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Lernpfade

Aufklärungen

Lernziel: Du klärst Patienten über Diagnostik und Eingriffe auf.

Einführung

Lernziel: Du weißt, wie dieses Modul aufgebaut ist.

Aufklärungsgespräche führen

In diesem Modul übst du, Diagnostik und Eingriffe patientengerecht zu erklären. Die Beispieltexte in den Lesetexten stammen aus deinem Lerndokument und zeigen, wie ein gelungenes Aufklärungsgespräch klingt.

Wie dieses Modul aufgebaut ist

Du übst zunächst nicht-invasive Diagnostik (EKG, Echo, Belastungs-EKG), dann invasive Diagnostik (TEE, Herzkatheter, EPU), anschließend Interventionen (PCI, Bypass-OP, Klappenersatz) und schließlich Rhythmus-Devices (Schrittmacher, ICD, Ablation).

Multiple Choice

Was ist der beste Weg, dieses Modul zu üben?

  1. a)Die medizinischen Details der Diagnostik auswendig lernen.
  2. b)Die Musterformulierungen genau auswendig lernen und wortwörtlich wiedergeben.
  3. c)Die Grundstruktur und den Ton der Beispiele verinnerlichen und in eigenen Worten wiedergeben.
Lösung in der App →

Nicht-invasive Diagnostik

Lernziel: Du klärst über EKG, Echo und Belastungs-EKG auf.

EKG (Elektrokardiogramm)

Das EKG zeichnet nichtinvasiv die elektrische Herzaktivität auf. Unterschieden werden Ruhe-EKG, Belastungs-EKG und Langzeit-EKG (Holter).

Aufklärung: „Beim EKG werden die elektrischen Signale Ihres Herzens aufgezeichnet. Wir befestigen dafür kleine Klebeelektroden an Ihren Armen, Beinen und Ihrer Brust. Die Untersuchung ist völlig schmerzlos, dauert nur wenige Minuten und es gibt dabei keinerlei Strahlenbelastung. So können wir Herzrhythmusstörungen, Durchblutungsstörungen oder Herzinfarkte erkennen."

Transthorakale Echokardiographie (TTE)

Die TTE stellt das Herz von außen über die Brustwand dar und beurteilt Herzgröße, Pumpfunktion und Herzklappen.

Aufklärung: „Bei der Herzultraschalluntersuchung verwenden wir Schallwellen, um Ihr Herz darzustellen. Wir fahren mit einem Ultraschallkopf über Ihre Brust, ähnlich wie beim Bauchultraschall. Die Untersuchung ist schmerzfrei, dauert etwa 15 bis 20 Minuten und ist völlig ungefährlich."

Belastungs-EKG (Ergometrie)

Das Belastungs-EKG erfasst Herzfrequenz, Blutdruck und EKG-Veränderungen unter körperlicher Belastung, meist auf dem Fahrradergometer.

Aufklärung: „Beim Belastungs-EKG werden Sie auf einem Fahrradergometer Rad fahren, während wir kontinuierlich Ihr EKG und Ihren Blutdruck messen. Die Belastung wird stufenweise gesteigert. Sie können jederzeit abbrechen. Es besteht ein geringes Risiko einer Herzrhythmusstörung oder eines Herzinfarkts. Deshalb sind wir auf alle Notfälle vorbereitet."

Multiple Choice

Ein Patient soll auf belastungsabhängige EKG-Veränderungen untersucht werden. Welche Untersuchung ist dafür geeignet?

  1. a)Ruhe-EKG
  2. b)TTE
  3. c)Belastungs-EKG
Lösung in der App →

Multiple Choice

Wie beruhigst du einen ängstlichen Patienten am besten vor einem EKG?

  1. a)Machen Sie sich keine Sorgen. Das ist nichts.
  2. b)Das EKG kann theoretisch Auffälligkeiten in der Erregungsleitung zeigen.
  3. c)Die Untersuchung ist völlig schmerzlos und es gibt dabei keine Strahlenbelastung.
Lösung in der App →

Freie Antwort

Erkläre der Patientin mündlich, was bei einer TTE passiert.

Geplante Untersuchung: transthorakale Echokardiographie.

In der App sprechen üben →

Freie Antwort

Erkläre dem Patienten mündlich, wie ein Belastungs-EKG abläuft.

Geplante Untersuchung: Belastungs-EKG.

In der App sprechen üben →

Invasive Diagnostik

Lernziel: Du klärst über TEE, Herzkatheter und EPU auf.

Transösophageale Echokardiographie (TEE)

Die TEE liefert über einen Schallkopf in der Speiseröhre deutlich genauere Bilder des Herzens als die TTE, etwa bei Verdacht auf Vorhofthromben oder Endokarditis-Vegetationen.

Aufklärung: „Beim Schluckecho führen wir einen dünnen, flexiblen Schlauch mit einem Ultraschallkopf durch Ihren Mund in die Speiseröhre. Da das Herz direkt dahinter liegt, erhalten wir sehr genaue Bilder. Sie erhalten vorab ein Betäubungsspray für den Rachen und auf Wunsch ein leichtes Beruhigungsmittel. Bitte bleiben Sie nüchtern: 6 Stunden vorher nichts essen, 2 Stunden vorher nichts trinken. Die Untersuchung dauert etwa 15 bis 20 Minuten. Risiken sind selten und umfassen Halsschmerzen, Schluckbeschwerden und in sehr seltenen Fällen eine Verletzung der Speiseröhre."

Koronarangiographie (Herzkatheter)

Die Koronarangiographie stellt die Herzkranzgefäße mittels Kontrastmittel dar und ist der Goldstandard zur KHK-Diagnose.

Aufklärung: „Bei der Herzkatheteruntersuchung führen wir einen dünnen Katheter über eine Arterie am Handgelenk oder in der Leiste bis zu Ihren Herzgefäßen vor. Dann spritzen wir ein Kontrastmittel, das die Herzgefäße auf Röntgenbildern sichtbar macht. Die Untersuchung dauert etwa 30 bis 60 Minuten und wird unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Sie spüren dabei kein Stechen, aber ein leichtes Wärmegefühl beim Kontrastmittel ist möglich. Risiken umfassen Blutung an der Einstichstelle, Kontrastmittelallergie und, seltener, Herzinfarkt oder Schlaganfall."

Langzeit-EKG und Elektrophysiologische Untersuchung (EPU)

Das Langzeit-EKG weist intermittierende Arrhythmien nach, die im Ruhe-EKG nicht erfasst werden. Die EPU untersucht invasiv das Herzleitungssystem und kann direkt mit einer Ablation kombiniert werden.

Aufklärung Langzeit-EKG: „Sie tragen für 24 bis 48 Stunden ein kleines, handygroßes Aufzeichnungsgerät mit einigen Klebeelektroden auf der Brust. Bitte duschen Sie währenddessen nicht und notieren Sie, wann Sie Beschwerden haben. Die Untersuchung ist völlig schmerzlos."

Aufklärung EPU: „Wir führen über eine Vene in der Leiste dünne Katheter bis in Ihr Herz vor, um die elektrischen Signale zu messen und gezielt Rhythmusstörungen auszulösen. So finden wir deren Ursprung. Gegebenenfalls kann im gleichen Eingriff eine Ablation erfolgen. Risiken sind gering, aber umfassen Blutung und, sehr selten, Verletzungen von Gefäßen oder Herz."

Multiple Choice

Ein Patient soll vor einer TEE korrekt vorbereitet werden. Was muss er beachten?

  1. a)Er darf normal essen und trinken.
  2. b)Er muss eine Woche vorher die Blutverdünner absetzen.
  3. c)Er muss 6 Stunden nüchtern bleiben und 2 Stunden vorher nichts trinken.
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Multiple Choice

Wie sprichst du die Risiken einer Koronarangiographie am verständlichsten an?

  1. a)Es gibt keine Risiken. Das ist Routine.
  2. b)Es könnte theoretisch zu prozeduralen Komplikationen kommen.
  3. c)Es gibt Risiken wie Blutungen, eine Kontrastmittelallergie oder in seltenen Fällen einen Schlaganfall.
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Freie Antwort

Erkläre der Patientin mündlich, wie eine TEE abläuft.

Geplante Untersuchung: transösophageale Echokardiographie.

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Freie Antwort

Erkläre dem Patienten mündlich, wie eine Koronarangiographie abläuft.

Geplante Untersuchung: Koronarangiographie.

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Interventionen

Lernziel: Du klärst über PCI, Bypass-OP und Klappenersatz auf.

PCI mit Stentimplantation

Die PCI behandelt eine Koronarstenose per Ballondilatation mit anschließender Stentimplantation, oft im gleichen Eingriff wie die diagnostische Koronarangiographie.

Aufklärung: „Wir haben eine Engstelle in Ihrem Herzgefäß festgestellt. Wir können diese sofort behandeln, indem wir einen Ballon einführen und aufblasen, um das Gefäß zu weiten. Anschließend setzen wir ein kleines Metallgitter, einen Stent, ein, der das Gefäß dauerhaft offen hält. Nach dem Eingriff müssen Sie für mindestens 6 bis 12 Monate zwei blutverdünnende Medikamente einnehmen. Bitte setzen Sie diese nie ohne Rücksprache ab. Risiken sind Nachblutung, Gerinnselbildung im Stent und Restenose."

Bypass-Operation (CABG)

Die Bypass-OP überbrückt verengte Herzgefäße mit körpereigenen Gefäßen und kommt vor allem bei Hauptstammstenose, Mehrgefäß-KHK oder wenn eine PCI nicht ausreicht, infrage.

Aufklärung: „Wir überbrücken die verengten Herzgefäße mit körpereigenen Gefäßen, die wir von Ihrer Brust oder Ihrem Bein entnehmen. Das Blut kann dann an der Engstelle vorbeifließen. Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose, die Brust wird geöffnet, und er dauert 3 bis 5 Stunden. Der Krankenhausaufenthalt beträgt etwa 7 bis 10 Tage, die vollständige Erholung 6 bis 12 Wochen. Risiken sind Wundinfektionen, Nachblutung, Schlaganfall und Herzrhythmusstörungen."

Herzklappenersatz (TAVI)

Bei einer schweren Aortenklappenstenose ersetzt die TAVI die Klappe kathetergestützt, ohne dass das Herz operativ geöffnet werden muss, und eignet sich besonders für ältere oder inoperable Patienten.

Aufklärung: „Ihre Aortenklappe ist stark verengt und muss ersetzt werden. Bei der TAVI führen wir die neue Klappe über einen Katheter ein, meist über ein Blutgefäß in der Leiste. Sie wird in Ihre alte Klappe hineingeklappt und entfaltet sich dort. Ein offener Herzeingriff ist dabei nicht notwendig. Der Eingriff erfolgt meist in lokaler Betäubung mit leichter Sedierung und dauert etwa 1 bis 2 Stunden. Risiken sind Schlaganfall, Herzrhythmusstörungen und Gefäßkomplikationen."

Multiple Choice

Ein Patient mit Hauptstammstenose und Diabetes soll behandelt werden. Welches Verfahren passt am besten?

  1. a)PCI mit Stentimplantation
  2. b)TAVI
  3. c)Bypass-Operation
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Multiple Choice

Wie erklärst du einem Patienten am verständlichsten, warum er nach der Stentimplantation zwei Blutverdünner nehmen muss?

  1. a)Das ist nach jeder Herzkatheteruntersuchung so üblich.
  2. b)Ohne die Medikamente könnte sich in Ihrem neuen Stent ein Blutgerinnsel bilden, das das Gefäß erneut verschließt.
  3. c)Das dient der Prophylaxe einer Stentthrombose gemäß Leitlinie.
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Freie Antwort

Erkläre dem Patienten mündlich, was bei einer PCI mit Stentimplantation passiert.

Befund: Engstelle im Herzgefäß, geplante PCI mit Stentimplantation.

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Freie Antwort

Erkläre der Patientin mündlich, was bei einer TAVI passiert.

Befund: schwere Aortenklappenstenose, geplante TAVI.

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Rhythmus-Devices

Lernziel: Du klärst über Schrittmacher, ICD und Ablation auf.

Herzschrittmacher (PM)

Der Schrittmacher behandelt symptomatische Bradykardien wie das Sick-Sinus-Syndrom oder einen AV-Block II bis III. Grades.

Aufklärung: „Ihr Herz schlägt zu langsam, weshalb wir einen Herzschrittmacher einsetzen möchten. Ein kleines Gerät wird unter die Haut unterhalb Ihres Schlüsselbeins implantiert. Über eine Vene führen wir eine dünne Elektrode bis in Ihr Herz, die elektrische Impulse abgibt, wenn Ihr Herz zu langsam schlägt. Der Eingriff dauert etwa 30 bis 60 Minuten und erfolgt in örtlicher Betäubung. Nach dem Eingriff sollten Sie den Arm mehrere Wochen nicht über Schulterhöhe heben. Risiken sind Infektion, Nachblutung, Elektrodendislokation und Pneumothorax."

Implantierbarer Kardioverter-Defibrillator (ICD)

Der ICD erkennt und beendet lebensbedrohliche ventrikuläre Rhythmusstörungen durch einen Stromschock.

Aufklärung: „Ihr Herz ist gefährdet, in eine schwere Herzrhythmusstörung zu geraten, die lebensgefährlich sein kann. Der ICD ist ein kleines Gerät, ähnlich einem Schrittmacher, das wir unter die Haut Ihres Schlüsselbeins einsetzen. Es überwacht Ihren Herzrhythmus rund um die Uhr und gibt bei einer gefährlichen Rhythmusstörung einen gezielten Stromschock ab. Die Implantation dauert etwa 1 bis 2 Stunden in örtlicher Betäubung. Risiken sind wie beim Schrittmacher, zusätzlich unangemessene Schocks und eine Gerätefehlfunktion."

Katheterablation

Die Ablation verödet den Ursprung einer Herzrhythmusstörung, oft kurativ, etwa bei AVNRT, WPW-Syndrom oder Vorhofflimmern.

Aufklärung: „Ihre Herzrhythmusstörung lässt sich durch eine Ablation behandeln. Wir führen dafür Katheter über eine Vene in der Leiste bis in Ihr Herz vor, suchen den genauen Ursprungsort der Rhythmusstörung und veröden diesen gezielt mit Wärme oder Kälte. Die Untersuchung dauert 1 bis 4 Stunden und erfolgt unter örtlicher Betäubung. Risiken sind Blutung, Gefäßverletzung und, sehr selten, ein Schlaganfall oder ein AV-Block mit Schrittmacherpflichtigkeit."

Multiple Choice

Ein Patient mit häufigen, lebensbedrohlichen Kammertachykardien soll ein Gerät implantiert bekommen. Welches Gerät ist indiziert?

  1. a)Herzschrittmacher
  2. b)ICD
  3. c)Katheterablation
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Multiple Choice

Wie erklärst du einem Patienten am verständlichsten, was die Ablation bewirkt?

  1. a)Wir veröden den Ursprung Ihrer Rhythmusstörung, sodass er keine Störungen mehr auslösen kann.
  2. b)Wir führen eine Katheterablation zur Behandlung Ihrer Arrhythmie durch.
  3. c)Das ist ein kleiner Routineeingriff, darüber müssen wir uns keine Gedanken machen.
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Freie Antwort

Erkläre dem Patienten mündlich, warum er einen Herzschrittmacher braucht und wie die Implantation abläuft.

Befund: symptomatische Bradykardie, geplante Schrittmacherimplantation.

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Freie Antwort

Erkläre der Patientin mündlich, was bei einer Katheterablation passiert.

Befund: symptomatisches Vorhofflattern, geplante Katheterablation.

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