung von Messwerten ohne Schlussfolgerung ebenfalls unvollständig. Keine sichere Aussage ist besser als eine erfundene: „QT wegen T/U-Verschmelzung nicht zuverlässig abgrenzbar“ ist ein verwertbarer Befund.

Typische Lücken im schriftlichen Befund und ihre Korrektur:

BefundWas fehltBesser
„Sinusrhythmus, sonst unauffällig“Zeiten, ST/T-BeurteilungPQ, QRS, QT/QTc und ST/T ausdrücklich nennen
Reine MesswertlisteGesamtaussage, KonsequenzWichtigsten Befund deuten, Folge nennen
Geschätzte QTc trotz T/U-VerschmelzungEhrliche Unsicherheit„QT nicht zuverlässig abgrenzbar“ mit Grund
„Kein ACS“ nach unauffälligem EKGGrenze des Momentbilds„ACS hierdurch nicht ausgeschlossen“; Klinik und Verlauf

Ein anwendbarer Satzbau: „Technisch … EKG bei …, Frequenz …, Rhythmus …, Achse …; PQ …, QRS …, QT/QTc …; in … zeigt sich … . Insgesamt … . Im Kontext von … folgt …; noch zu klären ist … .“

Vom EKG zum vollständigen Befund. Lebensbedrohlicher Befund: sofort benennen und behandeln. 1  Kontext und Technik: Beschwerden, Zeitpunkt und Vor-EKG, Ableitungen, Geschwindigkeit und Verstärkung, Artefakte und Beurteilbarkeit; 2  Frequenz und Rhythmus: Vorhof und Kammer gegebenenfalls getrennt, Regelmäßigkeit und P-Morphologie, P-QRS-Beziehung; 3  Achse, Zeiten und Morphologie: Frontaler QRS-Lagetyp; Unsicherheit nennen, PQ, QRS, QT/QTc mit Methode, Q/QS, R-Progression und ST/T nach Ableitungsgruppe; 4  Gesamtaussage begründen: Wichtigste sichtbare Befunde, Plausible Erklärung und relevante Alternative, QT bei T/U-Verschmelzung: nicht zuverlässig abgrenzbar; 5  Konsequenz formulieren: Dringlichkeit und fehlende Information, Vergleich, Verlauf oder unmittelbare Maßnahme. Ergebnisse: Zu knapp: Sinusrhythmus ohne Zeiten und ST/T; Unvollständig: Messwerte ohne Schlussfolgerung; Vollständig: Befund, Erklärung und Konsequenz.

Abbildung: Vom EKG zum vollständigen Befund; die Bedingungen führen zur passenden Konsequenz. Quelle: eigene Darstellung. Quelle: eigene Darstellung.

Fiktive Messdaten: 25 mm/s, 10 mm/mV, gute Qualität. P vor jedem QRS, konstantes PQ, P in II positiv/aVR negativ. RR etwa 800 ms, PQ 160 ms, QRS 90 ms, QT 380 ms; I/aVF positiv, Übergang V3/V4, keine relevanten ST/T-Auffälligkeiten.

Musterbefund: „Technisch gut beurteilbares Standard-EKG. Regelmäßiger Sinusrhythmus um 75/min, normale frontale QRS-Achse. PQ etwa 160 ms, QRS etwa 90 ms, QT etwa 380 ms; QTc nach Fridericia etwa 409 ms. Regelrechte R-Progression, keine auffälligen Q-Zacken oder akuten ST/T-Veränderungen. Im vorliegenden Ausschnitt kein wegweisender pathologischer EKG-Befund. Die Bedeutung hängt von Beschwerden und Verlauf ab; ein ACS wird hierdurch allein nicht ausgeschlossen.“

Rechenkontrolle: 60/0,8 = 75/min; 380/∛0,8 ≈ 409 ms. Der letzte Satz verhindert, dass aus einem elektrischen Momentbild eine unbegründete klinische Entwarnung wird.

Musterbefund in vier Rechenschritten: 1 RR 0,8 s ergibt 75/min, P vor jedem QRS mit konstantem PQ, positiv in II und negativ in aVR, also Sinusrhythmus; 2 QTc nach Fridericia gleich QT geteilt durch die dritte Wurzel aus RR, 380 ms geteilt durch 0,928 ergibt etwa 409 ms; 3 Einordnung: PQ 160 ms (Norm 120–200), QRS 90 ms (Norm unter 110), QTcF 409 ms (Grenze etwa 450 ms bei Männern, 460 ms bei Frauen); 4 I und aVF positiv, Übergang V3/V4, keine auffälligen Q-Zacken, keine akuten ST/T-Veränderungen. Ergebnis: kein wegweisender pathologischer Befund, ein ACS ist dadurch nicht ausgeschlossen

Quelle: eigene Darstellung. Grenzwerte wie im Abschnitt zu PQ, QRS und QTc dieses Kapitels.

Übertrage denselben Satzbau auf eine echte Aufnahme. Erst selbst befunden, dann mit dem abgesetzten Vergleichsbefund darunter vergleichen:

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, 25 mm/s, 10 mm/mV, als Übungsaufnahme für einen vollständigen schriftlichen Befund

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-1497, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet; 25 mm/s, 10 mm/mV.

Vergleichsbefund – erst nach dem eigenen Befund lesen

Sinusrhythmus um 80/min (RR etwa 0,72–0,81 s, leicht wechselnd), normale frontale Achse (I und aVF positiv), PQ etwa 130–150 ms, QRS etwa 80–90 ms, QT etwa 330–350 ms (QTcF etwa 370 ms), R/S-Übergang V2/V3, keine pathologischen Q-Zacken, keine akuten ST/T-Veränderungen. Werte manuell aus dem Raster geschätzt. Auch hier gilt: Ohne Beschwerden und Verlauf ist das nur eine elektrische Momentaufnahme.

Patient zuerst

Patient zuerst. Bewusstsein, Atmung und wirksamen Kreislauf prüfen. 1  Lebenszeichen prüfen: Bewusstlos und keine normale Atmung: Kreislaufstillstand prüfen, Keine Kreislaufzeichen: Reanimation beginnen, Organisierter QRS ersetzt kein Lebenszeichen; Keine Kreislaufzeichen: 2a  Schockbar: Kammerflimmern, Pulslose ventrikuläre Tachykardie; Keine Kreislaufzeichen: 2b  Nicht schockbar: PEA: organisierte QRS ohne Kreislauf, Asystolie; Puls vorhanden: 2c  Stabilität prüfen: Schock oder Synkope, Anhaltende Ischämie oder schwere Herzinsuffizienz; 3a  Schock und CPR: Schock so früh wie möglich, Danach sofort 2 min CPR, Adrenalin und Amiodaron nach dem 3. Schock; 3b  CPR und Ursachen: Adrenalin so früh wie möglich, Reversible Ursachen suchen, Asystolie: Elektroden, Ableitung und Verstärkung prüfen; 3c  Rhythmus und Klinik: Instabile Tachyarrhythmie: synchronisierte Kardioversion, Bedrohliche Bradykardie: Unterstützung nach Algorithmus, Stabil: Messung, Vergleich und Zusatzdiagnostik. Ergebnisse: Schockbar: Reanimation fortsetzen; Nicht schockbar: Reanimation ohne Schock; Puls vorhanden: Instabilität bestimmt Dringlichkeit.

Abbildung: Patient zuerst; die Bedingungen führen zur passenden Konsequenz. Quelle: eigene Darstellung. Quelle: eigene Darstellung. Die geltenden Notfallalgorithmen werden parallel angewandt.

Bei Bewusstlosigkeit und fehlender normaler Atmung prüfst du sofort auf Kreislaufstillstand und beginnst bei fehlenden Kreislaufzeichen die Reanimation. Kammerflimmern und pulslose VT sind schockbare Rhythmen. Eine organisierte elektrische Aktivität ohne wirksamen Kreislauf ist PEA und wird ebenso wie Asystolie nicht durch einen Defibrillationsschock behandelt. Deshalb kann ein „ordentlich“ aussehender QRS kein Lebenszeichen ersetzen.

Bei fehlenden Kreislaufzeichen entscheidet der Monitorrhythmus nur über den Schock, nicht über die Reanimation:

MonitorbildSchockbar?Vorgehen nach ALS 2025
KammerflimmernJaSchock so früh wie möglich, danach sofort 2 min CPR; Adrenalin und Amiodaron nach dem 3. Schock
Pulslose VTJaWie Kammerflimmern
PEA: organisierte QRS ohne KreislaufNeinCPR, Adrenalin so früh wie möglich, reversible Ursachen suchen
AsystolieNeinWie PEA; Elektroden, Ableitung und Verstärkung prüfen

Bei vorhandenem Puls sprechen Schock, Synkope, anhaltende Ischämie oder schwere Herzinsuffizienz für bedrohliche Instabilität. Eine verursachende Tachyarrhythmie verlangt in der Regel rasche synchronisierte Kardioversion; bei polymorpher VT kann Synchronisation unmöglich sein. Bei bedrohlicher Bradykardie werden reversible Ursachen und unverzügliche medikamentöse beziehungsweise elektrische Unterstützung nach Algorithmus geprüft. Bei höhergradigem AV-Block mit breitem QRS soll Atropin nach dem ALS-Algorithmus 2025 nicht gegeben werden: Es ist hier nicht wirksam und kann den Block verschlechtern. Die notwendige elektrische Stimulation darf nicht verzögert werden. ERC/RCUK ALS 2025

Bei stabiler Person bleibt Zeit für sorgfältige Messung, Vergleich und gezielte Zusatzdiagnostik. „Stabil“ bedeutet aber nicht „unkritisch“: Ischämiemuster, höhergradiger Block oder deutlich verlängerte QT können auch vor einem Kreislaufproblem erkannt werden.

Puls tastbar und Rhythmusstörung. Schock, Synkope, Ischämie oder schwere Herzinsuffizienz?. 1  Bedrohliche Zeichen suchen: Schock und Synkope, Anhaltende Myokardischämie, Schwere Herzinsuffizienz; Bedrohliche Zeichen: 2a  Tachyarrhythmie: Rhythmusstörung verursacht Instabilität, Polymorphe VT: Synchronisation eventuell unmöglich; Bedrohliche Zeichen: 2b  Bradykardie: Bedrohliche Bradykardie, Höhergradiger AV-Block mit breitem QRS beachten; Keine bedrohlichen Zeichen: 2c  Stabile Person: Zeit für sorgfältige Messung, Vor-EKG und gezielte Zusatzdiagnostik; 3a  Elektrische Therapie: Rasche synchronisierte Kardioversion, Polymorphe VT: Synchronisation oft unmöglich; 3b  Unterstützung: Reversible Ursachen prüfen, Kein Atropin bei höhergradigem AV-Block mit breitem QRS, Elektrische Stimulation nicht verzögern; 3c  Gefahren erkennen: Ischämiemuster, Höhergradiger AV-Block, Deutlich verlängerte QT. Ergebnisse: Tachyarrhythmie: Instabilität rasch behandeln; Bradykardie: Stimulation nicht verzögern; Stabil: Systematisch prüfen; nicht unkritisch.

Abbildung: Puls tastbar und Rhythmusstörung; die Bedingungen führen zur passenden Konsequenz. Quelle: eigene Darstellung. Quelle: eigene Darstellung. Instabilitätszeichen, Kardioversion, Amiodaron und Atropin-Einschränkung nach ERC/RCUK ALS 2025; Energien und Dosierungen dort.

Auf dem Monitor stehen regelmäßige QRS um 70/min. Die Person ist bewusstlos, atmet nicht normal und hat keine Kreislaufzeichen. Eine Kollegin will wegen des regelmäßigen Rhythmus zunächst Blutdruck messen. Was korrigierst du?

Die Tabelle ordnet die Angaben der Aufgabe.

BereichGegebene Information
MonitorRegelmäßige QRS um 70/min
Bewusstsein und AtmungBewusstlos; keine normale Atmung
KreislaufKeine Kreislaufzeichen
Vorgeschlagener SchrittZunächst Blutdruck messen

Ableitung II über 10 Sekunden: regelmäßige schmale QRS-Komplexe um 70/min, vor jedem QRS eine P-Welle

Abbildung: Beispiel eines regelmäßigen Rhythmus um 70/min in Ableitung II; der Streifen stammt aus einem Ruhe-EKG eines Datensatzes und zeigt nicht die Person aus dem Fall. Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0, https://physionet.org/content/ptb-xl/1.0.3/. Aufnahme PTBXL-1697, Ableitung II, Sekunde 0–10, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet; 25 mm/s, 10 mm/mV.

Lösung und Rückmeldung – nach der Antwort

Die elektrische Ordnung beweist keine mechanische Pumpleistung. Es besteht der Verdacht auf PEA: Reanimation und nichtschockbarer Algorithmus mit Suche nach reversiblen Ursachen; keine Verzögerung für eine routinemäßige Blutdruckmessung. Allein die QRS-Frequenz ist kein Grund zur Entwarnung oder zur Defibrillation.

Kommunikation

Erkläre einer Person mit noch unklaren EKG-Veränderungen in zwei Sätzen, warum weitere Untersuchungen nötig sind, ohne eine unbewiesene Diagnose zu nennen.

Die Tabelle fasst die Ausgangssituation für das Gespräch zusammen.

AspektVorgabe
EKGVeränderungen noch unklar
GesprächWeitere Untersuchungen in zwei Sätzen erklären
DiagnoseKeine unbewiesene Diagnose nennen

Lösung und Rückmeldung – nach der Antwort

„Das EKG zeigt Veränderungen der elektrischen Aktivität, deren Ursache wir noch klären müssen. Wir vergleichen es mit Ihren Beschwerden, Blutwerten und gegebenenfalls weiteren Aufnahmen, damit wir eine dringliche Ursache rasch erkennen.“ Bewertung: verständlich, keine voreilige Sicherheit, begründeter nächster Schritt. Das EKG selbst verwendet keine ionisierende Strahlung; ob anschließend beispielsweise Echokardiografie, CT oder Koronarangiografie sinnvoll ist, entscheidet die konkrete Fragestellung und die jeweilige Nutzen-Risiko-Abwägung.


Vom Bild zur Entscheidung

Lernziel: Du kannst unbekannte EKG-Befunde begründen und gefährliche Denkfehler vermeiden.

Integrationsfall: Thoraxdruck

Fiktiver Fall: Eine 58-jährige Person hat seit 40 Minuten Thoraxdruck, ist blass und verschwitzt. Das technisch korrekte EKG zeigt Sinusrhythmus um 85/min, schmale QRS, in II/III/aVF neu aufgetretene ST-Hebungen und in aVL eine reziproke Senkung. Der Blutdruck beträgt 92/60 mmHg.

12-Kanal-Medianschlag mit schmalem QRS: ST-Hebung in II, III und aVF, in III am deutlichsten; in aVL ST-Senkung mit negativer T-Welle, auch in I und aVR leichte ST-Senkung; in V2 und V3 ST-Senkung; in V4 bis V6 negative terminale T-Wellen

Quelle: Du X et al., First Affiliated Hospital of Chongqing Medical University, ACS/OMI-Datensatz (figshare 29925314 v1), CC0 1.0. Medianschlag 00944, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Beispielaufnahme mit vergleichbarem Muster, nicht das EKG des Falls: Ein Medianschlag zeigt nur die Form, Rhythmus und Frequenz sind hier nicht beurteilbar. Vergleiche die ST-Strecke in II, III und aVF mit aVL – und sieh dir V1–V3 an.

Auftrag: Formuliere die führende EKG-Aussage, benenne zwei zusätzliche Informationen und priorisiere die nächste Handlung. Erkläre, warum du nicht zuerst einen Troponinbefund abwartest.

Lösung und Rückmeldung – nach der Antwort

„Akutes inferiores Ischämiemuster mit reziproker Veränderung bei anhaltendem Thoraxschmerz und Kreislaufgefährdung.“ Dringlicher ACS-/Reperfusionspfad mit Monitoring und sofortiger kardiologischer Alarmierung. Rechtspräkordiale Zusatzableitungen und Beurteilung einer rechtsventrikulären Beteiligung sind sinnvoll; klinischer Verlauf, Vor-EKG und gegebenenfalls posteriore Ableitungen ergänzen die Einschätzung. Ein initial noch niedriges Troponin kann einen frühen Verschluss nicht ausschließen und darf die zeitkritische Versorgung nicht verzögern. Die genaue betroffene Koronararterie ist ohne weitere Diagnostik nicht sicher bewiesen.

Entscheidungsweg in drei Schritten: Oben Bild mit ST-Hebung II, III, aVF, reziproker Senkung aVL, Sinus 85/min mit schmalem QRS, daneben Klinik mit Thoraxdruck seit 40 Minuten, Blässe, Schweiß und Blutdruck 92/60 mmHg; zusammen akutes inferiores Ischämiemuster mit Kreislaufgefährdung und STEMI-Pfad. 1 Sofort Reperfusion organisieren: Monitoring, Defibrillator bereit, Kardiologie und Herzkatheter sofort alarmieren, primäre PCI mit Zeit von der Diagnose bis zur Drahtpassage höchstens 120 Minuten, sonst Fibrinolyse innerhalb von 10 Minuten nach Diagnose. 2 Gezielt ergänzen: V3R/V4R für rechtsventrikuläre Beteiligung, V7–V9 bei Verdacht auf posterior, Vor-EKG, Verlauf und Serien-EKG. 3 Parallel: Troponin abnehmen, aber nicht abwarten, da früh oft noch normal; bei RV-Beteiligung Nitrate meiden und bei Hypotonie vorsichtig Volumen. Ergebnis: nicht auf Troponin warten, genaues Gefäß offen, Ziel rasche Reperfusion

Quelle: eigene Darstellung nach ESC 2023 ACS / DGK-Pocket-Leitlinie ACS. Das Bild ist das Startsignal, nicht das letzte Wort: Zusatzableitungen und Troponin laufen parallel zur Reperfusionsplanung.

Bei der Beispielaufnahme oben war die proximale rechte Koronararterie das verschlossene Gefäß – gesichert erst durch die Koronarangiografie, nicht durch das EKG. Die ST-Senkung in V2–V3 passt zu einer posterioren Mitbeteiligung und ist ein Grund, V7–V9 zu ergänzen.

Integrationsfall: langsamer Puls

Fiktiver Fall: Eine 76-jährige Person hatte eine Synkope. Im EKG laufen P-Wellen regelmäßig um 90/min, breite QRS unabhängig davon um 32/min. Zwischen P und QRS besteht keine konstante Beziehung; der Kreislauf ist beeinträchtigt.

Zwei gleichzeitig aufgezeichnete 10-Sekunden-Streifen V1 und II: kleine P-Wellen in regelmäßigen Abständen von etwa 0,5 Sekunden, dazwischen nur drei breite QRS-Komplexe im Abstand von etwa 2,75 Sekunden; der Abstand zwischen der vorangehenden P-Welle und dem QRS ist jedes Mal verschieden, einzelne P-Wellen fallen in QRS oder T

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Ningbo First Hospital, CC BY 4.0. Aufnahme CHALLENGE-JS12525, Ableitungen V1 und II über 10 s, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Beispielaufnahme mit demselben Prinzip, nicht das EKG des Falls: Vorhoffrequenz hier etwa 120/min, Kammerfrequenz etwa 22/min, QRS etwa 150 ms. Markiere zuerst alle P-Wellen mit gleichem Abstand und prüfe dann, ob ein fester P-QRS-Abstand besteht.

Auftrag: Trenne Beobachtung, wahrscheinlichste Erklärung und Konsequenz. Ist eine PQ-Zeit sinnvoll anzugeben?

Lösung und Rückmeldung – nach der Antwort

Beobachtung: Vorhof- und Kammeraktivität sind dissoziiert, der Kammerersatzrhythmus ist langsam und breit. Das spricht in diesem Kontext für einen kompletten AV-Block mit distalem Ersatzrhythmus. Ein zufälliger P-QRS-Abstand ist keine übergeleitete PQ-Zeit. Sofortige überwachte Behandlung mit fachkundiger Hilfe und Vorbereitung einer elektrischen Stimulation; reversible Ursachen und Medikamente parallel prüfen. Die Synkope und der Kreislauf bestimmen die Dringlichkeit, nicht erst die abschließende Lokalisation des Blocks.

Befund der Originaldatenbank zur Beispielaufnahme oben: kompletter AV-Block mit ventrikulärem Ersatzrhythmus.

Oben schematischer Streifen: P-Wellen regelmäßig mit 90/min, markiert durch blaue Dreiecke, breite QRS-Komplexe mit 32/min, markiert durch rote Dreiecke; die Abstände von P zum folgenden QRS betragen 0,30 s, 0,18 s und 0,05 s, also ohne feste Kopplung. Darunter drei Spalten: Beobachtung mit regelmäßigen P, breiten langsamen QRS und wechselndem P-QRS-Abstand; Erklärung kompletter AV-Block mit distalem Ersatz; Konsequenz Synkope und Kreislaufbeeinträchtigung, sofort behandeln. Akutversorgung nach ALS 2025: Monitoring, Pads, fachkundige Hilfe; Stimulation transkutan und früh transvenös; kein Atropin bei höhergradigem AV-Block mit breitem QRS; Überbrückung mit Adrenalin 2 bis 10 Mikrogramm pro Minute oder Isoprenalin 5 Mikrogramm pro Minute. Parallel reversible Ursachen wie Ischämie, Kalium und Medikamente, zum Beispiel Betablocker, Verapamil, Digoxin; handeln, bevor der Block genau lokalisiert ist. Ergebnis: Synkope und Kreislauf bestimmen das Tempo; keine PQ-Zeit, weil der Abstand zufällig ist

Quelle: eigene Darstellung nach ERC/RCUK ALS 2025. Schematische Kurve mit den Werten des Falls, nicht maßstabsgetreu. Medikamente überbrücken nur; die Stimulation darf dadurch nicht verzögert werden.

Integrationsfall: dieselbe Kurve

Zwei Personen haben dasselbe stabile RSB-Muster im EKG. Person A ist beschwerdefrei und bringt einen identischen Vorbefund mit. Person B hat neue Dyspnoe, Hypoxie und Hypotonie. Warum ist die Konsequenz verschieden?

12-Kanal-EKG mit langem II-Streifen: regelmäßiger Rhythmus um 60/min mit P vor jedem QRS; in V1 hohe, verbreiterte R-Zacke mit negativer T-Welle, in V2 und V3 M-förmiger QRS mit zweitem positivem Gipfel; in I, aVL und V6 breite, plumpe S-Zacke

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Aufnahme PTBXL-10359, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. So kann ein stabiles RSB-Muster aussehen. Diese Kurve allein sagt dir nicht, ob die Person A oder B ist.

Lösung und Rückmeldung – nach der Antwort

Der elektrische Befund allein legt die Dringlichkeit nicht fest. Bei A spricht der dokumentierte Verlauf für einen bekannten Befund, der im Gesamtkontext beurteilt wird. B hat eine akut gefährliche klinische Situation; unter anderem Lungenembolie, akute kardiale Erkrankung und andere Ursachen müssen unverzüglich abgeklärt werden. Ein gleiches Muster kann einen anderen zeitlichen und hämodynamischen Zusammenhang haben.

Dasselbe RSB-Muster, andere Konsequenz. Vorbefund und aktuelle Klinik bestimmen die Dringlichkeit. 1  Elektrischen Befund vergleichen: Bei beiden dasselbe stabile RSB-Muster, Die Kurve allein unterscheidet Person A und B nicht; Bekannt und beschwerdefrei: 2a  Person A: Beschwerdefrei, Identischer Vorbefund; Neue Beschwerden: 2b  Person B: Neue Dyspnoe, Hypoxie und Hypotonie; 3a  Verlauf einordnen: Dokumentierter Verlauf spricht für bekannten Befund, RSB im Gesamtkontext beurteilen; 3b  Unverzüglich abklären: Lungenembolie als Möglichkeit, Akute kardiale Erkrankung und andere Ursachen. Ergebnisse: A: einordnen: Vorbefund und Beschwerdefreiheit; B: sofort handeln: Klinik bestimmt das Tempo.

Abbildung: Dasselbe RSB-Muster, andere Konsequenz; die Bedingungen führen zur passenden Konsequenz. Quelle: eigene Darstellung. Quelle: eigene Darstellung. Kurve, Klinik und zeitlicher Verlauf bestimmen gemeinsam die Konsequenz.

Selbstständige Abschlussaufgabe

Wähle eine noch nicht bearbeitete Aufnahme aus dem Abschnitt T06 des EKG-Übungspools. Lies zunächst nur Bild, Aufgabenstellung und Darstellungshinweis. Schreibe ohne Lösungshilfe einen vollständigen Befund in der Reihenfolge aus U19. Ergänze: „Diese Information fehlt mir noch …“ und „Dringlich wäre der Befund insbesondere bei …“. Vergleiche erst danach mit der Lösung.

Ein EKG selbst befunden. Erst schreiben, dann mit der Lösung vergleichen. 1  Unbekannte Aufnahme wählen: Noch nicht bearbeitetes EKG aus T06, Zunächst nur Bild und Aufgabenstellung lesen; 2  Darstellung beachten: Darstellungshinweis lesen, Kalibrierung vor Zahlenangaben prüfen; 3  Befund vollständig schreiben: Technik, Rhythmus, Achse und Zeiten, Morphologie, Aussage und Konsequenz, Vorhof- und Kammerfrequenz bei Bedarf trennen; 4  Zwei Sätze ergänzen: Diese Information fehlt mir noch …, Dringlich wäre der Befund insbesondere bei …; 5  Erst danach vergleichen: Eigenen Befund mit der Lösung vergleichen, Bildbefund, Verdacht und fehlende Information trennen; 6  Selbstbeurteilung: Alle sechs Punkte erfüllt?, Gefährlicher Fehlschluss: Entwarnung trotz Kreislaufstillstand oder schwerer Hyperkaliämie?. Ergebnisse: Alle Punkte erfüllt: Nächste Aufnahme; Punkt fehlt: Passende Einheit; andere Aufnahme; Gefährlicher Fehlschluss: Zugehörige Aufgabe wiederholen.

Abbildung: Ein EKG selbst befunden; die Bedingungen führen zur passenden Konsequenz. Quelle: eigene Darstellung. Quelle: eigene Darstellung.

Selbstbeurteilung

  • Du prüfst Darstellung und Kalibrierung, bevor du Zahlen angibst.
  • Du begründest den Rhythmus an P, RR und Überleitung; bei Bedarf trennst du Vorhof- und Kammerfrequenz.
  • Du nennst Achse, PQ/QRS/QT mit sinnvoller Genauigkeit oder erklärst die Messgrenze.
  • Du lokalisierst QRS-/ST-/T-Veränderungen statt nur ein Diagnosetikett zu schreiben.
  • Du trennst sicheren Bildbefund, Verdachtsdiagnose und fehlende klinische Information.
  • Du leitest eine angemessene Dringlichkeit ab und erkennst Grenzen eines unauffälligen EKG.

Wenn ein Punkt fehlt, arbeite die passende Einheit erneut durch und wähle anschließend eine andere Aufnahme. Ein klinisch gefährlicher Fehlschluss — etwa Entwarnung trotz Kreislaufstillstand oder schwerer Hyperkaliämie — verlangt Wiederholung der zugehörigen Entscheidungsaufgabe, auch wenn die Messwerte richtig waren.

Wenn ein Punkt der Selbstbeurteilung fehlt, findest du hier die passende Einheit:

PunktTypischer FehlerNacharbeiten
Darstellung, KalibrierungZahlen ohne Geschwindigkeit und VerstärkungU03, U06
Rhythmus, FrequenzenEtikett ohne P-QRS-BeziehungU04, U07–U09
Achse, ZeitenWert ohne Methode oder MessgrenzeU05, U06, U17
QRS-/ST-/T-Lokalisationnur DiagnoseetikettU10, U12–U15
Bild – Verdacht – fehlende InfoVerdacht als TatsacheU19
Dringlichkeit, GrenzenEntwarnung bei unauffälligem EKGU19, U20

Zusätzliche Wiederholung

R1 – Rechnen: Bei 50 mm/s liegen sechs kleine Kästchen zwischen QRS-Beginn und -Ende. Wie breit ist der QRS? Ist das dieselbe Zahl wie bei 25 mm/s?

Die Tabelle sammelt die vorgegebenen Angaben.

MerkmalAngabe
Geschwindigkeit50 mm/s
QRS-Beginn bis QRS-Ende6 kleine Kästchen
Vergleichsgeschwindigkeit25 mm/s

Lösung: 6 × 20 ms = 120 ms. Bei 25 mm/s wären sechs kleine Kästchen 240 ms. Die Geschwindigkeit muss vor jeder Messung bekannt sein.

Dieselben Kästchen bedeuten bei doppelter Papiergeschwindigkeit die halbe Zeit:

Strecke auf dem Papier25 mm/s50 mm/s
1 kleines Kästchen (1 mm)40 ms20 ms
1 großes Kästchen (5 mm)200 ms100 ms
6 kleine Kästchen240 ms120 ms

R2 – Unregelmäßigkeit: Unregelmäßige RR-Abstände sind sichtbar, P-Wellen jedoch nicht zuverlässig beurteilbar. Darfst du Vorhofflimmern endgültig diagnostizieren?

Die Tabelle sammelt die vorgegebenen Angaben.

MerkmalAngabe
RR-AbständeUnregelmäßig
P-WellenNicht zuverlässig beurteilbar

Lösung: Nein. Beschreibe zunächst den unregelmäßigen Kammerrhythmus und die begrenzte Vorhofbeurteilbarkeit. Prüfe weitere Ableitungen beziehungsweise eine längere artefaktarme Aufzeichnung; Extrasystolen und andere Rhythmen sind Alternativen.

R3 – Leitung: Zwei P-Wellen kommen regelmäßig auf einen QRS. Warum ist „AV-Block II, 2:1“ präziser als „Mobitz II“?

Die Tabelle sammelt die vorgegebenen Angaben.

MerkmalAngabe
P-WellenRegelmäßig
VerhältnisZwei P-Wellen auf einen QRS

Lösung: Zwischen zwei übergeleiteten Schlägen fehlt die Folge mehrerer aufeinanderfolgender PQ-Zeiten, an der sich eine Wenckebach-Zunahme oder unveränderte Leitung vor einem Ausfall beurteilen ließe. Der Überleitungsquotient allein lokalisiert den Block nicht.

Schematischer Streifen mit regelmäßigen P-Wellen, von denen abwechselnd eine übergeleitet wird, blau markiert, und eine blockiert ist, rot umrandet; je Zyklus gibt es nur eine messbare PQ-Zeit, also keine Folge zum Vergleichen. Darunter zwei Möglichkeiten: Wenckebach, nodal, mit zunehmender PQ vor dem Ausfall, hier nicht sichtbar; Mobitz II, infranodal, mit konstanter PQ vor dem Ausfall, hier nicht prüfbar. Hinweise, kein Beweis: schmaler QRS eher nodal, breiter QRS eher infranodal; längere Aufzeichnung mit 3:2-Abschnitten zeigt den PQ-Verlauf; Klinik, Ursachen und Verlauf entscheiden mit. Ergebnis: Befund AV-Block II. Grades 2:1, Verhältnis und QRS-Breite nennen, Typ offen lassen

Quelle: eigene Darstellung. Schematische Kurve, nicht maßstabsgetreu.

R4 – QT: QT ist 400 ms bei RR 1,0 s. Berechne QTc nach Bazett und Fridericia. Was ändert sich, wenn das T-Ende nicht abgrenzbar ist?

Die Tabelle sammelt die vorgegebenen Angaben.

MerkmalAngabe
QT400 ms
RR1,0 s
ZusatzbedingungT-Ende nicht abgrenzbar

Lösung: Beide ergeben 400 ms, weil √1 und ∛1 gleich 1 sind. Bei unsicherem T-Ende ist auch eine mathematisch korrekte Korrektur keine zuverlässige Messung; die Messgrenze muss dokumentiert werden.

R5 – ACS: Eine Person hat fortbestehenden typischen Thoraxdruck, das erste EKG ist unauffällig. Was ist der Denkfehler in „Kein STEMI, daher keine koronare Gefahr“?

Die Tabelle sammelt die vorgegebenen Angaben.

MerkmalAngabe
BeschwerdenFortbestehender typischer Thoraxdruck
Erstes EKGUnauffällig

Lösung: Das EKG kann früh oder bei bestimmten Regionen unauffällig beziehungsweise nicht klassisch sein. Verlauf, wiederholte EKGs, gegebenenfalls Zusatzableitungen und Troponindynamik gehören zur risikogerechten Abklärung.

R6 – Gerät: Ein sichtbarer Spike mit anschließendem QRS beweist welche Funktion, und was beweist er nicht?

Die Tabelle sammelt die vorgegebenen Angaben.

MerkmalAngabe
Zuerst sichtbarSpike
Danach sichtbarQRS

Lösung: Er stützt elektrische ventrikuläre Capture in diesem Zyklus. Er beweist weder wirksamen Kreislauf noch vollständige Gerätefunktion im gesamten Verlauf.

R7 – Raum und Technik: I ist gegenüber dem Vorbefund invertiert, aVR überraschend positiv, die Brustwandprogression aber unverändert. Was prüfst du vor einer neuen anatomischen Diagnose?

Die Tabelle sammelt die vorgegebenen Angaben.

MerkmalAngabe
I gegenüber VorbefundInvertiert
aVRÜberraschend positiv
BrustwandprogressionUnverändert

Lösung: Kabelzuordnung und eine mögliche Vertauschung der Arm-Elektroden. Ein wiederholtes korrekt angelegtes EKG kann den technischen Verdacht prüfen. Die Kurve allein beweist die Vertauschung nicht in jedem Fall.

R8 – Quelle: In einem Datensatz steht „ventrikuläre Tachykardie in der Anamnese“, die abgebildete Ruheaufnahme zeigt einen regelmäßigen schmalen Rhythmus. Wie berichtest du?

Die Tabelle sammelt die vorgegebenen Angaben.

MerkmalAngabe
DatensatzVentrikuläre Tachykardie in der Anamnese
RuheaufnahmeRegelmäßiger schmaler Rhythmus

Lösung: Befunde den tatsächlich sichtbaren Rhythmus. Eine anamnestische Diagnose ist kein aktueller EKG-Nachweis. Verwende eine solche Aufnahme nicht als Bildbeweis einer laufenden VT.

Die acht Denkfallen auf einen Blick:

FalleGegenmittel
R1: Kästchen ohne Geschwindigkeit zählenerst mm/s prüfen, dann umrechnen
R2: unregelmäßig = VorhofflimmernVorhofaktivität belegen oder offen lassen
R3: 2:1 = Mobitz IIVerhältnis und QRS-Breite nennen
R4: QTc trotz unklarem T-EndeMessgrenze dokumentieren
R5: kein STEMI = keine GefahrVerlauf, Serien-EKG, Troponindynamik
R6: Spike + QRS = alles in OrdnungPuls und Kreislauf prüfen
R7: neue Achse = neue Diagnoseerst Kabel und Elektroden prüfen
R8: Anamnese = Bildbefundnur Sichtbares befunden

Pool: Technik und Artefakte

Lernziel: Du kannst in echten EKGs Artefakte und Technikfehler erkennen.

Freie Antwort

EKG-Übungspool

Arbeite zunächst ohne Lösung: prüfe Technik, Rhythmus, Frequenz, Achse, PQ/QRS/QT und ST/T. Formuliere dann eine zusammenhängende Aussage mit Messgrenzen und fehlender klinischer Information. Bei ACS-Medianschlägen ist nur Morphologie beurteilbar. Die Quellenkennung ersetzt keine Diagnose.

Die feste Befundreihenfolge für jede Aufgabe im Überblick:

SchrittLeitfrageTypische Grenze
1 TechnikElektroden, Artefakte, Maßstab?gestörte Einzelableitung
2 RhythmusP vor jedem QRS, regelmäßig?Streifen kurz
3 Frequenzca. /min aus RR-AbstandNäherungswert
4 AchseLagetyp aus I und aVFkleine Amplituden
5 PQ/QRS/QTDauer in msQT unkorrigiert
6 ST/Tzusammenhängende Ableitungsgruppen?ohne Klinik keine Diagnose

Die Standardbilder zeigen zwölf Ableitungen in 3×4-Anordnung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Spalten und darunter einen kontinuierlichen II-Streifen. Vergleiche für Rhythmusfragen dieselben Zeitabschnitte; die Spalten sind keine gleichzeitigen Herzzyklen. Maßstab und abweichende Verstärkung stehen am Bild. Manuelle Werte sind Näherungen. QT ist unkorrigiert, sofern nicht ausdrücklich QTc mit Formel angegeben wird.

Was die beiden Bildformate im Pool tragen:

MerkmalStandardbild 3×4 + IIACS-Medianschlag
Darstellungaufeinanderfolgende Spalten, II-Streifenein gemittelter Schlag je Ableitung
Rhythmus, Frequenzbeurteilbar (II-Streifen)nicht beurteilbar
Intervalle, AchseNäherung möglichnur Morphologie
ST/T-Morphologiebeurteilbarbeurteilbar

Bei jedem Selbstvergleich gilt: Ist der Bildbefund begründet? Sind Messgrenzen benannt? Wurde eine Quelleninformation von der eigenen Beobachtung getrennt? Wurde eine klinische Diagnose nur so weit formuliert, wie Bild und Fall sie tragen? Die klinischen Ergänzungen in T06 sind ausdrücklich fiktive Übungen und keine nachträglich erfundenen Patientendaten.

Prüfe bei jeder Störung zuerst den Weg vom Ort der Störung zum Grundrhythmus, bevor du misst.

Störung im EKG prüfen. Ort, Grundrhythmus und Messgrenzen getrennt beurteilen. 1  Ort und Zeit vergleichen: Eine Ableitung, Ableitungsgruppe oder alle?, QRS vor, während und nach der Störung vergleichen, II-Streifen und zeitgleiche Kanäle nutzen; Rhythmus ändert sich mit: 2a  Echter Befund möglich: Regelhafte P-QRS-T-Folge, Veränderung in allen zeitgleichen Kanälen; QRS laufen durch: 2b  Technik prüfen: QRS laufen im gleichen Takt weiter, Gemeinsame Elektrode gestörter Ableitungen eingrenzen; 3a  Nach Neuschreiben: Befund bleibt nach neuer Aufnahme bestehen, Nicht als Artefakt wegerklären; klinisch einordnen; 3b  Kontakt und Messbarkeit: Hautkontakt, Bewegung und Kabel prüfen, Lesbare QRS-Folge befunden, Unsichere ST- oder Intervallmessung benennen. Ergebnisse: Befund bleibt: Klinisch beurteilen; Störung begrenzt Messung: Kontakt prüfen und neu schreiben.

Abbildung: Störung im EKG prüfen; die Bedingungen führen zur passenden Konsequenz. Quelle: eigene Darstellung. Quelle: eigene Darstellung.

P-PTBXL-59

Zuordnung: C02-T01.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 59

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 59 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

Aufgabe: Befunde das EKG in fester Reihenfolge: Rhythmus, Frequenz, Lagetyp, PQ/QRS/QT sowie ST/T. Welche Aussage ist aus diesem Bild sicher möglich?

In der App sprechen üben →

Freie Antwort

P-PTBXL-69

Zuordnung: C02-T01.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 69

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 69 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

Aufgabe: Befunde das EKG in fester Reihenfolge: Rhythmus, Frequenz, Lagetyp, PQ/QRS/QT sowie ST/T. Welche Aussage ist aus diesem Bild sicher möglich?

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P-PTBXL-1158

Zuordnung: C02-T01.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 1158

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 1158 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

Aufgabe: Befunde das EKG in fester Reihenfolge: Rhythmus, Frequenz, Lagetyp, PQ/QRS/QT sowie ST/T. Welche Aussage ist aus diesem Bild sicher möglich?

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P-PTBXL-9

Zuordnung: C02-T01.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 9

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 9 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

Aufgabe: Befunde das EKG in fester Reihenfolge: Rhythmus, Frequenz, Lagetyp, PQ/QRS/QT sowie ST/T. Welche Aussage ist aus diesem Bild sicher möglich?

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P-PTBXL-38

Zuordnung: C02-T01.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 38

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 38 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

Aufgabe: Befunde das EKG in fester Reihenfolge: Rhythmus, Frequenz, Lagetyp, PQ/QRS/QT sowie ST/T. Welche Aussage ist aus diesem Bild sicher möglich?

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P-PTBXL-165

Zuordnung: C02-T01.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 165

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 165 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

Aufgabe: Befunde das EKG in fester Reihenfolge: Rhythmus, Frequenz, Lagetyp, PQ/QRS/QT sowie ST/T. Welche Aussage ist aus diesem Bild sicher möglich?

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P-PTBXL-2309

Zuordnung: C02-T01.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 2309

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 2309 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

Aufgabe: Befunde das EKG in fester Reihenfolge: Rhythmus, Frequenz, Lagetyp, PQ/QRS/QT sowie ST/T. Welche Aussage ist aus diesem Bild sicher möglich?

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Pool: Rhythmus und Messungen

Lernziel: Du kannst in echten EKGs Rhythmus, Frequenz, Achse und Zeiten bestimmen.

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Für alle 51 Aufgaben gilt dieselbe Reihenfolge. Das Merkbild zeigt, wo du misst und welche Grenze du im Befund nennst:

Fünf Schritte: 1 Rhythmus (P vor jedem QRS, RR regelmäßig, gleitend oder absolut unregelmäßig; II-Streifen), 2 Frequenz (regelmäßig 300 durch große Kästchen, unregelmäßig QRS in 10 s mal 6), 3 Lagetyp (Netto-QRS in I, II, aVF am Grundschlag; kleine QRS nur Bereich), 4 PQ 120–200 ms, QRS unter 110 ms, QT in II oder V5 unkorrigiert, 5 ST/T regional mit Klinik und Vor-EKG; Ergebnis: sicher Gesehenes benennen, Unsicheres als Messgrenze nennen, Konsequenz nach Klinik

Quelle: eigene Darstellung.

Diese Orientierungswerte für Erwachsene gelten für jede Aufgabe in diesem Pool:

MessgrößeOrientierungswertEinordnung
Frequenz60–100/minunter 60 Bradykardie, über 100 Tachykardie
PQ120–200 msüber 200 ms: AV-Block I°
QRSunter 110 ms110–119 ms leicht verzögert, ab 120 ms breit
QTcMänner unter 450 ms, Frauen unter 460 msFormel nennen; im Pool steht QT unkorrigiert

P-PTBXL-233

Zuordnung: C02-T02.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 233

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 233 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

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P-PTBXL-795

Zuordnung: C02-T02.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 795

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 795 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

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P-PTBXL-1113

Zuordnung: C02-T02.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 1113

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 1113 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

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P-PTBXL-1208

Zuordnung: C02-T02.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 1208

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 1208 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

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P-PTBXL-2455

Zuordnung: C02-T02.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 2455

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 2455 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

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P-PTBXL-4005

Zuordnung: C02-T02.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 4005

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 4005 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

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P-PTBXL-4822

Zuordnung: C02-T02.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 4822

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 4822 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

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P-PTBXL-611

Zuordnung: C02-T02.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 611

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 611 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

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P-PTBXL-2158

Zuordnung: C02-T02.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 2158

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 2158 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

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P-PTBXL-4235

Zuordnung: C02-T02.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 4235

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 4235 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

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P-PTBXL-440

Zuordnung: C02-T02.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 440

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 440 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

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P-PTBXL-881

Zuordnung: C02-T02.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 881

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 881 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

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P-PTBXL-4117

Zuordnung: C02-T02.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 4117

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 4117 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

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P-PTBXL-8215

Zuordnung: C02-T02.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 8215

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 8215 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

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P-PTBXL-12632

Zuordnung: C02-T02.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 12632

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 12632 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

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P-PTBXL-2886

Zuordnung: C02-T02.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 2886

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 2886 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

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P-PTBXL-3544

Zuordnung: C02-T02.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 3544

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 3544 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

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P-PTBXL-23

Zuordnung: C02-T02.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 23

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 23 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

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P-PTBXL-449

Zuordnung: C02-T02.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 449

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 449 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

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P-PTBXL-7159

Zuordnung: C02-T02.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 7159

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 7159 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

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P-PTBXL-16401

Zuordnung: C02-T02.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 16401

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 16401 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

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P-PTBXL-3505

Zuordnung: C02-T02.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 3505

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 3505 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

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P-PTBXL-2051

Zuordnung: C02-T02.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 2051

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 2051 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

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P-PTBXL-7889

Zuordnung: C02-T02.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 7889

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 7889 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

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P-PTBXL-427

Zuordnung: C02-T02.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 427

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 427 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

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P-PTBXL-861

Zuordnung: C02-T02.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 861

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 861 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

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P-PTBXL-8872

Zuordnung: C02-T02.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 8872

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 8872 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

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P-PTBXL-4637

Zuordnung: C02-T02.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 4637

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 4637 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

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P-PTBXL-10355

Zuordnung: C02-T02.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 10355

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 10355 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

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P-PTBXL-12644

Zuordnung: C02-T02.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 12644

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 12644 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

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P-PTBXL-772

Zuordnung: C02-T02.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 772

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 772 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

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P-PTBXL-1246

Zuordnung: C02-T02.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 1246

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 1246 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

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P-PTBXL-41

Zuordnung: C02-T02.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 41

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 41 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

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P-PTBXL-12173

Zuordnung: C02-T02.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 12173

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 12173 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

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P-PTBXL-18050

Zuordnung: C02-T02.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 18050

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 18050 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

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P-PTBXL-6515

Zuordnung: C02-T02.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 6515

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P-PTBXL-1479

Zuordnung: C02-T02.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 1479

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 1479 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

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P-PTBXL-6031

Zuordnung: C02-T02.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 6031

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 6031 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

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P-PTBXL-5915

Zuordnung: C02-T02.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 5915

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 5915 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

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P-PTBXL-7161

Zuordnung: C02-T02.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 7161

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 7161 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

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P-PTBXL-1197

Zuordnung: C02-T02.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 1197

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 1197 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

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P-PTBXL-2432

Zuordnung: C02-T02.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 2432

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 2432 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

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P-PTBXL-20406

Zuordnung: C02-T02.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 20406

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 20406 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

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P-PTBXL-10160

Zuordnung: C02-T02.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 10160

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 10160 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

Aufgabe: Befunde das EKG in fester Reihenfolge: Rhythmus, Frequenz, Lagetyp, PQ/QRS/QT sowie ST/T. Welche Aussage ist aus diesem Bild sicher möglich?

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P-PTBXL-1173

Zuordnung: C02-T02.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 1173

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 1173 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

Aufgabe: Befunde das EKG in fester Reihenfolge: Rhythmus, Frequenz, Lagetyp, PQ/QRS/QT sowie ST/T. Welche Aussage ist aus diesem Bild sicher möglich?

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P-PTBXL-8461

Zuordnung: C02-T02.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 8461

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 8461 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

Aufgabe: Befunde das EKG in fester Reihenfolge: Rhythmus, Frequenz, Lagetyp, PQ/QRS/QT sowie ST/T. Welche Aussage ist aus diesem Bild sicher möglich?

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P-PTBXL-14286

Zuordnung: C02-T02.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 14286

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 14286 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

Aufgabe: Befunde das EKG in fester Reihenfolge: Rhythmus, Frequenz, Lagetyp, PQ/QRS/QT sowie ST/T. Welche Aussage ist aus diesem Bild sicher möglich?

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P-PTBXL-12537

Zuordnung: C02-T02.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 12537

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 12537 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

Aufgabe: Befunde das EKG in fester Reihenfolge: Rhythmus, Frequenz, Lagetyp, PQ/QRS/QT sowie ST/T. Welche Aussage ist aus diesem Bild sicher möglich?

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P-PTBXL-18246

Zuordnung: C02-T02.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 18246

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 18246 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

Aufgabe: Befunde das EKG in fester Reihenfolge: Rhythmus, Frequenz, Lagetyp, PQ/QRS/QT sowie ST/T. Welche Aussage ist aus diesem Bild sicher möglich?

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P-PTBXL-1491

Zuordnung: C02-T02.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 1491

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 1491 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

Aufgabe: Befunde das EKG in fester Reihenfolge: Rhythmus, Frequenz, Lagetyp, PQ/QRS/QT sowie ST/T. Welche Aussage ist aus diesem Bild sicher möglich?

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P-PTBXL-7031

Zuordnung: C02-T02.

12-Kanal-EKG mit Rhythmusstreifen II, Datensatzkennung 7031

Quelle: PTB-XL v1.0.3, ecg_id 7031 (Wagner et al.), CC BY 4.0; Kurvenwerte unverändert, neu gezeichnet mit ekg_zeichnen.py.

Aufgabe: Befunde das EKG in fester Reihenfolge: Rhythmus, Frequenz, Lagetyp, PQ/QRS/QT sowie ST/T. Welche Aussage ist aus diesem Bild sicher möglich?

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Pool: Impulsbildung, Leitung

Lernziel: Du kannst in echten EKGs Impulsbildungs- und Leitungsstörungen befunden.

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P-PTBXL-7079

Thema: C02-T03

12-Kanal-EKG 7079; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.

Aufgabe: Welche Überleitungsstörung liegt vor, und wird jeder Vorhofimpuls übergeleitet?

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P-PTBXL-8620

Thema: C02-T03

12-Kanal-EKG 8620; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.

Kontinuierlicher 10-Sekunden-Rhythmusstreifen in II, Aufnahme 8620

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Kontinuierlich II, 25 mm/s und 10 mm/mV.

Aufgabe: Welche zwei voneinander unabhängigen Taktgeber erkennst du? Warum darf eine einzelne scheinbar normale PQ-Zeit nicht täuschen?

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P-PTBXL-959

Thema: C02-T03

12-Kanal-EKG 959; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.

Kontinuierlicher 10-Sekunden-Rhythmusstreifen in II, Aufnahme 959

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Kontinuierlich II, 25 mm/s und 10 mm/mV.

Aufgabe: Wie beweist du die fehlende feste Beziehung zwischen P-Wellen und QRS?

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P-PTBXL-618

Thema: C02-T03

12-Kanal-EKG 618; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.

Aufgabe: Welche drei morphologischen Merkmale sprechen für einen Linksschenkelblock?

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P-PTBXL-1564

Thema: C02-T03

12-Kanal-EKG 1564; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.

Aufgabe: Beschreibe QRS-Morphologie und Rhythmus getrennt voneinander.

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P-PTBXL-1123

Thema: C02-T03

12-Kanal-EKG 1123; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.

Aufgabe: Woran unterscheidest du dieses Blockmuster vom Linksschenkelblock?

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P-PTBXL-3155

Thema: C02-T03

12-Kanal-EKG 3155; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.

Aufgabe: Welche terminalen QRS-Anteile vergleichst du in V1 und I/V6?

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P-PTBXL-8504

Thema: C02-T03

12-Kanal-EKG 8504; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.

Aufgabe: Befunde QRS und ST/T getrennt: Welche Veränderungen können sekundär zum Block sein?

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P-PTBXL-157

Thema: C02-T03

12-Kanal-EKG 157; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.

Aufgabe: Warum ist ein schmaler QRS mit einem Faszikelblock vereinbar?

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P-PTBXL-520

Thema: C02-T03

12-Kanal-EKG 520; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.

Aufgabe: Bestimme zunächst I/aVF, dann II: Wie erkennst du den überdrehten Linkstyp?

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P-PTBXL-172

Thema: C02-T03

12-Kanal-EKG 172; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.

Aufgabe: Welche zwei Befundkomponenten ergeben hier das bifaszikuläre Muster?

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P-PTBXL-12552

Thema: C02-T03

12-Kanal-EKG 12552; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.

Aufgabe: Warum nennt man den Befund trotz normaler PQ-Zeit bifaszikulär?

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P-PTBXL-9699

Thema: C02-T03

12-Kanal-EKG 9699; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.

Aufgabe: Welche Trias beweist das Präexzitationsmuster, und warum ist Syndrom nicht automatisch der richtige Begriff?

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P-CHALLENGE-JS12426

Thema: C02-T03

12-Kanal-EKG JS12426; zur systematischen Befundung

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Ningbo First Hospital, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.

Kontinuierlicher 10-Sekunden-Rhythmusstreifen in II, Aufnahme JS12426

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Ningbo First Hospital, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Kontinuierlich II, 25 mm/s und 10 mm/mV.

Aufgabe: Vergleiche PQ vor der Pause mit PQ nach der Pause: Welcher Mechanismus wird erkennbar?

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P-CHALLENGE-JS12440

Thema: C02-T03

12-Kanal-EKG JS12440; zur systematischen Befundung

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Ningbo First Hospital, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.

Kontinuierlicher 10-Sekunden-Rhythmusstreifen in II, Aufnahme JS12440

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Ningbo First Hospital, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Kontinuierlich II, 25 mm/s und 10 mm/mV.

Aufgabe: Welche Beobachtung unterscheidet die Ausfälle hier vom Wenckebach-Mechanismus?

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P-CHALLENGE-JS12438

Thema: C02-T03

12-Kanal-EKG JS12438; zur systematischen Befundung

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Ningbo First Hospital, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.

Kontinuierlicher 10-Sekunden-Rhythmusstreifen in II, Aufnahme JS12438

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Ningbo First Hospital, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Kontinuierlich II, 25 mm/s und 10 mm/mV.

Aufgabe: Welche Kombination aus Überleitungsausfall und QRS-Morphologie macht diesen Befund besonders beachtenswert?

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P-CHALLENGE-E09423

Thema: C02-T03

12-Kanal-EKG E09423; zur systematischen Befundung

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Emory University (Georgia 12-lead ECG Challenge Database), CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.

Aufgabe: Warum ist die Kammerfrequenz allein noch kein Beweis, die AV-Beziehung aber entscheidend?

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P-CHALLENGE-E04448

Thema: C02-T03

12-Kanal-EKG E04448; zur systematischen Befundung

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Emory University (Georgia 12-lead ECG Challenge Database), CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.

Aufgabe: Markiere gedanklich die regelmäßigen P-Wellen über mehrere RR-Abstände: Bleibt PQ konstant?

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P-CHALLENGE-JS10189

Thema: C02-T03

12-Kanal-EKG JS10189; zur systematischen Befundung

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Chapman University/Shaoxing People's Hospital, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.

Aufgabe: Welche sichere Rhythmusbeschreibung ist möglich, bevor du einen Reentry-Mechanismus benennst?

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P-CHALLENGE-JS10350

Thema: C02-T03

12-Kanal-EKG JS10350; zur systematischen Befundung

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Chapman University/Shaoxing People's Hospital, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.

Aufgabe: Welche Kurvenanteile sind Rhythmus, welche sind Artefakt? Begründe anhand der fortlaufenden QRS-Serie.

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P-CHALLENGE-JS10306

Thema: C02-T03

12-Kanal-EKG JS10306; zur systematischen Befundung

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Chapman University/Shaoxing People's Hospital, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.

Aufgabe: Formuliere einen präzisen Befund ohne den Tachykardiemechanismus aus einem Etikett zu übernehmen.

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P-CHALLENGE-JS10361

Thema: C02-T03

12-Kanal-EKG JS10361; zur systematischen Befundung

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Chapman University/Shaoxing People's Hospital, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.

Aufgabe: Welche Befunde kannst du sicher nennen, welche Aussage zum Mechanismus bleibt offen?

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P-CHALLENGE-E00852

Thema: C02-T03

12-Kanal-EKG E00852; zur systematischen Befundung

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Emory University (Georgia 12-lead ECG Challenge Database), CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.

Aufgabe: Liegt die sichtbare Stimulationsspitze direkt vor QRS oder vor einer Vorhofaktion? Welche Konsequenz hat das?

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P-CHALLENGE-E10339

Thema: C02-T03

12-Kanal-EKG E10339; zur systematischen Befundung

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Emory University (Georgia 12-lead ECG Challenge Database), CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.

Aufgabe: Warum kann ein Schrittmacher-EKG einen schmalen QRS haben?

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P-CHALLENGE-E00831

Thema: C02-T03

12-Kanal-EKG E00831; zur systematischen Befundung

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Emory University (Georgia 12-lead ECG Challenge Database), CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.

Aufgabe: Wo beginnst und beendest du die QRS-Messung bei einer großen Stimulationsspitze?

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P-CHALLENGE-E09833

Thema: C02-T03

12-Kanal-EKG E09833; zur systematischen Befundung

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Emory University (Georgia 12-lead ECG Challenge Database), CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.

Aufgabe: Wie unterscheidest du Stimulationsspike, QRS und sekundäre T-Welle?

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P-CHALLENGE-JS06588

Thema: C02-T03

12-Kanal-EKG JS06588; zur systematischen Befundung

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Chapman University/Shaoxing People's Hospital, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.

Aufgabe: Welche Schläge haben keine vorangehende P-Welle, und kommen sie zu früh oder zu spät?

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P-CHALLENGE-JS09293

Thema: C02-T03

12-Kanal-EKG JS09293; zur systematischen Befundung

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Chapman University/Shaoxing People's Hospital, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.

Aufgabe: Warum ist ein später QRS ohne vorangehendes P hier eher ein Ersatzschlag als eine supraventrikuläre Extrasystole?

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P-PTBXL-9108

Thema: C02-T03

12-Kanal-EKG 9108; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.

Aufgabe: Welche Zeitstrecke ist verlängert, und warum bleibt die Überleitung trotzdem 1:1?

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P-PTBXL-10003

Thema: C02-T03

12-Kanal-EKG 10003; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.

Aufgabe: Wie erkennst du einen Rechtsschenkelblock trotz nicht völlig ruhiger Grundlinie?

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P-PTBXL-633

Thema: C02-T03

12-Kanal-EKG 633; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.

Aufgabe: Warum genügt die Linksachse allein nicht für einen Faszikelblock-Befund?

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P-PTBXL-16206

Thema: C02-T03

12-Kanal-EKG 16206; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.

Aufgabe: Warum sollte man diese Kombination nicht ungeprüft als gesicherten trifaszikulären Block bezeichnen?

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Pool: ST/T-Differentialbefunde

Lernziel: Du kannst in echten EKGs ST/T-Veränderungen beschreiben und abgrenzen.

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Bevor du die einzelnen ST/T-Beispiele löst, lies jedes EKG in derselben Reihenfolge: erst die Leitung, dann Depolarisation und Repolarisation getrennt, dann das Gegenbild und zuletzt der Kontext.

Fünf Schritte zum ST/T-Befund: 1 QRS-Breite zuerst (ab 120 ms, LSB oder Stimulation sind ST/T sekundär, dann eigene Kriterien wie Sgarbossa); 2 Depolarisation (Q/QS in zusammengehörigen Ableitungen, R-Progression V1 bis V4/V5, QRS-Spannung); 3 Repolarisation (ST-Hebung oder -Senkung am J-Punkt, T-Negativierung oder -Abflachung, Ableitungsgruppe); 4 Gegenbild prüfen (inferiore Hebung mit Senkung I/aVL, Senkung V1–V3 an V7–V9 denken, fehlendes Gegenbild ist kein Ausschluss); 5 mit Kontext einordnen (Beschwerden, Vor-EKG, serielle EKGs; Medianbild nur Morphologie). Ergebnis: zeitkritisch bei Hebung plus Gegenbild plus akuter Klinik; diskrete ST/T beschreiben und klinisch abklären; bei Q/QS oder T-Negativierung bleibt das Alter ohne Vor-EKG offen

Quelle: eigene Darstellung.

P-PTBXL-12841

Thema: C02-T04

12-Kanal-EKG 12841; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.

Aufgabe: Welche inferioren Veränderungen erkennst du, und lässt sich daraus das Infarktalter bestimmen?

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P-PTBXL-532

Thema: C02-T04

12-Kanal-EKG 532; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.

Aufgabe: Welches zusammenhängende ST-Muster liegt vor?

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P-PTBXL-2993

Thema: C02-T04

12-Kanal-EKG 2993; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.

Aufgabe: Warum solltest du bei diesem Muster zusätzliche posteriore Ableitungen erwägen?

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P-PTBXL-8075

Thema: C02-T04

12-Kanal-EKG 8075; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.

Aufgabe: Welche gegenseitigen Ableitungen stützen den Verdacht auf ein inferiores Verletzungsmuster?

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P-PTBXL-8611

Thema: C02-T04

12-Kanal-EKG 8611; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.

Aufgabe: Welche diskrete räumliche Kombination fällt auf?

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P-PTBXL-8652

Thema: C02-T04

12-Kanal-EKG 8652; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.

Aufgabe: Welche zwei Befundgruppen sprechen für eine ausgeprägte anteriore Schädigung?

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P-PTBXL-1577

Thema: C02-T04

12-Kanal-EKG 1577; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.

Aufgabe: Ist ein Q-Muster ohne ST-Hebung automatisch ein akuter Infarkt?

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P-PTBXL-1737

Thema: C02-T04

12-Kanal-EKG 1737; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.

Aufgabe: Beschreibe inferior getrennt die Depolarisation und Repolarisation.

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P-PTBXL-1440

Thema: C02-T04

12-Kanal-EKG 1440; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.

Aufgabe: Wo fehlt die physiologische R-Progression?

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P-PTBXL-15865

Thema: C02-T04

12-Kanal-EKG 15865; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.

Aufgabe: Welche Auffälligkeit erkennst du beim Vergleich von V1 bis V6?

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P-PTBXL-4712

Thema: C02-T04

12-Kanal-EKG 4712; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.

Aufgabe: Welche lateralen Veränderungen beschreibst du, ohne ein Infarktalter festzulegen?

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P-PTBXL-6962

Thema: C02-T04

12-Kanal-EKG 6962; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.

Aufgabe: Welche Kombination kann auf eine inferoposteriore Narbe hinweisen?

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P-PTBXL-167

Thema: C02-T04

12-Kanal-EKG 167; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.

Aufgabe: In welchen Ableitungen ist die Repolarisation verändert?

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P-PTBXL-1429

Thema: C02-T04

12-Kanal-EKG 1429; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.

Aufgabe: Welche Veränderungen sind lateral zu sehen?

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P-PTBXL-1175

Thema: C02-T04

12-Kanal-EKG 1175; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.

Aufgabe: Wie formulierst du einen diskreten inferioren ST/T-Befund ohne Überdiagnose?

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P-PTBXL-4059

Thema: C02-T04

12-Kanal-EKG 4059; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.

Aufgabe: Welche Zusatzinformationen brauchst du, bevor du diese ST-Anhebung einordnest?

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P-PTBXL-8636

Thema: C02-T04

12-Kanal-EKG 8636; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.

Aufgabe: Beweist eine ST-Hebung über QS-Komplexen ein Ventrikelaneurysma?

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P-PTBXL-1451

Thema: C02-T04

12-Kanal-EKG 1451; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.

Aufgabe: Welche Kombination stützt einen LVH-Verdacht über reine Spannungskriterien hinaus?

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P-PTBXL-3785

Thema: C02-T04

12-Kanal-EKG 3785; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.

Aufgabe: Kann eine hohe QRS-Spannung ohne Strain eine Hypertrophie beweisen?

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P-PTBXL-3790

Thema: C02-T04

12-Kanal-EKG 3790; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.

Aufgabe: Welche Aussage erlaubt ein positives Spannungskriterium?

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P-PTBXL-1785

Thema: C02-T04

12-Kanal-EKG 1785; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.

Aufgabe: Was kann eine spitze P-Welle anzeigen und wodurch wird die Anatomie geprüft?

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P-ACS-00808

Thema: C02-T04

12-Kanal-Mediankomplex 00808; zur systematischen Befundung

Quelle: Du et al., ACS/OMI-Datensatz, CC0 1.0. Medianschlag, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet; nur Morphologiebeurteilung. Die hergeleitete Skalierung ist im Quellenprotokoll beschrieben; keine präzise Millimeterdiagnostik aus diesem Datensatz.

Aufgabe: Welche regionale Verteilung und welche reziproke Ableitung fallen auf?

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P-ACS-07663

Thema: C02-T04

12-Kanal-Mediankomplex 07663; zur systematischen Befundung

Quelle: Du et al., ACS/OMI-Datensatz, CC0 1.0. Medianschlag, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet; nur Morphologiebeurteilung. Die hergeleitete Skalierung ist im Quellenprotokoll beschrieben; keine präzise Millimeterdiagnostik aus diesem Datensatz.

Aufgabe: Warum gehören bei inferior auffälligem ST-Verlauf aVL und die vorderen Brustwandableitungen zur gezielten Gegenprüfung?

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P-ACS-00810

Thema: C02-T04

12-Kanal-Mediankomplex 00810; zur systematischen Befundung

Quelle: Du et al., ACS/OMI-Datensatz, CC0 1.0. Medianschlag, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet; nur Morphologiebeurteilung. Die hergeleitete Skalierung ist im Quellenprotokoll beschrieben; keine präzise Millimeterdiagnostik aus diesem Datensatz.

Aufgabe: Welche zwei morphologischen Befunde müssen trotz fehlender Rhythmusinformation genannt werden?

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P-ACS-02672

Thema: C02-T04

12-Kanal-Mediankomplex 02672; zur systematischen Befundung

Quelle: Du et al., ACS/OMI-Datensatz, CC0 1.0. Medianschlag, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet; nur Morphologiebeurteilung. Die hergeleitete Skalierung ist im Quellenprotokoll beschrieben; keine präzise Millimeterdiagnostik aus diesem Datensatz.

Aufgabe: Beschreibe die inferioren QRS- und T-Veränderungen, ohne das klinische Etikett als Bildbefund zu verwenden.

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P-ACS-01328

Thema: C02-T04

12-Kanal-Mediankomplex 01328; zur systematischen Befundung

Quelle: Du et al., ACS/OMI-Datensatz, CC0 1.0. Medianschlag, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet; nur Morphologiebeurteilung. Die hergeleitete Skalierung ist im Quellenprotokoll beschrieben; keine präzise Millimeterdiagnostik aus diesem Datensatz.

Aufgabe: Welche Repolarisationsveränderung siehst du, und warum genügt das Bild nicht für die Bezeichnung Wellens-Syndrom?

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P-PTBDB-patient091-s0353lre

Thema: C02-T04

12-Kanal-EKG patient091/s0353lre; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB Diagnostic ECG Database, ODC-By 1.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden. Ausschnitt 5–15 s. Contains information from the PTB Diagnostic ECG Database (https://physionet.org/content/ptbdb/1.0.0/) which is made available under the ODC Attribution License (https://opendatacommons.org/licenses/by/1-0/).

Aufgabe: Warum darf die anteriore ST-Anhebung hier nicht isoliert wie bei schmalem QRS gewertet werden?

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P-PTBDB-patient207-s0428_re

Thema: C02-T04

12-Kanal-EKG patient207/s0428_re; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB Diagnostic ECG Database, ODC-By 1.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden. Ausschnitt 5–15 s. Contains information from the PTB Diagnostic ECG Database (https://physionet.org/content/ptbdb/1.0.0/) which is made available under the ODC Attribution License (https://opendatacommons.org/licenses/by/1-0/).

Aufgabe: Welche QRS-Veränderung muss vor der Interpretation der vorderen ST-Strecken erkannt werden?

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P-PTBXL-11944

Thema: C02-T04

12-Kanal-EKG 11944; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.

Aufgabe: Beschreibe Depolarisation und Repolarisation getrennt. Kann das Infarktalter aus dieser Aufnahme sicher datiert werden?

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P-PTBXL-12899

Thema: C02-T04

12-Kanal-EKG 12899; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.

Aufgabe: Welche Ableitungsgruppe und welches reziproke Gegenbild machen diese Konstellation besonders verdächtig?

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P-PTBXL-1063

Thema: C02-T04

12-Kanal-EKG 1063; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.

Aufgabe: Warum wäre eine Beschränkung der Befundung auf nur ein Infarktgebiet hier unvollständig?

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P-PTBXL-3076

Thema: C02-T04

12-Kanal-EKG 3076; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.

Aufgabe: Welche Befunde sprechen gegen die vorschnelle Einordnung als unauffällige frühe Repolarisation?

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Pool: QT und Stimulation

Lernziel: Du kannst in echten EKGs QT-Zeit und Schrittmacherstimulation beurteilen.

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P-PTBXL-1065

Thema: C02-T05

12-Kanal-EKG 1065; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.

Aufgabe: Welche Morphologie ist mit einem Digitaliseffekt vereinbar, und was beweist sie nicht?

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P-PTBXL-7525

Thema: C02-T05

12-Kanal-EKG 7525; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.

Aufgabe: Warum lässt sich aus diesem ST-Bild keine Digitalisintoxikation diagnostizieren?

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P-PTBXL-16101

Thema: C02-T05

12-Kanal-EKG 16101; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.

Aufgabe: Lässt sich aus flachen T-Wellen allein ein Kaliumwert ableiten?

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P-PTBXL-320

Thema: C02-T05

12-Kanal-EKG 320; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.

Aufgabe: Warum muss trotz Bradykardie die QT-Zeit genauer gemessen werden?

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P-PTBXL-144

Thema: C02-T05

12-Kanal-EKG 144; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.

Aufgabe: Welche Zeichen belegen ventrikuläre Stimulation?

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P-PTBXL-2205

Thema: C02-T05

12-Kanal-EKG 2205; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.

Aufgabe: Warum ist ST-Beurteilung bei diesem EKG schwieriger?

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P-PTBXL-2664

Thema: C02-T05

12-Kanal-EKG 2664; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.

Aufgabe: Was folgt aus einem Spike mit anschließendem QRS, und was bleibt offen?

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P-PTBXL-7909

Thema: C02-T05

12-Kanal-EKG 7909; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.

Aufgabe: Warum beweist die ST-Form trotz Digitalis-Quellenlabel weder Einnahme noch Intoxikation?

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P-PTBXL-11860

Thema: C02-T05

12-Kanal-EKG 11860; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden.

Aufgabe: Welche Repolarisationsform fällt auf, und welche Kausalität sowie Intervallmessung bleiben offen?

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P-PTBXLPLUS-20886

Thema: C02-T05

12-Kanal-EKG 20886 zur systematischen Befundung

Quelle: Signal aus PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt; Auswahlhilfe PTB-XL+ (Strodthoff et al.), Version 1.0.1, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit aufeinanderfolgenden Zeitabschnitten und kontinuierlichem II-Streifen über 10 Sekunden; Geschwindigkeit und Verstärkung stehen am Bildrand.

Aufgabe: Wo liegen die Stimulationsimpulse im Verhältnis zur Vorhof- und Kammererregung? Muss jeder Schrittmacherspike unmittelbar einen breiten QRS auslösen?

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P-PTBXLPLUS-9129

Thema: C02-T05

12-Kanal-EKG 9129 zur systematischen Befundung

Quelle: Signal aus PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt; Auswahlhilfe PTB-XL+ (Strodthoff et al.), Version 1.0.1, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit aufeinanderfolgenden Zeitabschnitten und kontinuierlichem II-Streifen über 10 Sekunden; Geschwindigkeit und Verstärkung stehen am Bildrand.

Aufgabe: Welche wiederkehrende zeitliche Folge erkennst du zwischen den beiden Spikes und dem breiten Kammerkomplex? Wie prüfst du die im Ausschnitt sichtbare Kammerantwort?

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P-PTBXLPLUS-3723

Thema: C02-T05

12-Kanal-EKG 3723 zur systematischen Befundung

Quelle: Signal aus PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt; Auswahlhilfe PTB-XL+ (Strodthoff et al.), Version 1.0.1, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit aufeinanderfolgenden Zeitabschnitten und kontinuierlichem II-Streifen über 10 Sekunden; Geschwindigkeit und Verstärkung stehen am Bildrand.

Aufgabe: Welche elektrische Antwort folgt auf die Spikes? Was lässt sich aus den kleinen vorangehenden Vorhofdeflexionen beschreiben, ohne eine bestimmte Geräteprogrammierung zu behaupten?

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P-PTBXLPLUS-1641

Thema: C02-T05

12-Kanal-EKG 1641 zur systematischen Befundung

Quelle: Signal aus PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt; Auswahlhilfe PTB-XL+ (Strodthoff et al.), Version 1.0.1, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit aufeinanderfolgenden Zeitabschnitten und kontinuierlichem II-Streifen über 10 Sekunden; Geschwindigkeit und Verstärkung stehen am Bildrand.

Aufgabe: Welcher Befund bleibt trotz der unruhigen Grundlinie sicher erkennbar? Welche zusätzlichen Angaben solltest du aus diesem Ausschnitt nicht erzwingen?

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P-COMMONS-C10

Thema: C02-T05

Zwölf Ableitungen mit wiederkehrenden schmalen Impulsen vor Vorhof- und Kammeraktivität

Quelle: Jmarchn, Wikimedia Commons, „DualChamberPacemaker ECG 3x4“, CC0 1.0. Unveränderte Bildpixel nach verlustfreier WebP-Konvertierung. Im Original fehlt eine belegte Zeit-/Spannungskalibrierung.

Aufgabe: Suche in mehreren Ableitungen die schmalen Impulse und die darauf folgenden Vorhof- und Kammerantworten. Welche Aussage kannst du sicherer treffen: „AV-sequentielle Stimulation sichtbar“ oder „alle Geräteparameter normal“?

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Pool: Befund und Kontext

Lernziel: Du kannst einen EKG-Befund mit dem klinischen Kontext verbinden.

Freie Antwort

Lies jedes Übungs-EKG in derselben Reihenfolge: erst den vollständigen Befund, dann die Messgrenze der Aufnahme, zuletzt den klinischen Kontext. Erst aus allen drei Schritten folgt die Priorität.

Befund und Kontext bestimmen die Priorität. Vollständiger Befund → Messgrenze → klinische Konsequenz. 1  EKG vollständig befunden: Rhythmus: Vorhof und Kammer gegebenenfalls getrennt, Frequenz, Lagetyp, PQ/QRS/QT und ST/T, Einordnung und relevante Alternative; 2  Messgrenze benennen: Mediankomplex: keine Schlagfolge, AV-Dissoziation: keine feste PQ, Breiter QRS: QT nur orientierend; 3  Akute Beschwerden erfragen: Synkope oder Schwindel, Thoraxdruck oder Dyspnoe; 4  Vitalzeichen und Vergleich prüfen: Blutdruck, Sauerstoffsättigung und Puls, Vor-EKG, Medikamente und Elektrolyte; 5  Dringlichkeit begründen: Synkope, Hypotonie, Schock oder Ischämie: sofort eskalieren, Neuer stabiler Befund: Ursachenklärung und Rhythmusbeobachtung, Bekannt und beschwerdefrei: Vergleich und Verlauf. Ergebnisse: Sofort: Überwachung und Eskalation; Zeitnah: Ursache klären, Rhythmus beobachten; Verlauf: Vorbefund und gezielte Abklärung.

Abbildung: Befund und Kontext bestimmen die Priorität; die Bedingungen führen zur passenden Konsequenz. Quelle: eigene Darstellung. Quelle: eigene Darstellung.

P-CHALLENGE-JS12420

Thema: C02-T06

12-Kanal-EKG JS12420; zur systematischen Befundung

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Ningbo First Hospital, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.

Kontinuierlicher 10-Sekunden-Rhythmusstreifen in II, Aufnahme JS12420

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Ningbo First Hospital, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. Kontinuierlich II, 25 mm/s und 10 mm/mV.

Aufgabe: Verfolge zuerst alle negativen P-Wellen in II, dann die zugehörigen QRS: Welche Periodik siehst du?

Fiktiver klinischer Zusatz: Eine 63-jährige Person hat neuen Schwindel. Vor drei Tagen wurde ein Betablocker erhöht. Jetzt wach, Blutdruck 116/72 mmHg, kein Thoraxschmerz und keine Synkope. Die Zeitbeziehung ist eine erfundene Lernvignette und beweist keine Medikamentenursache des realen EKG.

Die Tabelle ordnet die fiktiven klinischen Angaben.

BereichFiktive Angabe
Alter und Beschwerden63 Jahre; neuer Schwindel
MedikamentenänderungBetablocker vor 3 Tagen erhöht
AktuellWach; Blutdruck 116/72 mmHg
Weitere BeschwerdenKein Thoraxschmerz; keine Synkope

Transferauftrag: Befunde zuerst den Vorhofursprung, dann die AV-Beziehung. Warum reichen weder „Sinusrhythmus“ noch „ein QRS fehlt, also Mobitz II“ aus? Was prüfst du klinisch?

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P-CHALLENGE-JS12506

Thema: C02-T06

12-Kanal-EKG JS12506; zur systematischen Befundung

Quelle: PhysioNet/CinC Challenge 2021 (Reyna et al.), Ningbo First Hospital, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.

Aufgabe: Was unterscheidet diesen Ersatzrhythmus vom breitkomplexigen Beispiel, und was bleibt gleich?

Fiktiver klinischer Zusatz: Eine 72-jährige Person hatte heute zwei kurze Bewusstseinsverluste. Jetzt wach, aber schwindelig; Blutdruck 92/58 mmHg und peripherer Puls etwa 44/min. Kein Vor-EKG verfügbar. Diese Angaben sind erfunden und keine Datensatzdaten.

Die Tabelle ordnet die fiktiven klinischen Angaben.

BereichFiktive Angabe
Alter und Verlauf72 Jahre; heute zwei kurze Bewusstseinsverluste
AktuellWach, aber schwindelig
VitalzeichenBlutdruck 92/58 mmHg; peripherer Puls etwa 44/min
VergleichKein Vor-EKG verfügbar

Transferauftrag: Formuliere den vollständigen Befund. Darfst du eine feste PQ angeben? Beruhigt ein schmaler QRS? Nenne die nächste Priorität und zwei fehlende Informationen.

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Freie Antwort

P-PTBXL-2940

Thema: C02-T06

12-Kanal-EKG 2940; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.

Aufgabe: Welche drei Merkmale stützen einen kompletten Linksschenkelblock?

Fiktiver klinischer Zusatz: Eine 68-jährige Person kommt beschwerdefrei zur Verlaufskontrolle. Blutdruck 136/78 mmHg; ein zwei Jahre alter Vorbefund zeigt dasselbe QRS-Muster. Diese Angaben sind erfunden und keine Datensatzdaten.

Die Tabelle ordnet die fiktiven klinischen Angaben.

BereichFiktive Angabe
Anlass68 Jahre; beschwerdefreie Verlaufskontrolle
Blutdruck136/78 mmHg
VorbefundZwei Jahre alt; dasselbe QRS-Muster

Transferauftrag: Befunde das Bild vollständig. Welche ST/T-Veränderungen gehören plausibel zum Aktivierungsweg? Was ändert sich, wenn neu anhaltender Thoraxdruck hinzukommt?

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P-PTBXL-14653

Thema: C02-T06

12-Kanal-EKG 14653; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB-XL (Wagner et al.), Physikalisch-Technische Bundesanstalt, CC BY 4.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierlich Ableitung II über 10 Sekunden. Es gelten Geschwindigkeit und Verstärkung am Bildrand.

Aufgabe: Welche Kombination macht eine kurze PQ-Zeit hier zum Präexzitationshinweis?

Fiktiver klinischer Zusatz: Eine 29-jährige Person ist bei der Vorsorge beschwerdefrei. Keine erinnerte Synkope oder anfallsartiges Herzrasen; Familienanamnese noch nicht erhoben. Diese Angaben sind erfunden und keine Datensatzdaten.

Die Tabelle ordnet die fiktiven klinischen Angaben.

BereichFiktive Angabe
Anlass29 Jahre; beschwerdefreie Vorsorge
Bisherige BeschwerdenKeine erinnerte Synkope; kein anfallsartiges Herzrasen
FamilienanamneseNoch nicht erhoben

Transferauftrag: Formuliere den Befund. Ist bereits ein WPW-Syndrom bewiesen? Welche Anamnese und weitere Einordnung fehlen, und welche neue Beschwerde ändert die Priorität?

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P-ACS-17641

Thema: C02-T06

12-Kanal-Mediankomplex 17641; zur systematischen Befundung

Quelle: Du et al., ACS/OMI-Datensatz, CC0 1.0. Medianschlag, Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet; nur Morphologiebeurteilung. Die hergeleitete Skalierung ist im Quellenprotokoll beschrieben; keine präzise Millimeterdiagnostik aus diesem Datensatz.

Aufgabe: Welche benachbarten Ableitungen bilden hier das auffällige Gebiet?

Fiktiver klinischer Zusatz: Eine 61-jährige Person berichtet über seit 30 Minuten bestehenden Thoraxdruck mit Kaltschweißigkeit. Du erhältst zunächst nur diese Mediandarstellung. Die Symptome sind erfundene Lerndaten, nicht belegte Angaben zum Datensatz.

Die Tabelle ordnet die fiktiven klinischen Angaben.

BereichFiktive Angabe
Alter61 Jahre
BeschwerdenThoraxdruck seit 30 Minuten; Kaltschweißigkeit
Verfügbare DarstellungZunächst nur Mediandarstellung

Transferauftrag: Beschreibe nur die tatsächlich zugängliche Morphologie. Welche Aussagen zur Schlagfolge darfst du nicht machen? Welchen zeitkritischen Schritt löst die Kombination mit dem fiktiven Fall aus?

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P-PTBDB-patient205-s0426_re

Thema: C02-T06

12-Kanal-EKG patient205/s0426_re; zur systematischen Befundung

Quelle: PTB Diagnostic ECG Database, ODC-By 1.0. Kurvenwerte unverändert neu gezeichnet. 3×4-Darstellung mit zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten; unten kontinuierliche Ableitung II über 10 Sekunden. Ausschnitt 5–15 s. Contains information from the PTB Diagnostic ECG Database (https://physionet.org/content/ptbdb/1.0.0/) which is made available under the ODC Attribution License (https://opendatacommons.org/licenses/by/1-0/).

Aufgabe: Welche sichtbaren Merkmale bestimmen hier den Schenkelblocktyp, obwohl die Quelle nur einen Schenkelblock in der Vorgeschichte nennt?

Fiktiver klinischer Zusatz: Zwei Situationen werden verglichen: A ist beschwerdefrei und hat denselben Vorbefund. B hat akute Dyspnoe, Sauerstoffsättigung 86 % und Blutdruck 85/55 mmHg. Beide Situationen sind erfundene Übungen, keine Quellenanamnese.

Die Tabelle stellt die zwei fiktiven Situationen gegenüber.

MerkmalSituation ASituation B
BeschwerdenBeschwerdefreiAkute Dyspnoe
VorbefundDerselbe VorbefundNicht angegeben
SauerstoffsättigungNicht angegeben86 %
BlutdruckNicht angegeben85/55 mmHg

Transferauftrag: Befunde die Aufnahme vollständig. Welche Merkmale stützen den Blocktyp? Warum ist die Konsequenz in B dringlicher, ohne dass das EKG eine Lungenembolie beweist?

In der App sprechen üben →

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Was eine Ableitung siehtElektroden sicher anlegenUnterstützte AufgabePraktische AufgabePapier und StörungenAm echten EKG übenFrequenz und GrundrhythmusAm echten EKG übenAchse und KammerformZeiten richtig messenUnregelmäßig oder zu früh?Am echten EKG übenAm echten EKG übenWo der Takt entstehtAV-Block unterscheidenAm echten EKG übenAm echten EKG übenAm echten EKG übenSchenkel und FaszikelAm echten EKG übenPräexzitation und TachykardieAm echten EKG übenST und T im ZusammenhangAm echten EKG übenWelche Wand, welche Ergänzung?Hebung und InfarktnachahmerAm echten EKG übenSchwierige IschämiemusterWas ein Medianschlag kannElektrolyte im EKGArzneimittel und QT-RisikoAm echten EKG übenSchrittmacher erkennenEchtes Beispiel: zwei ImpulseEin Befund mit KonsequenzPatient zuerstKommunikationVom Bild zur EntscheidungIntegrationsfall: ThoraxdruckIntegrationsfall: langsamer PulsIntegrationsfall: dieselbe KurveSelbstständige AbschlussaufgabeZusätzliche WiederholungPool: Technik und ArtefakteEKG-ÜbungspoolP-PTBXL-59P-PTBXL-69P-PTBXL-1158P-PTBXL-9P-PTBXL-38P-PTBXL-165P-PTBXL-2309Pool: Rhythmus und MessungenP-PTBXL-233P-PTBXL-795P-PTBXL-1113P-PTBXL-1208P-PTBXL-2455P-PTBXL-4005P-PTBXL-4822P-PTBXL-611P-PTBXL-2158P-PTBXL-4235P-PTBXL-440P-PTBXL-881P-PTBXL-4117P-PTBXL-8215P-PTBXL-12632P-PTBXL-2886P-PTBXL-3544P-PTBXL-23P-PTBXL-449P-PTBXL-7159P-PTBXL-16401P-PTBXL-3505P-PTBXL-2051P-PTBXL-7889P-PTBXL-427P-PTBXL-861P-PTBXL-8872P-PTBXL-4637P-PTBXL-10355P-PTBXL-12644P-PTBXL-772P-PTBXL-1246P-PTBXL-41P-PTBXL-12173P-PTBXL-18050P-PTBXL-6515P-PTBXL-1479P-PTBXL-6031P-PTBXL-5915P-PTBXL-7161P-PTBXL-1197P-PTBXL-2432P-PTBXL-20406P-PTBXL-10160P-PTBXL-1173P-PTBXL-8461P-PTBXL-14286P-PTBXL-12537P-PTBXL-18246P-PTBXL-1491P-PTBXL-7031Pool: Impulsbildung, LeitungP-PTBXL-7079P-PTBXL-8620P-PTBXL-959P-PTBXL-618P-PTBXL-1564P-PTBXL-1123P-PTBXL-3155P-PTBXL-8504P-PTBXL-157P-PTBXL-520P-PTBXL-172P-PTBXL-12552P-PTBXL-9699P-CHALLENGE-JS12426P-CHALLENGE-JS12440P-CHALLENGE-JS12438P-CHALLENGE-E09423P-CHALLENGE-E04448P-CHALLENGE-JS10189P-CHALLENGE-JS10350P-CHALLENGE-JS10306P-CHALLENGE-JS10361P-CHALLENGE-E00852P-CHALLENGE-E10339P-CHALLENGE-E00831P-CHALLENGE-E09833P-CHALLENGE-JS06588P-CHALLENGE-JS09293P-PTBXL-9108P-PTBXL-10003P-PTBXL-633P-PTBXL-16206Pool: ST/T-DifferentialbefundeP-PTBXL-12841P-PTBXL-532P-PTBXL-2993P-PTBXL-8075P-PTBXL-8611P-PTBXL-8652P-PTBXL-1577P-PTBXL-1737P-PTBXL-1440P-PTBXL-15865P-PTBXL-4712P-PTBXL-6962P-PTBXL-167P-PTBXL-1429P-PTBXL-1175P-PTBXL-4059P-PTBXL-8636P-PTBXL-1451P-PTBXL-3785P-PTBXL-3790P-PTBXL-1785P-ACS-00808P-ACS-07663P-ACS-00810P-ACS-02672P-ACS-01328P-PTBDB-patient091-s0353lreP-PTBDB-patient207-s0428_reP-PTBXL-11944P-PTBXL-12899P-PTBXL-1063P-PTBXL-3076Pool: QT und StimulationP-PTBXL-1065P-PTBXL-7525P-PTBXL-16101P-PTBXL-320P-PTBXL-144P-PTBXL-2205P-PTBXL-2664P-PTBXL-7909P-PTBXL-11860P-PTBXLPLUS-20886P-PTBXLPLUS-9129P-PTBXLPLUS-3723P-PTBXLPLUS-1641P-COMMONS-C10Pool: Befund und KontextP-CHALLENGE-JS12420P-CHALLENGE-JS12506P-PTBXL-2940P-PTBXL-14653P-ACS-17641P-PTBDB-patient205-s0426_re

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